Tage 1 bis 6 in Australien

In Melbourne angekommen hatten wir bereits nach 22 Uhr, sodass wir uns wirklich freuten, dass alles sehr unkompliziert ablief. Wir holten unsere Backpacks ab (es war auch alles angekommen), reisten ein, was wesentlich einfacher war als in Neuseeland, und fuhren mit Uber in die Stadt zu unserem Hostel. Zum ersten mal durften wir feststellen wie teuer Australien ist, denn alleine die 15 minütige fahet mit Uber vom Flughafen zum Hostel kostete und 70AU$ (ca. 43€).

Wir machten uns dort nur noch bettfertig und gingen schlafen, zu Abend hatten wir zum Glück noch in Neuseeland gegessen.

An unserem ersten richtigen Tag in Australien haben wir Melbourne erkundet. Wirklich toll an Melbourne ist für uns als Reisende, dass im Central Business District (CBD) der ÖPNV komplett kostenfrei ist. Unser Hostel lag jedoch etwas außerhalb des CBD in St. Kilda am Strand, sodass wir uns trotzdem viel zu Fuß bewegt haben. Denn um den regulären ÖPNV zu nutzen muss man sich aufladbare Karten zulegen, die jedoch pro Person schon 6AU$ (ca. 3,70€) kosten. Das haben wir für die 2 Tage in Melbourne dann nicht eingesehen zu bezahlen.

Auf unserem Fußweg zum CBD lag bereits ein Stadtpark inkl. botabischem Garten. Dort verbrachten wir einige Zeit und genossen die Sonne. Denn wettertechnisch hatten wir in Melbourne richtig Glück! An beiden Tagen dort hatten wir 20 Grad und Sonnenschein (nach Neuseeland war das einfach Luxus für uns! Vorallem, da Melbourne normalerweise sehr windig und nicht so sonnig ist). Außerdem schlenderten wir durch den sportlichen Teil Melbournes, denn Melbourne ist Sportstadt und unter anderem Austragungsort der Australian Open.

Nachmittags machten wir eine free-walking Tour die uns an einige Fleckchen der Stadt führte, die wir sonst nicht entdeckt hätten. Zum Beispiel ist selbst im CBD, dem Geschäftsbezirk der Stadt, an einigen Stellen Graffiti legal. Sodass es immer wieder in der Stadt solche Gässchen gibt.

Außerdem liefen wir alles sehenswerte an, was für uns nicht besonders viel ist. Denn obwohl Melbourne sich selbst als beste Stadt Australiens sieht und gerne Hauptstadt geworden wäre (und es auch über 20 Jahre lang war) hat Melbourne nicht so wirklich viel zu bieten.

Nach einem kurzen Abstecher zu Aldi (ja in Australien gibt es den deutschen Discounter Aldi) machten wir uns nach der Tour auf den Rückweg zum Hostel.

Der nächste Tag war auch zeitgleich unser letzter Tag in Melbourne. Also hieß es wieder packen und auschecken. Da es jedoch erst abends mit dem Nachtbus weiter nach Sydney ging, haben wir unser Gepäck mit in die Stadt genommen und dort bis zum Abend eingelagert (über bag’n’b quasi airbnb für Gepäck).

Danach ging es für uns zum Queen Victoria Market, einem der größten Märkte der südlichen Hemisphäre. Der Markt hat uns leider gar nicht begeistert, denn viele Stände waren nicht aufgebaut. Das lag aber vielleicht einfach daran, dass wir freitags Vormittags da waren, möglicherweise sieht der Markt sonntags anders aus.

Außerdem liefen wir nochmals einige Punkte der free-walking Tour des Vortages an, an denen wir ungestört Fotos machen wollten. Statt dem Gässchen mit dem Graffiti aus der Tour entschieden wir uns allerdings für ein größeres, bekannteres:

Außerdem gingen wir superlecker (und superteuer) asiatisch essen (alleine wegen des Essens können wir unsere Zeit in Asien gar nicht mehr abwarten! ?) bevor wir unser Gepäck abholten und zum Busbahnhof fuhren um im Nachtbus unser Lager für die nächsten 12 Stunden zu beziehen.

Direkt beim einstiegen in den Bus mussten wir feststellen, dass die Nachtbusse in Australien absolut nicht mit denen in Südamerika mithalten können. Es handelt sich um ganz reguläre Reisebusse, wie sie auch in Deutschland fahren, die auch für längere Fahrten wohl in Ordnung sind aber zum schlafen absolut nicht geeignet sind. Denn im Gegensatz zu den Bussitzen in Südamerika, die man auf 160-170 Grad neigen kann, sind in Australien vielleicht gerade einmal 120 Grad möglich. Auch gibt es weder Kissen oder Decken noch Verpflegung, noch nicht einmal etwas zu trinken. Aber gut, essens- und trinkenstechnisch waren wir ohnehin vorberietet und wozu haben wir unsere tollen Schlafsäcke, um die wir einmal mehr froh waren! Also machten wir es uns gemütlich, nutzten das vorhandene WLAN (immerhin das gab es nämlich ?) lasen und schliefen ziemlich schlecht. Nicht nur, dass es super unbequem zum schlafen war und der Bus mehrfach hielt um Pause zu machen, leider kamen wir auch um kurz nach 6 Uhr am nächsten Morgen und damit fast eine Stunde zu früh in Sydney an. Zu allem Überfluss hatte bei mir die Klimaanlage im Bus zugeschlagen und ich war verschnupft.

Aufgrund unserer Müdigkeit und der frühen Uhrzeit beschlossen wir erstmal einen Kaffee trinken zu gehen. Aus dem Kaffee wurde ein ausgedehntes Frühstück.
Die Zeit nutzten wir um die nächsten Tage in Sydney ein wenig zu planen und vorallem herauszufinden, wie wir zu unserer Unterkunft kommen. Tatsächlich war es, trotz Großstadt und obwohl wir Züge und Trams so gar nicht mehr gewöhnt sind, gar nicht mal so schwer zur Unterkunft zu kommen. Dort angekommen machten wir uns erstmal mit unseren Gastgebern bekannt, wir wohnten nämlich die 4 Nächte über bei Freunden von Freunden, bevor wir gegen Mittag wieder mit der Fähre nach Sydney in die Innenstadt aufbrachen.

Der restliche Tag in Sydney war leider nicht wirklich glorreich für uns, was zum Teil an unserer Müdigkeit durch die kurze Nacht aber vorallem daran lag, dass ich doch ganz schön angeschlagen von der Nacht mit der Klimaanlage war und mich so gar nicht gut fühlte. Daher kamen wir vom Hafen über das Opernhaus nicht weit, quasi nur bis zum nächsten Park, wo wir uns für ein Weilchen in die Sonne legten um die Augen zu schließen. Danach schlenderten wir noch etwas durch die Stadt, aber da ich doch ganz schön angeschlagen war, bewegten wir uns nur rund um das Hafenviertel, bevor wir früh zu unserer Unterkunft zurückkehrten.

Am kommenden Tag (ausgeschlafen und erholt) haben wir da schon mehr von Sydney gesehen. Nach einem entspannten Morgen mit ausgiebigem Frühstück machten wir uns auf zu einer free-walking Tour in Sydney. Bei dieser Tour hatten wir einen äußerst sympathischen Guide, der die Tour mit viel Humor gestaltete. Wir liefen einige der historisch und touristisch wichtigen Spots Sydneys an:

Bevor wir leider an einem Gässchen, das es uns besonders angetan hatte und wo wir mehr Zeit zum fotografieren brauchten, die Gruppe verloren. Wenigstens ist dabei ein schönes Foto herausgekommen ?:

Im Anschluss machten wir einen Großeinkauf, da wir am Abend die liebe Familie, bei der wir untergekommen waren, mit europäischem Essen bekochten: Hühnerfrikassee!

Unser 3. Tag in Sydney begann etwas früher, wenn auch immernoch sehr entspannt. Denn an diesem Tag hatten wir etwas mehr Strecke vor uns. Etwa 150km westlich (landeinwärts) von Sydney liegen die Blue Mountains auf einem Riesen Areal, das wir zumindest ein kleines bisschen erwandern wollten. Auf die Blue Mountains hatte ich (Elena) mich besonders gefreut, da ich schon so schöne Bilder davon gesehen hatte. Die Blue Mountains waren auch sehr schön aber etwas enttäuscht waren wir beide dann dennoch. Mal von dem Menschenansturm (allen voran Asiaten, die sich mit allen Mitteln in die erste Reihe vorkämpfen um Fotos zu machen, und ihre Position dann nicht mehr abgeben wollen, sodass man auf jedem Bild Asiaten mit drauf hat (und das bei den spektakulären three sisters)) auf die ersten Aussichtspunkte abgesehen, waren wir schnell ungestört, sobald wir unsere Wanderung begonnen hatten. Denn über die ersten ein oder zwei Aussichtspunkte kommen die meisten Touristen mit gebuchten Touren nicht hinaus, weshalb wir wieder einmal froh waren auf eigene Faust dorthin losgezogen zu sein. Doch leider bot sich uns überall derselbe, zwar schöne aber wenig abwechslungsreiche, Anblick auf die Blue Mountain:

Zu guter Letzt haben wir am Ende unserer Wanderung leider auch noch den Zug zurück Richtung Sydney um 3 Minuten verpasst. Da der Zug nur stündlich fährt, hieß es für uns warten. Leider nicht nur eine Stunde, sondern (wie sollte es auch anders sein) 75 Minuten, denn der nächste Zug hatte natürlich Verspätung.

Doch davon wollten wir uns die Laune nicht verderben lassen, denn für unseren letzten Tag in Sydney war mit 25° endlich richtig gutes Wetter angekündigt, weswegen wir zumindest für ein Stündchen an den Strand wollten. Zuerst fuhren wir jedoch wieder in die Stadt und klapperten noch ein paar Stationen ab. Zum Beispiel wollten wir nochmal ins Queen Charlotte Building, ein Einkaufszentrum, wo wir mithilfe eines Filters eine Langzeitaufnahmen ohne Menschen machen wollten:

Außerdem fuhren wir nochmal bei gutem Wetter an Sydneys Wahrzeichen: das Opernhaus, wo wir mit viel Glück und Zufall ein gemeinsames Foto mit einer Möwe bekommen haben:

Und schlussendlich ging es für uns an den Strand, quasi zum Sonnenuntergang. Soweit man eben etwas vom Sonnenuntergang an der Ostküste hat ? es ist aber ein sehr schönes Outtake-Foto herausgekommen, nachdem unsere Kamera aufgrund des Windes mit samt Stativ in den Sand gefallen ist. Hier der vorher-nachher-Vergleich unseres Outtake-Fotos:

Unmittelbar nach dem Sonnenuntergang ging es für uns zurück zur Unterkunft, denn es hieß für uns Sachen packen, Frühstück vorbereiten, duschen und früh schlafen gehen. Denn der nächste Tag war Abtrisetag und begann für uns schon um 4:20 Uhr. Wir brachen in unser erstes richtiges Abenteuer in Australien auf und waren schon richtig gespannt! ?

Tagr 24 bis 28 in Neuseeland

Nach einer entspannten Nacht und einem ausgedehnten Frühstück in Blenheim brachen wir gegen 9 Uhr Richtung Picton zur Fähre auf.

Auf dem Weg zur Südinsel hatten wir den Fehler gemacht, die letzte Fährfahrt des Tages zu buchen, da diese etwas günstiger ist als die früheren Fahrten. Ein Fehler deshalb, da wir von der Fährfahrt durch die Queen Charlotte Meerenge durch den frühen Sonnenuntergang gegen 17:45 Uhr nicht viel hatten. Daher haben wir für die Rückreise zur Nordinsel eine frühere Fährfahrt gebucht.

Kaum waren wir auf der Fähre ging es auch schon los. Und wir waren echt froh dieses mal tagsüber durchzufahren und von der tollen Landschaft auch was sehen zu können!

Glücklicherweise hatten wir Rückenwind und statt 3,5 Stunden bräuchten wir nur knapp 3 Stunden nach Wellington.

Dort angekommen ging es für uns direkt im Auto weiter. Denn wir hatten bis zum Tongariro noch eine Strecke von fast 400km vor uns. Diese legten wir auch ohne größere Zwischenstopps zurück, sodass wir nach einem kurzen Einkauf bereits um 18 Uhr in Tūrangi ankamen. Einen kleinen Zwischenstopp machten wir allerdings doch, um diese tolle Berglandschaft zu fotografieren:

In Tūrangi wohnten wir bei Maoris, Ureinwohnern Neuseelands. Wir lebten dort auf sehr kleinem Raum unter sehr einfachen Verhältnissen, ohne Strom und Heizung, Warmwasser gab es nur bei Tageslicht, eine herkömmliche Toilette gab es gar nicht. Unsere Gastgeberin war auch etwas seltsam, kam uns am Anfang etwas verrückt vor, sagte, jemand würde versuchen sie umzubringen, hätte Rapsöl gekauft, dabei sei das Gift…Wir nahmen es so hin ?

Hier waren wir jedoch mal wieder froh um unsere Schlafsäcke! Zwar hatten wir 2 Wolldecken und eine normale Decke aber wir konnten in unserer Hütte morgens unseren Atem sehen, so kalt war es. Noch dazu zog es kalt rein. Aber unter den Decken und unseren Schlafsäcken haben wir hier geschlafen.

Am nächsten Tag hatten wir eigentlich geplant das Tongariro Alpine Crossing zu machen. Eine Wanderung, die viele Jahre in Folge zur weltbesten Wanderung gewählt wurde. Diese 20km Tageswanderung war auch der Grund, weswegen wir früher zur Südinsel und später einige Tage vor Weiterreise wieder zur Nordinsel aufgebrochen sind. Nun stellte sich jedoch heraus, dass die Strecke bis zu diesem Tag wegen zu viel Schnee komplett gesperrt war und auch jetzt die Wanderung nur mit Guide und entsprechender Ausrüstung möglich ist. Klar, dass die sich das fürstlich bezahlen lassen. Pro Person hätten wir 195 NZ$ (110,81€) für Ausrüstung und Guide bezahlen müssen. Da wir ohnehin schon über Budget lagen war damit diese Wanderung gestorben.

Stattdessen machten wir einen kleinen Tongariro River Walk, der leider recht unspektakulär war:

und fuhren einige Aussichtspunkte auf die Berge an.

Am nächsten Tag ging es für uns bereits weiter nach New Plymouth. Und schon auf der Fahrt bot sich uns eine tolle Aussicht auf Mount Taranaki mit seiner schneebedeckten Spitze.

Wir fuhren noch einen Aussichtspunkt an, es war jedoch zu windig und kalt für den zugehörigen Walk (Sebi hatte leider seine Wind- und Regenjacke in Tūrangi im Zimmer hängen lassen) sodass wir an diesem Abend ohne Walk zur Unterkunft aufbrachen und früh schlafen gingen.

Am nächsten Morgen brachen wir zu Mount Taranaki bereits um 8 Uhr auf. Vor uns lag ein Walk von gut 4 Stunden, mit etlichen Höhenmetern und das am frühen Morgen. Der Wanderweg ging am Anfang ausschließlich über Treppen durch den Wald. Wirklich ausschließlich Treppen. Das haben wir noch die nächsten beiden Tage gespürt! Die Waldstrecke war recht unspektakulär, doch als sich der Wald lichtete hätte man schon eine schöne Aussicht Richtung Meer und Berge.

Doch 15 Minuten vor erreichen des Aussichtspunktes zeigte sich uns der Mount Taranaki bereits in seiner vollen Pracht:

Uns wurde von unserem Host in New Plymouth empfohlen weiter als bis hier

⬆️ gar nicht zu gehen, da danach nur Sumpflandschaft käme. Gut, dass wir uns unser eigenes Bild gemacht haben, denn nach 15 Minuten Abstieg folgte unser Highlight hier, bzw. der Grund dafür, dass Mount Taranaki nach Mount Cook zu unserem 2. Neuseeland-Highlight wurde: ein kleiner Spiegelsee. Noch während des Abstiegs könnten wir uns nicht vorstellen wie sich dieser riesige, majestätische Berg in dem kleinen See spiegeln soll, doch wir wurden eines besseren belehrt!

Wir verbrachten an dem See bestimmt eine Stunde, genossen den Ausblick, saugten ihn in uns auf und machten Unmengen an Fotos.

Den Sonnenuntergang hier zu schauen muss auch eine Wucht sein (Westseite Neuseeland), dachten wir uns, aber so viel Zeit blieb uns nicht, denn am kommenden Tag stand bereits unsere Weiterreise nach Australien an. Also ging es für uns an den Abstieg über denselben Weg, über den wir aufgestiegen waren. Und weiter mit dem Auto nach Thames, dabei könnte wir nochmal die typische neuseeländische Landschaft bewundern:

Eigentlich wollten wir auf Empfehlung einer lieben Mitreisenden, die wir in Greymouth kennengelernt und mit der wir schon einmal einen halben Tag bei den Pancake Rocks verbracht haben, einen Tag auf der Coromandel Halbinsel verbingen. Daher hatten wir uns auch für sie letzte Nacht ein Zimmer in Thames auf der Coromandel Halbinsel genommen. Leider stellte sich jedoch heraus, dass die Cathedral Cove, die wir dort eigentlich anschauen wollten, zur Zeit gesperrt war. Alternative wäre der hot water beach gewesen, von dem wir allerdings noch ein ganzes Stück entfernt waren, insbesondere im Hinblick auf den Weiterflug am Abend, sodass wir die Alternatividee dann auch verwarfen.

Wir verbrachten dort einen sehr entspannten Morgen, schliefen aus, aßen unsere restlichen Lebensmittel nahezu leer machten einen Spaziergang durch den Park und brachen schon nach Auckland auf. Mit wenigen kleinen Zwischenstopps zum tanken etc. fuhren wir durch nach Auckland, aßen noch eine Kleinigkeit, gaben das Auto nach 4 Wochen ab und begaben uns mit den Flughafenshuttle der Mietwagenfirma fast 5 Stunden vor Abflug an den Flughafen. So überpünktlich waren wir noch nie am Flughafen! (Wäre aber auch nicht später gegangen, da der letzte Shuttle der Mietwagenfirma schon um 17 Uhr fährt…)

Und so ging nach 4 Wochen unsere Zeit in Neuseeland zuende. Es war toll, für uns unvergesslich und hoffentlich (ganz sicher) nicht unser letzter Besuch hier!

Tage 19 bis 23 in Neuseeland

Auf dem Weg nach Mount Cook kamen wir zufällig an den Moeraki Boulders vorbei, wo wir einen kurzen Zwischenstopp einlegten. Leider hatten wir sehr bedecktes Wetter aber für ein paar lustige Fotos war die Kulisse rund um die Runden Felsen perfekt:

Außerdem haben wir dort nach echt langer Zeit mal wieder Alpakas gesehen, wenn auch keine freilebenden ?.

Nach diesem kurzen Zwischenstopp fuhren wir durch bis Mount Cook, aber nicht ohne zwischendurch noch Fotos zu machen:

In Mount Cook Village angekommen waren wir direkt begeistert vom Panorama und den schneebedeckten Bergen rundherum. Obwohl der Ort wirklich sehr sehr klein und touristisch ist haben wir uns auf Anhieb sehr wohlgefühlt! (Kann auch am Hostel gelegen haben, denn das war das ordentlichste und am besten ausgestattetste, in dem wir bis dahin gewohnt haben). Irgendeine klein und beschaulich, ruhig und friedlich. Ja, das trifft es. Nach Queenstown haben wir echt mal wieder die Ruhe und das Entschleunigte genossen! Jedenfalls entschlossen wir direkt noch zu einem kurzen Walk aufzubrechen, nachdem wir das Zimmer bezogen und unser Gepäck untergestellt haben.

Also zogen wir los, fuhren eine kurze Strecke von 7km zum Parkplatz, von dem aus wir einen Teil des Moraine Walks, bis hin zum Tasman Lake machten. Die Strecke lag bereits komplett im Schatten, es war kalt, sodass wir froren. Doch es war nur ein sehr kurzer Walk, wenn auch fast ausschließlich Treppen hoch zum Aussichtspunkt. Oben angekommen war der Aussichtspunkt sehr schön, umringt von den southern alps inkl. dem höchsten Berg Neuseelands Mount Cook:

Was Sebi jedoch direkt aufgefallen ist, war, dass das Plateau am Aussichtspunkt perfekt ist zur Sternbeobachtung. Denn insbesondere in Richtung Mount Cook Village umgeben von hohen Bergen, die das Licht des Ortes abschirmen, sollte man die Sterne gut sehen können.

Sternfotos waren ja bisher das, was uns nie so recht gelungen ist. Daher wollten wir das am Abend nochmal probieren. Also zurück ins Hostel, kochen und Abendessen, Tee vorbereiten und dann wieder ab in die Kälte. Draußen war ich direkt ernüchtert, denn besonders viele Sterne waren nicht am Himmel zu sehen. Insbesondere nicht die Milchstraße, das non plus ultra. Doch Sebi war nach wie vor optimistisch (wie immer). Ab zum Parkplatz gefahren und dort bot sich uns ein überwältigender Anblick! Die gesamte Milchstraße, direkt über uns. So klar und deutlich zu sehen und so wunderschön!

Also haben wir erstmal die Einstellungen getestet, während wir uns immer wieder ins warme Auto setzen konnten, um oben in der Kälte einfach nur noch Fotos machen zu müssen und (hoffentlich) nach 20 Minuten durch zu sein. Bei den Probefotos merkten wir jedoch, dass unsere Position zwar toll ist um die Sterne zu sehen, zum fotografieren jedoch ungeeignet ist, da die Sterne sich wirklich direkt über uns befanden. Problem war einfach, dass wir kein Weitwinkelobjektiv haben, damit wären die Fotos ein einfaches gewesen. Also entschieden wir, noch ein Stück weiter zu fahren um einen besseren Ausschnitt für unser Foto zu bekommen.

20km hin, mehrfach gehalten und geschaut aber nichts änderte sich. Also 20km wieder zurück. Wir wagten dann doch den Aufstieg zur Plattform, wohlgemerkt auf einem Weg ohne Beleuchtung. Nach einigem probieren sind uns ziemlich gute Fotos gelungen, auf einem sogar mit ein bisschen zusätzlicher Bergkulisse drauf:

Die Fotos sind uns ganz am Ende, nahe an der Verzweiflung gelungen. Denn besonders die Ausrichtung der Kamera ist im dunklen (und es war wirklich stockdunkel) und da man die Sterne vorher auf dem Display der Kamera nicht sehen kann gar nicht so einfach. Eines der Fotos ist daher erst beim Abstieg zurück zum Auto, also quasi schon auf dem Heimweg, entstanden. Wir kamen überglücklich, todmüde und nach sage und schreibe 3 Stunden in der Kälte (wir hatten Wind und Minusgrade) zurück ins Hostel und fielen einfach nur noch ins Bett.

Der nächste Tag begann um 7 Uhr, der Wecker klingelte, wir packten unsere Sachen, zum Glück hatten wir unser Frühstück zum mitnehmen bereits am Vorabend vorbereitet, checkten aus und brachen auf zum Hooker Valley Track. Der Track an sich war nicht besonders lang (4 Stunden gesamt) und nicht schwer (nur 80m Aufstieg, ausgebaute Wege etc.). Eigentlich nur ein langer Sonntagsspaziergang. Aber es war früh, wir waren noch nicht ganz fit, da es am Vorabend später wurde als gedacht, und dazu kam, dass die gesamte Strecke im Schatten lag. Dementsprechend war es sehr kalt. Nach einer Stunde Wanderung machten wir eine Frühstückspause und waren froh um den heißen Tee, den wir uns noch mitgenommen hatten. Die gesamte Wanderstrecke, insbesondere der Teil, der dann doch in der Sonne lag, war sehr schön und abwechslungsreich. Es gab 3 Hängebrücken:

Einen tollen Steg umgeben von Sträuchern und Schnee:

Und nach 2 Stunden kamen wir am Aussichtspunkt an. Ein überwältigender Ausblick:

⬆️(Handyfoto)⬆️

Der tatsächlich noch besser wurde, als wir das kurze Stück zum Hooker Lake selber runter gingen. Der See war größtenteils noch mit einer dünnen Eisschicht bezogen, hatte eine eindrucksvolle türkisene Farbe und bot den bisher besten und idyllischten Blick auf einen Gletscher.

Hier verweilten wir, machten Fotos und genossen das Panorama, bevor wir uns auf den Rückweg zum Auto machten.

Der restliche Tag war leider ein Reisetag, da es für uns weiter nach Christchurch ging. Eigentlich hatten wir vor am Lake Taupo halt zu machen, von wo aus man auch einen tollen Blick auf Mount Cook und all die anderen schönen Berge hat. Doch nach Aufbruch beim Hooker Valley Track wurde das Wetter mit jedem zurückgelegten Kilometer schlechter. Als wir an Lake Taupo vorbeifuhren, hatten wir eine komplett geschlossene Wolkendecke. Wir fuhren daher direkt nach Christchurch durch. In Christchurch angekommen hatten wir bereits frühen Abend, sodass wir nur einkaufen gingen, kochten, aßen und ich konnte tatsächlich mal wieder backen! ? war gar nicht mal so einfach ohne Messbecher oder Waage (in Neuseeland wird wie in Australien und den USA alles in Cups, oz etc. bemessen) weshalb das Ergebnis gar nicht mal so lecker aussah … geschmeckt hat’s aber super!

Tag 21 sollte für uns sehr entspannt werden. Wir schliefen aus, wirklich sehr lange, und lümmelten noch eine Weile herum, bis wir uns dazu aufrafften noch in die Stadt zu fahren. Die Stadt hat leider seit dem Erdbeben 2011 nicht mehr viel Sehenswertes, bzw. ist noch dabei, das wenige was geblieben ist, wieder aufzubauen. Ziemlich erschreckend für uns!

Wir fuhren hier allerdings mit einer historischen Bummelbahn, die einige sehenswerte Stationen in der Altstadt anfährt.

Für Tag 22 stand ein echtes Highlight für uns an: wir gingen Skifahren! Bei Sebi war das letzte mal Skifahren schon etwa 10 Jahre her, bei mir auch schon 3,5 Jahre daher entschieden wir uns für ein kleineres, bezahlbares und unspektakuläreres Skigebiet. Sollte für uns reichen ?.

Also früh aufstehen, Skisachen ausleihen und los zum 1,5 Stunden entfernten Skigebiet. Dort angekommen ging es für uns direkt auf die Piste! Und ich hatte echt meinen Spaß! Für mich ist Skifahren wie Fahrradfahren – man verlernt es nicht. So ging es für mich ab der ersten Runde problemlos rauf und runter. Mein (diabolisches) Highlight war aber, dass Sebi echt immer erstmal ein paar Abfahrten braucht um reinzukommen. Und oh man, ich kann mich einfach nicht zurückhalten mit lachen wenn er hinfällt ? ich weiß es ist fies aber meistens ist er einfach ohne Grund hingefallen, ganz harmlos.

Noch dazu hat Sebi es geschafft, einen von seinen geliehenen Skistöcken irgendwie mit dem Sessellift zu verhaken, sodass er ihn beim aussteigen beschädigt hat. Okay, beschädigt klingt ziemlich harmlos. Er hat ihn komplett zerbrochen.

Es war jedenfalls ein toller Tag, irgendwann auch für Sebi, in toller Kulisse, auch wenn das Skigebiet wirklich sehr klein war und nicht viel hergab. Dafür waren wir nach 14 Uhr nahezu alleine und nutzten unsere Ruhe und die Zeit gut aus. So viel Skigefahren wie an dem Tag bin ich noch nie!

Wir kamen sehr erschöpft und spät, nach einem abstecher zum Skiverleiher auch um einige Dollar ärmer (den Skistock mussten wir natürlich bezahlen), nach Hause und waren froh noch Reste vom Essen des Vortages zu haben, sodass wir nur noch aßen und schlafen gingen.

Am nächsten Morgen fuhren wir wieder recht früh los nach Kaikoura, wo wieder ein kleines Highlight auf uns wartete. Nachdem wir uns bereits bei den Gletschern, in Queenstown und auch bei Mount Cook einen Helikopterflug überlegt hatten, uns das aber immer zu teuer war, hatten wir hier endlich die Gelegenheit zu fliegen! Wenn auch nicht im Helikopter ging es für uns in einem winzigen Flugzeug mit nur 8 Sitzplätzen inkl. Pilot in Kaikoura auf Walschau. Alleine das kleine Flugzeug und die Kulisse waren eine Wucht.

Aber Weiswale, Seelöwen und Delphine aus der Luft zu sehen war einfach atemberaubend. Aber wir hatten Glück und könnten sogar einen Pottwal sehen:

Ein Wahnsinnserlebnis! Der Zwischenstopp in Kaikoura hatte sich definitv gelohnt.

Im Anschluss fuhren wir nur noch für eine Nacht weiter nach Blenheim, von wo aus wir am kommenden morgen bereits unsere Rückreise auf die Nordinsel antreten sollten.

Tage 15 bis 19 in Neuseeland

Bereits auf dem Weg nach Wanaka/Hawea kamen wir an tollen blue Pools vorbei, zu denen wir den kurzen Weg hinwanderten. Blue Pools bekommen ihre charakteristische Farbe durch die Reflektion des eiskalten Bergwassers auf dem speziellen Untergrund. Dieses mal keine minerale oder chemischen Reaktionen. Aber egal wie, wenn das Wasser so aussieht möchte man einfach reinspringen!

Außerdem sind wir an tollen Aussichtspunkten auf die Seen sowie die umliegenden Berge vorbeigefahren. Doch nach wie vor spielte das Wetter nicht mit, es war bewölkt und regnerisch, sodass wir direkt nach Hawea ins Hostel durchfuhren und den restlichen Tag entspannt ausklingen ließen.

Am nächsten Tag fuhren wir dann mit deutlich besseren Wetter einen Teil der Strecke vom Vortag zurück um diese tollen Ausblicke auf die Landschaft zu genießen:

Lake Wanaka (die ersten beiden Bilder) hat uns dabei deutlich besser gefallen als Lake Hawea (dir letzten beiden Bilder).

Da wir noch etwas Zeit hatten fuhren wir im Anschluss nach Cardrona, nicht um Skifahren zu gehen, sondern um einfach mal wieder Schnee unter den Füßen zu spüren und das ohne diese negative Assoziation aus Bolivien. Und ich muss sagen, obwohl ich mich von dieser spontanen Idee erst überzeugen lassen musste habe ich es sehr genossen. Landschaftlich, aber auch weil es einfach toll war!

Von hier aus fuhren wir nach Queenstown, einem unserer Highlights in Neuseeland, weiter. Schon die Anfahrt war eine echte Wucht für uns! Denn sobald man über Serpentinen den höchsten Punkt erreicht hat, tut sich ein Blick auf Queenstown vor einem auf, der kaum besser sein könnte:

Auch in Queenstown wartete bestes Wetter auf uns, sodass wir nach dem Einchecken ins Hostel noch etwas die Stadt erkundeten.

Außerdem gingen wir abends das erste mal in Neuseeland essen! Denn bisher hatten wir uns komplett selbst versorgt. Wir genehmigten uns Burger mit leckerem neuseeländischem Rind ?.

Der nächste Morgen begann früh für uns, insbesondere nach einer kurzen und lauten Nacht. Abgesehen davon, dass wir in einem lauten Hostel gelandet waren und leider direkt das erste Zimmer neben dem Aufenthaltsraum (mit lauter Musik) hatten, ist Queenstown Ausgangsort für viele Skigebiete, sodass es abends eben auch Aprèsski gab.

Wir wollten unsere Tagesplanung davon allerdings nicht beeinflussen lassen und brachen nach dem Frühstück auf Richtung Ben Lomond. Der Berg misst knapp 1.750m Höhe und ist westlich von Queenstown gelegen. Durch die Höhe bietet der Ben Lomond einen tollen Blick auf Queenstown, Lake Wakatipu und die schneebedeckten Berge rund um Queenstown. Da Queenstown selbst jedoch mit ca. 350m üNN sehr niedrig gelegen ist, erwarteten uns da ein 1.400m Aufstieg. Kein Wunder, dass man für diese Wanderung 8 Stunden einplanen soll.

Vielleicht erinnert sich ja der eine oder andere noch daran, dass wir in Peru am Colca Canyon bereits einen Aufstieg von 1.200 Höhenmetern zu bewältigen hatten und dafür relativ genau 3 Stunden gebraucht haben. Hier erwartete uns also ähnliches, da machten wir uns nichts vor.

Bereits zu Beginn der Wanderung stellten wir aber fest, dass wir definitiv mit anderen Problemen zu kämpfen haben würden als in Peru: die Wege waren deutlich besser befestigt, ohne Geröll, das war schon mal toll. Dafür gab es hier diverse Wanderwege, die teilweise gesperrt waren und umgeleitet wurden. Unsere Schwierigkeit bestand also erstmal darin den richtigen Weg zu finden und auf ihm zu bleiben.

Das erste Stück der Wanderung ging komplett durch Waldgebiet und verwehrte uns die Aussicht auf die umliegenden Landschaft. Doch da sollte sich bald ändern. Sobald wir den Wald hinter uns gelassen hatten, zeigte sich bereits ein atemberaubendes Panorama.

Außerdem hatten wir wieder richtiges Glück mit dem Wetter, wir hatten blauen Himmel und Sonnenschein, trotz der kühlen Wintertemperaturen. Doch die kühlen Temperaturen kamen uns bei dieser Wanderung durch den Aufstieg gerade recht.

Mit jeder geschafften Etappe veränderte sich die Umgebung von dichtem Wald über geordnetes Forstgebiet und bunte Sträucher bis hin zu Schneelandschaft.

Doch nicht nur die Umgebung veränderte sich, auch das Panorama, das sich uns bot wurde mit jeden 100 geschafften Höhenmetern in jede Richtung beeindruckender. Ob der Blick auf die schneebedeckten Gipfel rundherum:

Oder Queenstown, Lake und Berge:

Nach etwa 850m Aufstieg also ab einer Höhe von etwa 1.200m hatten wir dann mal wieder Schnee unter den Füßen. Erst nur ein wenig, später immer mehr.

Bald war der Schnee so tief und frisch, dass wir bei jedem Schritt bis zu den Knien einsanken und das vorankommen langsamer und mühsamer wurde. Nachdem wir beim Bergkamm angekommen waren entschieden wir daher umzukehren.

Der Abstieg erfolgte auf demselben Weg wie der Aufstieg und war daher weniger unspektakulär. Im Hostel angekommen waren wir ziemlich platt. Zwar hatten wir die Wanderung nicht komplett durchgezogen, doch nach 6 Stunden Wanderung und ca. 1.100 Höhenmeter Aufstieg war uns nur noch nach Essen, duschen und schlafen zumute.

An Tag 17 hieß es für uns wieder aufzubrechen. Doch bevor wir uns auf den Weg nach Te Anau machten setzten wir uns noch ein wenig in den Park in Queenstown, genossen die Sonne und lasen ein paar Seiten. Denn wir hatten quasi einen ausschließlichen Reisetag vor uns und wollten diesen ganz entspannt mit etwas Sonne beginnen.

In Te Anau angekommen checkten wir im Hostel für die kommende Nacht ein, und begaben uns noch ein wenig in den kleinen beschaulichen Ort am gleichnamigen Lake Te Anau.

Hier setzten wir uns außerdem in ein kleines niedliches Cafe, tranken Chai Latte und aßen einen leckeren Beeren-Brownie. Ansonsten verbrachten wir unseren Abend sehr entspannt im Hostel, kochten, aßen, lasen und gingen bald schlafen.

Denn Tag 18 begann für uns sehr früh. Aus Zeit- und Kostengründen wollten wir bereits um 9 Uhr bei Milford Sound sein. Denn das erste Boot am Tag fährt geschlagene 2 Stunden, statt 1 1/2 Stunden, wie bei den späteren Abfahrten und kostet nur die Hälfte (bzw. 45NZ$, ca. 25,29€, statt 78NZ$, ca. 43,84€ pro Person). Also brachen wir in Te Anau um 7 Uhr morgens auf und waren kurz vor 9 Uhr in Milford Sound. Leider hatten wir den ersten richtig schlechten Tag auf der Südinsel Neuseelands, wir hatten dicke tiefhängende Wolken und Regen die ganze Fahrt über. Auch in Milford Sound angekommen sah das Wetter nicht besser aus. Hier ein Eindruck davon, vor dicht über dem Meer die Wolken an diesem Tag hingen:

Unser Boot startete pünktlich um 9:25 Uhr durch die Meerenge vorbei an hohen Wasserfällen und beeindruckender Natur:

Außerdem sahen wir freilebende Seelöwen und – unser Highlight an diesem Tag – Pinguine ?!!

Leider regnete es die ganze Zeit über und windete stark, sodass wir zum fotografieren zwar viel Zeit draußen verbrachten aber die ganze Fahrt nicht so richtig genießen konnten. Außerdem erzählte der Kapitän zwar die ganze Zeit etwas zum Hintergrund und sonstige Fakten aber dieses neuseeländische Englisch machte uns echt immernoch zu schaffen, sodass wir davon wenig verstanden ?

Nach 2 Stunden endete unsere Bootsfahrt und unser Reisetag begann. Denn wir wollten noch komplett von der Westküste zur Ostküste fahren, wo wir die Nacht auf einer Schaffarm verbrachten.

Die Fahrt verlief unspektakulär (auch wenn die Suche nach der Airbnb uns mal wieder Nerven gekostet hat) und so kamen wir gegen 19 Uhr bei Dunedin in unserer Airbnb an. Für den Umweg über Dunedin haben wir uns entschieden, da man dort auf der Otago Halbinsel freilebende Pinguine sehen können soll. Wir hatten mal wieder kein Glück aber wir hatten ja morgens schon welche gesehen.

Bei dieser Airbnb kamen wir wieder auf unsere Kosten. Wir hatten tolle Hosts mit denen wir lange Gespräche bei Abendessen und Frühstück über Politik und das Leben in Neuseeland und Deutschland. Vorallem aber: das Frühstück war inklusive und würde nach unseren wünschen zubereitet. Da unsere Hosts gebürtige Schotten waren wünschten wir uns Porridge – und es war so lecker!

Dieser Tag war leider auch überwiegend ein Reisetag, denn zu unserer nächsten Station, dem Mount Cook, hatten wir eine ganze Strecke zurückzulegen. Doch es sollte sich lohnen, denn der Mount Cook würde zu unserem absoluten Neuseeland Highlight. Doch mehr hierzu im nächsten Blog ?

Tage 9 bis 14 in Neuseeland

Tag 9, und damit unser erster Tag auf der Südinsel Neuseelands, begann für uns ernüchternd: ein Blick nach draußen zeigte nämlich eine geschlossene Wolkendecke. Da wir abends aus Wellington erst um 20:30 Uhr von der Fähre kamen, haben wir uns eine Unterkunft in unmittelbarer Nähe zur Fähre gesucht und wollten am nächsten Tag nach Erkundung der Umgebung direkt weiter in Richtung des Abel Tasman Nationalparks. Da nun jedoch das Wetter nicht so wollte wie wir, frühstückten wir ausgiebig und legten uns anschließend wieder ins Bett und lasen ein wenig. Doch bereits kurz vor 11 Uhr sahen wir, dass es sich vorher um Hochnebel oder dergleichen gehandelt haben muss, denn wir hatten plötzlich einen ziemlich blauen Himmel durchsetzt mit ein paar Wölkchen. (Ich liebe ja ein paar Wolken am Himmel, irgendwie habe ich das Gefühl, sieht man erst dann wie blau der Himmel wirklich ist. Außerdem sind ein paar Wölkchen auch auf Fotos superschön!) Wir packten also schleunigst unsere Sachen, entschieden uns für eine Wanderung die bereits auf dem Weg zum Nationalpark lag und brachen auf.

Bereits auf der Fahrt kamen wir an tollen Aussichtspunkten vorbei und machten Fotopausen.

Nach etwa 2 Stunden (inkl. Pausen) waren wir bei Te Mahia angekommen, von wo aus wir einen Teil des Queen Charlotte Tracks zu einem Aussichtspunkt gingen. Bereits der Wanderweg war superschön und bot uns eine schöne Aussicht auf den Kenepuru Sound.

Etwa auf halber Strecke zum Aussichtspunkt kamen wir ein einer Stelle vorbei, die uns einen unbewachsenen Blick auf Wasser und Hügel bot. Außerdem spiegelten sich hier Natur und Himmel wunderbar im Wasser.

Oben am Aussichtspunkt am Onahua Lookout angekommen wurden wir für den Aufstieg mit einen tollen Rundumblick belohnt. Außerdem waren wir nahezu die einzigen auf diesem Teilstück des Traks, jedenfalls ist und während der 4 Stunden dort niemand begegnet, sodass wir uns die Zeit für Fotos nehmen konnten, die wir wollten.

Nach einer Pause brachen wir recht zügig wieder auf, denn es hatte angefangen zu tröpfeln. Also schnell wieder absteigen und zurück zum Auto. Zum Glück waren es wirklich nur ein paar Tropfen, wir kamen trocken am Auto an und machten uns an den restlichen weg nach Motueka von wo aus wir am nächsten Tag in den Abel Tasman Nationalpark wollten.

In Motueka angekommen erwartete uns eine Überraschung, denn wir hatten über Airbnb tatsächlich ein Zimmer in einem Hotel gebucht. In einem Bikerhotel. Und das übers gesamte Wochenende ? schon als wir ankamem und eincheckten lief laute Musik und die zugehörige Bar war gut voll.

Die Nacht über war es nach wie vor laut, aber wir hatten bereits entschieden auszuschlafen. Am nächsten Morgen hieß es für uns also alles entspannt anzugehen, in Ruhe zu frühstücken und uns dann bereit zu machen für den Nationalpark. Das Wetter versprach uns einen super Wandertag denn wir hatten tolles, sonniges Wetter (mit ein paar Wölkchen).

Beim Nationalpark angekommen folgte eine weitere Überraschung: im Gegensatz zu Südamerika sind Nationalparks in Neuseeland kostenfrei. Zumindest der Eintritt. Aber selbst für mehrtägige Hikes gibt es genug Campingplätze und Hütten, die durchweg bezahlbar sind.

Der Nationalpark punktet mit einsamen Buchten und Stränden, Wald und tollen Ausblicken.

Gesamt gingen wir bis zur Apple Tree Bay und wieder zurück (um uns das Wassertaxi zu sparen) und waren gesamt etwa 5 Stunden unterwegs. Hätten wir nach Neuseeland mehr Zeit mitgebracht hätten wir gerne den gesamten Track für 4 Tage gemacht, dann aber nur im Sommer, wenn man an den tollen einsamen Stränden auch baden kann!

Nach gut 15km Wanderung war der Tag für uns dann auch gelaufen.

Am nächsten Tag brachen wir etwas früher auf, den bevor wir weiter Richtung Süden reisen würden, wollten wir noch ein wenig in der Umgebung sehen und liefen einige Aussichtspunkte an, z. B. auf den berühmten split apple:

Und fuhren gegen Mittag weiter Richtung Pancake Rocks. Auf dem Weg zeigte sich uns schon die wilde Westküste der Südinsel mit hohen Wellen und kilometerlangen Stränden und Klippen. Natürlich kamen wir nicht darum herum, auch hier halt zu machen um diesen schönen Ausblick zu genießen.

An diesem Aussichtspunkt soll man eigentlich auch Wale, Delphine, Seelöwen und Pinguine sehen können. Leider hatten wir kein Glück, wir haben kein einziges Tier gesehen. Aber alleine für die Aussicht hat sich der Stopp schon gelohnt!

Als wir zum Auto zurückkamen um weiterzufahren sprang dieses leider nicht mehr an. Komischerweise ließ sich der Schlüssel zwar noch in Zündschloss stecken aber nicht mehr umdrehen, egal wie oft wir es versuchten. Wir hatten bereits nach 17 Uhr und wollten ja eigentlich noch zu den Pancake Rocks bevor wir zu unserer Unterkunft für die Nacht weiter wollten, doch wir sahen alle Fälle davonschwimmen. Wir schrieben also schleunigst unsere GPS-Koordinaten raus und riefen bei der Autovermietung an, in der Hoffnung, dass die uns einen Abschleppdienst rufen könnten. Leider nein. Denn wir konnten nicht mal telefonieren, wir hatten kein Netz. Also sahen wir uns schon trampen, als sich plötzlich der Schlüssel im Zündschloss drehen ließ und wir weiterfahren konnten.

Die Pancake Rocks ließen wir für diesen Tag dann lieber sein, weil wir nicht so spät an unserer nächsten Unterkunft sein wollten. Einen Zwischenstopp konnten wir uns allerdings nicht nehmen lassen: Sonnenuntergang am Strand:

Danach ging es für uns aber ohne Umwege zur Unterkunft (das Auto sprang nun wieder problemlos an). Das erste mal haben wir uns an Couchsurfing probiert und waren begeistert! Unser Gastgeber war total nett und unkompliziert.

An Tag 12 fuhren wir also nochmal 30 Minuten zurück von Greymouth, wo wir die Nacht verbracht haben, zu den Pancake Rocks. Und ein glücklicher Zufall: beim Couchsurfen lernten wir eine deutsche Mitreisende kennen, die zufällig Richtung Norden unterwegs war, sodass wir gemeinsam zu den Pancake Rocks fuhren.

Hierfür hatten wir nur einen kurzen Aufenthalt von vielleicht 45 Minuten angedacht und aber am Ende doch 1,5 Stunden dort aufgehalten. Denn hier gibt es nicht nur die Pancake Rocks, sondern auch Blowholes, die bei Flut beeindruckend und tolle Fotomotive abgeben.

Doch nach 1,5 Stunden mussten wir wirklich aufbrechen, denn wir hatten noch eine ordentliche Strecke bis Franz Josef vor uns. (Franz Josef – witzig oder? Klibgt deutsch und ist aber am ganz anderen ende der Welt im Südwesten der Südinsel Neuseelands gelegen) Die Fahrt verlief unspektakulär und ohne Zwischenfälle, sodass wir wie geplant am frühen Abend in unserer Unterkunft für die kommenden beiden Nächte ankamen.

Für unseren Aufenthalt in Franz Josef hatten wir für ein Highlight-Essen eingekauft: Gulasch! Nach bereits 3 Monaten auf Reisen kochten wir uns eines unserer liebsten Sonntagsessen ? daher verbrachten wir den restlichen Abend in der Küche.

Und gingen früh schlafen, denn für den kommenden Tag stand eine – oder zwei – Wanderung an.

Der nächste Morgen begann allerdings anders als geplant (passend zu unserer gesamten Reise…) denn irgendwie war es Sebi gelungen sowohl Zimmerschlüssel als auch Autoschlüssel im Kofferraum des Autos einzuschließen. Wir dachten ja immer, dass uns sowas nicht passieren könnte, zumal der Kofferraum leer war. Nun war es uns doch passiert und das auch noch bei einem gemieteten Auto. (Bei einem eigenen Auto wäre sowas ja immer nur halb so schlimm, denn über ein paar Ecken kennt man ja immer jemanden, der ein Auto inoffiziell aufbrechen kann. Die nette Dame an der Rezeption unseres Hostels hätte uns da auch ein paar empfehlen können. Aber bei einem fremden Auto wollten wir das Risiko, dass was schiefgeht, nicht eingehen.)

Also mussten wir eine Autowerkstatt anrufen. 30 Minuten und 250NZ$ (ca. 141,46€) später hatten wir alle Schlüssel wieder. Außerdem wurde uns auch klar, wie es passieren konnte, dass man 2 Schlüssel in einem leeren Kofferraum nicht sieht. Sie waren beide unter die Kofferraumabdeckung gerutscht und somit sah der Kofferraum trotzdem leer aus.

Nun gut, mit etwas Verspätung brachen wir dann doch noch zu unserer Wanderung auf. Denn für Tag 13 in Neuseeland stand der erste Gletscher unserer Weltreise an! Darauf hatten wir uns schon wirklich gefreut, besonders, da wir eigentlich den Perito Moreno im argentinischen Teil Patagoniens besichtigen wollten, was aber leider mit ganz Patagonien aufgrund des schlechten Wetters gestrichen wurde.

Die Wanderung zum Gletscher Franz Josef war recht kurz und wenig spektakulär. Einzig die Bilder der Entwicklung des Gletschers auf den Tafeln am Wanderweg waren beeindruckend und traurig, da dieser sich in den letzten Jahren immens zurückgebildet hat/geschmolzen ist. Leider war dies auch der Anblick, der sich am Ende des Wanderweges auf den Gletscher bot: traurig. Denn viel ist gar nicht mehr übrig.

Wo man noch vor 10 Jahren einen Teil der Strecke direkt am Gletscher entlanggehen konnte, endet derselbe Wanderweg heute 500m Luftlinie vom Rest des Gletscher entfernt. Ziemlich schade und nicht der Anblick, den wir uns erhofft hatten. Aber immerhin kamen noch etwas blauer Himmel und Sonne zum Vorschein.

Daher entschieden wir auch, noch einen kleinen Wanderweg am Strand zu gehen. Denn in etwa 30 Minuten war man vom Gletscher mit dem Auto am Strand. Leider war die Wanderstrecke am Strand nicht wie wir sie erwartet haben, sodass wir bald umdrehten.

Am Ortseingang hatten wir allerdings eine Lagune entdeckt, bei der wir nochmal anhielten und den schönen Blick auf die Berge im Hintergrund genossen.

An dieser Lagune hatte man tatsächlich zur einen Seite das Meer, zur anderen Schneebedeckte Berge. Beides so nah beieinander…☺

Im Anschluss fuhren wir zurück zur Unterkunft und freuten uns schon auf den Rest unseres Gulaschs vom Vortag!

Am nächsten Morgen hieß es wieder packen, denn wir machten uns an die Weiterreise ins Landesinnere. Doch nicht bevor wir einen kurzen Abstecher zum 2. bekannten Gletscher in dieser Ecke zu machen: dem Fox Gletscher. Auch hier machten wir eine kurze, allerdings etwas anstrengendere (da mehr Höhenmeter), Wanderung und hatten am Ende einen deutlich besseren Blick auf den Gletscher:

Doch auch hier kündigten bereits bei der Anfahrt auf den Parkplatz als Ausgangspunkt der Wanderung an, zu welchem Zeitpunkt der Gletscher noch bis wohin reichte. Denn auch dieser Gletscher ist nur noch ein Schatten seiner selbst.

Hiernach machten wir uns endgültig auf den Weg zu unserer nächsten Station Hawea/Wanaka, 2 Seen die von Bergen umgeben sind und ein perfekter Zwischenstopp auf dem Weg nach Queenstown sind. Doch hierzu mehr im nächsten Blog ?

Tage 2 bis 8 in Neuseeland

Da wir in Neuseeland in den 4 Wochen möglichst viel sehen wollten und das vorallem auch von Nord- und Südinsel hatten wir einen straffen Zeitplan. Daher ging es für uns an Tag 2 nach einem ausgiebigen Frühstück bereits morgens von Auckland nach Paihia bei bay of islands in die Northlands. Die Fahrt erinnerte uns schon an Deutschland. Viele Wiesen und Weiden, Schafe und Kühe. Immer wieder regnete es (auch wie in Deutschland).

In Paihia angekommen bezogen wir erstmal unser Studio im Hostel und erkundeten direkt die Umgebung, liefen innerhalb von nur gut 2 Stunden einen Aussichtspunkt (Paihia lookout) und die haruru falls an:

Außerdem buchten wir für Tag 4 einen Trip mit dem Katamaran durch bay of islands bis zum hole in the rock wo wir auch mit etwas Glück Delphine sehen sollten.

Doch an Tag 3 ging es für uns erstmal noch weiter in den Norden nach Cape Reinga, einem der nördlichsten Punkte Neuseelands. Wieder regnete es auf der Fahrt teilweise stark und unser Mut schwand. Auch als wir angekommen waren hingen noch dicke Wolken am Himmel, auch wenn es aufgehört hatte zu regnen. Wir waren direkt begeistert, dass es dort, so weit ab von der Zivilisation sogar Trinkwasser gab, womit man seine Flaschen auffüllen konnte. (Haben wir natürlich gemacht!)

Hier gingen wir einen kurzen Wandeweg hin zu Aussichtspunkt und Leuchtturm:

Erstmals wurde uns hier bewusst, wie weit wir eigentlich von Zuhause weg waren. Denn hier stand ein Pfeiler mit Richtungsweisern, auf denen zum Beispiel auch London mit einer Entfernung von 18.029 km angegeben war.

Danach ging es für uns zu einer nahe gelegenen Sanddüne, denn bereits auf dem Hinweg nach Cape Reinga hatten wir gesehen, dass man sich hier Boards leihen konnte um die Sanddüne runterzurutschen. Mittlerweile war es deutlich aufgeklart, würde schön warm und die Sonne kam heraus. Da das Wetter mittlerweile gut mitspielte wollten wir uns das Sandboarden nicht entgehen lassen.

Neben dem eigentlichen Sandboarden war die Sanddüne eine tolle Kulisse für Fotos jeglicher Art.

Und was soll ich sagen, eigentlich war es nicht geplant aber die 2 Stunden auf der Sanddüne würden zu unserem Highlight des Tages!

Nach dem Sandboarden machten wir uns fast schon wieder auf den Rückweg nach Paihia, machten jedoch einen Zwischenstopp am ninety mile beach um den Sonnenuntergang anzuschauen.

Leider hat die Temperatur am Tag nicht ausgereicht um baden zu gehen, aber davon waren wir ausgegangen. Wer aber im Sommer hier ist, kann bestimmt toll schwimmen gehen, denn bei 90km (es sind tatsächlich ’nur‘ 90km, nicht 90 Meilen) findet man immer auch ein ruhiges Eckchen!

Nachdem die Sonne untergegangen war und es echt kalt wurde, machten wir uns auf den Rückweg nach Paihia.

Witzige Geschichte außerdem: vielleicht lag es daran, dass wir mittlerweile echt hungrig und müde waren und darum schnell zurück zur Unterkunft wollten, jedenfalls wurden wir auf den 2-stündigen Rückfahrt direkt 2 mal von der Polizei angehalten: ein mal weil wir wohl 10km/h zu schnell unterwegs waren (Kann aber nur 10km/h laut Tacho gewesen sein!) und ein mal (kein Scherz!) weil wir die Mittellinie überquert hatten. Beim 2. Mal musste Sebi sogar pusten weil der nette Polizist dachte er wäre betrunken ?

Wir kamen trotzdem heile an und hoffen bis heute, dass das nur Verwarnungen waren und nicht am Ende noch Strafzettel auf uns zukommen ?

Für Tag 3 hatten wir ja schon im Vorfeld eine Bootstour gebucht. Hierfür mussten wir recht früh raus, packten, checkten nach dem Frühstück aus und waren bereits vor 9 Uhr bei bestem Wetter auf dem Boot.

Bereits ab der ersten Minute machten wir Fotos von der tollen Natur, den kleinen Inselchen (vielen kleinen Inselchen) und den Tieren, die wir zu sehen bekamen:

Möwen, Fische, Seelöwen.

Tatsächlich könnten wir scharenweise Fische sehen, die Möwen, die sie jagten und wie die Fische vor ihnen flohen.

Dann kamen wir zum hole in the rock, dem Highlight, und die Wetterbedingungen waren perfekt, sodass wir mit dem Katamaran auch durch das Loch fahren konnten.

Auf dem Rückweg, leider erst kurz vor Rückkehr im Hafen, sahen wir sogar Delphine.

Hierauf hatten wir sehr gehofft und für Sebi sogar dazugebucht, dass er mit Delphinen schwimmen durfte. Da leider die Zeit fehlte und wir bereits in Hafennähe waren, konnten wir nicht anhalten und schon gar nicht mit ihnen schwimmen…

Das Gute an der Sache war, weshalb wir uns gerade für den Touranbieter great sights entschieden haben:
1. Wir bekamen die die 30NZ$ für das Delphinschwimmen natürlich zurück
2. Außerdem bekamen wir zwei lebenslang gültige Freikarten um dieselbe Tour nochmal machen zu können, da wir von den Delphinen quasi nichts hatten! (Lebenslang heißt hier tatsächlich lebenslang. Neulich, so hat uns die Kapitänin erzählt, hat ein Ehepaar nach 19 Jahren seine Freikarten eingelöst)
3. Die Tour endete für uns nicht nach regulären 3 Stunden in Paihia. (Ohnehin ging die Tour schon länger als geplant)

Wir durften nämlich ohne Aufpreis weiterfahren bis Russell und am selben Tag auch noch von dort mit dem Boot zurück nach Paihia. Wir fuhren also weiter nach Russell und liefen noch einen wahnsinnig schönen Aussichtspunkt an (Tapeka Point Lookout). Schon der Wanderweg war wunderschön und ein echtes Highlight.

Aber dort angekommen hatten wir einen noch wahnsinnigeren Blick über die gesamte Bucht!

Obwohl Russell eigentlich nicht geplant war, sind wir richtig froh einen Abstecher von nur wenigen Stunden dorthin gemacht zu haben! Alleine für den kurzen Wanderweg und den Ausblick hatte sich das mehr als gelohnt.

Dann ging es zurück nach Paihia, ab ins Auto und los zu unserer nächsten Station. 4 Autostunden später und ohne polizeiliche Zwischenfälle kamen wir in unserer nächsten Zwischenstation in Hamilton an, wo wir in einer Airbnb für die kommende Nacht blieben.

Von Hamilton aus besuchten wir an Tag 5 eine Glühwürmchen-Höhle.

Das war leider etwas enttäuschend, die Glühwürmchen-Höhle aber auch der ganze Tag, denn wir hatten schlechtes Wetter. Erstmals seit wir in Neuseeland angekommen waren. Also verbrachten wir viel Zeit im Auto. Erst von Hamilton zur Höhle und im Anschluss weiter nach Rotorua, wo wir die nächsten beiden Tage verbracht haben.

Leider wurden die nächsten beiden Tage wettertechnisch nicht besser. Es war durchgehend bewölkt und regnete immer wieder. Dennoch besuchten wir an Tag 6 nach einem äußerst entspannten Morgen einen mud-pool, was echt cool war weil man wieder irgendwie zum Kind wird und auf das blubbern wartet, einfach fürs perfekte Bild,

und Wai-o-tapu, das geothermische Wunderland, welches uns aufgrund des Wetters nicht wirklich überzeugen konnte.

An Tag 7 besuchten wir das vulkanische Waimangu, das ebenfalls mit einigen geothermalen Aktivitäten punktet, uns allerdings ebenfalls nicht wirklich überzeugen konnte, nicht zuletzt weil ein großer Teil der Anlage zur Zeit unseres Besuches gesperrt und daher nicht für uns zugänglich war.

Eigentlich wollten wir uns nach Rotorua am Tongario Alpin Crossing versuchen. Diese 20km-Tageswanderung wurde viele Jahre lang in folge zur Besten weltweit gekürt. Leider sollte das Wetter auch in den kommenden Tagen nicht besser werden, weshalb wir uns dazu entschieden direkt weiter auf die Südinsel überzusetzen und unser Glück mit dem Alpin Crossing auf dem Rückweg nochmal zu versuchen. Kleine Planänderung – zum Glück war das so spontan möglich! Daher ging es für uns an Tag 7 noch weiter bis kurz vor Wellington, wo wir an Tag 8 eine Fähre nach Picton auf die Südinsel nahmen.

Und, soviel kann ich euch sagen, auf der Südinsel spielte das Wetter schon eher mit! Uns standen grandiose Tage bevor!

Tag 1 in Neuseeland

Nachdem wir aus Mexiko abgereist waren erwartete uns ein voller Reisetag: 3 Flüge (Cancún-Havana, Havana-Panama, Panama-Santiago de Chile) von 2 verschiedenen Airlines, da wir Hin- und Rückflug nach Cancún nachträglich gebucht hatten. Da wir aber Geld sparen (bzw. nicht zum Fenster rauswerfen) wollten, hatten wir nicht vor nochmal in Kuba einzureisen um unser Gepäck abzuholen und aufzugeben und uns für 20$ pro Person eine Touristenkarte zu kaufen, dafür, dass wir 3 Stunden Zeit am Flughafen hatten. Also mussten wir unser Gepäck in Cancún schon so aufgeben, dass es nach Santiago de Chile kommt, und das trotz 2 verschiedenen Airlines.

Leider hatten wir echt keine Ahnung wie das funktioniert, wenn 2 verschiedene Airlines involviert sind. Daher haben wir bereits bei Ankunft in Cancún und damit 1 Woche vor der Weiterreise Copa-Airlines (für die Flüge ab Havana) angeschrieben und nachgefragt. Leider haben wir bis zum Abflug keine Rückmeldung bekommen (die Rückmeldung kam am 22.8., obwohl wir angegeben hatten, dass es um Flüge am 13.8. geht ??‍♀️) musste also so gehen.

Am Flughafen in Cancún haben wir dann unser Gepäck aufgegeben, die Weiterflüge bis nach Santiago de Chile waren kein Problem, unser Gepäck wurde entsprechend gekennzeichnet und wir bekamen bereits die Boardingpässe für alle Flüge. Wir waren ziemlich erleichtert denn wir hatten uns echt Sorgen gemacht was das Gepäck angeht! Vorallem, weil wir nur knapp 24 Stunden nach der Landung von Santiago de Chile aus nach Neuseeland weiterfliegen sollten.

In Kuba hatten wir dann schon die ersten Probleme. Nicht mit dem Gepäck, sondern mit dem Verweilen in der Transitzone. Bisher haben wir es so erlebt, dass man aus dem Flugzeug aussteigt und in der Transitzone ist. An manchen Flughäfen mussten wir zusätzlich durch eine Sicherheitskontrolle. Am Flughafen in Havanna müssen die viele Mitarbeiter auch irgendwie beschäftig werden, weshalb man es dort wohl ganz kompliziert macht. In der Theorie wäre es auch in Havanna möglich durch eine Kontrolle in den Transitbereich zu gelangen. Allerdings verwiesen uns die Herrschaften an das Immigrationsbüro. Wir haben versucht mit allen Mitteln zu erklären, dass wir gar nicht immigrieren wollen, würden aber mit den Worten ‚das ist hier in Kuba eben so‘ abgewiesen. Letztendlich standen wir dann doch am Immigrationsbüro. Dort ließ man uns erstmal eine ganze Weile warten, bis sich jemand uns annahm. Nachdem wir einige Fragen beantwortet hatten, fragte sie nach unseren Pässen. Diese händigten wir aus, weil wir dachten sie wolle noch was nachschauen. Aber stattdessen machte sie auf den Absatz kehrt und verschwand ohne irgendwas zu sagen. Uns blieb nichts anderes übrig als wieder mehr als eine halbe Stunde zu warten. Irgendwann tauchte die Dame wieder mit unseren Pässen auf und mit neu ausgedruckten Tickets. Wir vermuten, dass sie uns nochmal eingecheckt hat, aber einfach mit den Pässen zu verschwinden fanden wir nicht witzig. Mit ihr ging es dann zurück zum Zugang des Transitbereiches, den wir dann mit ihrer ausdrücklichen Genehmigung nach einer Kontrolle betreten durften.

Doch zurück zum Gepäck, denn trotz unseren Bemühungen in Mexiko gab es selbstverständlich Probleme mit unseren Rucksäcken. Denn nach 3 Flügen nachts um 0:30 Uhr in Santiago de Chile angekommen warteten wir natürlich vergeblich auf unsere Backpacks. Auf beide Rucksäcke, wie sollte es auch anders sein. Man teilte uns mit, das unsere Rucksäcke irgendwie in Havana zurückgeblieben waren (was uns bei der teilweise angetroffenen kubanischen Arbeitsmoral nicht gewundert hat). Und damit trat das ein wovor wir so große Angst hatten. Doch es sollte bereits eine Lösung geben: mit dem nächsten Flugzeug um 5 Uhr morgens sollte unser Gepäck in Santiago de Chile ankommen. ‚Gut, solange sie vor unserem Weiterflug (möglichst vor 22 Uhr) um 1 Uhr nachts da sind ist uns alles recht‘, dachten wir und machten uns auf den Weg zu unserer letzten Unterkunft in Südamerika.

Für unsere letzte Nacht auf diesem Kontinent hatten wir uns nach langem mal wieder ein Hostel genommen. Das alleine wegen unserer späten Ankunft und weil wir direkt einen Flughafentransfer dabeihaben wollten. Den Flughafentransfer hatten wir extra per E-Mail mit dem Hostel im Vorfeld vereinbart. Nachdem mit unserem Gepäck endlich alles geklärt war und wir mit leeren Händen gehen mussten stellte sich heraus, dass anders als vereinbart kein Transfer auf uns wartete. Wir hatten mittlerweile 2 Uhr nachts und wir waren echt müde vom vielen Fliegen.

Es stellte sich jedoch glücklicherweise heraus, dass noch Nachtbusse in die Innenstadt fuhren und das zu einem Bruchteil des Preises, den wir für den Flughafentransfer hätten zahlen müssen (23,35€ vs. 4,67€ für beide zusammen). Glück im Unglück würde ich sagen. Also 20 Minuten mit dem Bus und die letzten 3km zu Fuß. Hatten ja kein Gepäck, war also kein Problem zu laufen, auch wenn wir schon mitten in der Nacht hatten.

Als wir dann endlich im Hostel waren und eingecheckt hatten, durften wir erstmal noch unser Bett beziehen, das hatten wir noch nie, dass wir das selbst machen mussten. Noch dazu beim bisher zweitteuersten Zimmer auf der Reise. Und darüber hinaus nach 3 Uhr morgens weil uns keiner am Flughafen abgeholt hatte. Dann hieß es endlich schlafen!

Morgens erwartete uns die nächste Überraschung: um 7 Uhr morgens bekamen wir eine E-Mail der Airline, dass unser Gepäck nicht in dem 5-Uhr-Flugzeug war, sondern erst mit der nächsten Maschine um 21 Uhr ankommen würde. Klasse. Okay, letzte Chance aber aller guten Dinge sind ja wohl 3! Wenn’s beim 3. Anlauf auch nicht klappen würde, müssten wir wohl oder übel ohne nach Auckland weiterfliegen.

Also versuchten wir unseren Tag so entspannt wie möglich ‚hinter uns zu bringen‘ und machten eine free-walking Tour durch Santiago de Chile, gingen essen und begaben uns sehr früh mit dem Bus zum Flughafen. Noch hatten wir die Hoffnung nicht aufgegeben mit Gepäck nach Neuseeland fliegen zu können.

Uns tatsächlich, dieses mal waren beide Backpacks dabei und wir waren überglücklich!

Doch bereits bei der Gepäckaufgabe ergab sich das nächste Problem: als Deutsche reisen wir in Neuseeland zwar visafrei ein und müssen nur die Ausreise nachweisen (den Flug nach Australien hatten wir daher im Vorfeld schon gebucht) aber die Airline bestand darauf, dass wir auch das Visum für Australien vorlegen müssen. Und das obwohl noch mehr als 4 wochen vergehen würden, bis die Weiterreise nach Australien ansteht. Denn Australien ist für Deutsche nicht visafrei.

Also mussten wir dann noch eben am Flughafen unser Visum für Australien beantragen. Gut, dass wir wegen unserem Gepäck ohnehin viel zu früh am Flughafen waren.

Nachdem wir Visa bekommen, Gepäck aufgegeben, die Sicherheitskontrolle hinter uns gelassen und das Flugzeug bestiegen hatten konnten wir uns endlich ohne Einschränkungen auf Neuseeland freuen.

Der Flug war leider nicht wirklich angenehm. Wir hatten beide kleine Kinder hinter uns (was ja meist kein Problem ist, zumindest sobald die Kinder schlafen), die die halbe Nacht gegen unsere Sitze getreten oder nach ihren Eltern gerufen haben. Daher war auch nach 6 Stunden schlafen schon Schluss. (Gar nicht mal so wenig eigentlich, als wir später jedoch nachrechneten haben wir festgestellt, dass wir damit zur Ortszeit in Neuseeland um 0 Uhr aufgestanden waren. Das erklärte dann auch, warum wir in Auckland schon ab mittags müde waren ?)

In Neuseeland eingereist, Einreisestempel abgeholt…halt mal, Stempel haben wir keinen bekommen. Hat uns etwas enttäuscht! Naja vom Flughafen aus ging es für uns jedenfalls zu unserer Unterkunft in Auckland, wo wir am frühsten Morgen schon gegen 6 Uhr unser Gepäck unterstellen durften, und von dort aus in die Innenstadt.

Uns wurde empfohlen, wenig Zeit in Auckland zu verbringen, weshalb wir nur eine Nacht hier bleiben wollten. Das hat sich auch als komplett richtig herausgestellt, denn Auckland ist ganz schön, sehr grün mit vielen Parks, aber hat recht wenig zu bieten. Hier einige Eindrücke, die wir in den wenigen Stunden in Auckland eingefangen haben:

Abends gingen wir unseren Mietwagen für die nächsten 4 Wochen abholen. Eigentlich war unser Plan einen Camper für unsere Zeit in Neuseeland zu mieten, in dem wir dann auch kochen, schlafen etc. Da hier jedoch Winter ist haben wir uns dagegen entschieden. Nachdem wir den Mietwagen hatten gingen wir eben einige grundlegende Dinge wie Öl, Nudeln, Reis etc. aber auch für unser Abendessen und das Frühstück am kommenden Tag einkaufen, führen in unsere Unterkunft, kochten und aßen zu Abend bevor wir mehr als müde ins Bett fielen.

Was wir direkt in unserer ersten Unterkunft in Neuseeland feststellen durften, war: in Neuseeland sind die Unterkünfte zwar doppelt so teuer wie in Südamerika, dafür auch mindestens doppelt so komfortabel! Selbst die über Airbnb vermieteten Zimmer sind hier total stilvoll eingerichtet, haben (fast alle) zusätzliche Heizdecken und es gibt heißes Wasser!

Wir fühlen uns jedenfalls auf Anhieb direkt wohl in Neuseeland und sind gespannt auf die nächsten 4 Wochen!

Essen in Mittel- und Südamerika

Auf Wunsch und auch aus eigenem Interesse kommt heute ein ‚Special‘ zum Essen in den ersten 11,5 Wochen unserer Reise. Wie auch unsere Weltreise beginnt unsere kulinarische Reise in Mittelamerika.

Costa Rica:
Eigentlich gab es hier ausschließlich Reis mit Bohnen. Wirklich ausschließlich. Morgens, mittags, abends. Nennt sich gallo pinto, oft nur pinto genannt, und die Costa Ricaner schwören darauf. Meist beides vermischt, manchmal aber auch trockenen Reis und dazu suppige Bohnen – für die Abwechslung. Zum Frühstück gibt’s Ei dazu. Mal Rührei, mal Spiegelei aber dazu immer pinto.

Mittags und abends gibt’s üblicherweise Fleisch dazu: Huhn, Rind, eigentlich von allem, wichtig auch immer eine gebratene frische Banane dazu (so lecker!). Nur keine Soße. Keine Soße? Fragt ihr euch – hab ich mich auch gefragt.

Gallo pinto ist ganz lecker, sogar Sebi der nicht gerne Bohnen mag, hat ihn gegessen. Aber seien wir ehrlich: 2 Wochen lang dasselbe zu jeder Tageszeit…? Da waren wir echt froh auch mal selbst zu kochen!

Außerdem wurde in Costa Rica viel Obst gegessen. Was gibt es auch besseres als reife Ananas, Mango, Papaya und co.?! Allerdings kam (in ganz Mittelamerika) zusätzlicher Zucker drauf, wenn man nicht vorher protestiert hat.

Kuba:
Auf Kuba wird ebenfalls überwiegend Reis mit Bohnen gegessen. Einerseits weil es nicht viel anderes gibt, das günstig ist und satt macht, andererseits weil die monatlichen Essensrationen nicht viel anderes vorsehen.

Als Tourist bekommt man alles zum Reis, was den Inländern vorenthalten wird: Lamm, Rind, Fisch. Am besten gegessen haben wir tatsächlich wenn ‚Mutti‘ in der casa particular gekocht hat! Dann gab es sogar Soße!!! Dazu gab es fast immer Bananenchips.

Wie auch die Costa Ricaner mögen es die Kubaner süß. Wir wurden bei einem Frühstück tatsächlich gefragt, ob wir in den frischen, selbstgepressten Mangosaft zusätzlichen Zucker haben wollen.

Besonders lecker als Dessert, weil wir es zuhause bei meinem Papa schon immer gerne essen, war Flan, den es hier als Nachspeise in jedem Restaurant für ganz ganz kleines Geld gibt. Flan haben wir uns hier bestimmt 5 mal genehmigt ??‍♀️

Man muss sagen, dafür dass es auf Kuba echt schwer war an gute Lebensmittel zu kommen, haben die Kubaner wirklich einige leckere Dinge gezaubert, auch wenn es eine wirklich landestypische Küche gar nicht gibt.

Mexiko:
Mexiko gehört ja rein räumlich zu Nordamerika und das hat man beim Essen auch gemerkt! Reis gab es zwar auch noch aber überwiegend natürlich die typischen mexikanischen Gerichte, die man auch aus Deutschland vom Mexikaner kennt: Tacos, Tortillas, Nachos und Co. . Alles super lecker, vorallem mit viel Käse oder Guacamole! Wichtig dazu ist die scharfe Soße aus Zwiebeln, Zitronensaft, Tomaten und Koriander. Die gab es außerdem auch in den von uns bereisten südamerikanischen Ländern. Für ins einfach ’spicy stuff‘ (übernommen von einer peruanischen Mitreisenden).

Außerdem kamen wir hier in den Genuss von äußerst leckeren und – wie alles in Mexiko – günstigen Süßspeise. Nichts typisch mexikanisches dabei, trotzdem haben wir uns über Käsekuchen, Chai Latte und Co gefreut (zuvor waren wir ja auf Kuba wo es nichts dergleichen gab)!

Südamerika:

Ecuador:
Typisch sind hier die Suppen, die jeder Hauptmahlzeit vorausgehen. Calldo de gallina, eine Hühnersuppe, oder Kartoffelsuppe. Sehr angenehm, eine heiße Vorspeise, vorallem im Winter in den Bergen. Als Hauptgang gibt es üblicherweise viel Reis und meist Huhn dazu.

Für Südamerika ebenfalls typisch sind Empanadas und jedes Land hat seine eigenen Rezepte. Empanadas sind Teigtaschen gefüllt mit Käse oder Fleisch und entweder im Backofen gegart oder fritiert.

Ein typisches Getränk für Ecuador aber auch Peru ist Chicha, eine Art warmer Saft/Tee aus Mais. Gerne auch aus rotem Mais als Chicha morada.

Auch Meerschweinchen wird hier gegessen, ist allerdings Nationalgericht Perus, daher später mehr.

Galapagos-Inseln:
Auf den Galapagos-Inseln waren wir aus Kostengründen nicht häufig Essen. Eigentlich nur ein mal ein europäisches Fühstück:

und ein mal hatten wir abends eine wahnsinnig leckere Grillplatte:

Ob das so typisch ist wissen wir nicht, auch wenn es überall dort Grillrestaurants gab, lecker war es jedenfalls (auch wenn hierzulande auf den Grilltellern viele Innereien landen)!

Peru:
Peru hat deutlich mehr Abwechslung beim Essen. Insbesondere bei der Beilage – denn erstmals bekamen wir mit den verschiedensten Kartoffeln, Couscous und Quinoa auch mal was anderes als Reis zu essen.

Jeder Tourist will wohl das Nationalgericht Meerschweinchen probieren. Auch wir haben es probiert!

Das Meerschweinchen wurde für Fotos im ganzen serviert und dann zerteilt. Ach, man soll wohl darauf achten dass der Kopf beim servieren noch dran ist, denn einige Restaurants servieren ahnungslosen Touristen wohl gerne Ratten. Und den Unterschied sieht man nur am Kopf. Beim ersten mal schmeckt man wahrscheinlich auch keinen Unterschied.

Es zu essen war ganz schön aufwendig, da die vielen kleinen und deinen Knochen noch drin waren. Auch geschmacklich war es für uns nicht das Highlight.

Besonders lecker fanden wir Alpaka! So süß sie sind, so lecker sind sie leider auch…und so zart!

Eine Spezialität sind außerdem getrocknete Kartoffeln. In Peru können einige Kartoffelnsorten (von den über 300 Kartoffelnsorten in Peru) so für bis zu 15 Jahre aufbewahrt werden. Diese Kartoffeln werden mit Käse gefüllt und schmecken (vielleicht liegt es daran dass sie womöglich schon 15 Jahre alt sind) nach Käsefuß.

Auf dem Salkantay Trek bekamen wir ein mal zum Frühstück außerdem die peruanische Alternative zum aktuellen Trendessen Porridge. Wir haben keine Ahnung mehr wie es hieß, war aber ein Getränk aus warmem Apfelsaft mit Quinoa drin. Manche fanden es richtig lecker, unseres war es so gar nicht (ausnahmsweise war es uns mal nicht süß genug, bzw. zu geschmacksneutral).

Auch Chicha/Chicha morada wird hier gerne getrunken. Aus Mais wird aber auch gerne süßer Kompott zubereitet, den es zu Süßspeisen gibt. Wir haben ihn zu Milchreis probiert, sehr lecker! (Ein bisschen wie Pflaumenkompott)

Da Peru ein ziemlich großes Land ist, gibt es natürlich auch regionale Unterschiede. In Arequipa zum Beispiel waren wir ein mal (für zusammen gerade einmal 7,50€) in einer typischen Picanteria essen. Der Kellner hat uns direkt in die Küche mit den Worten: „Wir haben nicht mehr alles da, kommt mit in die Küche und sucht euch aus was ihr haben wollt“. War echt toll, so könnten wir in alle Töpfe schauen und uns dann selbst aussuchen was und wie viel wir haben wollten!

Außerdem habe ich im Peru mein bisheriges Reise-Essens-Highlight verspeist: Fisch in Knoblauchsauce. Ich Träume immernoch davon!

Bei anderer Gelegenheit habe oh mir nochmal Fisch in Knoblauchsauce bestellt, sah auch lecker aus, kam aber an die Erinnerung nicht heran.

Auch Süßkram können die peruaner, wenn auch vielleicht nicht landestypischen, so war es auf jeden Fall lecker:

Bolivien:
In Bolivien waren wir ja nur kurz, konnten aber ein oder zwei typische Gerichte testen. Erstmal gönnten wir uns allerdings in La Paz Burger und die waren richtig gut!

Aber in Uyuni durften wir auch Lama testen. Wer hätte es gedacht, dass nah dem Alpaka auch das Lama auf unserem Teller landet? Aber es war echt lecker und ganz anders als Alpaka! Das Lama war ein bisschen wie Lamm (manche, die kein Lamm mögen, sagen ja, dass es nach Stall schmeckt. Und genau das Gefühl hatte ich beim Lama kurz.)

Außerdem dieses Ei ⬆️ hat mit vermutlich Salmonellen eingebracht und das so kurz vor unserem 13-Stunden-Schnee-Drama in der Salzwüste von Uyuni.

Noch eine kleine Kindheitserinnerung hat mich in Bolivien erwischt, ein Gericht/Nachtisch, dass bei uns zuhause den Namen ‚Matschbanane‘ hatte. Hier gab es das als ganz normales Dessert etwas abgewandelt, mit Kondensmilch mit drin, im Restaurant zu essen:

Am besten geschmeckt hat es uns in Peru und Mexiko und noch dazu war es so schön bezahlbar! ? gut, dass man mexikanisches Essen auch in Deutschland bekommt, auf peruanisches müssen wir wohl etwas länger verzichten.

Tage 1-7 in Mexiko

Da wir sehr früh am Morgen aufbrechen mussten um im Havanna zum Flughafen zu kommen, hatten wir vorher leider nicht gefrühstückt und hofften auf ein schnelles Frühstück am Flughafen. Glücklicherweise hatten wir auch noch 12 CUC (ca.11,08€) an Restgeld aus Kuba, das sollte wohl für belegte Brote und mit etwas Glück für Kaffee reichen. Am Gate, nach Check-in und Gepäckaufgabe, angekommen stellten wir fest, dass sich die obligatorische Fressmeile an diesem Flughafen auf 2 ‚Cafes‘ beschränkt, wovon es an einem nur Kaffee etc. gab und nichts zu essen. Da von den 4 verfügbaren Kassen inkl. Ausgabestationen nur eine offen war (obwohl mit 10 Mann genug Personal für alle da gewesen wäre) stellten wir uns in die lange Schlange. Nach 45 Minuten warten waren wir noch nicht mal annähernd vorne angelangt, doch das Boarding für unseren Flug war schon in vollem Gange. So ging es für uns ohne Frühstück ins Flugzeug.

Zum Glück war der Flug mit 1,5 Stunden sehr kurz, wenn wir auch kein Essen bekamen, sodass wir angekommen in Cancun am Flughafen frühstückten – endlich – wenn wir auch schon Mittag hatten.

Im Anschluss fuhren wir mit dem Airportbus nach Cancun zu unserer Airbnb und deckten uns für die kommenden Tage mit Lebensmitteln ein, denn endlich war wieder selbst kochen angesagt, nachdem das auf Kuba ja leider nicht möglich war.

Den restlichen Tag verbrachten wir damit die kommenden Tage zu planen, zu kochen und zu essen.

An unserem 2. Tag in Mexiko setzten wir von Cancun aus mit der Fähre über zur Isla Mujeres (wörtlich übersetzt Fraueninsel, also was für mich! ?) und wollten einen Tag am Strand verbringen. Leider spielte das Wetter nicht ganz mit sodass nach einer Stunde am Strand schon wieder Schluss war. Bilder gibt es daher leider keine…

Stattdessen setzten wir uns in ein Cafe, tranken Smoothie und Chai-Latte-Frappee und außen super leckeren Kuchen:

An Tag 3 fuhren wir, auf Anraten unseres Hosts mit eigenem Mietwagen, zu unseren 2. Weltwunder: Chichèn-Itzà. Der Mietwagen war für uns Fluch und Segen zugleich, denn: durch den Mietwagen waren wir so früh bei Chichèn-Itzà (direkt um kurz nach 8 Uhr, der Öffnungszeit) dass wir einige schöne Fotos ohne viele Touristen machen konnten:

Außerdem konnten wir im Anschluss noch nach Las Coloradas zu einer rosanen Lagune fahren ?

Diese Lagune wäre in einer regulären Chichèn-Itzà-Tour nicht dabei gewesen, sodass man sie separat hätte besuchen müssen.

Aber (daher auch unser Fluch) der Mietwagen war für uns ganz schön teuer:

Tagesmiete: 25,52€

Autobahn: 35,10€

Eintritt Chichèn-Itzà: 23,46€

Parken: 1,39 €

Tanken: 49,70€

Gesamt: 135,19€

Ganztagstouren zu Chichèn-Itzà inkl. Besuch einer Cenote und Eintritten hätten für uns beide zusammen ca. 70€ gekostet.

Dennoch sind wir zufrieden, dass wir die Tour so gemacht haben, denn mehr Zeit für weitere Ausflüge in Cancun blieb uns leider nicht. Am kommenden Tag ging es für uns nämlich bereits am Morgen weiter mit dem Bus nach Tulum.

In Tulum angekommen erkundeten wir erstmal die überschaubare Innenstadt, bevor wir in unsere Airbnb einchecken, gingen zum Friseur, deckten uns mit Lebensmitteln ein, kochten und aßen zu Abend.

Für den kommenden Tag war großes geplant, denn liebe Freunde von uns heirateten und wir konnten nicht dabei sein ? daher gab es zumindest einen Videoanruf nach der Trauung um zu gratulieren! Durch die Zeitverschiebung fand der Videoanruf nach 11 Uhr unserer Zeit statt, sodass wir bis dahin im sicheren WLAN geblieben sind. Nach Videoanruf und Glückwünschen haben wir uns aufgemacht mit geliehenen Fahrrädern zu 2 verschiedenen Cenoten. Cenoten sind unterirdische Seen und haben uns echt begeistert:

So sehr, dass wir an Tag 6, unserem letzten richtigen Tag in Mexiko, nochmal zu unserer Highlight-Cenote gefahren sind um einige Stunden dort zu verbringen, morgens bevor viel los ist:

Danach wollten wir für ein zwei Stündchen zu einer Maya Ausgrabungsstätte in Tulum. Dort angekommen mussten wir allerdings feststellen, dass die Schlange davor so lang war, dass es sich für uns nicht gelohnt hätte anzustehen.

Also disponierten wir um und machen einen Abstecher zum Strand. Leider gibt es in Tulum bei diesen heißen Temperaturen eine Algenplage, sodass der Strand nicht gerade einladend aussah:

So ging es für uns zurück nach Cancun, ohne Strand oder Ausgrabungsstätte besucht zu haben. Doch wir mussten zurück nach Cancun, denn am nächsten Tag um 7:22 Uhr ging unser erster Flug unseres Reisetages. Denn insgesamt standen für uns 3 Flüge auf dem Plan um nach Santiago de Chile zu kommen von wo aus unsere Reise weiterging. Weg aus Mittel- und Südamerika in ein neues Abenteuer!

Tage 7 bis 13 auf Kuba

An Tag 6 kamen wir am frühen Abend bei Regen in Trinidad an, mal wieder eine Stunde später als geplant. Da wir mittlerweile genug hatten von den teuren Taxipreisen auf Kuba wollten wir zu unserer Airbnb trotzdem zu Fuß gehen. Das schöne an der Innenstadt in Trinidad wurde hier direkt zu einen Stolperstein für uns: Kopfsteinpflaster auf allen Haupt- und Seitenstraßen – schwer beladen und in nassen Flipflops nicht so angenehm zu begehen ?

Unsere Airbnb fanden wir ohne Probleme, gingen Abendessen und hängten unsere nassen Sachen im Zimmer auf.

An Tag 7 machten wir eine tolle free-walking Tour in Trinidad. In der kleinen Gruppe schauten wir uns diverse Plätze im Trinidad an:

Wir waren jedoch deshalb so begeistert von der Tour, weil wir von unserem Guide auch eine gute Einführung in die Lebensverhältnisse in Kuba bekommen haben. Im Vorfeld hatten wir zwar schon gelesen, dass das monatliche Durhschnittseinkommen der Kubaner bei 15 CUC, also 15 $ und damit bei nur etwa 13,22€, liegt, konnten das aber in Anbetracht der Preise im dem Supermärkten nicht glauben. Unser Guide bestätigte uns allerdings, dass des monatliche Durschnittsgehalt in Kuba bei 12-15 CUC liegt, sofern man einen staatlichen Job hat. Da jedoch nahezu alles von der Regierung betrieben wird, stehen der Bevölkerung fast ausschließlich staatliche Jobs zur Verfügung. Ausnahmen bilden lediglich Jobs, in denen man auf Trinkgelder hoffen kann oder in denen man auf selbstständiger Basis Touren für Touristen, wie Reit- oder Wandertouren, anbietet.

Die nächste Crux ist, dass es sich herbei noch um Bruttogehälter handelt. Denn das ohnehin schon geringe Gehalt in Kuba muss dann noch zu einem Satz von 50% besteuert werden (10% auf das monatliche Gehalt + zusätzlichen 40% aufs Jahresgehalt). Daher haben viele der Kubaner einen 2. oder 3. Job, den sie nicht versteuern.

Im Ausgleich zu den geringen Gehältern sind wenigstens Schulbildung, Ausbildung und Studium für alle Kubaner kostenfrei. Wobei…naja so nicht so ganz. Dafür müssen sie nach Studium oder Ausbildung die ersten 3 Jahre für 5 CUC monatlich arbeiten, der Rest wird von der Regierung einbehalten.

Da wir jedoch gerade bei Studium und Ausbildung sind: was für eine Ausbildung oder welches Studium ein Kubaner absolviert sucht er sich in der Regel nicht selbst aus, gelernt wird, was die Regierung gerade zur Verfügung hat bzw. was gerade gebraucht wird.

Als weiterer Ausgleich zu den geringen Gehältern bekommen die Kubaner Essen zu sehr geringen Kosten zugeteilt, die sie sich monatlich in den ‚russischen‘ Supermärkten abholen können. Überwiegend Reis und Bohnen, z.B. 1 Pfund Reis pro Person und Monat, aber auch Fleisch und 5 Eier pro Person und Monat. Unterm Strich kostet die ‚monatliche Essensration‘ pro Person ca. 13 CUP (0,49€) und reicht für etwa eine Woche. Ist das Essen aufgebraucht müssen sich Kubaner in ganz normalen Supermärkten mit Lebensmitteln eindecken. Hier zahlen sie pro Woche für ähnliche Produkte 625 CUP (23,58€). Bei einem Gehalt von maximal 20 CUC, also 500 CUP, brutto ist dies also kaum möglich.

Da Kubaner sich kaum ein finanzielles Polster für ihre Rente ansparen können, bekommen sie ihre Rente ebenfalls von de Regierung. Hatte man sein Leben lang einen staatlichen Job beläuft sich die monatliche Rente auf immerhin 5 CUC (4,41€).

Um jedoch noch einige positive Seiten dieser Form des Sozialismus zu nennen:
Ebenso wie die staatlichen Jobs bekommen Kubaner auch staatliche Wohnungen/Häuser lebenslang und länger zugeteilt, für die sie keine Miete zahlen müssen.
Staatliche Jobs können ihnen nicht gekündigt werden.
Die medizinische Versorgung ist in der Theorie ebenfalls kostenfrei und solange man dem Arzt ein Geschenk mitbringt, soll sie auch ganz gut sein.
Ausbildung und Studium sollen, wenn sie auch nicht ganz kostenfrei sind, ziemlich gut sein, sodass kubanische Ärzte auf der ganzen Welt gefragt sond und eingesetzt werden.

Diese free-walking Tour hat uns für Kuba ordentlich die Augen geöffnet! Es erklärt so einiges, das wir in den 2 Wochen auf Kuba gesehen haben:

Angestellte, die lieber an ihrem Handy hängen als zu arbeiten, Kellner, die sich bei der Rechnung mit Preisen ‚vertun‘ oder sich ‚verrechnen‘ oder Kassiererinnen, die ganz schön gereizt reagieren, wenn man sie auf falsche Preise abspricht, da das offensichtlich die einzige Möglichkeit für sie ist sich Geld von Touristen zu klauen und damit ihr Gehalt aufzubessern.

Ansonsten haben wir in Trinidad einen Tag am Strand verbracht:

Optisch konnte der leider nicht ganz mit dem Strand in Varadero mithalten aber wir hatten bestes Wetter und konnten daher knapp 7 Stunden hier in der Sonne verbringen!

Außerdem haben wir uns einen Tag Fahrräder geliehen und eine kleine Radtour zu einem Naturpark mit Wasserfall gemacht.

Hier durfte man sogar baden gehen, was wir uns bei dieser schwülen Temperatur natürlich nicht entgehen ließen. Und im Vergleich zu der Umgebungstemperatur war das Wasser hier eisig kalt und richtig angenehm!

Im Anschluss wollten wir nochmal für 2 Stündchen an einen nahe gelegenen Strand, leider fing es dann aber an wie aus Eimern zu schütten und zu Gewittern.

Dafür haben wir den Abend nach dem Regen nochmal in der Altstadt verbracht, bei den Treppen zur Casa de la Musica bai Livemusik, Tanz und Canchànchara.

Gegessen haben wir in Trinidad fast ausschließlich bei unseren Hosts. Die haben nämlich ganz hervorragend gekocht, typisch Essen von Mutti eben, und da weiß man wenigstens, dass das Geld, das man dafür bezahlt, auch bei der Bevölkerung landet.

An Tag 10 ging es für uns bereits morgens mit dem Taxi Collectivo (da es keine Busverbindung gibt) von Trinidad aus nach Viñales, unser Highlight auf Kuba! Hier erwartete uns ein kleines Städtchen, das beschaulicher und sauberer war als alle anderen Städte auf Kuba.

Unsere Hosts waren wieder super lieb und haben uns direkt für den nächsten Tag eine walking-Tour für den kommenden Tag organisiert, die auch den Besuch einer Tabakfarm sowie einer Farm Honig, Schnaps und Kaffee beinhaltete. Hier bekamen wir tolle Aussichten auf die Natur im Nationalpark sowie Einführungen in Anbau und Farmleben.

Außerdem durften wir Zigarren sowie Honig und Kaffee testen:

Die Tour war für uns ein voller Erfolg mit der perfekten Mischung aus Natur, Kultur und Menschen.

Für den nächsten Tag standen für uns 2 verschiedene Optionen zur Auswahl: entweder zu einem verlassenen, wunderschönen Strand fahren, oder einen der Berge im Nationalpark besteigen. Da es für uns im Anschluss nach Mexiko an den Strand weiterging, entschieden wir uns für die Besteigung eines Berges. Leider war uns in Mexiko nicht viel Zeit am Strand vergönnt, trotzdem sind wir mit unserer Entscheidung einen der Berge zu bestiegen sehr zufrieden. Die geringe Höhe der Berge auf Kuba und um Viñales bietet natürlich keinen Ausblick, der mit höheren Bergen mit mehreren tausend Metern Höhe vergleichbar ist. Aber die Natur rundherum ist für sich schon eine Wucht und aus dieser Perspektive besonders toll!

An Tag 13 führen wir bereits mit dem Bus zurück an unseren Ausgangspunkt auf Kuba: Havana. Denn am kommenden Tag sollte vormittags unser Flug von Havana aus nach Cancùn gehen. Außerdem wollten wir, da es beim ersten Versuch ja nicht geklappt hat, einen weiteren Versuch starten in Havana eine free-walking Tour zu machen. Dieses mal passte auch alles und wir konnten zum Abschluss von Kuba eine Tour durch die Altstadt von Havana machen.

Am nächsten Tag ging es für uns schon weiter nach Mexiko. Da wir uns die 25 CUC (22,03€) für das Taxi sparen wollten brachen wir extra früh auf und nahmen auch gesamt 4km Fußweg in Kauf und fuhren mit dem öffentlichen Bus für gesamt 1 CUP (0,04€).

Nachdem weder unsere Hosts, noch der Guide unserer Tour vom vor Tag es für möglich gehalten haben, als Tourist mit dem öffentlichen Bus zum Flughafen zu kommen und doch alles gut gelaufen war, freuten wir uns jetzt umso mehr auf unsere Woche in Mexiko!