Krankenversicherung

Ausland:

Eine gute Auslandskrankenversicherung war uns für unsere Reise enorm wichtig. Denn auf Reisen, die länger andauern als maximal 6-8 Wochen, reicht eine einfache Auslandskrankenversicherung für wenige Euro im Jahr nicht mehr aus.

Uns war besonders wichtig, dass wir eine Krankenversicherung abschließen, die uns auch dann nach Deutschland überführt (inkl. Begleitperson), wenn es medizinisch nicht zwingend erforderlich ist. Denn wer weiß ob man da wo man (ernsthaft) erkrankt auch wirklich behandelt werden möchte. Außerdem wollten wir nicht bei jedem Arztbesuch auf der Selbstbeteiligung sitzen bleiben. Denn bei vielen Auslandskrankenversicherungen ist eine Selbstbeteiligung pro Krankheitsfall in Höhe von 50,00 € oder mehr zu zahlen.

Relativ schnell haben wir uns für die Auslandsreise-Krankenversicherung der HanseMercur für Aufenthalte bis zu 1 Jahr entschieden. Unser großer Vorteil war, dass wir für unsere Reise aus Zeitgründen die USA und Kanada ausgeschlossen hatten. Hierdurch zahlten wir für den gesamten Zeitraum für die Auslandskrankenversicherung zusammen 492,20 € (1,15 € pro Tag pro Person). Hätten wir auch die USA oder Kanada bereisen wollen hätten wir zusammen 1.326,80 € (3,10 € pro Tag pro Person) bezahlt.


Deutschland:

Wenn man wie ich (Elli) während der Reise ein ruhendes Arbeitsverhältnis hat, ist man über den Arbeitgeber lediglich einen Monat weiterhin sozial- und damit krankenversichert. Nach Ablauf dieses Monats ist man verpflichtet sich selbst zu versichern. Und auch ohne Einkommen sind da schnell monatlich ca. 180,00 € fällig, da man ja Arbeitnehmer- und Arbeitgeberanteil zu tragen hat.

Bei der Dauer von 7 Monaten und 2 versicherungspflichtigen Personen undenkbar! Daher haben wir nach Möglichkeiten gesucht, die Versicherungspflicht legal zu umgehen. Folgende Voraussetzungen müssen erfüllt sein, um nicht in Deutschland krankenversicherungspflichtig zu sein:

  • Kein Wohnsitz in Deutschland -> Abmeldebestätigung der Stadt erforderlich
  • Krankenversicherung im Ausland muss gewährleistet sein

 

Zusätzlicher Tipp: Krankenversicherungen verweisen gerne darauf, dass man sich in einem solchen Fall nach der Rückkehr privat krankenversichern müsste, da es sich bei dem Abschluss der Auslandskrankenversicherung um einen Systemwechsel in die private Krankenversicherung handle. Für diesen Fall haben wir bei unserer Anfrage bei der Barmer auf die Ergebnisniederschrift der Fachkonferenz Beiträge des GKV-Spitzenverband vom 12.10.2009 verwiesen, und hatten damit keinerlei Probleme. Die Ergebnisniederschrift findet ihr hier:

https://www.vdek.com/vertragspartner/mitgliedschaftsrecht_beitragsrecht/versicherungspflicht/_jcr_content/par/download_5/file.res/nichtversicherte_auslandsversicherung.pdf

Wir haben von einem lieben Kollegen außerdem einen hilfreichen Tipp bekommen (danke hierfür! ?), den wir hier gerne weitergeben wollen: man sollte sich rechtzeitig bei der Krankenversicherung in Deutschland zurückmelden! Ansonsten riskiert man teure Nachberechnungen von mehreren hundert Euro pro Woche.