Backpacks / Rucksäcke

Hier mal ein (hoffentlich hilfreicher) Beitrag, weil uns schon einige nach unseren Backpacks/Daypacks bzw. nach Tipps beim Rucksackkauf gefragt haben. Wenn man wie wir nur mit Rucksäcken und vorallem für eine so lange Zeit verreist, ist die Auswahl des richtigen Begleiters extrem wichtig. Denn die Rucksäcke sind immer dabei. Auch mal über mehrere Kilometer, voll bepackt. Und wenn man (wie in vielen Nationalparks und Bergen üblich) mehrtägige Tracks macht, sind die Rucksäcke auch mal rund um die Uhr dabei.

Daher hier mal einige Tipps, die wir in den letzten Monaten gesammelt haben und die wir gerne schon vor Kauf unserer Rucksäcke gehabt hätten ?

1. Wahl der Art des Backpacks
Ob Hybrid Version des Backpacks als Koffer mit Rollen, Rucksack und Tragetasche, klassischem Rucksack, Kofferrucksack oder oder oder sollte man sich im Vorfeld schon erkundigen. Auch im Hinblick auf den preislichen Rahmen, denn Hybrid Versionen beispielsweise sind wirklich teuer! Unserer Meinung nach ist es auch gar nicht nötig Rollen dran zu haben, solange der Backpack bequem ist und der Hüftgurt was kann. Denn bei uns ist das Gewicht selten das Problem. Und die Funktion einer Tragetasche ist vielleicht ganz nett, wenn man beim Check-in am Flughafen steht und immer nur einen Meter vorrücken kann, aber auf Reisen nicht praktikabel. Denn durch die einseitige Belastung macht man bei dem Gewicht wahrscheinlich mehr kaputt, als dass es entlastet.

Wir für unseren Teil haben uns für Kofferrucksäcke entschieden und sind damit sehr zufrieden, denn Kofferrucksäcke kann man komplett rundherum öffnen, nicht nur oben wie bei klassischen Rucksäcken, was das packen und Ordnung halten extrem erleichtert!

Außerdem haben wir Backpacks mit integrierten Daypacks. Als wir sie kauften, dachten wir, dass das total schlau sei, weil dann muss man ja keinen separaten Daypack kaufen. Denkste! Tatsächlich haben wir uns später aus 2 Gründen nochmal zusätzliche separate Daypacks zugelegt.
1. Waren uns die Daypacks mit 10 Litern Volumen viel zu klein für Ganztagsausflüge oder Tracks wie dem Salkantay, denn da müssten wir ja unsere sahen für 5 Tage mitnehmen!
2. Hatten wir in unseren Backpacks inkl. integrierten Daypacks einfach zu wenig Platz. Das bringt uns zum nächsten Punkt:

2. Größe/Volumen des Backpacks
Hier ist entscheidend, wofür ihr die Backpacks/Daypacks kauft und was ihr alles transportieren wollt.

Für Wochenend-Städtetrips reicht uns ein normaler Daypack wie der, den wir haben: Deuter Gogo mit 25 Litern Volumen.

Die Kamera kommt separat um den Hals, so spart man sich schon Aufgabegepäck und reißt nur mit Handgepäck. Auch Kosmetik in kleinen Mengen ist ja im Handgepäck kein Problem und für Kurztrips vollkommen ausreichend. Wer allerdings ein Stativ oder gerne für 3 Tage 13 Outfits mitnimmt bekommt wahrscheinlich schon Platzprobleme und sollte sich daher für eine Nummer größere Rucksäcke entschieden.

Für Wochenausflüge oder auch für 10 Tage sollte auf jeden Fall was größeres her, um die 40 Liter. Ist jedoch auch wieder davon abhängig, was alles transportiert wird. (z. B. Ähnliche wie wir sie haben: Osprey Farpoint 40. Die gehen außerdem die ihre untypische kompakte Form auch noch als Handgepäck durch und sind daher für Günstigreisende/Low-Budget-Reisen echt zu empfehlen)

Für längere Reisen von 2-4 Wochen und auch länger, je nach dem was man klamotten- und ausrüstingstechnisch mitnimmt sind Backpacks wie unsere ideal.

Wir haben die Osprey Farpoint 55+10 Liter und 70 Liter Volumen (wobei die 70 Liter sich auch aus 60+10 ergeben). Für kürzere Reisen bieten sich integrierte Daypacks auch super an, eben aus den Gründen, aus denen wir uns dafür entschieden haben.

Für Langzeitreisen insbesondere mit viel Kameraausrüstung und wenn man Kleidung für kalte und warme Regionen mitnehmen muss (Winterjacke, Wanderschuhen, dicke Pullover und der Kamerakram nehmen bei uns den meisten Platz weg) empfehlen wir lieber größere Rucksäcke. Denn bei uns ist das Gewicht kein Problem, eher alles reinzubekommen was man dabeihat.

Rückblickend hätten wir uns eher für Rucksäcke derselben Marke und des gleichen Models mit 80 Litern Volumen entschieden, ohne integrierten Daypack. Damit hätten wir statt 90 Litern (55l+10l+25l separater Daypack) und 95 Litern (60l+10l+25l separater Daypack) jeweils 105 Liter (80l+25l). Also viel mehr Platz als jetzt und keinen unnötigen 2. Daypack.

Ein Grund, weswegen wir uns für unsere Rucksäcke entschieden haben, ist außerdem, dass man die Träger gerade für Flüge wegpacken und damit vor Beschädigungen schützen kann. Hierfür haben wir schon Reisende gesehen, die separate Reisetaschen/Seesäcke dabei Hatten um ihren Backpack für Reisen im Fernbus oder Flugzeug darin einzupacken. Das ist wichtig, denn geht ein Träger kaputt (und wir wissen alle wie an Flughäfen mit dem Gepäck umgegangen wird) muss ein neuer her, sonst ist das weiterreisen fast unmöglich. Aber wenn der Rucksack das selber kann, ist das natürluch toll!

3. Daypack
Welchen Daypack wir haben, hab ich ja oben einmal geschrieben, den Deuter Gogo mit 25 Litern Volumen und sind super zufrieden damit, besonders weil sie für uns ein echtes Schnäppchen waren. 25 Liter sind für uns als Daypack optimal, weil echt viel reinpasst. Unsere haben am Rücken sogar eine separate Laptoptasche, in der wir Tablet aber auch Kindle, Notizbuch etc. verstauen.

Für die allerdings, die noch auf der Suche nach Rucksäcken sind, hier noch ein kleiner Tipp: schaut unbedingt, dass ihr Daypacks kauft, die mit euren Backpacks kompatibel sind, das heißt, dass man die Daypacks vorne am Backpack befestigen können sollte. Denn hier passen nicht alle Klippverschlüsse von Day- und Backpack zusammen (Marken übergreifend nebenbei bemerkt). Sind sie nicht kompatibel (wie bei uns) ärgert man sich hinterher, wenn man beide zeitgleich tragen muss, über ständiges rutschen der Träger des Daypacks, insbesondere auf längeren Strecken oder wenn’s am Flughafen mal schnell gehen muss.

4. Ordnung im Backpack
Die Ordnung im Backpack ist echt so eine Sache, machen fällt es leichter, anderen fällt es schwerer. Aber was wir bisher in allen Hostels gesehen haben, es fällt dem wenigsten leicht, den meisten schwer. Wir haben uns daher vor Reiseantritt Vakuumbeutel und kleine Stoffbeutel geholt. Vakuumbeutel für Kleidung, Stoffbeutel für Kleinkram, Kabel aber auch Unterwäsche und Socken. Die Beutel sind ganz gut, vorallem wenn man sie im Vorfeld beschriftet und sich daran hält (wie Sebi), dann muss man nicht jedes mal alle aufreisen und reinschauen (wie ich) ??‍♀️.

Vakuumbeutel, haben wir jedenfalls das Gefühl, haben bei uns mehr Platz weggenommen als geschaffen. Am Anfang waren die wirklich praktisch insbesondere für unsere dicken Pullover und wie Funktionsjacke, die nämlich ansonsten schon fast den gesamten Platz weggenommen hätten. Aber nach ungelogen den ersten 4 Wochen fingen die Vakuumbeutel an undicht zu werden und Luft zu ziehen, sodass man hinter her mehr Luft drin hatte als Kleidung, was beim schließen des Backpacks echt zum Problem wurde. Mittlerweile nutzen wir die Vakuumbeutel nur noch als Ordnubgsbeutel, ohne sie zu ‚vakuumieren‘ oder zu verschließen, denn so kann beim schließen des Rucksacks trotzdem die Luft entweichen.

Wir würden uns beim nächsten mal definitiv Packwürfel zulegen. Damit kann man super Ordnung halten (vorallem wenn man sie beschriftet). Zusätzlich würden wir nach wie vor Stoffbeutel mitnehmen, für den ganzen Kleinkram, der damit gesammelt hervorragend in die Zwischenräume im Backpack passt.

Noch ein Tipp: unbedingt sowohl für den Backpack als auch den Daypack Regencapes besorgen. Die Kosten in der Regel echt nur ein paar Euro schützen aber vor (natürlich) Regen, und gerade auf einer Weltreise hat man quasi seinen ganzen Hausstand in den Rucksäcken, aber auch z. B. vor Verschmutzung oder Beschädigungen des Backpacks am Flughafen ?