Tage 1 bis 7 in Thailand

Tage 1 bis 7 in Thailand
Pünktlich um halb 5 Uhr morgens standen wir an der Bushaltestelle bereit von der aus wir um 5 Uhr mit einem Shuttle Richtung Grenze zwischen Malaysia und Thailand aufbrechen sollten. Natürlich war um halb 5 Uhr noch niemand da. Auch um 5 Uhr war weder ein Shuttle Bus vor Ort, noch das Büro der Agentur offen. Klasse. Immerhin hatte sich mittlerweile eine kleine 3-köpfige malaysische Familie zu uns gesellt. Zwar mit der Frage, ob sie hier richtig wären, aber immerhin warteten wir nicht mehr alleine. Endlich um 5:20 Uhr tauchte der Shuttle Bus endlich auf, unser Gepäck wurde eingeladen und wir durften auf einem der kläglichen verbleibenden Sitzplätze Platz nehmen. Natürlich nicht nebeneinander.

Die nächsten Stunden der Fahrt verbrachten wir mit dem Versuch zu schlafen. Doch leider waren wir bereits nach etwa 2 Stunden an der thailändischen Grenze angekommen und wollten nicht mehr weiterschlafen. Zu allem Überfluss fiel uns dann noch ein, dass in Thailand bei Einreise die Ausreise nachgewiesen werden muss. Kein Problem, die Flüge nach Sri Lanka hatten wir bereits gebucht. Allerdings wollten wir ein Chaos wie in Chile besonderer Weiterreise nach Neuseeland vermeiden. Also kümmerten wir uns kurzerhand, während wir quasi schon an der Grenze waren noch schnell online um Visa und um unsere erste Unterkunft in Sri Lanka (da zur Beantragung der Visa erforderlich).

Erst waren wir total hektisch und standen unter Strom. Wäre allerdings gar nicht nötig gewesen, denn vor der Grenze standen wir noch eine gute Stunde im Stau. Gegen 8:20 Uhr stand dann für uns die Ausreise aus Malaysia an, was uns schon mehr als eine ganze Stunde kostete. Dann ging es weiter zur thailändischen Grenze, wo wir wieder eine knappe Stunde verbrachten. Rückblickend hätten wir uns den Stress mit Visa und Unterkunft sparen können, denn an der Grenzkontrolle hat keiner danach gefragt ?.

Nach 3 vollen Stunden Stau und Grenzen machten wir uns dann an die Weiterreise nach Phuket, wo wir nach einer sehr unspektakulären, wenn auch rasanten Fahrt abends um 18 Uhr am Busbahnhof ankamen. Von dort aus schnell mit dem Taxi zum Hotel und dann gab’s endlich leckeres thailändisches Abendessen.

Nach den Anstrengungen des Tages und da Sebi noch immer nicht ganz auf der Höhe war, gingen wir früh schlafen und erfreuten uns nach langer Zeit erstmals wieder an einem richtigen Hotel, das sogar 3 Sterne hatte! ?

Am nächsten Tag hieß es für uns erstmal ausschlafen und ein bisschen planen, was wir auf Phuket überhaupt machen wollten – ja, so verplant sind wir, das wird sich auch bis zum Ende der Reise nicht mehr ändern. ? erst als wir dann hungrig wurden verließen wir das Hotel und gingen frühstücken. Da uns die letzten 2 Wochen der Reise einfach viel zu anstrengend und zu hektisch waren, nirgends waren wir länger als 2 Nächte, bzw. in 2 Wochen waren wir damit im 4. Land angekommen (Indonesien, Singapur, Malaysia und jetzt Thailand). Dafür wollten wir es jetzt in Thailand entspannter angehen lassen, mit ausreichend Zeit zum erholen, Sonne und Strand. Daher fingen wir direkt mit der Erholung an, machten einen Wellnesstag und gönnten uns nach einem erneuten Abstecher ins Hotel pro Person 1,5 Stunden Massage (Thai-Massage und Fußmassage).

Anschließend ging es für uns wieder zurück ins Hotel – Mittagsschlaf.

Zum Sonnenuntergang zogen wir dann nochmal los. Unser Hotel lag etwas außerhalb von Phuket Stadt, weshalb wir es in die Stadt immer recht weit hatten. Allerdings lag es perfekt für den Khao Rang Aussichtspunkt, wo wir den Sonnenuntergang anschauen wollten. Leider hatten wir Pech und der Himmel zog zu, als wir auf dem weg nach oben waren. Vom Sonnenuntergang war daher leider nicht ganz so viel zu sehen.

Leider ging es dann auch noch an zu regnen, sodass wir die Flucht antraten. Wir gingen also zurück zum Hotel, wobei es auf dem weg bereits aufhörte zu regnen. Also machen wir uns direkt auf den Weg in die Stadt zum Abendessen. In Phuket ist außerdem am Wochenende immer ein Nachtmarkt, den wir uns natürlich nicht entgehen lassen wollten. Abendessen war sehr lecker, der Nachtmarkt dafür leider etwas enttäuschend. Trotzdem gingen wir erholt und zufrieden schlafen und freuten uns auf Strand und Entspannung in den nächsten Tagen.

Der nächste Tag begann direkt etwas früher, wir frühstückten in der Stadt und machten uns direkt auf den Weg zum Strand. Und eigentlich gibt es nicht viel zu erzählen, wir lagen echt den ganzen Tag in der Sonne und haben es genossen! Der Strand (Patong Beach) war leider sehr voll und auch nicht so schön wie andere. Aber die Strände der nächsten Tage machten das wieder wett. Abends gingen wir nochmal zum Wochenend-Nachtmarkt, denn der Samstag sollte der Haupttag sein. Und dieses mal haute uns der Markt wirklich um! Nicht nur, dass es viel mehr Stände mit Streetfood, Kleidung etc. gab, es waren auch viel mehr Besucher da, die sich durch die Gässchen drängten. Dieses mal hat uns der Nachtmarkt wirklich gut gefallen!

Am nächsten Tag stand bereits wieder ein Ortswechsel an, denn das Hotel in Phuket Stadt hatten wir nur für 3 Nächte gebucht. Danach ging es für uns nach Patong, wo wir weitere 2 Nächte verbrachten. Mit dem öffentlichen Bus waren wir schnell und unkompliziert in Patong, gingen zum Hotel, checkten ein und brachen direkt zu Fuß auf zum Freedom Beach, der unser Paradise Beach werden sollte (irgendwie hatte ich ihn die letzten Tage schon als Paradise Beach bezeichnet ohne zu wissen, dass er wirklich paradiesisch werden würde). Der Weg war etwas beschwerlich, da man erstmal ein ganzes Stück an der Straße entlang bergauf gehen musste, bevor es durch Staub und Geröll bergab ging. Aber als wir erstmal unten angekommen waren, haute uns der Anblick echt um!

Eine kleine Bucht, kaum Menschen, klares Wasser und weißer Sand. Wirklich paradiesisch! Die Mühen hatten sich also gelohnt und wir waren mehr als froh den beschwerlichen Weg gegangen zu sein. Hier verbrachten wir den restlichen Tag in atemberaubender Kulisse.

Bis es anfing zu regnen und gewittern, was allerdings glücklicherweise nur von kurzer Dauer war. Trotzdem brachen wir kurz vor Sonnenuntergang zum Rückweg auf.

Tag 4 in Thailand sollte etwas abenteuerlich für uns werden. Nachdem nämlich einige Wochen seit unserem letzten Ausflug mit dem Roller auf Nusa Penida vergangen waren, wagten wir uns wieder daran und liehen uns einen Roller für den Tag. Unsere erste Station für den Tag war der Aussichtspunkt Promthep Cape. Doch bereits auf dem weg dorthin gerieten wir in eine Polizeikontrolle. Leider hatten wir einen Roller gemietet, der zu viel Leistung für unseren Führerschein hatte. Denn einen Motorradführerschein haben wir beide nicht ? wir mussten daher 500 Baht (ca. 13,50€) Strafe zahlen und durften weiterfahren. Witzig daran ist: die Strafe gilt für den ganzen Tag, man darf also weiterfahren und kann kein 2. Mal deswegen zur Kasse gebeten werden. Ich glaube das wäre in Deutschland anders!

Als wir dann am Promthep Cape ankamen, waren einige Touristen dort unterwegs. Doch nur oben am Aussichtspunkt, man kann auch ganz nah unten weiterwandern, was wir auch gemacht haben. Dort waren kaum Touristen und wir hätten echt die Ruhe die schöne Aussicht und das Meeresrauschen zu genießen.

Den restlichen Tag stand Strand für uns auf dem Programm – erst der Ya Nui Beach, der uns einfach zu voll war, und dann der Ao Sane Beach, der uns deutlich besser gefallen hat. Hier blieben wir den restlichen Tag bis zum Sonnenuntergang. Zurück nach Patong fuhren wir dann bei Dunkelheit, da die Straßenverhältnisse in Thailand deutlich besser als in Indonesien oder speziell auf Bali oder Nusa Penida war das kein Problem.

Am nächsten Morgen reisten wir bereits weiter nach Koh Phangan – was sich als gar keine gute Entscheidung herausgestellt hat. Schon auf der Fahrt dorthin fing es immer wieder an zu regnen, auch der Transfer selber hat uns ganz schön geschafft, denn wir waren von 8 Uhr morgens bis 19 Uhr abends unterwegs (für 300km). Und kamen dann an bei Regen. Dieser Regen würde uns dort zum Verhängnis. Wir bekamen nämlich die Ausläufer eines Taifuns ab und hatten tagelang nur Regen. Regen und Sturm. Und zwar so stark, dass wir die Bungalow-Anlage gar nicht erst verlassen konnten.

Eigentlich schade, denn die Insel und auch unsere Bungalow-Anlage waren bei gutem Wetter bestimmt richtig schön gewesen!

So aber, und da das Wetter für die kommende Woche noch unverändert bleiben sollte, reisten wir nicht wie geplant nach 3 Nächten weiter nach Koh Tao, sondern bereits einen Tag früher nach Bangkok in den Norden Thailands. Und das am späten Nachmittag an Tag 7 in Thailand – nach wie vor bei strömendem Regen.

Tage 1 bis 6 in Australien

In Melbourne angekommen hatten wir bereits nach 22 Uhr, sodass wir uns wirklich freuten, dass alles sehr unkompliziert ablief. Wir holten unsere Backpacks ab (es war auch alles angekommen), reisten ein, was wesentlich einfacher war als in Neuseeland, und fuhren mit Uber in die Stadt zu unserem Hostel. Zum ersten mal durften wir feststellen wie teuer Australien ist, denn alleine die 15 minütige fahet mit Uber vom Flughafen zum Hostel kostete und 70AU$ (ca. 43€).

Wir machten uns dort nur noch bettfertig und gingen schlafen, zu Abend hatten wir zum Glück noch in Neuseeland gegessen.

An unserem ersten richtigen Tag in Australien haben wir Melbourne erkundet. Wirklich toll an Melbourne ist für uns als Reisende, dass im Central Business District (CBD) der ÖPNV komplett kostenfrei ist. Unser Hostel lag jedoch etwas außerhalb des CBD in St. Kilda am Strand, sodass wir uns trotzdem viel zu Fuß bewegt haben. Denn um den regulären ÖPNV zu nutzen muss man sich aufladbare Karten zulegen, die jedoch pro Person schon 6AU$ (ca. 3,70€) kosten. Das haben wir für die 2 Tage in Melbourne dann nicht eingesehen zu bezahlen.

Auf unserem Fußweg zum CBD lag bereits ein Stadtpark inkl. botabischem Garten. Dort verbrachten wir einige Zeit und genossen die Sonne. Denn wettertechnisch hatten wir in Melbourne richtig Glück! An beiden Tagen dort hatten wir 20 Grad und Sonnenschein (nach Neuseeland war das einfach Luxus für uns! Vorallem, da Melbourne normalerweise sehr windig und nicht so sonnig ist). Außerdem schlenderten wir durch den sportlichen Teil Melbournes, denn Melbourne ist Sportstadt und unter anderem Austragungsort der Australian Open.

Nachmittags machten wir eine free-walking Tour die uns an einige Fleckchen der Stadt führte, die wir sonst nicht entdeckt hätten. Zum Beispiel ist selbst im CBD, dem Geschäftsbezirk der Stadt, an einigen Stellen Graffiti legal. Sodass es immer wieder in der Stadt solche Gässchen gibt.

Außerdem liefen wir alles sehenswerte an, was für uns nicht besonders viel ist. Denn obwohl Melbourne sich selbst als beste Stadt Australiens sieht und gerne Hauptstadt geworden wäre (und es auch über 20 Jahre lang war) hat Melbourne nicht so wirklich viel zu bieten.

Nach einem kurzen Abstecher zu Aldi (ja in Australien gibt es den deutschen Discounter Aldi) machten wir uns nach der Tour auf den Rückweg zum Hostel.

Der nächste Tag war auch zeitgleich unser letzter Tag in Melbourne. Also hieß es wieder packen und auschecken. Da es jedoch erst abends mit dem Nachtbus weiter nach Sydney ging, haben wir unser Gepäck mit in die Stadt genommen und dort bis zum Abend eingelagert (über bag’n’b quasi airbnb für Gepäck).

Danach ging es für uns zum Queen Victoria Market, einem der größten Märkte der südlichen Hemisphäre. Der Markt hat uns leider gar nicht begeistert, denn viele Stände waren nicht aufgebaut. Das lag aber vielleicht einfach daran, dass wir freitags Vormittags da waren, möglicherweise sieht der Markt sonntags anders aus.

Außerdem liefen wir nochmals einige Punkte der free-walking Tour des Vortages an, an denen wir ungestört Fotos machen wollten. Statt dem Gässchen mit dem Graffiti aus der Tour entschieden wir uns allerdings für ein größeres, bekannteres:

Außerdem gingen wir superlecker (und superteuer) asiatisch essen (alleine wegen des Essens können wir unsere Zeit in Asien gar nicht mehr abwarten! ?) bevor wir unser Gepäck abholten und zum Busbahnhof fuhren um im Nachtbus unser Lager für die nächsten 12 Stunden zu beziehen.

Direkt beim einstiegen in den Bus mussten wir feststellen, dass die Nachtbusse in Australien absolut nicht mit denen in Südamerika mithalten können. Es handelt sich um ganz reguläre Reisebusse, wie sie auch in Deutschland fahren, die auch für längere Fahrten wohl in Ordnung sind aber zum schlafen absolut nicht geeignet sind. Denn im Gegensatz zu den Bussitzen in Südamerika, die man auf 160-170 Grad neigen kann, sind in Australien vielleicht gerade einmal 120 Grad möglich. Auch gibt es weder Kissen oder Decken noch Verpflegung, noch nicht einmal etwas zu trinken. Aber gut, essens- und trinkenstechnisch waren wir ohnehin vorberietet und wozu haben wir unsere tollen Schlafsäcke, um die wir einmal mehr froh waren! Also machten wir es uns gemütlich, nutzten das vorhandene WLAN (immerhin das gab es nämlich ?) lasen und schliefen ziemlich schlecht. Nicht nur, dass es super unbequem zum schlafen war und der Bus mehrfach hielt um Pause zu machen, leider kamen wir auch um kurz nach 6 Uhr am nächsten Morgen und damit fast eine Stunde zu früh in Sydney an. Zu allem Überfluss hatte bei mir die Klimaanlage im Bus zugeschlagen und ich war verschnupft.

Aufgrund unserer Müdigkeit und der frühen Uhrzeit beschlossen wir erstmal einen Kaffee trinken zu gehen. Aus dem Kaffee wurde ein ausgedehntes Frühstück.
Die Zeit nutzten wir um die nächsten Tage in Sydney ein wenig zu planen und vorallem herauszufinden, wie wir zu unserer Unterkunft kommen. Tatsächlich war es, trotz Großstadt und obwohl wir Züge und Trams so gar nicht mehr gewöhnt sind, gar nicht mal so schwer zur Unterkunft zu kommen. Dort angekommen machten wir uns erstmal mit unseren Gastgebern bekannt, wir wohnten nämlich die 4 Nächte über bei Freunden von Freunden, bevor wir gegen Mittag wieder mit der Fähre nach Sydney in die Innenstadt aufbrachen.

Der restliche Tag in Sydney war leider nicht wirklich glorreich für uns, was zum Teil an unserer Müdigkeit durch die kurze Nacht aber vorallem daran lag, dass ich doch ganz schön angeschlagen von der Nacht mit der Klimaanlage war und mich so gar nicht gut fühlte. Daher kamen wir vom Hafen über das Opernhaus nicht weit, quasi nur bis zum nächsten Park, wo wir uns für ein Weilchen in die Sonne legten um die Augen zu schließen. Danach schlenderten wir noch etwas durch die Stadt, aber da ich doch ganz schön angeschlagen war, bewegten wir uns nur rund um das Hafenviertel, bevor wir früh zu unserer Unterkunft zurückkehrten.

Am kommenden Tag (ausgeschlafen und erholt) haben wir da schon mehr von Sydney gesehen. Nach einem entspannten Morgen mit ausgiebigem Frühstück machten wir uns auf zu einer free-walking Tour in Sydney. Bei dieser Tour hatten wir einen äußerst sympathischen Guide, der die Tour mit viel Humor gestaltete. Wir liefen einige der historisch und touristisch wichtigen Spots Sydneys an:

Bevor wir leider an einem Gässchen, das es uns besonders angetan hatte und wo wir mehr Zeit zum fotografieren brauchten, die Gruppe verloren. Wenigstens ist dabei ein schönes Foto herausgekommen ?:

Im Anschluss machten wir einen Großeinkauf, da wir am Abend die liebe Familie, bei der wir untergekommen waren, mit europäischem Essen bekochten: Hühnerfrikassee!

Unser 3. Tag in Sydney begann etwas früher, wenn auch immernoch sehr entspannt. Denn an diesem Tag hatten wir etwas mehr Strecke vor uns. Etwa 150km westlich (landeinwärts) von Sydney liegen die Blue Mountains auf einem Riesen Areal, das wir zumindest ein kleines bisschen erwandern wollten. Auf die Blue Mountains hatte ich (Elena) mich besonders gefreut, da ich schon so schöne Bilder davon gesehen hatte. Die Blue Mountains waren auch sehr schön aber etwas enttäuscht waren wir beide dann dennoch. Mal von dem Menschenansturm (allen voran Asiaten, die sich mit allen Mitteln in die erste Reihe vorkämpfen um Fotos zu machen, und ihre Position dann nicht mehr abgeben wollen, sodass man auf jedem Bild Asiaten mit drauf hat (und das bei den spektakulären three sisters)) auf die ersten Aussichtspunkte abgesehen, waren wir schnell ungestört, sobald wir unsere Wanderung begonnen hatten. Denn über die ersten ein oder zwei Aussichtspunkte kommen die meisten Touristen mit gebuchten Touren nicht hinaus, weshalb wir wieder einmal froh waren auf eigene Faust dorthin losgezogen zu sein. Doch leider bot sich uns überall derselbe, zwar schöne aber wenig abwechslungsreiche, Anblick auf die Blue Mountain:

Zu guter Letzt haben wir am Ende unserer Wanderung leider auch noch den Zug zurück Richtung Sydney um 3 Minuten verpasst. Da der Zug nur stündlich fährt, hieß es für uns warten. Leider nicht nur eine Stunde, sondern (wie sollte es auch anders sein) 75 Minuten, denn der nächste Zug hatte natürlich Verspätung.

Doch davon wollten wir uns die Laune nicht verderben lassen, denn für unseren letzten Tag in Sydney war mit 25° endlich richtig gutes Wetter angekündigt, weswegen wir zumindest für ein Stündchen an den Strand wollten. Zuerst fuhren wir jedoch wieder in die Stadt und klapperten noch ein paar Stationen ab. Zum Beispiel wollten wir nochmal ins Queen Charlotte Building, ein Einkaufszentrum, wo wir mithilfe eines Filters eine Langzeitaufnahmen ohne Menschen machen wollten:

Außerdem fuhren wir nochmal bei gutem Wetter an Sydneys Wahrzeichen: das Opernhaus, wo wir mit viel Glück und Zufall ein gemeinsames Foto mit einer Möwe bekommen haben:

Und schlussendlich ging es für uns an den Strand, quasi zum Sonnenuntergang. Soweit man eben etwas vom Sonnenuntergang an der Ostküste hat ? es ist aber ein sehr schönes Outtake-Foto herausgekommen, nachdem unsere Kamera aufgrund des Windes mit samt Stativ in den Sand gefallen ist. Hier der vorher-nachher-Vergleich unseres Outtake-Fotos:

Unmittelbar nach dem Sonnenuntergang ging es für uns zurück zur Unterkunft, denn es hieß für uns Sachen packen, Frühstück vorbereiten, duschen und früh schlafen gehen. Denn der nächste Tag war Abtrisetag und begann für uns schon um 4:20 Uhr. Wir brachen in unser erstes richtiges Abenteuer in Australien auf und waren schon richtig gespannt! ?

Aufbruch

Es geht los – es wird ernst! Wir sitzen am Flughafen in Frankfurt und warten auf den Flug der uns nach Costa Rica bringt, dorthin, wo unser Abenteuer beginnt.

Irgendwie haben wir noch immer nicht realisiert, dass dies kein ’normaler‘ Urlaub ist. Dieses mal werden wir nicht nach 2 oder 3 Wochen nach Hause zurückkehren und unseren Alltag weiterleben wie bisher.

Diesesmal ist es anders, aufregend und garantiert grandios! Wir freuen uns wahnsinnig auf alles was und in den kommenden Monaten erwartet – auf Kultur, Menschen, Strand, Essen, Abenteuer und auf uns.

Dies ist unser letzter Beitrag von deutschem Boden. Drückt uns die Daumen, dass der Flug ruhig wird!

Fixkosten

Im Vorfeld zu unserer Reise haben wir versucht unsere Fixkosten in Deutschland möglichst gering zu halten um von unserem Ersparten so lange und frei wie möglich reisen zu können. Daher war für uns bald klar, dass wir unsere Wohnung nach 5 ½ Jahren auflösen und den Mietvertrag kündigen würden.

Wir wurden vielfach von Kollegen, Freunden und Verwandten mit ganz großen Augen angeschaut, wenn wir gesagt haben, dass wir die Wohnung kündigen. Aber klar, man gibt damit sein Zuhause auf und damit auch viel Sicherheit. Und was soll erst sein, wenn man zurückkommt?! Aber ganz ehrlich? Wir freuen uns auch auf einen Neustart mit neuer Wohnung und neuer Umgebung, wenn wir zurück sind!

Diese Entscheidung brachte uns in erster Linie viel Arbeit, aber auch enorme Kostenersparnisse, ein.

Um unsere gesammelten Werke, unser Hab und Gut und irgendwie unser ganzes Leben einzulagern, haben wir uns einen kleinen 5 m² Lagerraum mit 3 Metern Deckenhöhe angemietet. Um alles unterzubekommen mussten wir enorm aussortieren (war aber auch bitter nötig ?), vieles an Freunde

und Verwandte verleihen und alles – ja wirklich alles! – auseinanderbauen. Am Umzugstag hieß es für uns und unsere wahnsinnig tollen Helfer (!!) Tetris spielen. Wir haben es nicht für möglich gehalten aber die 5 m² haben gut ausgereicht. (Danke an dieser Stelle an den netten Berater von unserer Lagerraumvermietung, der uns davon abgebracht hat einen 15 m² Lagerraum zu mieten und dafür das 3-fache zu zahlen!)

Insgesamt zahlen wir für den Lagerraum für knapp 8 Monate 786,54 € und damit fast 4.000,00 € weniger als an Miete inkl. Nebenkosten für die 7 Monate angefallen wäre.

Positive finanzielle Nebeneffekte der Wohnungsauflösung waren außerdem:

  • Telefon und Internet Anschluss konnten gekündigt werden (Ersparnis 314,30 €)
  • Keine Krankenversicherungspflicht in Deutschland (Ersparnis gesamt ca. 2.250,00 €) -> mehr hierzu findet ihr beim Thema Krankenversicherung
  • Es fällt keine GEZ mehr an (Ersparnis von 122,50 €)

Außerdem haben wir unsere Handyverträge gekündigt, die leider erst mitten während unserer Reise auslaufen, Zeitschriften abbestellt etc. Wären wir in Vereinen Mitglieder gewesen, hätten wir die Mitgliedschaften spätestens jetzt auch gekündigt.

Insgesamt sparen wir hiermit über unsere Reisezeit knappe 7.000,00 € und wir sind davon überzeugt, dass wir das Geld unterwegs deutlich sinnvoller ausgeben können!

 

Krankenversicherung

Ausland

Eine gute Auslandskrankenversicherung war uns für unsere Reise enorm wichtig. Denn auf Reisen, die länger andauern als maximal 6-8 Wochen, reicht eine einfache Auslandskrankenversicherung für wenige Euro im Jahr nicht mehr aus.

Uns war besonders wichtig, dass wir eine Krankenversicherung abschließen, die uns auch dann nach Deutschland überführt (inkl. Begleitperson), wenn es medizinisch nicht zwingend erforderlich ist. Denn wer weiß ob man da wo man (ernsthaft) erkrankt auch wirklich behandelt werden möchte. Außerdem wollten wir nicht bei jedem Arztbesuch auf der Selbstbeteiligung sitzen bleiben. Denn bei vielen Auslandskrankenversicherungen ist eine Selbstbeteiligung pro Krankheitsfall in Höhe von 50,00 € oder mehr zu zahlen.

Relativ schnell haben wir uns für die Auslandsreise-Krankenversicherung der HanseMercur für Aufenthalte bis zu 1 Jahr entschieden. Unser großer Vorteil war, dass wir für unsere Reise aus Zeitgründen die USA und Kanada ausgeschlossen hatten. Hierdurch zahlten wir für den gesamten Zeitraum für die Auslandskrankenversicherung zusammen 492,20 € (1,15 € pro Tag pro Person). Hätten wir auch die USA oder Kanada bereisen wollen hätten wir zusammen 1.326,80 € (3,10 € pro Tag pro Person) bezahlt.


Deutschland:

Wenn man wie ich (Elli) während der Reise ein ruhendes Arbeitsverhältnis hat, ist man über den Arbeitgeber lediglich einen Monat weiterhin sozial- und damit krankenversichert. Nach Ablauf dieses Monats ist man verpflichtet sich selbst zu versichern. Und auch ohne Einkommen sind da schnell monatlich ca. 180,00 € fällig, da man ja Arbeitnehmer- und Arbeitgeberanteil zu tragen hat.

Bei der Dauer von 7 Monaten und 2 versicherungspflichtigen Personen undenkbar! Daher haben wir nach Möglichkeiten gesucht, die Versicherungspflicht legal zu umgehen. Folgende Voraussetzungen müssen erfüllt sein, um nicht in Deutschland krankenversicherungspflichtig zu sein:

  • Kein Wohnsitz in Deutschland -> Abmeldebestätigung der Stadt erforderlich
  • Krankenversicherung im Ausland muss gewährleistet sein

Nichts leichter als DAS! Gesagt – getan! Seit heute sind wir offiziell obdachlos.

Zusätzlicher Tipp: Krankenversicherungen verweisen gerne darauf, dass man sich in einem solchen Fall nach der Rückkehr privat krankenversichern müsste, da es sich bei dem Abschluss der Auslandskrankenversicherung um einen Systemwechsel in die private Krankenversicherung handle. Für diesen Fall haben wir bei unserer Anfrage bei der Barmer auf die Ergebnisniederschrift der Fachkonferenz Beiträge des GKV-Spitzenverband vom 12.10.2009 verwiesen, und hatten damit keinerlei Probleme. Die Ergebnisniederschrift findet ihr hier:

 

https://www.vdek.com/vertragspartner/mitgliedschaftsrecht_beitragsrecht/versicherungspflicht/_jcr_content/par/download_5/file.res/nichtversicherte_auslandsversicherung.pdf

Wir haben von einem lieben Kollegen außerdem einen hilfreichen Tipp bekommen (danke hierfür! ?), den wir hier gerne weitergeben wollen: man sollte sich rechtzeitig bei der Krankenversicherung in Deutschland zurückmelden! Ansonsten riskiert man teure Nachberechnungen von mehreren hundert Euro pro Woche.

Impfungen

Bevor es los geht mit der Weltreise geben wir euch ein paar Einblicke in unsere Vorbereitung. Wir fangen mit dem Thema Impfungen an. Dort gehen die Meinungen weit auseinander. Auf der Homepage vom Auswärtigem Amt aber auch bei wikitravel haben wir unsere geplanten Ziele angeschaut und was für Impfungen empfohlen werden.

Wir hatten tatsächlich knapp 4 Wochen vor Abreise unseren letzten Impftermin – ein Wunder, wenn man bedenkt wie viele Impfungen wir uns angetan haben! Letztlich haben wir uns gegen alles impfen lassen, was empfohlen war, einfach um gegen möglichst alles abgesichert zu sein und nicht auf der Reise noch mit vermeidbaren Krankheiten kämpfen zu müssen.

Zu folgenden Kosten (Stand 05/2018) ließen wir uns impfen gegen:

  Kosten Sebi Kosten Elli
Hepatitis A 67,29 € 80,00 €

als Kombiimpfung

Hepatitis B 138,08 €
Gelbfieber 78,22 € 78,22 €
Typhus 30,39 € 30,39 €
Tollwut 223,62 € 223,62 €
MMR Übernimmt die Krankenkasse Nicht erforderlich
Polio etc. Übernimmt die Krankenkasse Übernimmt die Krankenkasse
Impfgebühren 77,70 € 49,57 €
Gesamt 615,30 € 461,80 €

 

Wir hatten jedoch wirklich Pech! Hätten wir die Reise mit etwas mehr Vorlaufzeit geplant, hätten wir die Krankenversicherung noch gewechselt, denn die Barmer übernimmt nahezu keine Impfungen. Gerade mal 100,00 € pro Person hat die Barmer uns erstattet und das bei Kosten in Höhe von 615,30 € und 461,80 €.

Dass die Impfungen überhaupt so teuer geworden sind, war so auch nicht geplant. Aufgrund von Lieferengpässen waren die Impfungen für Hepatitis A und B mit knapp 70,00 € pro Impfung ca. doppelt so teuer wie üblich und für Tollwut haben wir statt 8,00 € sage und schreibe 75,00 € pro Impfung gezahlt.

Der Wechsel zu einer anderen Krankenkasse, die Impfkosten übernimmt, hätte sich für uns daher mehr als gelohnt. Wir können euch daher nur empfehlen euch frühzeitig zu informieren, wenn ihr eine große Reise plant, für die ihr euch impfen lassen wollt oder müsst. Welche und zu welchem Anteil Krankenkassen Impfungen übernehmen findet ihr hier: https://www.test.de/Reiseimpfungen-Diese-Kassen-zahlen-1858473-1858475/

Noch ein Hinweis am Rande: einige unter euch scheuen sich wahrscheinlich wie ich (Elli) vor Tollwutimpfungen, da die Nebenwirkungen immens sein sollen. Da es sich jedoch mittlerweile um neue Impfstoffe handelt, sind die Nebenwirkungen nur minimal bis gar nicht bemerkbar. Und selbst ich als Schisshase muss sagen, dass das die harmlosesten Impfungen unseres Impfmarathons waren.

Zusätzlicher Tipp: verlasst euch nicht auf Preisangaben im Internet, die sind oftmals nicht aktuell. Den Fehler haben wir nämlich gemacht!

Wir wünschen euch einen angenehmen Start in die Woche! Für uns bricht jetzt die letzte Woche in der gemeinsamen Wohnung in Troisdorf an!

Vom Fleck weg und ab in die große weite Welt

Wir sind Elena und Sebastian und starten bald in das größte Abenteuer unseres Lebens und sind unfassbar glücklich, dass wir uns diesen gemeinsamen Traum erfüllen werden. Das Reisen war schon immer eine gemeinsame Leidenschaft doch im Januar 2018 haben wir vom Fleck weg beschlossen, eine Weltreise zu machen.

‚Vom Fleck weg‘ deshalb, da uns von unserem Entschluss und der Buchung unseres ersten Fluges nach Costa Rica bis zum Start unserer Weltreise am 27.05.2018 nur 120 Tage blieben. 120 Tage um zu planen, uns vorzubereiten, unser gemeinsames Leben aufzuräumen und uns von unseren Lieben für 7 Monate zu verabschieden.

Angefangen bei der Reise- und Budgetplanung über einen Impfmarathon bis hin zu Kündigung von Job und Wohnung haben wir aufregende und anstrengende Wochen hinter uns. Jetzt sind wir voller Vorfreude auf alles was kommt!

 

 

Wir freuen uns, dass ihr uns auf unserer Reise um die Welt begleiten werdet!