Tage 5 bis 8 in Malaysia

Ohne Verspätungen kamen wir nach einer sehr kalten Fahrt in Tanah Rata in den Cameron Highlands an und bezogen erstmal unser Zimmer für die nächsten Nächte. Dass die Busfahrt so problemlos und vorallem ohne Verzögerungen vonstatten gegangen war überraschte uns richtig! Denn bisher hatten wir auf jeder Busfahrt in Asien Verspätung! Die pünktliche Ankunft war jedoch gut so, denn leider ging es Sebi nach der Busfahrt nicht besonders gut, vermutlich durch die Klimaanlage, sodass wir den restlichen Abend entspannt angehen lassen wollten, damit er für die nächsten Tage wieder fit sein würde. Da es bereits Abend war, als wir ankamen und nachdem wir eingecheckt hatten, zogen wir direkt los und gingen Abendessen, bevor wir am Abend einen Plan für den nächsten Tag aufstellten – wir sind da ja immer mehr als spontan ?.

Plan war es generell eine Teeplantage zu besuchen und nach viel Zeit in diversen Städten Indonesiens, Singapurs und Malaysias endlich mal wieder in der Natur zu sein und das zu genießen. Da die Cameron Highlands allerdings ganzjährig die regenreichste Region Malaysias ist, hofften wir hierfür zusätzlich auf gutes Wetter oder zumindest auf keinen Regen. Als wir ankamen regnete es zumindest schon mal nicht, auch wenn es wolkenverhangen und ungemütlich war. Das ganze Ende der kurvenreichen Fahrt von Kuala-Lumpur nach Tanah Rata hätte es bereits geregnet.

Am nächsten Morgen hatten wir dann immernoch Hoffnung auf gutes oder zumindest beständiges Wetter. Morgens war es zwar bewölkt, an einigen wenigen Stellen konnte man jedoch blauen Himmel hinter den Wolken ausmachen. Vielleicht sollten wir also Glück haben und noch ein bisschen Sonne abbekommen. Leider nein, leider gar nicht. Wir machten uns am Vormittag nach dem Frühstück auf zum Busbahnhof, wo wir ein Taxi zur Sungai Palas BOH Tea Plantation nahmen. Grab gibt es in den Cameron Highlands leider nicht, dafür haben die Taxen Festpreis und Preisliste hängen am Busbahnhof aus, sodass wir zu einem akzeptablen Preis zur Teeplantage kamen. Der Taxifahrer bot ins so gar an 45 Minuten auf uns zu warten während wir uns die Plantage anschauen und uns dann mit zurück zu nehmem, was wir jedoch dankend ablehnten.

Denn unser Plan war es durch die Teeplantage, über mehrere Aussichtspunkte sowie Mount Brinchang nach Brinchang Stadt zu laufen und von dort aus mit Bus oder Taxi zurück nach Tanah Rata zu fahren. Die Strecke wäre etwa 10km lang gewesen mit etwa 500 Höhenmetern Auf- und wieder Abstieg, sodass wir gesamt 3,5 Stunden Wanderung einplanten. Dafür hätten wir jedoch eine tolle Wanderung mit schönen Aussichten auf Teeplantage und Umgebung bekommen. Doch kaum waren wir angekommen kam wieder alles anders als geplant. Denn dort gab es direkt ein Cafe mit Tee und Kuchen (auch mit sehr speziellen Kuchensorten wie Tee-Cheesecake etc.). Also genehmigten wir uns Tee und Eistee zu Kuchen und dieser tollen Aussicht auf die Teeplantage:

Leider wurde das Wetter nicht besser, ganz im Gegenteil, es war vollständig zugezogen, wenn es auch nicht regnete. Also brachen wir auf und marschierten los, am Rande der Teeplantagen und direkt fing es auch zu nieseln an. Aber Nieselregen hält uns ja nicht mehr auf, wie sagt man so schön: ‚wir sind ja nicht aus Zucker‘.

Als der Regen jedoch stärker wurde beschlossen wir einen früheren und direkteren Abzweig nach Brinchang zu nehmen, wodurch wir uns 2,5km Strecke und vorallem 350 Höhenmeter Auf- und Abstieg sparen wollten. Plötzlich begann es wie aus Eimern zu schütten und wir stellten uns bei erster Gelegenheit schützend im Trockenen unter.

Ab hier war das Glück wieder auf unserer Seite, wenn auch das Wetter erstmal nicht besser wurde. Aber: eine liebe weltreisende 3-köpfige Familie, die aufgrund des schlechten Wetters an derselben Stelle in ihrem Mietwagen abgewartet hatte wie wir, entschied sich zurück zu fahren und bot uns an uns mitzunehmen. Zumindest einen Teil der Strecke – was wir natürluch dankbar annahmen, denn das Wetter hätte sich in den 15 Minuten die wir dort untergestellt waren nicht im geringsten verbesserg. Bos zum Fuß des Berges fuhren wir mit der Familie mit und tauschten uns aus. Dort verabschiedeten wir uns – immernoch dankbar – und bestritten den Rest des Weges von nur noch knapp 4km zu Fuß – der Regen hatte mittlerweile komplett aufgehört! Nach einer guten weiteren Stunde waren wir in Brinchang angekommen und nahmen ein Taxi zurück zu unserer Unterkunft.

Wir waren nicht besonders lange unterwegs, zumindest definitiv nicht so lange wie wir eigentlich geplant hatten, aber der Regen und die Nässe in Kombination mit dem langen Laufen hatten Sebi, der ja ohnehin angeschlagen war, ganz schön geschafft, sodass dieser, zurück in der Unterkunft, froh um ein Päuschen samt Mittagsschlaf war. Danach gingen wir nur Essen und früh schlafen. Denn am nächsten Tag stand schon wieder die Weiterreise an – und das in aller Frühe!

Am nächsten Morgen ging es nach einem schnellen Porridge-Frühstück zum Busbahnhof und ab in den Bus nach Georgetown/Penang. Georgetown sollte, dicht gefolgt von Kuala-Lumpur, unser Malaysia Highlight werden. Um das gesund genießen zu können sorgte Sebi dieses mal vor und setzte sich in langer Kleidung, geschlossenen Schuhen und extra-Fleecejacke in den Bus und schlief die gesamte Fahrt über durch. In Georgetown angekommen ging es ihm jedoch noch nicht besser, sodass wir nach dem Einchecken im Hotel, was zum Glück problemlos vorzeitig möglich war, noch 3 Stunden auf dem Zimmer verbrachten und Sebi weiterhin schlief.

Leider ging es ihm auch nach 3 weiteren Stunden schlafen nicht besser. Außerdem hatten wir das Gefühl, dass er Fieber hat, weshalb wir nachmittags noch zum Arzt gingen. Das war glücklicherweise sehr unkompliziert, der Arzt sprach Englisch und gab uns direkt Medikamente, Vitamine und Antibiotika mit.

Für das alles ☝? haben wir außerdem inklusive Arztbesuch nur 8€ gezahlt!

Den restlichen Tag stand schonen auf dem Programm – das war wichtiger als schon mal die Stadt zu erkunden. Das Hotel verließen wir nur noch um am Abend essen zu gehen.

Auch den nächsten Tag ließen wir entspannt angehen und schliefen aus und frühstückten in Ruhe. Dank der Medikamente (Antibiotika wollte Sebi vorerst noch weglassen und hat sich auf die restlichen Sachen beschränkt) ging es Sebi am nächsten Tag schon deutlich besser. Vorallem das Fieber war rapide gesunken, wenn er sich noch sehr schlapp war und viel hustete. Trotzdem ging es ihm gut genug um die Stadt zu erkunden! Also machen wir uns auf und schauten uns die tolle und abwechslungsreiche Streetart in Georgetown an. Wen auch nicht immer alles wirklich Kunst für uns war, wie bei diesen Exemplaren:

H

at Georgetown schon ganz tolle Streetart zu bieten, von den bekannteren Motiven:

Bis zu unbekannteren, neueren Motiven:

Wir waren schlichtweg begeistert! Und wir haben wirklich einige Stunden mit entspanntem schlendern durch die Stadt verbracht, haben jeden Winkel der Stadt nach Kunst oder dem was man so unter Kunst versteht abgesucht, unterbrochen durch einige Pausen zum Verweilen und fotografieren, sowie einem Kaffee/Tee und Postkarten schreiben in einem kleinen Cafe.

Georgetown hat uns wirklich begeistert! Nicht nur die Streetart, wofür Georgetown eben bekannt ist, sondern die gesamte Stadt war super schön! Etwas alternativ, mit vielen Cafes und trotzdem nicht überlaufener als Melakka oder Kuala-Lumpur! Wir haben uns hier wirklich wohlgefühlt und wären gerne eine Nacht länger geblieben. Georgetown sollte unserer Meinung nach auf dem Plan für jeden Malaysiareisenden stehen. Und wer nur einen kurzen Abstecher nach Malaysia macht, sollte statt Kuala-Lumpur (wie es viele machen) lieber Georgetown einen Besuch abstatten! Doch nach einem ruhigen Abend bei gutem (wenn auch unheimlich scharfem) Essen und einer kurzen Nacht ging es am nächsten Morgen in aller Frühe um 5 Uhr schon weiter ins nächste Land unserer Reise. Doch dazu mehr im nächsten Bericht!

Tage 1 bis 4 in Malaysia

Wie bereits angekündigt hat das mit dem Transfer nach Malaysia alles nicht so gut geklappt – zeitlich. Denn alles andere war super! Wir hatten VIP-Busse mit nur 24 extragroßen Sitzen mit Massagefunktion etc. Der erste Eindruck war schon mal gut. Auch sind wir pünktlich um 17 Uhr in Singapur abgefahren. Bis zur Grenze war es nicht weit und auch dort ging alles sehr unkompliziert vonstatten! So schnell hatten wir selten 2 neue Stempel für unsere Reisepässe bekommen! Leider hatten wir dann jedoch trotzdem 2 Stunden Aufenthalt an der Grenze, weil wir noch auf Nachzügler gewartet haben, und sind schließlich unvollzählig weitergefahren.

Durch diesen langen Aufenthalt an der Grenze, und sonstige typisch asiatische Verspätungen, kamen wir erst um 22:45 Uhr, statt geplant um 21:00 Uhr in Melakka an. Eigentlich kein Problem, um die Uhrzeit hat man ja keinen Stress, auf Reisen schon gar nicht. Dieses mal hatten wir jedoch ein Hostel gebucht, bei dem der check-in nur bis 22 Uhr möglich ist. Bis wir mit Grab und Sucherei am Hostel waren, hatten wir bereits 23:15 Uhr, die Türen waren verschlossen und wir konnten nicht mehr einchecken.

Glücklicherweise hielt ein Malaysier an und fragte, ob wir noch eine Unterkunft für die Nacht suchen. Und Zack, nach einer kurzen Verhandlung über den Preis hatten wir doch wieder ein Dach über dem Kopf.

Unser erster richtiger Tag in Malaysia begann daher ausgeschlafen und mit unserem check-out. Denn wir zogen erstmal um in unsere eigentliche Unterkunft (die erste Nacht mussten wir zum Glück nicht bezahlen!). Danach gab es für uns ein typisch malaysisches Frühstück: Nasi Lemak Ayam.

Nasi Lemak Ayam ist das Nationalgericht Malaysias und wird hier ganz traditionell zum Frühstück gegessen. Für uns ist das ganz schön gewöhnungsbedürftig – das wäre für uns eher ein Abendessen! Aber das sollte uns in Asien noch mehrfach so gehen ?

Nach dem Frühstück machten wir uns auf und erkundeten die Stadt. Melakka ist besonders für Chinatown bekannt und wird auch von vielen Tagestouristen von Kuala-Lumpur aus besucht. Und zog es allerdings erstmal ans Wasser. Denn Melakka verfügt außerdem über einen Fluss, an einer schönen Flusspromenade mit kleinen, bunten Häuschen und Graffiti.

Doch unser Highlight im Melakka fanden wir, als wir nichts ahnend an dem Fluss entlangspazierten und plötzlich etwas im Wasser von uns weg schwamm, das wir im ersten Moment für ein Krokodil gehalten haben. Mal davon abgesehen, dass in dem Fluss eine riesige Wasserpython leben soll, definitiv leben darin große Echsen:

Teilweise sind sie sogar ein Stück neben uns hergeschwommen.

Danach gingen wir nach Chinatown. Chinatown kann uns leider selten wirklich begeistern, so auch hier. Aber da die Stadt insbesondere für Chinatown bekannt ist und besucht wird hatten wir uns wirklich mehr erwartet. Letztlich ist es kein klassisches Chinatown, denn auch hier sieht man den holländischen Einschlag, den man in ganz Melakka sieht.

Apropos holländischer Einschlag – wir haben hier direkt neben einer Kirche eine Mühle entdeckt:

Als sich der Tag dem Ende entgegen neigte stiegen wir noch hoch zu einem Aussichtspunkt über der Stadt und hofften auf einen schönen Sonnenuntergang. Irgendwie ist das mittlerweile ein bisschen Tradition geworden in jedem Land zu Beginn einen Sonnenuntergang anschauen zu gehen. Und in jedem Land sind sie unterschiedlich!

Dieses mal hatten wir leider Pech, es war sehr zugezogen und daher sah man nicht viel vom Sonnenuntergang! Trotzdem saßen wir da oben ein ganzes Weilchen und genossen die Aussicht. Passend dazu gab es die typischen Gebetsklänge im Hintergrund.

Nach dem Abstieg kehren wir zurück zur Stadt und aßen zu Abend. Singapur hätte uns mit seinen Hawker Centern begeistert, daher waren wir hocherfreut, dass es auch in Malaysia welche gibt. Abendessen am ersten Abend in Malaysia gab es daher im Hawker Center.

Am nächsten Morgen brachen wir für unseren Geschmack wieder viel zu früh auf. Um 7:30 Uhr saßen wir bereits im Grab zum Bahnhof, um 8:30 Uhr saßen wir im Bus nach Kuala-Lumpur. Die Fahrt war kurz und unkompliziert, gegen 11 Uhr waren wir bereits am Bahnhof und kurze Zeit später am Hotel um unsere Sachen unterzustellen. Erstmal brauchten wir dann einen kleinen Snack um uns zu stärken, danach erkundeten wir Chinatown – schon wieder – aber dieses mal wohnten wir mittendrin. Und dieses Chinatown war endlich mal so, wie wir es uns vorgestellt hatten: voll, laut, eng. Überall Verkaufsstände für Krimskrams und dieser Dunst nach fertigem Essen.

Von Chinatown aus gingen wir zu Fuß zum Central Market und schauten uns nach langen, weiten Hosen für mich um. Denn in Kuala-Lumpur stand der erste Tempelbesuch für uns an und dafür wollten wir entsprechend gekleidet sein. Am Central Market würden wir leider nicht fündig, aber wir konnten endlich das Paket nach Deutschland aufgeben, das ich seit Singapur in meinem Handgepäck mit mir herumschleppte. Unsere nächste Station war das Sultan Abdul Samad Building, das uns richtig umgehauen hat!

Das Sultan Abdul Samad Building liegt am Rande des zentral gelegenen Viertels im Kolonialstil und das ganze Viertel war schon superschön!

Leider ist das Sultan Abdul Samad Building nicht für die Öffentlichkeit zugänglich – dabei hätten wir uns das echt gerne von innen angeschaut!

Nachdem wir die unmittelbare Umgebung unserer Unterkunft erkundet hatten machten wir nochmal einen Abstecher zum Hotel um einzuchecken bevor wir uns in die Innenstadt begaben. Hier wollten wir uns noch bei Tageslicht die charakteristische Skyline Kuala-Lumpurs anschauen, insbesondere die Petronas Twin Towers.

Hiernach gingen wir zum Abendessen in die Fressmeile ‚Jalan Alor‘, die quasi als Touristenattraktion ausgegeben wird und auch genau das ist: für Touristen. Gefallen hat es uns dort zum Abendessen nicht, aber nach 200 Metern kamen wir an einem Streetfood-Stand vorbei, an dem sich nur Einheimische aufhielten. Das ist immer ein gutes Zeichen! Also gab es dort streetfood als Abendessen für uns.

Der nächste Tag begann entspannt. Von frühem Aufstehen haben wir uns mittlerweile, sofern nicht nötig, verabschiedet und das schon eigentlich in Neuseeland. Entspannt und ausgeschlafen brachen wir nach dem Frühstück auf zu einem der Kuala-Lumpur Hotspots: den Batu Caves und damit zu unserem ersten Tempelbesuch überhaupt! Mit den Batu Caves haben wir uns als Debüt auch noch einen ganz besonderen Tempel ausgesucht, zwar kennt jeder nur die bunten Treppen am Eingang, der eigentliche Tempel liegt aber in einer Höhle. Und das ist schon ziemlich speziell. Mit der Bahn kamen wir ganz unkompliziert dort hin und fanden auch direkt den von Treppen gesäumten Eingang.

Wir machten uns direkt an den Aufstieg. Bereits auf den Treppen begegneten uns einige Affen, die sich gerne mit uns ablichten ließen und auch sonst keinerlei Angst vor Menschen zu haben scheinen.

Oben besichtigten wir Tempel und Höhle und wir müssen ja sagen, auch wenn der Tempel weniger schön ist als andere, die Location in der Höhle ist unschlagbar!

Dann traten wir den Rückweg in die Stadt an, bzw. zum nächsten Tempel. Glücklicherweise erwies sich eine unserer Umstiegsstationen als Einkaufszentrum, sodass wir uns mit ein paar Klamotten eingedeckt haben. Vorallem mit Wallawalla-Hosen die Tempelgeeignet (mind. Knielang) sind. Damit war ich endlich gerüstet für den nächsten Tempel. Zuerst ging es für uns jedoch nach Little India, durch das wir durchschlenderten und das passenderweise auf dem Weg zum Tempel Thean Hou lag. Der Aufstieg zum Tempel war wieder nicht ohne, vorallem da der Tag unheimlich schwül war! Der Ausblick oben und die ganze Optik der Tempelanlage entschädigte uns jedoch direkt dafür, der Tempel war nämlich richtig schön!

Er war nicht nur einfach schön, sondern lud auch an jeder Ecke zum Fotos machen ein, sodass wir länger als gedacht und beabsichtigt hier blieben.

Vom Tempel aus ließen wir uns dann per Grab abholen und in die Ecke bringen, in der wir den Abend verbrachten: es ging Richtung Innenstadt. Erst gingen wir Abendessen, dann zur Helilounge, einer bar im 52. Stockwerk mit Zugang zu einer Helikopterlandeplatz auf dem Dach, die quasi als Dachterrasse genutzt wurde. Eintritt war keiner zu zahlen, es gab auch keinen Mindestverzehr aber um auf die Dachterrasse zu dürfen musste man zumindest ein Getränk bestellen. Kein Problem! Mit einem Cocktail pro Person ging es für uns also hoch auf die Landeplatz, wo wir den milden Abend, leckere Cocktails und die Aussicht auf die Skyline Kuala-Lumpurs genossen.

Anschließend waren wir noch mal an den Petronas Tower:

Der nächste Tag war auch bereits unser Abreisetag aus Kuala-Lumpur. Doch bevor wir uns mittags auf den Weg in die Cameron Highlands machten, wollten wir nochmal zum Sultan Abdul Samad Building. Auch wenn man das nicht betreten durfte hatten wir die Hoffnung aus dem nebenan gelegenen Textilmuseum einen besseren Blick darauf zu bekommen. Die Hoffnung war leider vergebens, doch das stellten wir erst fest, nachdem wir das Textilmuseum bereits alibimäßig besichtigt hatten. Danach ging es dann zurück ins Hotel, auschecken und ab zum Busbahnhof in den Bus zu den Cameron Highlands ☺.

Tage 1 bis 3 in Singapur

Singapur ist eines der Länder, die ich so gar nicht auf dem Schirm hatte. Klar wusste ich, dass es das Land gibt aber das war dann quasi auch schon alles. Dass ich wusste, dass es ein sehr modernes Land ist, machte es nicht besser, denn eigentlich habe ich mehr Interesse an Ländern die eine lange Geschichte und Kultur haben.

Aber Singapur überraschte uns auf ganzer Linie! Klar, es ist ziemlich teuer, was jedoch daran liegt, dass das Durchschnittseinkommen in Singapur etwa 50% höher ist als in Deutschland und damit immernoch gut 20% höher als in Australien (und das wissen wohl die wenigsten!!), aber ein Besuch lohnt sich! Nicht zuletzt deshalb, weil Singapur trotz fehlender eigener Geschichte und Kultur, über ganz viel andere unterschiedliche Kultur verfügt. Denn hier treffen so viele unterschiedliche Kulturen, Nationalitäten und Glaubensrichtungen friedlich aufeinander – und das in einem so kleinen Land!

Aber, lasst uns von vorne anfangen:

Vormittags, ausgeschlafen, nach einem äußerst spärlichen Frühstück und mit gepackten Sachen, verabschiedeten wir uns von Jakarta und Indonesien. Denn mittags ging unser Flug nach Singapur. Diese Flug zu buchen war eine reine Verzweiflungstat, denn einen Tag vor Abreise von Australien nach Indonesien stellten wir fest, dass wir für das indonesische Visum die Ausreise nachweisen müssten. Die Entscheidung fiel auf Singapur, da der Flughafen dort ein Drehkreuz für Flüge nach ganz Asien ist und wir dann spontan planen würden können, wohin die weitere Reise gehen sollte. Gerne wären wir auch schon bei der Weiterreise aus Indonesien flexibler gewesen!

Zum Flughafen waren wir, wie geplant, 1 Stunde im Grab unterwegs. Dort angekommen aßen wir nochmal eine Kleinigkeit, bevor es ins Flugzeug ging. Direkt nach der Landung begeisterte uns Singapur, denn der Flughafen verfügt über einen Flughafenshuttle von der Ankunftshalle zu den Bahnen, wo wir dann wiederum unser Touristenticket für die kommenden Tage kaufen konnten. Hiermit konnten wir tatsächlich die 3 Tage über unbeschränkt kostenlos (bis auf die Kosten des Tickets selbstverständlich) Bahn fahren. Das Bahnnetz ist außerdem hervorragend ausgebaut, und erinnerte uns an London, sodass wir in wirklich kurzer Zeit bereits vom Flughafen aus an unserer Unterkunft für die kommenden Tage angekommen waren.

Obwohl wir in Singapur schnell von A nach B kamen, fühlte sich dieser Tag trotzdem nach einem kompletten Reisetag an. Denn durch Anfahrt zum Flughafen, Wartezeit, 2 Stunden Flug, die Zeitverschiebung und die Fahrt zur Unterkunft waren wir seit dem vormittags unterwegs und hatten fast schon Abendessenszeit bei Ankunft. Daher brachen wir direkt zum Abendessen in die Innenstadt auf, wo wir in einem Hawker Center Lau Pa Sat zu Abend aßen. Hier begeisterte uns Singapur schon wieder, denn nach gut 2 Wochen sehr eintönigem (wenn auch ausgesprochen leckerem) Essen in Indonesien, gab es hier eine riesen Auswahl. Von malaysischem Essen, über koreanisches bis hin zu indischem Essen war alles zu bekommen. Und das Beste: 1. War das Essen ausnahmslos superlecker und 2. War es für ein sehr teures Land wie Singapur wirklich bezahlbar! Da es in diesem Hawker Center sogar belgische Waffeln gab, haben wir uns auch davon welche genehmigt!

Nach unserem Abendessen war es bereits stockdunkel, daher dachten wir uns, wir könnten ja auf einer Skybar, die uns empfohlen wurde, einen Cocktail und die Aussicht auf die Skyline genießen. Daraus wurde allerdings nichts, denn hier wäre ein Eintritt von 35 $ und damit gut 22 € pro Person fällig gewesen. (Hierbei handelte es sich nicht um einen Mindestverzehr, für einen Cocktail hätte man, erstmal oben angekommen, vermutlich nochmal einen ähnlichen Betrag gezahlt.) Das war es uns dann doch nicht wert. Doch ganz unverhofft sollten wir noch zu unserem schönen Ausblick auf die Skyline kommen.

Nach einem Abendspaziergang durch die Innenstadt machten wir uns auf zum Stadion. Denn nachdem wir auf unserer Reise mehrfach irgendwelche Events oder Konzerte zeitlich knapp verpasst hatten, hatten wir dieses mal Glück. Während wir in Singapur waren fanden die WTA-Finals der Frauen statt (Tennis) und mit Angie Kerber nahm sogar eine deutsche Teil. Da wir, wenn auch nicht regelmäßig, doch ganz gerne Tennis schauen wollten wir uns das nicht entgehen lassen und kauften noch am diesem Abend Tickets für den kommenden Tag. Und hier am Stadion hatten wir einen wirklich schönen Blick auf die charakteristische Skyline Singapurs:

Danach begaben wir uns schon zurück zur Unterkunft und obwohl wir quasi nichts mehr geschafft und gesehen hatten, hatten wir bereits nach 22 Uhr.

Auch bedingt durch die Zeitverschiebung blieben wir noch eine Weile wach, sodass wir am nächsten Tag erstmal ausschliefen. Das Frühstück war im Zimmerpreis enthalten, daher frühstückten wir in aller Ruhe in der Unterkunft, bevor wir aufbrachen. Erste Station für den Tag war little India und passenderweise lag unsere Unterkunft in little India, wir hatten es also nicht weit! Dieser Stadtteil begeisterte uns mit einem Duft nach frischem Obst und Blumen, die man an jeder Ecke kaufen konnte und was eine Wohltat war nach 5 Tagen Stinkwasser in Jakarta, und den kunterbunten Häusern.

Hier machten wir also einen kleinen Bummel, genossen, dass es so sauber war und dass man nicht alle paar Meter angequatscht wurde. Im Anschluss ging es nach Chinatown, welches uns allerdings nicht wirklich überzeugen konnte. Wahrscheinlich einfach, weil Chinatown für uns hektisch und laut und voll ist, Singapur aber generell nichts davon ist, hier ist alles ordentlich und geregelt.

Apropos geregelt: in Singapur gibt es für alles Vorschriften und Strafen bei Nichteinhaltung. Hier darf man nicht einmal einfach über die Straße gehen. Und es gibt genug Überwachungskameras, die diese Vorschriften überwachen.

Von Chinatown aus machten wir uns auf zur Haji Lane, die uns besonders gefallen hat. Sie ist zwar sehr touristisch, hat dafür auch am jeder Ecke ein individuelles Graffiti sowie sehr spezielle Cafes und Restaurants zu bieten

Hier machten wir eine kleine Mittagspause und tranken Kaffe/Lassi.

Von der Haji Lane aus erkundeten wir noch das angrenzende Viertel im Kolonialstil, welches uns auch sehr gut gefallen hat! Denn in einer so modernen Stadt bietet ein solches Viertel eine schöne Abwechslung.

Und schon war es wieder Zeit fürs Abendessen, denn wir hatten am Abend noch etwas vor und dafür wollten wir satt sein! Nach dem Abendessen in einem Hawker Center brachen wir daher wieder zum Stadion auf. Gerade angekommen war der Sonnenuntergang in vollem Gange. Und da wir am Vortag hier bereits bei Dunkelheit einen sehr schönen Blick auf die Skyline hatten, wollten wir uns den Sonnenuntergang in derselben Kulisse anschauen.

Den restlichen Abend verbrachten wir bei gutem Tennis im Stadion und zu unserem Glück gewann die deutsche Angie Kerber sogar!

Bis wir in unserer Unterkunft zurück waren, hatten wir bereits nach 1 Uhr nachts und wir gingen mehr als erschöpft schlafen.

Unser letzter Tag in Singapur begann entsprechend spät und mit einem späten Frühstück. Wir packten unsere Sachen und stellten sie in der Unterkunft für die verbleibenden Stunden unter und brachen auf in die Stadt. Wir machten einige Erledigung (wir wollten endlich mal ein Paket nach Hause schicken, was sich dann aber aufgrund der unverschämten Preise wieder erübrigt hat) und Besorgungen, da einige unserer Ladekabel mittlerweile kaputt waren und wir zudem eine neue Speicherkarte für die Kamera brauchten.

Dann holten wir schon wieder unser Gepäck und begaben uns in Richtung des des Busterminals, wo unser Bus nach Malaysia abfahren sollte. Denn nachdem wir die Pläne unserer Weiterreise nach Vietnam (wegen Visum) oder auf die Philippinen (wegen des Tsunamis) verworfen hatten ging es für uns weiter nach Malaysia. Hier aßen wir noch zum Abschluss in einem Hawker Center zu Abend – das bisher beste Essen unserer Reise:

Indische Chicken Curry und

Indisches Butter Chicken

Ein Traum! Gesättigt und gestärkt machten wir uns auf zur 4-stündigen Weiterreise nach Malaysia. Das mit den 4 Stunden erwähne ich so explizit, da es natürlich nicht geklappt hat! Aber dazu mehr im nächsten Blog ?

Tage 9 bis 15 in Indonesien

Der Flug startete mit Verspätung aber so hatten wir immerhin Zeit, unser Hotel in Surabaya wegen der Abholung vom Flughafen nochmals zu kontaktieren. Wir hatten nämlich ein Hotel gebucht, das nicht nur einen Flughafentransfer anbot, sondern bei dem dieser bereits mit im Preis enthalten ist. Leider hatten wir jedoch auf unsere erste E-Mail keine Rückmeldung erhalten. Um auf Nummer sicher zu gehen beließen wir es nicht bei einer weiteren E-Mail, sondern schrieben ihnen zusätzlich über Facebook eine Nachricht (wir waren ja schließlich in Asien…). So konnte dann also nichts mehr schief gehen – hofften wir zumindest. Aber: weit gefehlt. Am Flughafen wartete natürlich niemand auf uns und das trotz 3 Nachrichten. Also standen wir nachts um 1 Uhr (und das nur durch die Zeitverschiebung, für uns war es bereits 2 Uhr) alleine am Flughafen.

Wer unsere Blogeinträge regelmäßig liest wird wissen, dass uns dasselbe in Chile bereits passiert war. Aber dieses mal hatten wir 2 entscheidende Vorteile:
1. Kam unser Gepäck an und das war für uns schon viel wert!
2. lag das Hotel zu Fuß nur 2km vom Flughafen entfernt, sodass wir beschlossen einfach zu Fuß zu gehen.

Eine gute halbe Stunde später kamen wir an und checkten ein. Der Dame am Empfang war es sichtlich unangenehm, dass das mit dem Transfer nicht geklappt hat. Aber da es sich nur um eine freiwillige Serviceleistung des Hotels handele gäbe es dadurch keinen Nachlass auf den Zimmerpreis. Na toll – aber versuchen kann man’s ja mal.

Nachdem wir ausgeschlafen hatten gingen wir an Tag 9 zur spätest möglichen Frühstückszeit, das Frühstück mussten wir bei Check in schon aus 2 verschiedenen Menüs, die selbverständlich auf indonesisch und alternativ in chinesischen Schriftzeichen angegeben waren, wählen. Wie sich herausstellte bekamen wir für unser Verständnis eher ein Abendessen zum Frühstück, ein mal Suppe mit Reis, ein mal gebratenen Reis:

Nachdem wir gefrühstückt hatten sammelten wir unsere Sachen zusammen, checkten aus und ließen und ein Grab zum Busbahnhof rufen (immerhin das hat problem- und widerstandslos geklappt ?). Vom Busbahnhof aus ging es für uns dann erstmals in Indonesien mit einem öffentlichen Bus weiter nach Probolinggo. Die Busfahrt dauerte gut 2 Stunden und war mit nur knapp über 1€ pro Person sehr günstig. Und für diesen Euro bekamen wir richtig was geboten. Die Inländer freuten sich tierisch darüber Touristen im Bus zu haben, wir unterhielten uns nett mit ihnen und jeder wollte uns ein paar Tipps geben. Und ganz ehrlich, in diesem Bus haben wir uns erstmals in Indonesien richtig wohl gefühlt! Denn diese Interaktion mit den Einheimischen, das ist doch auch mit ein Grund weshalb man eine solche Reise macht! Wir haben es jedenfalls sehr genossen mal nicht wie typische Touris im klimatisierten Shuttle zu sitzen, mit einem Haufen anderer Touristen, sondern so zu reisen wie es die Einheimischen tun. Und ich denke wir haben uns ganz gut geschlagen.

Als wir dann in Probolinggo ankamen wurde unsere gute Laune direkt wieder gedämpft. Denn wir wurden nicht wie erwartet am Busbahnhof raus gelassen, sondern an einer Agentur, die Tages- und Mehrtagestouren sowie Shuttle vermittelt. Wir standen hier mit unserem ganzen Gepäck gute 2km vom Busbahnhof entfernt.

Die Mitarbeiter der Agentur haben daraufhin direkt versucht uns irgendwelche Touren aufzuschwatzen, die wir gar nicht machen wollten. Wir konnten ihnen jedoch begreiflich machen, dass wir einfach nur einen Transfer wollen und nach Möglichkeit den öffentlichen. Sie baten uns an uns für 100.000 Rupien pro Person (knapp 6€) per Shuttle nach Ceromo Lawang zu bringen. Erstmal verlockend für uns, da es deutlich unkomplizierter für uns wäre und wir nicht warten müssten bis der Bus nach Ceromo Lawang voll wäre, denn die öffentlichen Busse fahren nur voll ab oder spätestens um 17 Uhr. Da wir erst 1 Uhr mittags hatten war diese Vorstellung natürlich nicht so erfreulich, trotzdem entschieden wir uns für den öffentlichen Bus, weil das einfach eher unserer Art zu reisen entspräche – und deutlich günstiger wäre es noch dazu.

Als wir also unsere Backpacks wieder geschultert hatten und uns auf den Weg zum Busbahnhof machten, passte uns ein Mitarbeiter draußen ab und bot uns nochmal den Shuttle für 75.000 Rupien pro Person an. Da das gerade mal gut 4€ sind ließen wir uns darauf ein, ließen unser Gepäck uns begaben uns noch schnell in den nahegelegenen Supermarkt um uns mit Wasser und Eis einzudecken. Zurück an der Agentur erfuhren wir, dass der Shuttle erst um 2 Uhr fahren würde. Na gut, warten kennen wir schon. Die Zeit nutzte der Inhaber uns auch für die Weiterreise einen Shuttle anzubieten und bei dem Angebot, uns für 17€ pro Person 1. An diesem Tag nach Ceromo Lawang 2. 2 Tage später wieder zurück nach Probolinggo und 3. Am selben Tag dann noch in die Hauptstadt Jakarta zu bringen konnten wir nicht Nein sagen. Denn alleine der Zug nach Jakarta als Alternative hätte uns 30€ pro Person gekostet.

So haben wir uns die Zeit ganz gut vertrieben bis im kurz vor 2 der Shuttle kam und uns einsammelte. Wir freuten uns auf eine unkomplizierte Stunde Direktfahrt nach Ceromo Lawang – wie gebucht. Ich erwähne das so explizit weil es natürlich nicht geklappt hat. Weder sind wir direkt gefahren, wir haben sogar 5 Stopps gemacht, noch waren wir in 1 Stunde da, vielmehr haben wir 1 1/2 Stunden gebraucht. Aber man darf ja nicht deutscher sein als deutsch, nur 30 Minuten Verspätung ist für Asien pünktlich! Kaum waren wir dann da stellten wir zu allem Überfluss fest, dass sich in unserem Homestay niemand aufhielt. Weit uns breit kein Personal und schon gar keine anderen Gäste. Nach mehreren hin- und herfragen und einer Runde durch den kleinen Ort haben wir endlich jemanden gefunden, der den Inhaber anrief, der dann auch kam. Tatsächlich dachten wir erst wir stünden vor den falschen Haus denn sowohl die Adresse in der Buchungsbestätigung als auch der Standort auf der Buchungsseite waren andere. Doch es stellte sich heraus, dass wir richtig und nur alle anderen Angaben fehlerhaft waren. Nach dem Einchecken stellte sich dann auch heraus, weshalb dieses Homestay keine anderen Gäste hatte. Es war einfach nicht nur nicht schön, sondern entsprach nicht im mindesten irgendwelchen westlichen Standards. Irgendwann musste es ja passieren, wir waren ja schließlich nicht im Westen, sondern in einem der ärmeren Länder Asiens. Doch zumindest eine richtige Toilette hätten wir uns schon gewünscht, dieses Homestay verfügte leider nur über ein Loch im Boden mit Porzellanverkleidung drauf. Zum spülen gab’s nur einen Wassereimer daneben samt Schöpfkelle. Kein Wunder dass es in der Anzeige kein Foto vom Bad gab. Aber man muss auf dazusagen, dass es echt schwer war in Ceromo Lawang eine Unterkunft zu finden, die keine unterirdische Bewertung hat! Immerhin gab es eine heiße Dusche. Es bleibt dazu noch dazu zu sagen, dass das eine unserer teuersten Unterkünfte in Indonesien war und bei allen anderen war der Standard wesentlich höher. Auf der gesamten Reise gab es nur ein Zimmer, dass noch schlimmer war und zwar eins in Costa Rica.

Der Tag war jedoch nach dem hin und her und dieser langen Anfahrt für uns fast schon gelaufen. Wir begaben uns nur noch an den Eingang des Nationalparks und schauten den Sonnenuntergang hinter dem Vulkan Bromo – dem Grund für unsere Reise nach Ceromo Lawang.

Danach gingen wir Abendessen und früh schlafen. Eigentlich war der Plan am kommenden Tag auszuschlafen und nach einem entspannten Frühstück, und nachdem die ganzen Jeeps mit Touristen wieder weg wären, in den Nationalpark zum Vulkan zu wandern und ihn zu besteigen. An unserem Abreisetag wollten wir dann morgens in aller Frühe und Dunkelheit zum Sonnenaufgang zu einem Aussichtspunkt und diesen in der Vulkankulisse anzuschauen. Da wir dann jedoch 2 mal Eintritt in den Nationalpark hätten zahlen müssen, der mit 220.000 Rupien (ca. 13€) pro Person für indonesische Verhältnisse ziemlich teuer ist (vorallem wenn man bedenkt, dass Inländer nur 5.000 Rupien und damit nur ca. 0,30€ bezahlen) planten wir um. Wir wollten nun beides bereits am kommenden Tag machen.

Daher gingen wir wirklich äußerst früh schlafen – unser Wecker sollte nämlich bereits um 2:40 Uhr am Morgen klingeln – nachdem wir für den kommenden Tag soweit alles gepackt und vorbereitet hatten. Wie geplant sind wir am kommenden Tag nach einer viel zu kurzen Nacht (und waren ehrlich gesagt auch versucht einfach liegenzubleiben) um kurz vor 3 Uhr aufgebrochen. Auf den Straßen war schon erstaunlich viel Betrieb, nicht nur von Touristen die denselben Plan hatten wie wir, sondern auch Indonesiern die ihr Geld damit verdienten, den Touristen bereits zu dieser Stunde Frühstück und Getränke oder einfach ihre Dienste als Fahrer anzubieten. Wir verzichteten auf alles (hatten uns am Vortag bereits mit allem nötigen eingedeckt) und begaben uns auf direktem Weg in Richtung Aussichtspunkt.

Der Weg zum Aussichtspunkt auf einem Berg war nur 4km lang, dafür ausschließlich, und teilweise steil, bergauf. Daher haben wir für sie Strecke auch 1,5 Stunden gebraucht. Geplant hatten wir mit 2 Stunden, einfach um genug Zeit für Pausen zu haben und aufgrund des argen Aufstieges. Wir waren also schneller als gedacht, aber klar, Pausen zum fotografieren fielen ja schon mal weg, da kein Licht – keine Fotos. Das wollten wir dann aber beim Abstieg nachholen.

Wir hatten angedacht um 5 Uhr am Aussichtspunkt zu sein und somit vor dem Sonnenaufgang im kurz nach 6 Uhr noch genug Zeit zu haben um die Sterne zu fotografieren – jetzt mit dem Weitwinkelobjektiv sollten das ja spektakuläre Bilder werden! Leider kam alles anders – wenn auch für uns nicht weniger spektakulär!

Für den Sonnenaufgang hatten wir uns den Aussichtspunkt „King Kong“ ausgesucht. Aus dem einfachen Grund, dass dieser etwas ab von der Straße ist und daher nicht direkt von Jeeps, und damit geführten Touren, angefahren werden kann. Wir hofften also etwas mehr Ruhe ohne viele andere Touristen zu haben. Beim Aufstieg selber begegneten wir einigen wenigen anderen Touristen und hatten daher Hoffnung, dass es für uns tatsächlich ruhig werden würde. Bereits bevor wir um 4:30 Uhr ankamen zeigte sich die Morgenröte ganz deutlich am gesamten Himmel. Sterne zu fotografieren fiel daher schon mal flach, denn dafür war es bald viel zu hell. Als wir am Aussichtspunkt King Kong ankamen waren einige Touristen da, dennoch konnten wir uns einen sehr guten Platz ergattern mit genug Fläche für unser Stativ samt Kamera sowie die gopro auf Stativ in perfekter Sonnenaufgangsausrichtung. Direkt zu Beginn machten wir so schöne Bilder der Morgenröte in der Kulisse der diversen Vulkane:

Wer genau hinschaut, kann sogar den Hauptakteur, den Vulkan Bromo, qualmen und brodeln sehen. Für uns ein richtiges Highlight! Klar gibt es auch in Europa und überall auf der Welt aktive Vulkane aber so nah an einem dran zu sein, der aussieht als könnte er jeden Moment ausbrechen ist doch nochmal etwas ganz besonderes! Auch der Sonnenaufgang an sich war sehr schön und wir waren froh mit der Gopro eine Zeitrafferaufnahme gestartet zu haben:

Der Sonnenaufgang kam alles in allem schneller als wir dachten, denn angekündigt war er erst für kurz nach 6 Uhr. Aber vermutlich durch die Höhe war dir Sonne bereits um kurz nach 5 komplett aufgegangen. Ehrlich gesagt kam uns das ganz gelegen, denn es war richtig, richtig kalt! Zwar hatten wir vorgesorgt und uns Mütze, Schal, Handschuhe und eine Fleecejacke zum drüberziehen mitgenommen aber das war bei weitem nicht genug! Durch den Wind und die Anhöhe war es richtig eisig. Nach mittlerweile 1,5 Wochen in Indonesien bei muckeligen 30-35°, auch nachts, hatten wir damit dann doch nicht gerechnet. Deshalb waren wir froh, als um kurz nach 5 etwas Bewegung kam, es wurden Fotos gemacht und nach und nach brachen die anderen Touristen auf. Wir blieben sitzen und warteten, bis es sich etwas geleert hatte. Da die Sonne ja aufgegangen war genossen wir die ersten Sonnenstrahlen und dass es endlich wärmer wurde.

Als wir dann fast alleine waren machten wir auch noch in Ruhe einige Fotos.

Doch bevor wir uns an den Abstieg machen wollten, ging es für uns erstmal noch ein Stück höher, denn über dem Standard-Aussichtspunkt, der auch von den Jeep-Touren angefahren wird, ist eine Base, an der man Heißgetränke etc. kaufen kann. Hier wollten wir noch in Ruhe frühstücken. Da wir im Vorfeld nicht wussten, wie viel wir da oben zu kaufen bekommen würden, haben wir uns am Vorabend schon eine Porridge-Mischung vorbereitet. Heißes Wasser und damit unser gesamtes Frühstück in atemberaubender Kulisse kpnnten wir uns für umgerechnet knapp 0,30€ dazukaufen. Einzig unsere Bananen haben uns gefehlt, die haben es nicht so lange überlebt und wurden schon weit früher von uns gegessen ??‍.

Dann ging es für uns um halb 7 Uhr an den Abstieg. Und endlich sahen wir auch die Natur um uns herum. An einigen Stellen sah es um uns herum aus als sei alles verbrannt:

Wie wir später erfuhren hatte es dort tatsächlich nur einige Tage vor unserer Ankunft gebrannt. Wir hielten an einigen Stellen um Fotos aus einer anderen Perspektive von dem Vulkanen zu machen.

Der Abstieg war weit weniger anstrengend als der Aufstieg, nicht zuletzt weil wir den Weg klar und deutlich vor uns sahen und uns nicht mit der Taschenlampenfunktion im Handy selbst den Weg ausleuchten mussten. Es ging über viel loses Geröll und Vulkanasche teilweise ganz schön steil bergab, denselben Weg den wir am Morgen aufgestiegen waren, bis zu einer Abzweigung Richtung Bromo. Zunächst liefen wir über (Frühlingszwiebel-)Felder bevor der eigentliche Abzweig in den Nationalpark und zum Bromo kam. Hier standen Warnschilder, dass es sich bei diesem Weg um keinen touristischen Weg handele und Betreten verboten sei. Dies war ein kläglicher Versuch die Touristen dazu zu bewegen die offiziellem Eingänge zum Nationalpark zu nutzen. Selbst Schuld, hier war kein Kontrollposten, der den Eintritt abkassiert hat.

Wie nutzten trotzdem diesen „nicht touristischen Weg“, natürlich nur weil wir keinen Umweg laufen wollten ? und begaben uns somit auf den direkten steilen Abstieg zum Bromo. Kaum hatten wir den Abstieg durch den Wald hinter uns, fanden wir uns auf einer geraden Richtung Bromo wieder. Hier hatten wir bereits einen schönen Blick auf die Vulkane und wie auch vorher liefen wir komplett über Vulkanasche:

Den anstrengendsten Part hatten wir allerdings noch vor uns, denn nach 8km Abstieg und damit 2,5 Stunden hatten wir bereits 9 Uhr am Morgen und es begann heiß zu werden – und das pünktlich zum Aufstieg auf den Bromo. Hier warteten ganz zum Schluss einige unserer geliebten Treppen auf uns, doch die Vorfreude trieb uns an. Doch es wurde nicht nur heiß, es würde auch von Minute zu Minute leerer, denn die ganzen geführten Touren fahren vom sunsetpoint zum Bromo und sind deshalb vor 9 Uhr schon wieder durch. Wir hingegen hatten uns den ganzen Morgen Zeit gelassen und das zahlte sich jetzt aus. Wir konnten die Besteigung und die Umrundung in unserem Tempo machen, in aller Ruhe Fotos machen und vorallem ohne andere Touristen mit drauf.

Aber ehrlichgesagt war ich erstmal ein bisschen enttäuscht je näher wir dem Vulkankrater kamen, denn ich hatte bereits im Vorfeld gelesen, dass man den Vulkan brodeln HÖREN können soll. Und darauf wartete ich vergeblich. Doch oben angekommen stellte sich heraus, dass das Rauschen, dass wir bereits von weitem gehört hatten und als Grundrauschen von Autos etc. abgetan hatten, eigentlich vom Vulkan kommt. Und oben am Krater angekommen wurde uns das umso eindringlicher bewusst. Der Vulkan brodelt und man kann es nicht nur hören, man riecht es auch. Denn diese vermeintliche Qualmwolke die aus dem Bromo aufsteigt riecht penetrant nach Schwefel. Das Gefühl da einfach nur oben zu stehen, mit der Aussicht und der Geräuschkulisse war etwas einzigartiges!

Erstmal kamen wir an, realisierten, genossen. Denn wir wussten, an einen solchen Ort würde es uns nicht mehr so bald verschlagen. Wir brauchten erstmal ein paar Minuten um anzukommen und das für uns zu verarbeiten bevor wir uns an die Umrundung machten. Die Umrundung des Kraters ist mit 2,5km überschaubar und locker und entspannt in 1 Stunde machbar. Und die Stunde hatten wir uns auch fest eingeplant. Leider kam es jedoch wieder anders. Der Fußweg war nämlich nicht nur sehr schmal, sondern auch gar nicht gesichert. Schlimmer sogar: an einer Stelle nach nur etwa einem Drittel des Weges, war der Fußweg zum größten Teil weggebrochen und wir wagten uns nicht mehr weiter. Vor verweilten dort in der Sonne, nahmen uns Zeit für Fotos, aßen unsere letzte Wegzehrung in form von Schokokeksen und kehrten um.

Der Rückweg von gut 4km zur Unterkunft war dann nur noch reine Formsache. Vorallem lockte uns aber die Aussicht auf ein Bett und einen wohlverdienten Mittagsschlaf. Als wir gegen 11:30 Uhr an der Unterkunft zurück waren, nach 8,5 Stunden unterwegs und schon knapp 19 zurückgelegten Kilometern waren wir mehr als dankbar um einige Stunden Mittagsschlaf! ?

Dem restlichen Tag verschliefen wir leider und standen nur noch auf um für den kommenden Abreisetag zu packen und Abendessen zu gehen.

Ach übrigens, Eintritt für den Nationalpark mussten wir keinen mehr zahlen ??.

Tag 11 begann für uns unerwartet früh, denn schon um 7 Uhr waren wir ausgeschlafen. Daher lasen wir und gingen den Tag, nach dem gestrigen hektischen und frühen Aufbruch, entspannt an. Nach dem Frühstück wurden wir dann von unserem 10 Uhr Transfer überpünktlich um 9:20 Uhr eingesammelt und los ging es zurück nach Probolinggo. Dort angekommen war es erst 11 Uhr und unser Transfer nach Jakarta sollte erst um 13 Uhr starten, sodass wir und mit Wasser und einer Zwischenmahlzeit die Zeit vertrieben. Leider sollte für unsere Weiterreise alles anders kommen als geplant. Denn als wir dem Organisator unser Hotel in Jakarta mitteilten, der Transfer sollte uns nämlich direkt am Hotel abliefern, stellte sich heraus, dass dieser uns über den Tisch gezogen hatte. Statt der gewünschten Fahrt in die Hauptstadt Indonesien nach Jakarta hatte er uns eine Fahrt nach Yogyakarta verkauft. Liegt ja auch nahe, klingt ähnlich (nicht) und liegt ja auch fast nebeneinander (nicht – es liegen 500km Luftlinie dazwischen!).

Nach einiger Diskussion bekamen wir immerhin anteilig das Geld zurück und machten uns auf den Weg zum öffentlichen Busbahnhof, den wir einfach 2 Tage vorher bereits hätten aufsuchen sollen. Wie sich herausstellte brauchen Busse von Probolinggo nach Jakarta 18 Stunden und kamen daher für uns schon mal nicht in Frage. Alternative war ein Zug von Surabaya aus, der in 7 Stunden da wäre. Also stiegen wir wieder in einen öffentlichen Bus nach Surabaya wo wir 2 Stunden später ankamen.

Glücklicherweise fanden wir ein Cafe mit WLAN (gar nicht mal so üblich auf Java) und konnten die Überfahrt nach Jakarta buchen. Oder soll ich lieber sagen Überflug? Denn mal wieder haben wir uns für die kaum teurere aber wesentlich bequemere Variante eines Inlandsfluges entschieden. (Kurzer Hinweis an dieser Stelle, wir flogen mit der Airline, die nur eine gute Woche später bei einem Flug von Jakarta nach Singapur ein Flugzeug nach nur knapp 15 Minuten in der Luft im Meer verlieren sollte. Gut, dass wir davon allerdings noch nichts wussten!!) Da der Flug jedoch erst im 21 Uhr starten sollte, vertrieben wir uns bei WLAN in dem Cafe die Zeit und aßen bereits zu Abend, bevor wir direkt vom Bahnhof zum Flughafen aufbrachen.

Der Flug hatte (typisch Asien) natürlich wieder eine Stunde Verspätung. Als wir ankamen und unser Gepäck zusammen hatten riefen wir uns ein Grab zum Hotel. Durch die Verspätung des Fluges kamen wir nach 1 Uhr, und damit nach dem offiziellen Check-in, an, hatten aber Glück und das Personal erwartete uns. Wir checkten ein und gingen einfach nur erleichtert schlafen, dass wir es bis nach Jakarta geschafft hatten.

Da wir im Vorfeld nur 1 Nacht gebucht hatten hieß es nach dieser ersten Nacht in Jakarta schon wieder Unterkunft wechseln. Allerdings quasi nur um die Ecke in ein anderes Hotel wo wir für ganze 4 Nächte bleiben sollten. So lange waren wir schon seit Brisbane nicht mehr an einem Fleck aber nach den ereignisreichen letzten Wochen konnten wir das wirklich gut gebrauchen!

Die Tage 12 und 13 verbrachten wir damit auszuschlafen, die Stadt zu erkunden, zu schlendern und uns in Cafes zu setzen. Hier hatten wir endlich das Gefühl in Indonesien angekommen zu sein. Jakarta ist gar nicht touristisch, umso mehr freuen sich die Einheimischen wenn Touristen die Stadt erkunden. Hier sind wir nahezu (Ausnahme sind unsere Busfahrten mit dem öffentlichen Bus) erstmals in Indonesien auf Einheimische getroffen, die uns nichts andrehen oder verkaufen wollten und das genossen wir sehr.

Was uns allerdings direkt negativ aufgefallen ist, ist dass ganz Jakarta von Flüssen und Kanälen durchzogen ist, das Wasser allerdings unangenehm stinkt. Nicht nur ein bisschen, wenn möglich vermieden wir es sogar am Kanal entlang zu laufen, ganz abgesehen davon daneben zu verweilen um Pause zu machen. Es ist so viel Dreck und Müll im Wasser, dass es ganz schwarz ist. Für uns als running-gag hieß das Wasser nur noch Stinkwasser. Und wirklich, der Name war Programm!

Dafür kamen wir auch erstmals mit Indonesiern in Berührung, die total begeistert waren Europäer zu sehen und alle Fotos und Videos mit uns machen wollten. Das reichte von Kinder vor uns stellen während wir auf einer Bank saßen und einfach ungefragt drauflosfotografieren bis hin zu vorgeschobenen Schulprojekten um uns Filmen zu können während wir interviewt werden. Teils ziemlich aufdringlich, teils sehr niedlich. So lange sie gefragt haben haben wir uns jedenfalls sehr darüber gefreut und mitgemacht. Unser Highlight was das angeht war jedoch, als wir von einem alten Frachthafen kamen:

Eine bestimmt 10-köpfige Gruppe Mädels maximal im Grundschulalter, die ausgeflippt ist als würde Justin Bieber vor ihnen stehen und ein Foto mit uns wollte. Als wir zugestimmt haben fing erstmal das Gekreische an – komisches Gefühl irgendwie – und nach bestimmt 20 Fotos wollten sie dann noch unsere Handynummern haben ? schade ist allerdings, dass wir in der Aufregung auch vergessen haben selbst ein Erinnerungsfoto für uns zu machen – schade aber die Gelegenheit kommt bestimmt nochmal!

Auf dem Weg zurück zur Unterkunft hatte ich hier eines dieser berühmtem Aha-Momente. Wir liefen am Stinkwasser entlang (es war unvermeidlich) und sahen bestätigt, was wir schon vermutet hatten: die Abwasserleitungen einiger Häuser endeten in diesem Kanälen. Doch das war noch nicht das schockierende, schlechte Abwassersysteme hatten wir schon in anderen Ländern gesehen. Was mich wirklich schockiert hat, war, dass Jugendliche sich in diesem Wasser ihr Abendessen gefischt haben. Denn die Kanäle enden im Meer, daher ist nicht weiter verwunderlich, dass auch Fische im Stinkwasser leben. Aber dass sie gegessen werden finde ich ekelerregend und bedrückend. Die Szene haben wir natürlich nicht fotografiert, aber dieses Foto ist nur etwa 100m vorher entstanden und man sieht darauf, dass die Abwasserleitungen im Stinkwasser enden. Außerdem sieht man ein bisschen wie dreckig das Wasser ist.

An Tag 14 stand für uns wieder ein kleines Highlight an. Denn wir führen in die touristischen gar nicht mal so erschlossenen Thousand Islands (obwohl es eigentlich lange keine 1.000 Inseln sond) nördlich von Jakarta. Morgens um 8 Uhr fuhren wir mit der Fähre nach Pulau Pari. Nach 1,5 Stunden Fahrt legten wir dort an und waren froh diese Insel gewählt zu haben. Denn bei Thousand Islands gibt es Inseln unterschiedlich Art und Qualität. Während die nahegelegeneren wie z. B. Pulau Ayer sehr überlaufen sind und die ganz weit entfernten überwiegend Resort-Inseln mit ausschließlich Touristen sind, haben wir uns für das Mittelmaß entschieden: auf Pulau Pari hatten wir kaum Touristen, dafür auch kein Resort, sondern einfachen Sandstrand unter Einheimischen. Und was soll ich sagen, es war toll!

Wir hatten diesen ruhigen weißen Sandstrand mit dem hellblauen Wasser fast dauerhaft für uns alleine, konnten ausspannen und Indonesien für uns verarbeiten. Endlich waren wir mal nicht den ganzen Tag auf Achse und liefen keine 30.000 Schritte am Tag. Es war Eis am Strand, Entspannung und Erholung angesagt. Wie sagt man, manchmal sind es die kleinen Dinge…

Als wir abends zurück im Hotel sond haben wir 19 Uhr uns wir sind platt. Manchmal kann auch so ein Tag in der Sonne ziemlich kräftezehrend sein, daher gehen wir nur noch Essen und bereiten uns seelisch und moralisch auf unseren letzten richtigen Tag in Indonesien vor.

Der nächste Tag wurde ein Planungstag. Morgens holten wir uns Frühstück in einer neu entdeckten holländischen Bäckerei, wobei der Name nicht Programm war, und wir enttäuscht waren.

Der restliche Tag steht komplett im Zeichen der Planung, denn wir haben uns vorgenommen die gesamte restliche Reise knapp 8 Wochen vor Rückkehr nach Deutschland zu planen. Zumindest in Grundzügen, Flüge etc. Und wir haben es geschafft. Doch was noch tolles auf uns wartet, da müsst ihr euch noch gedulden.

Am nächsten Morgen geht es mach einem kleinen Frühstück zum Flughafen und ab nach Singapur. Wir sind gespannt auf unseren kurzen Abstecher von 3 Tagen! ?

Noch eine Ergänzung. Die Reise über hatten wir ja schon ziemlich Glück, von Vulkanausbrücke auf Isabella, Galapagos nur 2 Tage nach unserer Abreise über einen Schneesturm in Bolivien, der auch anders für uns hätte enden können, bis hin zu diesem Flugzeugabsturz in Indonesien der Airline, mit der wir nur 1 Woche früher noch geflogen waren. Was ich im Eifer des Gefechts beim ersten Indonesien-Blog vergessen habe zu erwähnen: in unserer ersten Nacht in Ubud gab es morgens um 5 Uhr in aller Frühe ein Erdbeben der Stärke 6,4. Komisches Gefühl wenn plötzlich das Haus in dem man schläft wackelt! Mal davon abgesehen dass es im Anschluss keinen Tsunami gab, konnten wir uns 15km Luftlinie im Landesinneren einigermaßen in Sicherheit wähnen. Damit sind wir jetzt schon bei 4 Glücksfällen auf unserer Reise! (Komischerweise schreibe ich immer nur davon wie alles anders kommt als geplant, wie viel Pech wir haben und dass wir über den Tisch gezogen wurden. Wir hatten aber bisher auch echt viel Glück in den gut 5 Monaten unserer Reise, gerade bei den wichtigen Dingen, und darüber sind wir unheimlich froh!)

Tage 5 bis 8 in Indonesien

An Tag 5 schliefen wir aus, frühstückten ausgiebig und packten unsere Sachen. Dieses mal war das Packen wieder etwas aufwändiger, denn unser ganzes Gepäck wollten wir nicht mitnehmen, sodass wir in unsere Daypacks genug für die kommenden Tage einpackten und das Hauptgepäck in unserer Unterkunft einlagerten. Das Speedboat nach Nusa Penida startete am Hafen von Padangbai um 11 Uhr, sodass wir einen wirklich entspannten Morgen vor uns hatten. Kaum waren wir dann am Hafen angekommen ging es für uns auch schon aufs Boot und angenehme 40 Minuten nach Nusa Penida.

Bereits kurz nach Abfahrt stellte sich heraus, dass uns auf Nusa Penida der falsche Hafen für die Ankunft genannt wurde und unser Homestay daher gut 8km vom Hafen entfernt lag. Wieder mussten wir uns darüber ärgern Grab nicht nutzen zu können. Also hieß es nach Ankunft für uns erstmal einen Rollerverleih suchen und uns einen Roller für die nächsten Tage zu mieten. Das hätte sowieso angestanden, da wir mit dem Roller die Insel erkunden wollten, wir hatten nur gehofft dies in direkter Nähe zum Homestay machen zu können. Egal, so haben wir schnell umgeplant und das war die für uns bequemste und günstigste Lösung. Gesagt war jedoch einfacher als getan, bis wir einen Roller zu akzeptablen Konditionen gefunden hatten waren wir 2km gelaufen und hatten bereits 12:30 Uhr.

Danach fuhren wir erstmal zu unserem Homestay für die nächsten Tage. Zum Glück hatten wir nur kleines Gepäck bei uns, denn zu zweit auf einem Roller inkl. 2 großen Backpacks und 2 Daypacks, das wäre ein Abenteuer geworden! ? Im Homestay angekommen checkten wir ein und machten uns direkt zu Fuß auf den Weg zu diversen Tauchschulen um doch noch zu Tauchgängen und Schnorcheln zu kommen. Auf Nusa Penida sollte dies im Gegensatz zu Padangbai tatsächlich gar kein Problem werden: nachdem wir die erste Tauchschule gar nicht erst betreten haben, da alles nicht so professionell aussah, haben wir uns in der 2. direkt wohlgefühlt und für den kommenden Tag Tauchen und Schnorcheln gebucht. Und das auch noch zu deutlich besseren Preisen als in Padangbai angeboten! (Verständlich jedoch, denn der Tauchspot Mantabay/Mantapoint liegt eben auch bei Nusa Penida, wodurch man sich viel Strecke mit dem Boot spart.)

Nachdem alles organisatorische erledigt war und wir den Roller vollgetankt hatten (auch das war gar nicht so einfach, weil die einzige Tankstelle im Ort einfach mal für 20 Minuten Mittagspause gemacht hat) machten wir uns um 14 Uhr auf den Weg zu unserem absoluten Highlight auf Nusa Penida: Kelingking Beach. Für die Anfahrt von 15km haben wir mit dem Roller über unbefestigte Wege und Straßen mit überwiegend Schlaglöchern knapp 1 Stunde gebraucht. Doch alleine der Anblick bei Ankunft auf Bucht und Felsen entlohnt für alles:

Bei diesem Ausblick war uns direkt klar, dass der Abstieg zum Strand sich definitiv lohnen würde, auch wenn es anstrengend werden würde! Nach einigen Fotos aus verschiedenen Perspektiven machten wir uns also auf den den nach unten.

Kurioserweise war es oben am Aussichtspunkt voll von Touristen, die sich jedoch alle gar nicht erst auf den Weg runter zum Strand gemacht haben, oder auf halber Strecke umgekehrt sind. Hat man sich also erstmal an den anstrengenden Abstieg gemacht, hatte man weitestegehend seine Ruhe. Und er wurde anstrengend, der Abstieg! Insbesondere ohne festes Schuhwerk für mich, denn Sebi hatte fürs Rollerfahren feste Schuhe an. Denn der Weg zum Strand erinnerte mal wieder mehr an Klettern als an Wandern was in Kombination mit dem sandigen/staubigen Untergrund gar nicht mal so ungefährlich war. Nach schweißtreibenden 30 Minuten Abstieg kamen wir unten an und was sich schon von oben angedeutet hatte wurde hier unten wahr: es wartete ein richtiger Traumstrand auf uns, der nicht nur unglaublich schön, sondern auch fast menschenleer war.

Nach diesem Abstieg haben wir uns auf eine ordentliche Abkühlung im Meer gefreut, doch schwimmen ist nicht erlaubt und daran sollte man sich unbedingt halten! Am Vortag erst war ein Mann zu tief ins Wasser (ohne zu schwimmen), von einer Welle erfasst, zu Boden geworfen und ins Meer gezogen worden und dabei ertrunken. Also beschränkten wir uns darauf bis zu den Knöcheln ins Wasser zu gehen, denn wenn eine Welle kam hatte man trotzdem genug Wasser um sich zu erfrischen. Und es tat so gut! Das Wasser war wirklich schön kalt, wenn auch voll Sand, durch die hohen Wellen wurde nämlich ganz schön viel aufgewirbelt.

Wie sich herausstellen sollte würde nicht nur Sand aufgewirbelt, während wir am Strand lagen wurde später sogar noch eine Schiffsschraube angespült. Tatsächlich hat die sogar einen Mann am Bein getroffen, aber – Glück im Unglück – dem Mann ist nichts passiert. In dem Moment wurde uns mal wieder bewusst: so schön unsere Welt ist, so gefährlich ist sie manchmal auch. Daher ist es wichtig sich hier und da an Regeln zu halten.

Auch während wir am Strand waren gab es den einen oder anderen, der sich zu weit ins Wasser vorgewagt hat und auf dem falschen Fuß von einer Welle erwischt wurde. Hier ein Beweisvideo, auf dem man außerdem sieht wie wahnsinnig schön blau das Wasser und wie hoch die Wellen waren:

Wir genossen unsere Stunden am Strand sehr. So schön ruhig, erstmals seit wir auf Bali waren mal fast ohne Touristen, und wir hatten sogar ein Schattenplätzchen ergattert. Dieser Strand war der für uns bisher schönste unserer Reise, wegen dem tollen blauen Wasser und der Ruhe da unten. Außerdem konnte man tolle Bilder und Videos mit diesen tollen Wellen machen!

Dann begann – für uns viel zu früh – wieder der Rückweg zu unserem Roller und damit der Aufstieg. Aber wir wollten diesen steilen und gefährlichen Aufstieg sowie die holprige Strecke zurück zum Homestay wirklich ungerne bei Dunkelheit fahren müssen. Also hieß es für uns bei letzter Helligkeit noch den Aufstieg in Angriff nehmen und uns auf den Heimweg machen. Der Aufstieg ging erstaunlicherweise viel schneller und weniger anstrengen als der Abstieg, was vermutlich an der Temperatur lag, denn im Vergleich zum Nachmittag war es schon ein paar Grad abgekühlt. Glück für uns, denn nach nur 15 minuten waren wir wieder auf unserem Roller und machten uns an die Rückfahrt.

Auf halber Strecke begann die Sonne unter zu gehen und bis wir nach wieder einer knappen Stunde zurück an der Unterkunft waren war es komplett dunkel. Nachdem wir uns vom Sand befreit hatten gingen wir Abendessen und ließen den Abend entspannt ausklingen.

Denn der nächste Tag begann wieder früh, um 8 Uhr saßen wir bereits im Tauchresort und frühstückten, um 8:45 Uhr sollte ich für meine Schnorcheltour bereit sein, Sebi hatte bis zum Beginn seiner Tauchtour um 10:30 Uhr etwas mehr Zeit. Wir frühstückten dort lecker, ausgiebig und endlich mal herzhaft und vertrieben uns ein bisschen unsere Zeit. Denn meine Schnorcheltour verspätete sich aufgrund der Ebbe. Fand ich erstmal gar nicht so schlecht, ich bin ja generell ein Mensch der den Tag gerne entspannt angeht, also lieber später als früher.

Schborcheln:

In diesem Fall allerdings hat sie Verspätung ein bisschen die Schnorcheltour ruiniert. Denn kurz bevor wir mit einer vollen Stunde Verspätung aufgebrochen sind, hat sich noch eine 5-köpfige Gruppe Russen spontan zu uns gesellt und dann auch an der Tour teilgenommen. Bis dahin waren wir eine durchmischte Gruppe von 6 Personen der unterschiedlichsten Nationalitäten. Ich mag ja Russen echt gerne, habe einige ganz liebe russische Freunde und Kollegen aber diese 5 haben sich leiser daneben benommen. Sie haben sich dauernd auf die Handtücher, Schuhe etc. von uns anderen gesetzt und haben am ende sogar lebende Korallen aus dem Meer mitgenommen. (Das schlimmste daran war aber, dass die Korallen nachdem sie sie ‚gepflückt‘ hatten gestorben sind und daraufhin einen durchsichtigen Schleim abgesondert haben. Deswegen haben die 5 die korallen dann woeder – tot – ins Meer geworfen weil sie das ekelig fanden.)

Aber gut, zu 11. ging dann die Schnorcheltour nach kurzem Fußmarsch zum Boot los. Leider stand sie auch tiertechnisch unter keinem guten Stern, etwa 1,5 Stunden haben wir bei Mantabay nach Manta Rochen gesucht (wie bereits im letzten Blogbeitrag erwähnt mit einem Durchmesser von bis zu 7m und daher auch vom Boot aus nicht zu übersehen!) aber keine gefunden. Dafür haben wir eine Gruppe Delfine gesehen, zumindest vom Boot aus.

Nachdem wir schlussendlich aufgegeben haben nach Manta Rochen zu suchen durften wir einfach so bei Mantabay ins Wasser. Für die meisten hatte sich das allerdings nach einem kurzen Blick ins Wasser erledigt, denn da waren überall Quallen. Und zwar wirklich überall und wahnsinnig viele! Trotz einer Sichtweite von nur etwa 3 Metern hat man auf einen Blick mindestens 20 Quallen gesehen. Ich dachte ja erstmal das macht nichts, die meisten Quallenarten sind ja harmlos, aber auf Nachfrage zeigte uns unser Guide nach einem Blick ins Wasser seinen Unterarm, an dem er von ebendiesen Quallen erwischt worden war. (Von wegen das ist nur wie ein mückenstich, bei ihm sah das Ergebnis am Arm fast aus wie offene Fleischwunden ?)

Gut, für die meisten von uns war damit der erste (und eigentlich spektakulärste) von den 3 Schnorchelspots gestorben. Weiter ging es zur Christal Bay und was dort auf uns wartete hat für die Warterei und die ärgerlichen anderen Teilnehmer hinweggetröstet. Denn die Unterqasserwelt an der Christal Bay ist gigantisch! So viele Farben und unterschiedliche Fische in jeder nur möglichen Farbe bis hin zu Neon sowie gestreift und gepunktet habe ich noch nie gesehen! Für mich tatsächlich noch ein bisschen beeindruckender als das Schnorcheln am Great Barrier Reef. Denn dort haben wir nur 2 oder 3 Fischarten gesehen, wohingegen hier bestimmt 100 unterwegs waren! ?

Auch der letzte Schnorchelspot könnte mithalten! Hier waren die korallen weniger das Augenmerk, dafür wieder die verschiesensten Fische. Hier vorallem auch verschiedene ganz kleine in großen Scharen.

Zum krönenden Abschluss gab es dann noch am Tauchresort sogar Mittagessen, das ich mir am Morgen bereits aussuchen konnte. Und es war richtig lecker!

Kurz: der Schnorcheltag war toll! Wenn man die Russen ausblendet und hätten wir Mantas gesehen wäre es perfekt gewesen! Und seien wir ehrlich, wo kann man einen halben Tag an 3 verschiedenen Spots schnorcheln gehen und bekommt Getränke und ein Mittagessen für gerade mal gut 17€?!

Tauchen:

Das Tauchen begann etwas später als das Schnorcheln sodass ich die Zeit mit Kaffee trinken und Clash of Clans? überbrückte.

Als es dann mit dem Ankleiden losging kam die Aufregung, denn es war das erste Mal Tauchen seit dem Bestehen des Tauchscheines am Tag der Abreise. Die Tauchgruppe war überschaubar denn mit mir waren wir gerade mal zu fünft (neben mir 2 Slowakinnen, eine Deutsche und ein Russe).

Unsere erste Anlaufstelle von insgesamt zwei Anlaufstellen war Manta Bay. Beim ersten mal Stoppen waren so viele Quallen im Wasser, dass unser Tauchguide die Anweisung herausgab ein Stück weiter zu fahren. Gesagt getan und wir konnten tatsächlich ins Wasser. Ich hatte zu Beginn meine Schwierigkeiten runter zu tauchen, dies legte sich schnell sodass ich entspannt tauchen konnte. Als Partner wurde mir der Russe zu gewiesen, der allerdings deutlich erfahrener war als ich. Ich wäre gerne mit dem Guide tauchen gegangen, aber da wir eine ganz unerfahrene dabei hatten, war der Guide als Partner schon vergeben. Unter Wasser hofften wir auf riesige Mantas, doch leider bekamen wir keine zu Gesicht, dafür ganz viele schöne bunte Korallen und Seesterne .

Nach 35 Minuten war der erste Tauchgang beendet und ich war stolz auf mich, da fast alles ohne Probleme verlief und ich bis dato meine höchste Tiefe von 16,8 Meter gemeistert habe.

Zum zweiten Tauchspot am Chrystal Bay fuhren wir zirka 20 Minuten. Dort ging es mit den gleichen Partner direkt wieder ins Wasser. Diesmal hatte ich mit wesentlich mehr Problemen zu kämpfen da es sich bei dem zweiten Tauchgang um ein Strömungstauchgang handelte. Die Strömung war so stark, das man sich kaum bewegen musste, allerdings hatten wir teilweise auch echt Mühe unten zu bleiben, da die Strömung einen immer an die Oberfläche bringen wollte. Leider ist das entstandene Bildmaterial kaum zu verwerten, da ich am Bord des Schiffes das Unterwassercase der GoPro geöffnet hatte, sodass Wasser eingedrungen ist und die Bilder alle unscharf geworden sind, allerdings möchte ich euch trotzdem die Schildkröte zeigen zeigen, die wir in ca 20 Metern Tiefe gesichtet haben:

Nach einer halben Stunde und einer erreichten Tauchtiefe von fast 23 Metern erfasste mich eine Strömung die mich schnell nach oben brachte. Ich schaffte es gerade noch so einen Sicherheitsstopp von 3 Minuten zu machen bevor an der Oberfläche war. Da ich meinem Tauchpartner kein Zeichen mehr geben konnte, war dieser natürlich sauer auf mich, da er mich unten nicht mehr gefunden hat. Aber glücklicherweise hatte unser Guide gesehen, dass ich nach oben abgetrieben bin. Als alle wieder an Bord waren ging es wieder zurück zur Basis.

Im Fazit fand ich den ersten Tauchgang zu Eingewöhnung ganz gut, aber ohne die Mantas war der Spot sehr langweilig. Die Deutsche war übrigens schon das zweite Mal innerhalb einer Woche dort tauchen, da sie beim ersten mal auch schon keine Mantas gesehen hatte, sie war natürlich am Ende sehr enttäuscht. Der zweite Spot war deutlich interessanter, weil es viel mehr Tiere zu sehen gab. Nur das mit der Strömung ist für Anfänger vielleicht nicht ganz so geeignet. Am Ende hat aber alles geklappt und ich war mega happy. Nun freue ich mich auf die nächsten Tauchgänge!

Nachdem wir nach den Touren wieder vereint waren, holten wir erstmal den Roller an unserem Homestay ab und machten uns auf den Weg zu 2 weiteren Punkten, die wir noch besichtigen wollten. Da wir bereits 15 Uhr hatten waren wir froh, das die beiden quasi direkt nebeneinander lagen. Es ging für uns etwa 17 km und damit eine volle Stunde zum broken beach. Der Weg war wieder genauso kathastrophal wie am Vortag nur dieses mal verfuhren wir uns auch noch. Bzw. eigentlich haben wir uns nicht verfahren, sondern Maps.Me hat uns Trampelpfade als Straßen verkauft und wir landeten dann an einer völlig falschen Ecke:

Zu allem Überfluss hat es uns dann auf dem Weg zurück zur Straße auch noch beide vom Roller gehauen. Aber bis auf einige blaue Flecken ist glücklicherweise nichts passiert. Broken beach war dann für ins auch gar nicht mal so spektakulär, dafür Angel Billabong. Sehr selbst:

Broken Beach oben / Angel Billabong unten

Durch die bereits späte Uhrzeit war hier wieder recht wenig los, auch wenn es trotzdem schwer war mal Fotos zu bekommen je denen kein anderer mit drauf ist. Nach einer Runde planschen und vielen Fotos machten wir uns dann schon wieder auf den Rückweg zum Homestay, wo der lange und anstrengende Tag für uns dann auch gelaufen war.

An Tag 7 stand für uns ein ganz schön länger Reisetag an. Morgends müssten wir erstmal packen, wir checkten aus, fuhren zum Hafen und gaben dort den Roller ab, dann hieß es für uns nach dem Frühstück ab aufs Speedboat Richtung Padangbai. Wieder lief die Überfährt sehr unkompliziert. Angekommen organisierten wir uns unsere Weiterfahrt nach Sanur, also zurück ins sehr touristische Bali. Das ging unkompliziert und schnell, schon 15 Minuten später sollte es für uns losgehen. Also schnell zu unserem damaligen homestay und unsere Sachen abholen. Kaum angekommen fiel uns auf, dass ich die Kamera auf dem Speedboat hätte liegen lassen. Also rannte ich in aller Eile zurück zum Hafen in der Hoffnung dass das Boot noch da ist. War es auch noch, allerdings keine Kamera mehr. Aber ich würde schon mit den Worten „kamera, kamera?“ empfangen, die wurde zwischenzeitlich wohl schon ins Office gebracht, wo ich sie dann auch ohne Probleme wiederbekommen habe.

Jetzt hieß es noch mehr beeilen, weil den Transfer nach Sanur sollten wir ja trotzdem bekommen. Und wie sich herausstellte bekamen wir zu einem Busshuttle-Preis einen Privattransfer. Nach gut einer Stunde kamen wir an, Buchten kurzfristig unsere Unterkunft (zum Glück hatten wir uns vorher schon eine rausgesucht) und begaben uns von dort aus nach einem Kaffee direkt zum Strand. Denn es war gerade einmal 14 Uhr und wir konnten noch einige schöne Stunden am Strand verbringen.

Abends stand für uns wieder Planung an, denn nach dem verkorksten Transfer nach Nusa Penida (wir haben trotz verhandeln und ’super-freundschafts-Rabatt‘ das doppelte vom Normalpreis gezahlt und haben dann noch den falschen Hafen für die Ankunft genannt bekommen) hatten wir nämlich beschlossen Bali zu verlassen. Also planten wir die Weiterreise auf Indonesiens Hauptinsel Java für den kommenden Tag. Abends suchten wir also unsere Möglichkeiten zusammen mit bis und Fähre überzusetzen und dann in Richtung Vulkan Bromo zu kommen.

Am morgen von Tag 8 planten wie spontan um, da fliegen kaum teurer ist, dafür viel bequemer und wir Sparten dadurch einen ganzen Tag. Also Buchten wir für den Abend einen Flug nach Surabaya auf Java von wo aus wie dann am kommenden Tag Richtung Ceromo Lawang und damit in Richtung Bromo weiterreisen wollten. Dann packten wir schnell, denn es war schon wiedr Zeit auszuchecken. Den restlichen Tag verbrachten wir wieder am Strand, denn wir wussten, dass wir auf Java nicht viel Zeit für Strand und Meer haben würden.

Am Abend brachen wir dann auf Richtung Flughafen und auf zu neuen Abenteuern auf Java.

Tage 1 bis 4 in Indonesien

Unser Flug aus Cairns landete spät Abends mit Verspätung gegen 0 Uhr Ortszeit am Flughafen in Denpasar, Bali. UND seit Südamerika gab es für uns erstmals wieder einen Stempel für unseren Reisepass ?

Aufgrund der späten Uhrzeit hatten wir uns dazu entschieden die ersten Nächte in unmittelbarer flughafennähe zu bleiben. Daher entschieden wir uns für das sehr touristische Kuta als unsere erste Station. Nachts vom Flughafen aus dorthin zu kommen stellte sich dann allerdings als gar nicht mal so einfach heraus. Da wir mit der letzten Maschine des Tages gelandet waren und nur noch ein einziger Taxifahrer am Flughafen war, machte der natürlich die Preise. Letztlich zahlten wir für die 5km zur Unterkunft für Indonesien einen völlig überzogenen Preis von 150.000IDR (ca. 8,64€), deutlich mehr als wir mit Grab (so etwas wie Uber 😉 ) gezahlt hätten, aber der Taxifahrer meinte Grab sei sowieso illegal (dem ist aber nicht so). Für die Taxifahrt haben wir mehr gezahlt als pro Nacht für unsere Unterkunft in Kuta zahlen mussten. Am liebsten wäre uns ja gewesen den Flughafentransfer unserer Unterkunft nutzen zu können, denn darauf hatten wir bei Buchung extra geachtet. Leider erfuhren wir nach dem 2. mal anschreiben, dass der Transfer um die Uhrzeit nicht mehr möglich ist. Auch Grab bekamen wir erst eine gute Woche später auf einem Handy installiert, da man dafür eine Handynummer für den Erhalt eines Sicherheitscodes benötigt und kurz vorher unsere Handyverträge ausgelaufen waren und wir beide über keine Handynummer mehr verfügten.

Nun gut, nach verspäteter Landung, Einreise, Gepäckabholung und Transfer kamen wir schließlich gegen 1:30 Uhr in unserem homestay, checkten ein und waren froh schlafen zu können. Denn durch die Zeitverschiebung von 2 Stunden zu Australien war es für uns schon 3:30 Uhr Nachts und entsprechend müde waren wir.

Da es so spät geworden war schliefen wir quasi an unserem ersten richtigen Tag auf Bali erstmal aus und standen gerade so rechtzeitig für das inkludierte Frühstück auf. Im Anschluss ging es für uns einfach nur zum Strand, wo wir noch ein bisschen weiterschliefen, dass tolle Wetter, Strand und Wasser genossen. Der Tag war eigentlich sehr unspektakulär, denn wir lagen wirklich den ganzen Tag am Strand, in der Sonne und lasen oder schliefen, nur unterbrochen von einer Kaffeepause. Was wir jedoch direkt festgestellt haben, ist dass Bali voll von Touristen ist. Haufenweise Australier, Chinesen, Deutsche und Russen.

Erst abends wurde es wieder spannend, wir blieben zwar am Strand aber da dieser westausrichtung hatte und Bali für tolle Sonnenuntergänge bekannt ist, versuchten wir direkt am ersten Abend unser Glück. Rechtzeitig vor Sonnenuntergang saßen wir mit der Kamera im Anschlag bereit. Leider enttäuschte uns der Sonnenuntergang, denn besonders farbenfroh war er nicht.

Also gingen wir in einem Supermarkt um die Ecke und deckten uns mit Wasser und Obst für den kommenden Tag ein. Als wir wieder herauskamen zeigte sich, dass wir vorschnell geurteilt hatten, denn eine habe Stunde verspätet zeigte sich uns dieser atemberaubende Sonnenuntergang:

Verzaubert von diesem Sonnenuntergang gingen wir noch Abendessen, spazierten durch die Nacht zurück zu unserer Unterkunft und gingen früh schlafen.

Am nächsten Morgen um 11 Uhr ging es für uns schon zu unserer nächsten Station auf Bali: nach Ubud. Die Fahrt startete nicht pünktlich und war dann ziemlich abenteuerlich durch enge Straßen mit viel Verkehr und noch mehr Gehupe. Als wir schließlich ankamen hatten wir statt der geplanten 12 Uhr also bereits 13 Uhr und mussten dann noch zu unserem homestay laufen.

Direkt stellten wir fest, dass Ubud noch fast genauso touristisch und überlaufen ist wie Kuta und Umgebung. Aber es waren deutlich angenehmere Touristen, da Ubud für einen alternativen Lebensstil, Cafes und Bars sowie Joga steht. Daher war die Weiterreise nach Ubud für uns definitiv schon mal ein Schritt in die richtige Richtung!

Trotz der verspäteten Anreise war es für einen Reisetag noch sehr früh, sodass wir beschlossen noch einen Waldspaziergang zu machen. Hier in Ubud sogar in einem speziellen Wald: dem Sacred Monkey Forest. In diesem Wald lebt zwar nur eine Affenart, die Javaneraffen, doch davon so viele, dass man sie nicht übersehen oder überhören kann. Aufgrund eines Tipps im Internet nahmen wir noch Bananen für die Affen zum füttern mit, was (wie sich später herausstellte) eigentlich nicht erlaubt ist. Gut, dass wir das erst bei Verlassen des Waldes erfahren haben, die meisten Wärter haben sich daran aber offensichtlich nicht gestört.

Mit den Bananen waren wir jedenfalls ein Highlight für die Affen. Jedes mal wenn man eine Banane gezeigt hat, kamen die Affen angerannt, was zu ein paar witzigen Fotos geführt hat, wie dieses Foto zeigt:

Witzige Fotos einfach, weil ich nicht immer damit gerechnet hab, dass sie so schnell auf mich zu rennen, und dann aber auch so schnell wieder weg sind…Aber es sind auch schöne Fotos von Mensch und Affen entstanden:

Der restliche Tag verging wie im Flug, sodass wir im Anschluss nur noch Abendessen gingen und dann die Abendstunden auf der Terrasse unseres Zimmers genossen.

Der nächste Tag begann etwas früher, denn wir hatten uns einen Roller gemietet und wollten zu den Tegalalang Reisterrassen fahren. Gesagt, getan. Doch die Fahrt war wieder nicht so, wie sie in Deutschland gewesen wäre: 1. Haben wir für 12km fast eine ganze Stunde gebracht, 2. Wird hier ohne Rücksicht auf Verluste gefahren und das ohne Geschwindigkeitsbegrenzung (das erste Geschwindigkeitsschild sollten wir erst knapp 2 Wochen später in Jakarta sehen) und 3. Waren wir einfach noch nie selber Roller gefahren, alleine deshalb war es für uns schon abenteuerlich! Aber nach knapp einer Stunde kamen wir trotzdem am Stück an der Reisterrasse an und durchwanderten diese dann 2 Stunden lang.

Irgendwie erinnerte mich der Besuch der Tegalalang Reisterrassen an unseren Besuch der Salzterrassen Maras bei Cusco, Peru. Einfach vom Aufbau und der Bewässerung her.

Nach unserem Spaziergang durch die Reisterrasse genehmigten wir uns noch einen Smoothie mit Blick auf das satte Grün, bevor es für uns zurück Richtung Ubud ging.

Denn dort sollten wir noch einen Walk mit Aussicht machen. Dieser war leider enttäuschend, hätten wir das gewusst hätten wir eher einen der Wasserfälle rund um Ubud besucht. Doch dieser Walk wurde auch als geführte Tour zu Fuß oder mit dem Fahrrad angeboten, daher hatten wir uns davon durchaus einiges versprochen. Am Ende kam immerhin noch ein typisches Reisfeld, das uns viel ursprünglicher und klassischer als die Reisterrasse vom Vormittag vorkam.

Danach traten wir bereits den Heimweg an, wir hatten echt nicht viel geschafft trotz Roller aber die Fahrtdauer mit Roller darf man trotz geringen Entfernungen echt nicht unterschätzen! Wir gingen also essen, tanken, einkaufen für den nächsten Tag und dann schon zurück zur Unterkunft wo wir den Roller zurückgaben und einen entspannten Abend genossen.

Am nächsten Morgen stand für uns wieder ein Ortswechsel an. Daher packten und frühstückten wir, bevor wir 20 Minuten zu früh (!!) abgeholt wurden. Durch die frohe Abholung kamen wir entsprechend pünktlich in Padangbai an, wo wir nach dem check-in erstmal versuchten die nächsten Tage zu organisieren. Denn hier waren wir am besten Tauchspot, den Indonesien zu bieten hat, also sollte Sebi’s Tauchschein erstmals zum Einsatz kommen. Nachdem wir erfolglos etwa 10 Tauchschulen abgeklappert haben, die uns alle nur sagen konnten, dass sie für den nächsten Tag bereits voll seien aber noch nicht wüssten wie es an den anderen Tagen aussähe, planten wir also um. Denn der besondere Tauchspot mit riesigen Manta Rochen mit bis zu 7m Durchmesser ist eigentlich nicht bei Bali, sondern bei der danebengelegenen Insel Nusa Penida, die wir ohnehin auch besuchen wollten. Also buchen wir uns für den nächsten Morgen eine Überfährt mit dem Speedboat (da die Fähre zu der Zeit kaputt war und nicht fuhr) nach Nusa Penida.

Nachdem ein grober Plan für die nächsten Tage stand, begaben wir uns noch zum white sand beach bei Padangbai, wo wir die Abendsonne und den schönen, ruhigen und endlich deutlich weniger touristischen Strand genossen.

Danach gingen wir Abendessen und begaben uns wieder an die Planung, suchten Tauchschulen auf Nusa Penida raus, buchten eine Unterkunft nahe dem Hafen den unser Speedboat anfahren sollte und freuten uns auf unsere nächste, kleine und hoffentlich weniger touristische Insel.

Tage 20 bis 25 in Australien

Nach unserer letzten Nachtfahrt nach Sydney, der kurzen und unbequemen Nacht und der anschließenden langen Erkältung hatten wir uns so gar nicht auf diese Nachtfahrt von Hervey Bay nach Airlie Beach gefreut. Gut, wer freut sich schon darauf sich in einen Nachtbus zu setzen?! Aber wir hatten da ja jetzt echt unterschiedliche Erfahrungen gemacht. In Südamerika überwiegend sehr gute, in Australien dafür sehr schlechte. Wir waren also gespannt auf die Nacht und wie wir würden schlafen können.

Wir hielten tatsächlich relativ häufig an verschiedenen Stationen um Leute einzusammeln, wir vermissen echt Direktbusse aus Südamerika, und für Pausen. Verhältnismäßig haben wir dafür dann aber recht gut geschlafen!

Als wir gegen 7:30 Uhr am Morgen in Airlie Beach ankamen machten wir uns erstmal auf zum Hostel und hofften, dass wir schon am Morgen einchecken können. Zumindest wollten wir aber unser Gepäck loswerden und dann direkt zum Strand und vielleicht noch ein Stündchen weiterschlafen. Trotz vorheriger Ankündigung unserer Ankunftszeit konnten wir jedoch noch nicht im Hostel einchecken, immerhin aber unser Gepäck unterstellen.

Nach einigem hin und her auf der Suche nach Strand, da Airlie Beach eigentlich über einen ganz kleinen und einen großen Strand verfügt, der allerdings gesperrt war, haben wir uns an die sogenannte Lagune gelegt, ein öffentliches und kostenfreies Freibad. Wir langen also schon vor 9 Uhr am Wasser, in der Sonne, machten ein kleies Frühstücks-Picknick und bis auf unsere Müdigkeit hätte es uns kaum besser gehen können. Aber das ließ sich ja ändern, also Augen zu und noch ein Stündchen Schlaf in der Sonne nachholen ?

Leider hielt das Wetter an diesem Tag nicht so gut, es zog bald zu (was uns nicht weiter störte, in der Sonne war es schon ziemlich warm) und fing dann leider immer wieder an zu nieseln. Es nieselte immer wieder kurz und windete, dann kam wieder die Sonne raus. Eigentlich ließ es sich auch so ganz gut an der Lagune aushalten, zumindest solange wir müde waren. Als sich dann das mit der Müdigkeit erledigt hatte und es immernoch zu früh war um einzuchecken beschlossen wir, dass es für uns Zeit für einen Kaffee wurde. Also suchten wir uns ein kleines nettes Cafe und genehmigten uns einen Kaffee.

Danach verging der Tag wie im Flug, wir checkten in unser Hostel ein, freuten uns über WLAN (wenn auch nur in den allgemeinen Bereichen und nicht auf dem Zimmer) und gingen für die nächsten Tage einkaufen. Achja apropos WLAN…bei einem Blick in unsere Mails stellten wir fest, dass unsere Whitsundays-Segeltour nicht erst an Tag 22 losging, sondern bereits an Tag 21, also morgen! Okay, das war nicht geplant. Vorallem war das Hostel anders gebucht…Na gut, was überstürzte Aufbrüche etc. angeht waren wir ja schon geübt. (Ich wollte gerade leidgeplagt schreiben aber das klingt so negativ, eigentlich sind diese stressigen Situationen immer ziemlich witzig und wir gehen mittlerweile mit viel Humor damit um!).

Nachdem wir mit dem Hostel klären konnten, die 2. Nacht unserer Buchung um einige Tage zu verschieben waren wir nicht mehr nur amüsiert, sondern auch wieder sehr entspannt. Also kochten wir, aßen, packten für unsere Segeltour und gingen früh schlafen, denn der nächste Tag begann für uns sehr früh.

Der Wecker klingelte um 6:40 Uhr (okay, doch nicht ganz so früh aber für uns an diesem Tag zu früh ?), wir richteten uns, gaben direkt um kurz nach 7 unser Gepäck zur Aufbewahrung im Hostel ab, checkten aus, frühstückten und brachen um 7:30 Uhr auf zum Hafen. Denn dort sollten wir uns um 8 Uhr für den Segeltörn treffen. Nach knapp 20 Minuten kamen wir am Hafen an und freuten uns, noch genug Zeit zu haben um uns einen Chai Latte to go zu kaufen, bevor es aufs Boot ging.

Nachdem wir unsere Crew und die anderen Teilnehmer kennengelernt hatten freuten wir uns noch mehr auf die nächsten 2 Tage. Denn: wir hatten eine ultrasympathische Crew mit Humor! Außerdem waren wir (man mag es kaum glauben) die einzigen Deutschen auf dem Boot! Nach unserer Tour im Outback hatten wir mit mindestens 50% Deutschen gerechnet. Und die ganze Truppe war total toll durchmischt mit Leuten von überall, von Brasilien über Australien und Asien bis hin zu (natürlich) vielen Europäern. Und das ganze überwiegend zwischen 18 und 35 Jahren. (Nicht wie so oft in Australien überwiegend junge Deutsche zwischen 18 und 20 Jahren…) Wir hatten also quasi den Jackpot erwischt – für uns zumindest.

Und so segelten wir los, nicht Richtung Sonnenaufgang, sondern Richtung Whitsunday Island. Leider spielte das Wetter erst nicht mit, es regnete immer wieder und windete stark. Auch die Sonne wollte sich erst mal nicht zeigen.

Nach einem Zwischenstopp zum Mittagessen ging es für uns zur Whitsunday Island, einem Highlight dieser Tour und auch unserer 3,5 Wochen in Australien! Denn diese Insel ist unfassbar schön mit ihrem weißen Sand und dem wahnsinnig blauen Wasser.

Besonders einzigartig ist, dass die Insel je nach Tag und Gezeit (von Ebbe bis Flut) immer anders aussieht, da diese Sandstruktur durch das Wasser jeden Tag anders aussieht und je nach Wasserstand farblich unterschiedlich ist.

Was uns auch begeistert hat war, dass wir von diesem Aussichtspunkt da oben im Wasser sogar Rochen und haue sehen konnten! Auch wenn man sie auf unseren Bildern durch die Entfernung nicht gut sehen konnte, haben wir trotzdem versucht das auf Fotos für uns festzuhalten. Denn wo begegnet man schon mal eben Rochen und Haien in Strandnähe?!

Das Wetter hätte sich außerdem deutlich gebessert, sodass wir im Anschluss für ein Stündchen an den Strand gingen, der uns auch mit weißen Sand und diesem klaren blauen Wasser begeistert hat. Leider dürfte man nur mit Neopren-Anzug schwimmen gehen aber die hatten wir zum Glück dabei. Im Wasser selber haben wir dann keine Rochen oder Haie gesehen – leider – aber in einem kleinen Kanal direkt am Strand, den eine ganze Schar Rochen durchschwimmen hat:

Copyright: Lee Li

☝? Das Bild ist außerdem nicht unser eigenes, sondern von einem anderen Teilnehmer mit einer Drohne aufgenommen mit dem wir dort waren.

Nach einiger Zeit am Strand und einigen Fotos, auch mit diesem tollen Baum:

ging es für uns schon wieder zurück aufs Boot. Denn es war schon Zeit für Abendessen, geselliges Beisammensitzen, Sonnenuntergang und später dann sogar Milchstraße schauen. Die Milchstraße hatten wir ja in Neuseeland schon gesehen, so deutlich, wie wir sie seither nicht mehr gesehen haben. Aber bei Whitsunday Island auf dem Segelboot haben wir die Milchstraße von einem Horizont bis zum anderen gesehen. Das muss man sich mal vorstellen (wir konnten es uns vorher nicht vorstellen!) So weit das Auge reicht, nur Milchstraße. Das war der Hammer! Umso mehr haben wir uns gefreut endlich die Einstellungen für die Kamera rauszuhaben, mit denen man die Milchstraße auf Fotos einfangen kann. Leider war das jedoch dieses mal nicht möglich, da wir uns ja auf einem Boot befanden und es die ganze Zeit gewackelt hat ? aber: die Erinnerung zählt, und diesen Anblick werden wir sicher nie mehr vergessen!

Nach einem tollen Tag und diesem magischen Abend gingen wir schlafen und freuten uns auf den nächsten Tag.

Dieser begann für uns erstmals auf einer geführten Tour nicht mit einem Weckruf in aller Frühe, sondern mit ausschlafen! Okay, ausschlafen soweit das eben möglich war, denn ab 6 Uhr waren die Motoren des Segelbootes wieder an und wir steuerten schon auf unseren ersten Schnorchelspot zu. Um 6:20 Uhr gaben wir dann auf zu versuchen weiterzuschlafen und begaben uns an Deck wo uns bereits das Frühstück erwartete: Kaffee und Obst, was gibt es besseres an einem solchen Morgen?!

Gegen 8 Uhr waren wir an unserem ersten Schnorchelspot angekommen und es ging für uns ins kalte Wasser. Aber das war uns egal, denn auf Schnorcheln am Great Barrier Reef hatten wir uns schon vor Reiseantritt im Mai gefreut! Und wir sollten nicht enttäuscht werden – die Farben, die Korallen, die Fische und dieses klare Wasser waren einfach toll!

Leider konnten wir alle keine Schildkröten sehen, obwohl dieser Spot wohl für Schildkröten im Wasser bekannt sein soll… Tatsächlich hat dafür eine der Teilnehmerinnen unserer Tour hier sogar einen gar nicht mal so kleinen Hai gesehen! Da bin ich ehrlichgesagt froh, dass ich ihn nicht zu Gesicht bekommen habe.

Wir konnten uns an alldem gar nicht sattsehen und bekamen daher nicht mit, wie plötzlich 2 Stunden vergangen waren.

Copyright: Matador Whitsundays

☝? Hier noch ein Fremdfoto, ebenfalls mit Drohne aufgenommen vom Koch aus unserer Crew, wie wir alle am planschen und schnorcheln sind. Wer genau hinschaut kann Sebi sogar darauf erkennen, er verschränkt beim schnorcheln nämlich immer die arme hinter dem Rücken ?

Also ging es für uns nach 2 stunden im Wasser zurück aufs Boot und ab zum nächsten Schnorchelspot. Hier erwarteten uns einfach eine Milliarde Fische inklusive riesen-Fisch (dafür das Video bis zum Ende schauen!):

Hier gaben die Korallen zwar nicht so viel her aber die Fische waren echt der Hammer!

Nach der 2. Runde schnorcheln ging es für uns zum Mittagessen zurück aufs Boot und danach schon wieder in Richtung Airlie Beach. Wobei wir auf dem Rückweg noch das Glück hatten, einer riesigen Wasserschildkröte neben dem Segelboot zu begegnen. Und die war echt riesig!

Die restliche Rückfahrt über lagen wir in der Sonne, genossen das angenehme Schaukeln des Bootes (Ich bin ja seekrank aber hätte die beiden Tage über gar keine Probleme. Ja okay, ich habe am ersten Tag 2 Tabletten genommen aber sowohl über Nacht, als auch den gesamten 2. Tag habe ich nichts mehr genommen und es ging mir super!) und ließen es uns bei einer weiteren Runde Obst gut gehen.

Um ca. 17 Uhr waren wir zurück in Airlie Beach am Hafen und machten uns auf den Weg zu unserer Unterkunft, duschten, aßen und freuten uns nach 2 Tagen wieder über WLAN. Abends trafen wir uns nochmal mit dem Großteil unserer Gruppe in einer Bar und verbrachten einen weiteren tollen Abend gemeinsam.

An Tag 23 und unserem letzten in Airlie Beach hieß es für uns dann erstmal ausschlafen, mal wieder packen und auschecken, Gepäck abgeben und früstücken, bevor wir einen weiteren Tag am Strand verbrachten. Dieses mal auch wirklich am Strand, nicht an der Lagune…

Der Tag war tatsächlich sehr unspektakulär, Strandtag halt, bis wir abends nochmal zu einem kurzen Walk von 4km zu einem Aussichtspunkt aufbrachen. Hier wollten wir den Sonnenuntergang schauen, haben aber leider nicht bedacht, dass wir dann den gesamten Weg bei Dunkelheit wieder runterwandern müssen. Trotzdem sind wir zur abendfüllenden den beschwerlichen Weg nach oben zum honeyeater lookout und haben diese tolle Aussicht auf Airlie Beach, Hafen und Inseln genossen. Sind dann aber wieder aufgebrochen, bevor es ganz dunkel war um noch im Hostel vorbeizugehen, abendzuessen, unser Gepäck abzuholen und uns auf den Weg zum Nachtbus (unserem vorerst letzten Nachtbus) nach Cairns zu machen.

Die Fahrt verlief unspektakulär und wir haben ganz gut geschlafen, so gut es eben geht bei nur 8 Stunden Fahrt und Ankunft um 5 Uhr am Morgen. Eigentlich bietet sich die Strecke gar nicht mal so gut an als Nachtfahrt, zumindest nicht bei Abfahrt um 21 Uhr. Gut, wir haben’s trotzdem so gemacht um uns einen Tag und eine Übernachtung zu sparen und damit wir wenigstens noch 2 Tage in Cairns haben.

Direkt nach Ankunft wurden wir am Busbahnhof von unseren Hosts für die kommenden 2 Tage eingesammelt. Grandioserweise wohnten wir wieder bei Freunden von Freunden, was wirklich toll war. Denn wir würden so gastfreundlich empfangen und das ganze Wochenende über eingebunden! Alleine schon die Tatsache, dass sie extra mitten in der Nacht aufgestanden sind um uns um die Uhrzeit einzusammeln! Wirklich toll! Nach nur 10 Minuten Fahrt waren wir schon an unserem zuhause für unsere Zeit in Cairns angekommen und konnten uns nochmal für 2 Stündchen aufs Ohr hauen, bevor wir mit dem Bus für eine Wanderung zum botanischen Garten gefahren sind. Die war leider etwas enttäuschend, da anstrengend durch den Aufstieg, besonders bei den schwül-heißen Wetter, und dann auch noch ohne so richtig schöne Aussicht am Ende. Denn der Ausblick ging in Richtung Flughafen. Und mit botanischen Gärten können wir uns ja generell nicht so anfreunden ?

Hier gab es dazu noch die Besonderheit, dass im Fluss wohl Krokodile frei leben. So ganz ohne Absperrung, dafür mit Warnung vom Fluss weg zu bleiben. Gar nicht mal so einfach wenn der weg direkt daran vorbei führt. Zum Glück also haben wir keine Krokodile gesehen, auch wenn ich gerne mal Salzwasserkrokodile gesehen hätte. (Wenn auch nicht so ohne Abgrenzung etc.!!)

Am Abend gab es Barbecue mit Lamm und im Anschluss haben wir uns ein bisschen mit unserer Weiterreise und Planung beschäftigt. Zudem sind uns 2 Dinge aufgefallen:

1. Haben wir in Australien deutlich weniger Geld ausgegeben als wir geplant hatten (kann auch daran gelegen haben, dass wir nur 3,5 statt geplanten 4 Wochen da waren und wir es nicht nach Fraser Island geschafft haben).

2. Sind Kameras und Zubehör viel günstiger in Australien als in Deutschland und man bekommt die darauf gezahlten Steuern bei Ausreise wieder zurück.

Daher haben wir beschlossen uns was Gutes zu tun und an unserem letzten Tag in Australien ein neues Objektiv zu kaufen. Ein spezielles Ultra-Weitwinkelobjektiv! ? Also fuhren wir mit unseren Hosts, die uns zum Inländerrabatt verhalfen und für uns nachverhandelten in einen Kameraladen in Cairns, wo wir ein richtiges Schnäppchen machten!

Passend hierzu hat sich Sebi mal aufgrund diverser Nachfragen auf unsere gesamte Kameraausrüstung gestürzt und einen Beitrag dazu fertig gemacht, den ihr hier findet.

Im Anschluss an unsere Eroberung sind wir noch zu Cairns‘ Hafen gefahren und danach zum Baden an einen tollen und gar nicht touristischen Wasserfall:

Abends würden wir wieder bekocht (was für eine Gastfreundschaft!!) bevor wir zum Flughafen zu unserer nächsten Station unserer Reise gebracht wurden. Denn von Australien aus ging es abends an Tag 25 noch weiter nach Bali.

Tage 14 bis 19 in Australien

An Tag 14 in Australien hieß es schon wieder Koffer packen, bzw. wir haben gar nicht erst ausgepackt. Doch nicht um Brisbane schon wieder hinter uns zu lassen, sondern um die Unterkunft zu wechseln. Denn wir hatten das Glück 3 Nächte bei Couchsurfern, einem deutsch-australischen Pärchen, unterzukommen, wo wir also am Abend hinfahren sollten. Doch erst stand noch Programm für uns an.

Unseren ersten richtigen Tag in Brisbane verbrachten wir nicht in Brisbane selber, sondern fuhren mit dem Mietwagen ca. 2 Stunden Richtung Süden nach Byron Bay. Von unserem Mietwagen waren wir direkt begeistert, denn es war der modernste und neueste Wagen, den wir bisher als Mietwagen auf unseren Reisen bekommen hatten! Gerade mal 25km gelaufen und er verfügte über Tempomat, Navi (ohne es teuer dazubuchen zu müssen) etc. Unser Ziel für den Tag war also Byron Bay, welches sehr touristisch für einen so kleinen Ort ist, aber einiges zu bieten hat, was wir uns gerne anschauen wollten – Aussichtspunkte, Wale, Küste, Leuchtturm. Und alles in fast fußläufiger Entfernung zum Ort. Besser sogar, es ist alles über einen Wanderweg von etwa 3 Stunden miteinander verbunden.

Wir stellten unser Auto am Stadtrand ab und machten uns zu Fuß auf den Weg. Der Wanderweg war gut ausgebaut und ausgeschildert und daher für uns sehr angenehm, wenn er auch viel bergauf ging. Direkt zu Beginn des Wanderweges kamen wir an mehreren Aussichtspunkten, wie dem Fishermans Lookout vorbei.

Hier machten wir direkt ein kleines Päuschen und genossen die Sonne. Danach führte der Wanderweg weiter bis zum Leuchtturm am Cape Byron. Nicht nur der Leuchtturm an sich war schon ein kleines Highlight, sondern auch der Ausblick auf die Küste und das Meer von unten wie von oben auf dem Leuchtturm.

Wer einen guten Blick hatte, konnte sogar Wale und Delphine vor der Küste sehen.

Doch unser eigentliches Highlight folgte noch, denn ein Stück den Wanderweg weiter bekamen wir einen atemberaubenden Blick auf Strand und Wellen Byron Bays:

Bei diesem Anblick konnten wir es uns nicht nehmen lassen einen kurzen Abstecher zum Strand zu machen. Kaum angekommen braute sich leider ein Unwetter zusammen, sodass wir bald aufbrachen und sogar den letzten Rest des Weges zum Auto sehr schnell gehen mussten bzw. wollten. Von hier aus machten wir uns dann auf den Weg zu unserer neuen Unterkunft.

In unserer neuen Unterkunft angekommen merkten wir direkt, dass wir mit unseren Gastgebern genau auf einer Wellenlänge waren. Wir vergaßen beinahe das Abendessen und quatschen bis spät in die Nacht. Unser Gastgeber hat 2 Jahre in Australien verbracht und machte sich nur eine Woche später auf den Weg für 6 Monate nach Südamerika. Da lag es natürluch nahe sich über seine Erfahrungen in Australien und unsere in Südamerika auszutauschen.

Der nächste Tag war bereits unser letzter Tag mit Mietwagen. Also wollten wir ihn nutzen! Nach einer recht kurzen Nacht (bedingt durch die späte Stunde zu der wir schlafen gingen) und einem entspannten Frühstück brachen wir daher in Richtung Gold Cost auf. Doch Gold Cost selber sowie Surfers Paradise waren gar nicht unser Ziel (insbesondere von Surfers Paradise wurde uns bereits im Vorfeld abgeraten und auch im Laufe unserer Zeit in Australien haben wir nur enttäuschendes davon gehört), sondern die Coombabah Lakes Conservation Area. Wie wahrscheinlich die meisten anderen hatten wir vorher nie etwas davon gehört, doch hier leben viele Kängurus und Koalas frei, sodass wir hofften jeweils einen zu Gesicht zu bekommen.

Kaum hatten wir nach einer guten Stunde Fahrt das Ziel erreicht sichteten wir direkt zu Beginn des Wanderweges bereits die ersten Kängurus:

Später sogar Mamas mit Baby im Beutelchen:

Und das Beste daran war, dass sie sich nicht von uns beirren ließen, sondern einfach taten was sie wollten. Sie aßen, flitzten durch die Gegend oder lagen in der Sonne. Daran merkt man einfach, dass die Tiere in Australien keine Angst vor Menschen haben, weil sie sie nicht haben müssen! Sie können dort für sich leben, ohne dass die Menschen sie ärgern oder ihnen zu nahe kommen. Und das ganz ohne Warnschilder oder Verhaltensregeln.

Die Koalas waren dagegen schon schwieriger zu finden und ehrlichgesagt waren wir ziemlich enttäuscht weil wir erst keine finden konnten. Das ist aber auch gar nicht mal so einfach, da sie meist regungslos in Baumkronen von Eukalyptuabäumen sitzen. Aber Eukalyptusbäume gab es dort überall und meist so dicht beieinanderstehend, dass man die Baumkronen nicht gut einsehen und absuchen konnte. Doch dann hatten wir eine Glückssträhne, nachdem wir endlich einen Koala entdeckt hatten. Er war wach (gar nicht so wahrscheinlich, so viel wie die schlafen), aß und (wir möchten es uns zumindest einbilden) posierte für die Kamera!

Direkt zwei Bäume weiter fanden wir den nächsten, doch er drehte uns den Rücken zu, sodass fotografieren schwierig war. Ein Stück weiter entdeckten wir sogar noch einen dritten Koala, wir gehen zumindest davon aus, dass es einer war. Ein ziemlich wuchtiges, monströses Exemplar, das leider direkt vor der Sonne im Baum saß. Leider gibt’s auch von diesem keine Fotos.

Nach der Wanderung legten wir ziemlich zufrieden einen kurzen Zwischenstopp in einem Cafe ein, tranken Kaffee und aßen Törtchen.

Leider hieß es dann schon wieder für uns den Rückweg nach Brisbane anzutreten, da wir das Auto abgeben mussten. Ab jetzt hieß es also wieder Bus- und Bahnfahren für uns ? auch schon zurück zu unserer Unterkunft…

Am Abend quatschten wir wieder viel mit unseren Gastgebern und wollten in Erfahrung bringen, was wir in dem letzten verbleibenden Tag in Brisbane machen und anschauen sollten. Es stellte sich heraus, dass Brisbane zwar zum Leben und Arbeiten toll sein soll, für uns als Touristen jedoch nicht viel hergibt. Daher beschlossen wir, den nächsten Tag zu nutzen um unsere restliche Zeit in Australien zu planen um danach mit der Planung für Asien beginnen zu können.

Am nächsten Tag war für uns also Planung angesagt, sodass wir die Wohnung nahezu gar nicht verließen, außer um einkaufen zu gehen. Muss auch mal sein, beschlossen wir, wenn man so lange und in so vielen verschiedenen Ländern unterwegs ist!

Tag 17 begann dann wieder ganz entspannt. Denn unser Bus zu unserer nächsten Station in Australien, Hervey Bay, fuhr erst mittags um 12 Uhr. Wir schliefen also aus frühstückten ausgedehnt und packten unsere Sachen, bevor wir uns zu Fuß auf den Weg zum Busbahnhof machten.

Dir 5-stündige Busfahrt verlief entspannt, wenn wir auch froh waren keine Nachtfahrt hinter uns bringen zu müssen. Denn wie sich bei unserer Planung am Vortag herausstellte sollten in unserer letzten Woche in Australien noch 2 Nachtfahrten auf uns zukommen. Durch die Busfahrt verloren wir allerdings fast einen ganzen Tag, sodass wir, im Hostel angekommen, nur noch einkaufen gingen und kochten.

Generell stellte sich Hervey Bay für uns als enttäuschend heraus. Zum einen weil wir schlechtes Wetter hatten, es war viel bewölkt, ab und zu durchsetzt mit Regenschauern. Zum anderen weil wir eigentlich vorhatten eine Tour nach Fraser Island zu machen, was sich jedoch nicht umsetzen ließ. Denn leider waren wir zu einem Nationalfeiertag da (Geburtstag der Queen), an dem keine Touren starteten. Wir waren etwas enttäuscht, wobei (wir wollen ja mal das positive an der Sache sehen) da das Wetter nicht mitspielte hätten wir uns am Ende vermutlich geärgert so viel Geld ausgegeben zu haben, wenn wir eine Tour angetreten hätten die dann verregnet geworden wäre.

So verbrachten wir unsere Zeit soweit möglich am Strand und bei einem tollen Sonnenuntergang an einem gut 1 km langen Steg in Hervey Bay:

bevor wir am Abend von Tag 19 zu unserer Nachtfahrt nach Airlie Beach aufbrachen, wo unser absolutes Australien-Highlight auf uns wartete!

Tage 7 bis 13 in Australien

Nach einer äußerst kurzen Nacht begann unser 7. Tag in Australien bereits um 4:20 Uhr am frühen Morgen. Denn es war nicht nur ein Reisetag, wir hatten sogar eine ziemliche Strecke zurückzulegen! Am Morgen hieß es erstmal richten, die letzten Sachen (Frühstück etc.) einpacken und nach nur 25 Minuten los zum Bus Richtung Innenstadt, von wo aus wir weiter zum Flughafen fuhren. Denn für die Strecke die uns bevorstand wollten und konnten wir dieses mal keinen Bus nehmen ? die Weiterreise führte uns nämlich ca. 2.000km Luftlinie ins Landesinnere, ins Outback.

Am Flughafen waren wir um 5:45 Uhr schnell angekommen und damit eine volle Stunde vor Abflug nach Adelaide. Der Flug war unspektakulär, Inlandsflug halt ? in Adelaide hatten wir dann fast 6 Stunden Aufenthalt, weswegen wir beschlossen den Flughafen zu verlassen und im umliegenden Gewerbegebiet den IKEA aufzusuchen. Dort genehmigten wir uns erstmal einen Kaffee (oder auch 2) sowie eine Zimtschnecke und arbeiteten an unserem Blog. Was aber auch in Australien nicht fehlen darf, wenn man schon mal bei IKEA ist, ist ein Gang durch die Markthalle! Und so kam es, dass wir uns sogar was gekauft haben (kann man ja immer mal brauchen):

Weitere Ausflüge haben wir nicht unternommen und waren daher pünktlich zum Weiterflug zurück am Flughafen. Auch der Weiterflug lief problemlos ab und wir kamen kurz vor 16 Uhr in Alice Springs an. Also haben wir unser Gepäck (vollständig) abgeholt, den Transfer in die Stadt organisiert und waren gegen 17 Uhr an unserer Unterkunft. Nachdem wir unser Zimmer bezogen hatten sind wir von dort allerdings direkt noch in die Stadt aufgebrochen, denn wir wollten unsere Outback-Tour buchen und einkaufen gehen.

Leichter gesagt als getan. Alice Springs ist so ein „Dorf“, sodass um 17 Uhr bereits alle Touristeninformationen und Agenturen geschlossen haben. Also hatten wir keine Chance mehr eine Tour zu buchen. Unser Glück im Unglück war allerdings, dass für die kommenden Tage erstmal kein gutes Wetter im Outback angekündigt war, wir also ohnehin erst 3 Tage später aufbrechen wollten.

Also gingen wir nur einkaufen, kochten und versuchten schon mal online nach Touren zu schauen.

Am nächsten Tag starteten wir in unsere 2. Woche in Australien. Leider immernoch krank. An Tag 8 haben wir daher nahezu gar nichts zustande gebracht und das Hostel nicht verlassen. Ich habe quasi den ganzen Tag geschlafen um wieder fit zu werden. Erst abends haben wir uns wieder daran gemacht, eine Tour fürs Outback zu buchen.

Leider bekamen wir bereits am nächsten Morgen eine Email der Agentur, dass die gebuchte Tour nicht bestätigt werden kann. Also fingen wir morgens an Tag 9 erneut an das Internet nach bezahlbaren und so kurzfristig noch verfügbaren Outback-Touren zu durchforsten. Denn unsere Tour musste zwingend bereits am kommenden Morgen losgehen, damit wir sie vor unserem Weiterflug noch unterbringen konnten. Und – ein Glück – wir haben noch eine Tour gefunden!

Ihr werdet euch jetzt vielleicht fragen, warum wir uns nicht schon viel früher darum gekümmert haben. Und eigentlich habt ihr damit recht. Aber ganz ehrlich, gerade in Südamerika zahlt man im Internet das doppelte von dem Preis, den man vor Ort bezahlt. Daher sind wir mittlerweile generell Fans davon, vor Ort zu buchen. So kann man sich auch die Agenturen selbst anschauen und die Angebote miteinander vergleichen. In Bolivien z.B. waren wir in 4 verschiedenen Agenturen und haben uns das ganze „Paket“ angeschaut bevor wir uns entschieden und die Tour durch die Salzwüste in Uyuni gebucht haben.

Alles gut gegangen, also konnten wir den restlichen Tag gut gelaunt und entspannt angehen lassen. Erstmal gingen wir in den botanischen Garten, wo wir ein wenig spazieren gingen und unser erstes Wallaby sichteten:

Außerdem bestiegen wir einen sehr kleinen Berg für einen schönen Ausblick:

Im Anschluss liefen wir zur Telegrafen-Station Alice Springs, die als touristisches Highlight bekannt sein soll. Weshalb verstehen wir nicht so ganz, für uns war’s nicht so spektakulär ? noch dazu haben wir uns geärgert unser Grillfleisch nicht mitgenommen zu haben, denn hier gab es öffentliche Grillplätze mit Gasgrils. (Generell sind solche öffentlichen Grillplätze eine tolle Sache in ganz Australien. Denn sie sind sauber, kostenfrei, an schönen Ecken gelegen und man hat direkt WCs um die Ecke.)

Für uns hieß es dann abends im Hostel grillen, immerhin, da hatten wir auch einen Grill stehen ?

Außerdem packten wir unsere Sachen, bereiteten schon unser Frühstück für den kommenden Tag vor und gingen ganz ganz früh schlafen, denn der Wecker am nächsten Tag klingelte wieder viel zu früh: um 4:25 Uhr.

Pünktlich um 4:45 Uhr saßen wir bereits im Bus unserer Tour. Doch erstmal hieß es für uns weiterschlafen, denn unsere erste richtige Station war Ayers Rock Stadt/Dorf und damit etwa 400km entfernt. Hier aßen wir zu Mittag und sammelten den Rest unserer Gruppe ein. Hier ist außerdem dieser Schnappschuss entstanden:

Nachmittags gingen wir in ein Aborigine-Museum zu Ayers Rock (Von den Aborigines selbst gestaltet). Hier konnten wir uns ein wenig mit deren Leben im Einklang mit der Natur vertraut machen, bevor wir dann endlich erst zu einem Aussichtspunkt:

und dann zu Ayers Rock selber fuhren. Hier machten wir einen Walk von einigen Kilometern, der durch die trockene Mittagshitze erstaunlich anstrengend war. Doch die Anstrengung hat sich gelohnt! Man kam so nah an Ayers Rock, kpnnte die Höhlen mit Höhenmalereien betreten und alles anfassen. In diesen Höhlen wurden bei den Aborigines die Kinder unterrichtet und die heute noch zu sehenden Malereien waren Bestandteile des Unterrichts.

Das war es, was uns an anderen Stellen dieser Erde so gefehlt hat! Denn mit so viel Kontakt bekommt man ein richtig gutes Feeling für das was Natur und Geschichte da erschaffen haben. Nicht damit zu vergleichen, vor Absperrbädern mehrere Meter entfernt stehen bleiben zu müssen! Außerdem konnte man so aus der Nähe sehen, was das Besteigen des Ayers Rocks (was ja noch erlaubt ist und daher auch zu Hauf gemacht wird, obwohl die ansässigen Aborigines darum bitten dies nicht zu tuen, da der Ayers Rock für die Aborigines heilig ist) mit dem Berg macht: der Berg verliert seine typische rote Farbe uns die Struktur löst sich auf. Daher ist es unserer Meinung nach gut, dass das nur noch bis Oktober 2019 möglich und danach nicht mehr erlaubt ist.

Danach fuhren wir zu unserem Campingplatz für die Nacht von wo aus wir zu einem Aussichtspunkt für den Sonnenuntergang gingen. Hier konnten wir erstmals auch die Olgas, unser Ziel für den kommenden Tag, in ihrer Gänze sehen, denn direkt hinter ihnen ging die Sonne unter:

Ein toller Ausgang für Tag 1 unserer Tour und Tag 10 in Australien!

Doch ganz vorbei war der Tag noch nicht. Zurück am Campingplatz gab es für uns Abendessen und einen geselligen Abend am Lagerfeuer in einer netten, jungen und überwiegend deutschen Runde. Abends dann hieß es für uns schlafen unter dem Sternenhimmel am Lagerfeuer im typisch australischen Swag:

Leider hatten wir fast Vollmond, sodass kein spektakulärer Sternenhimmel zu sehen war ? Die Nacht verbrachten wir sehr angenehm in useren Swags, auch wenn ich (Elena) etwas fror, und das obwohl wir unsere eigenen Schlafsäcke zusätzlich zum wärmen verwendeten.

Am nächsten Morgen wurden wir wieder unangemehm früh um 5 Uhr geweckt. Doch das war nötig, denn nach Frühstück, packen, Aufbruch und einer 30 minütigen Fahrt schauten wir um 6:30 Uhr den Sonnenaufgang hinter Ayers Rock:

Nach diesem gelungenen Start in den Tag ging die Tour direkt weiter zu den Olgas, benannt nach einer deutschen Prinzessin die niemals dort war, unserem Highlight der Outback-Tour! Hier machten wir eine Wanderung, die man zwingend morgends machen sollte, denn nachmittags wird es hier einfach zu heiß. Im australischen Sommer kann man diese Wanderung meist gar nicht machen, da die Gefahr einer Dehydrierung auf der Strecke zu groß ist. Wir waren jedenfalls froh im Frühling hier zu sein und die Wanderung mitmachen zu können. Denn es war einfach beeindruckend!

Vorallem, wenn man bedenkt, dass Ayers Rock und die Olgas mal ein einziger Haufen Sand und Steine waren. Aus dem Sand wurde später durch viel Druck Ayers Rock, aus den Steinen wurden die Olgas. Beide groß und rot und beeindruckend und so so unterschiedlich!

Der restliche Tag war leider recht unspektakulär, denn wir verbrachten ihn nach dem Mittagessen zum Großteil im Busschen um unseren Campingplatz für die kommende Nacht anzufahren. Dieser lag jedoch schon in Richtung unserer letzten Station der Outback-Tour: Kings Canyon. Dieser stand für Tag 3 unserer Tour, Tag 12 in Australien an.

Am Campingplatz angekommen erwartete uns ein Outback-Abendessen vom Feuer: Känguru-Bolognese mit Spaghetti, Knoblauch-Baguette und einem süßen Nachtisch-Brot mit Cookies (leider habe ich schon wieder vergessen wie das hieß…) alles am Feuer zubereitet. Also schlemmten wir und schliefen hinterher vollgefressen wie wir waren richtig richtig gut.

Der nächste Tag begann etwas später, wenn auch immer noch sehr früh, um 5:30 Uhr. Leider zu spät, denn der Plan war nach Frühstück etc. so aufzubrechen, dass wir am Kings Canyon den Sonnenaufgang schauen könnten. Bis wir den Canyon allerdings hochgewandert waren (wohlgemerkt nur 300 Höhenmeter) war die Sonne leider schon aufgegangen.

Dennoch durchwanderten wir den Canyon einige Stunden und machten an einer Oase Pause für Kekse und Äpfel.

Alles in allem der Spot, der uns an den 3 Tagen am wenigsten begeistert hat. Vermutlich sind aber Canyons einfach nicht unseres, der Colca Canyon in Peru, der mit seinen 1.200m Höhe der höchste weltweit ist, konnte uns auch schon nicht begeistern. Dennoch war auch der letzte Tag unserer Outback-Tour wirklich toll!

Nach einem Mittagessen, das mich endlich von meiner Erkältung geheilt hat (es gab Sandwiches und ich habe mir ohne es zu wissen den ultimativen Wasabi-Senf in Mengen auf meines gemacht, sodass meine Nase hinterher frei von allem war – alles weggeätzt ?) traten wir die Rückreise nach Alice Springs an. Unterwegs machten wir allerdings noch an einer Kamelfarm halt, wo es neben Kamelen auch Emus, Kängurus und Wallabys gab.

Dass Kamele hier in Australien lebten wussten wir vorher außerdem beide gar nicht! Aber tatsächlich sind es sogar viel zu viele von ihnen im Outback (wir haben auch einige in freier Wildbahn gesehen), sodass es eine regelrechte Kamelplage gibt und sie in freier Laufbahn getötet werden müssen. Auf einer Farm zu leben ist für sie also gar nicht sooo schlecht. Man möchte es sich zumindest einreden ?

Von hier aus ging es dann endgültig zurück nach Alice Springs, wo wir gegen 17:30 Uhr ankamen. Für uns hieß es nur noch einkaufen, abendessen und schlafen gehen, denn die 3 Tage hatten uns ganz schön geschafft!

Der nächste Tag war dann wieder ein Reisetag, denn unsere Zeit im Outback war schon wieder vorbei und für uns ging es weiter nach Brisbane. Wir schliefen also aus, frühstückten, checkten aus und begaben uns Richtung Flughafen. Natürlich waren wir für einen Inlandsflug viel zu früh am Flughafen, vorallem da dieser sehr klein war (der zweitkleinste auf unserer bisherigen Reise direkt nach Baltra auf den Galapagos-Inseln). Der Flug lief problemlos, wenn auch mit etwas Verspätung, sodass wir am frühen Nachmittag in Brisbane ankamen wo wir endlich wieder mit Mietwagen unterwegs sein würden. Dies nahmen wir in Empfang und begaben uns zu unserer nächsten Unterkunft, bevor wir bei einem Abendessen mit Steak und Burger den Tag und unser Abenteuer ausklingen ließen.

Das nächste Abenteuer stand ja bereits in den Startlöchern!

Tagr 24 bis 28 in Neuseeland

Nach einer entspannten Nacht und einem ausgedehnten Frühstück in Blenheim brachen wir gegen 9 Uhr Richtung Picton zur Fähre auf.

Auf dem Weg zur Südinsel hatten wir den Fehler gemacht, die letzte Fährfahrt des Tages zu buchen, da diese etwas günstiger ist als die früheren Fahrten. Ein Fehler deshalb, da wir von der Fährfahrt durch die Queen Charlotte Meerenge durch den frühen Sonnenuntergang gegen 17:45 Uhr nicht viel hatten. Daher haben wir für die Rückreise zur Nordinsel eine frühere Fährfahrt gebucht.

Kaum waren wir auf der Fähre ging es auch schon los. Und wir waren echt froh dieses mal tagsüber durchzufahren und von der tollen Landschaft auch was sehen zu können!

Glücklicherweise hatten wir Rückenwind und statt 3,5 Stunden bräuchten wir nur knapp 3 Stunden nach Wellington.

Dort angekommen ging es für uns direkt im Auto weiter. Denn wir hatten bis zum Tongariro noch eine Strecke von fast 400km vor uns. Diese legten wir auch ohne größere Zwischenstopps zurück, sodass wir nach einem kurzen Einkauf bereits um 18 Uhr in Tūrangi ankamen. Einen kleinen Zwischenstopp machten wir allerdings doch, um diese tolle Berglandschaft zu fotografieren:

In Tūrangi wohnten wir bei Maoris, Ureinwohnern Neuseelands. Wir lebten dort auf sehr kleinem Raum unter sehr einfachen Verhältnissen, ohne Strom und Heizung, Warmwasser gab es nur bei Tageslicht, eine herkömmliche Toilette gab es gar nicht. Unsere Gastgeberin war auch etwas seltsam, kam uns am Anfang etwas verrückt vor, sagte, jemand würde versuchen sie umzubringen, hätte Rapsöl gekauft, dabei sei das Gift…Wir nahmen es so hin ?

Hier waren wir jedoch mal wieder froh um unsere Schlafsäcke! Zwar hatten wir 2 Wolldecken und eine normale Decke aber wir konnten in unserer Hütte morgens unseren Atem sehen, so kalt war es. Noch dazu zog es kalt rein. Aber unter den Decken und unseren Schlafsäcken haben wir hier geschlafen.

Am nächsten Tag hatten wir eigentlich geplant das Tongariro Alpine Crossing zu machen. Eine Wanderung, die viele Jahre in Folge zur weltbesten Wanderung gewählt wurde. Diese 20km Tageswanderung war auch der Grund, weswegen wir früher zur Südinsel und später einige Tage vor Weiterreise wieder zur Nordinsel aufgebrochen sind. Nun stellte sich jedoch heraus, dass die Strecke bis zu diesem Tag wegen zu viel Schnee komplett gesperrt war und auch jetzt die Wanderung nur mit Guide und entsprechender Ausrüstung möglich ist. Klar, dass die sich das fürstlich bezahlen lassen. Pro Person hätten wir 195 NZ$ (110,81€) für Ausrüstung und Guide bezahlen müssen. Da wir ohnehin schon über Budget lagen war damit diese Wanderung gestorben.

Stattdessen machten wir einen kleinen Tongariro River Walk, der leider recht unspektakulär war:

und fuhren einige Aussichtspunkte auf die Berge an.

Am nächsten Tag ging es für uns bereits weiter nach New Plymouth. Und schon auf der Fahrt bot sich uns eine tolle Aussicht auf Mount Taranaki mit seiner schneebedeckten Spitze.

Wir fuhren noch einen Aussichtspunkt an, es war jedoch zu windig und kalt für den zugehörigen Walk (Sebi hatte leider seine Wind- und Regenjacke in Tūrangi im Zimmer hängen lassen) sodass wir an diesem Abend ohne Walk zur Unterkunft aufbrachen und früh schlafen gingen.

Am nächsten Morgen brachen wir zu Mount Taranaki bereits um 8 Uhr auf. Vor uns lag ein Walk von gut 4 Stunden, mit etlichen Höhenmetern und das am frühen Morgen. Der Wanderweg ging am Anfang ausschließlich über Treppen durch den Wald. Wirklich ausschließlich Treppen. Das haben wir noch die nächsten beiden Tage gespürt! Die Waldstrecke war recht unspektakulär, doch als sich der Wald lichtete hätte man schon eine schöne Aussicht Richtung Meer und Berge.

Doch 15 Minuten vor erreichen des Aussichtspunktes zeigte sich uns der Mount Taranaki bereits in seiner vollen Pracht:

Uns wurde von unserem Host in New Plymouth empfohlen weiter als bis hier

⬆️ gar nicht zu gehen, da danach nur Sumpflandschaft käme. Gut, dass wir uns unser eigenes Bild gemacht haben, denn nach 15 Minuten Abstieg folgte unser Highlight hier, bzw. der Grund dafür, dass Mount Taranaki nach Mount Cook zu unserem 2. Neuseeland-Highlight wurde: ein kleiner Spiegelsee. Noch während des Abstiegs könnten wir uns nicht vorstellen wie sich dieser riesige, majestätische Berg in dem kleinen See spiegeln soll, doch wir wurden eines besseren belehrt!

Wir verbrachten an dem See bestimmt eine Stunde, genossen den Ausblick, saugten ihn in uns auf und machten Unmengen an Fotos.

Den Sonnenuntergang hier zu schauen muss auch eine Wucht sein (Westseite Neuseeland), dachten wir uns, aber so viel Zeit blieb uns nicht, denn am kommenden Tag stand bereits unsere Weiterreise nach Australien an. Also ging es für uns an den Abstieg über denselben Weg, über den wir aufgestiegen waren. Und weiter mit dem Auto nach Thames, dabei könnte wir nochmal die typische neuseeländische Landschaft bewundern:

Eigentlich wollten wir auf Empfehlung einer lieben Mitreisenden, die wir in Greymouth kennengelernt und mit der wir schon einmal einen halben Tag bei den Pancake Rocks verbracht haben, einen Tag auf der Coromandel Halbinsel verbingen. Daher hatten wir uns auch für sie letzte Nacht ein Zimmer in Thames auf der Coromandel Halbinsel genommen. Leider stellte sich jedoch heraus, dass die Cathedral Cove, die wir dort eigentlich anschauen wollten, zur Zeit gesperrt war. Alternative wäre der hot water beach gewesen, von dem wir allerdings noch ein ganzes Stück entfernt waren, insbesondere im Hinblick auf den Weiterflug am Abend, sodass wir die Alternatividee dann auch verwarfen.

Wir verbrachten dort einen sehr entspannten Morgen, schliefen aus, aßen unsere restlichen Lebensmittel nahezu leer machten einen Spaziergang durch den Park und brachen schon nach Auckland auf. Mit wenigen kleinen Zwischenstopps zum tanken etc. fuhren wir durch nach Auckland, aßen noch eine Kleinigkeit, gaben das Auto nach 4 Wochen ab und begaben uns mit den Flughafenshuttle der Mietwagenfirma fast 5 Stunden vor Abflug an den Flughafen. So überpünktlich waren wir noch nie am Flughafen! (Wäre aber auch nicht später gegangen, da der letzte Shuttle der Mietwagenfirma schon um 17 Uhr fährt…)

Und so ging nach 4 Wochen unsere Zeit in Neuseeland zuende. Es war toll, für uns unvergesslich und hoffentlich (ganz sicher) nicht unser letzter Besuch hier!