Tage 1 bis 7 in Thailand

Tage 1 bis 7 in Thailand
Pünktlich um halb 5 Uhr morgens standen wir an der Bushaltestelle bereit von der aus wir um 5 Uhr mit einem Shuttle Richtung Grenze zwischen Malaysia und Thailand aufbrechen sollten. Natürlich war um halb 5 Uhr noch niemand da. Auch um 5 Uhr war weder ein Shuttle Bus vor Ort, noch das Büro der Agentur offen. Klasse. Immerhin hatte sich mittlerweile eine kleine 3-köpfige malaysische Familie zu uns gesellt. Zwar mit der Frage, ob sie hier richtig wären, aber immerhin warteten wir nicht mehr alleine. Endlich um 5:20 Uhr tauchte der Shuttle Bus endlich auf, unser Gepäck wurde eingeladen und wir durften auf einem der kläglichen verbleibenden Sitzplätze Platz nehmen. Natürlich nicht nebeneinander.

Die nächsten Stunden der Fahrt verbrachten wir mit dem Versuch zu schlafen. Doch leider waren wir bereits nach etwa 2 Stunden an der thailändischen Grenze angekommen und wollten nicht mehr weiterschlafen. Zu allem Überfluss fiel uns dann noch ein, dass in Thailand bei Einreise die Ausreise nachgewiesen werden muss. Kein Problem, die Flüge nach Sri Lanka hatten wir bereits gebucht. Allerdings wollten wir ein Chaos wie in Chile besonderer Weiterreise nach Neuseeland vermeiden. Also kümmerten wir uns kurzerhand, während wir quasi schon an der Grenze waren noch schnell online um Visa und um unsere erste Unterkunft in Sri Lanka (da zur Beantragung der Visa erforderlich).

Erst waren wir total hektisch und standen unter Strom. Wäre allerdings gar nicht nötig gewesen, denn vor der Grenze standen wir noch eine gute Stunde im Stau. Gegen 8:20 Uhr stand dann für uns die Ausreise aus Malaysia an, was uns schon mehr als eine ganze Stunde kostete. Dann ging es weiter zur thailändischen Grenze, wo wir wieder eine knappe Stunde verbrachten. Rückblickend hätten wir uns den Stress mit Visa und Unterkunft sparen können, denn an der Grenzkontrolle hat keiner danach gefragt ?.

Nach 3 vollen Stunden Stau und Grenzen machten wir uns dann an die Weiterreise nach Phuket, wo wir nach einer sehr unspektakulären, wenn auch rasanten Fahrt abends um 18 Uhr am Busbahnhof ankamen. Von dort aus schnell mit dem Taxi zum Hotel und dann gab’s endlich leckeres thailändisches Abendessen.

Nach den Anstrengungen des Tages und da Sebi noch immer nicht ganz auf der Höhe war, gingen wir früh schlafen und erfreuten uns nach langer Zeit erstmals wieder an einem richtigen Hotel, das sogar 3 Sterne hatte! ?

Am nächsten Tag hieß es für uns erstmal ausschlafen und ein bisschen planen, was wir auf Phuket überhaupt machen wollten – ja, so verplant sind wir, das wird sich auch bis zum Ende der Reise nicht mehr ändern. ? erst als wir dann hungrig wurden verließen wir das Hotel und gingen frühstücken. Da uns die letzten 2 Wochen der Reise einfach viel zu anstrengend und zu hektisch waren, nirgends waren wir länger als 2 Nächte, bzw. in 2 Wochen waren wir damit im 4. Land angekommen (Indonesien, Singapur, Malaysia und jetzt Thailand). Dafür wollten wir es jetzt in Thailand entspannter angehen lassen, mit ausreichend Zeit zum erholen, Sonne und Strand. Daher fingen wir direkt mit der Erholung an, machten einen Wellnesstag und gönnten uns nach einem erneuten Abstecher ins Hotel pro Person 1,5 Stunden Massage (Thai-Massage und Fußmassage).

Anschließend ging es für uns wieder zurück ins Hotel – Mittagsschlaf.

Zum Sonnenuntergang zogen wir dann nochmal los. Unser Hotel lag etwas außerhalb von Phuket Stadt, weshalb wir es in die Stadt immer recht weit hatten. Allerdings lag es perfekt für den Khao Rang Aussichtspunkt, wo wir den Sonnenuntergang anschauen wollten. Leider hatten wir Pech und der Himmel zog zu, als wir auf dem weg nach oben waren. Vom Sonnenuntergang war daher leider nicht ganz so viel zu sehen.

Leider ging es dann auch noch an zu regnen, sodass wir die Flucht antraten. Wir gingen also zurück zum Hotel, wobei es auf dem weg bereits aufhörte zu regnen. Also machen wir uns direkt auf den Weg in die Stadt zum Abendessen. In Phuket ist außerdem am Wochenende immer ein Nachtmarkt, den wir uns natürlich nicht entgehen lassen wollten. Abendessen war sehr lecker, der Nachtmarkt dafür leider etwas enttäuschend. Trotzdem gingen wir erholt und zufrieden schlafen und freuten uns auf Strand und Entspannung in den nächsten Tagen.

Der nächste Tag begann direkt etwas früher, wir frühstückten in der Stadt und machten uns direkt auf den Weg zum Strand. Und eigentlich gibt es nicht viel zu erzählen, wir lagen echt den ganzen Tag in der Sonne und haben es genossen! Der Strand (Patong Beach) war leider sehr voll und auch nicht so schön wie andere. Aber die Strände der nächsten Tage machten das wieder wett. Abends gingen wir nochmal zum Wochenend-Nachtmarkt, denn der Samstag sollte der Haupttag sein. Und dieses mal haute uns der Markt wirklich um! Nicht nur, dass es viel mehr Stände mit Streetfood, Kleidung etc. gab, es waren auch viel mehr Besucher da, die sich durch die Gässchen drängten. Dieses mal hat uns der Nachtmarkt wirklich gut gefallen!

Am nächsten Tag stand bereits wieder ein Ortswechsel an, denn das Hotel in Phuket Stadt hatten wir nur für 3 Nächte gebucht. Danach ging es für uns nach Patong, wo wir weitere 2 Nächte verbrachten. Mit dem öffentlichen Bus waren wir schnell und unkompliziert in Patong, gingen zum Hotel, checkten ein und brachen direkt zu Fuß auf zum Freedom Beach, der unser Paradise Beach werden sollte (irgendwie hatte ich ihn die letzten Tage schon als Paradise Beach bezeichnet ohne zu wissen, dass er wirklich paradiesisch werden würde). Der Weg war etwas beschwerlich, da man erstmal ein ganzes Stück an der Straße entlang bergauf gehen musste, bevor es durch Staub und Geröll bergab ging. Aber als wir erstmal unten angekommen waren, haute uns der Anblick echt um!

Eine kleine Bucht, kaum Menschen, klares Wasser und weißer Sand. Wirklich paradiesisch! Die Mühen hatten sich also gelohnt und wir waren mehr als froh den beschwerlichen Weg gegangen zu sein. Hier verbrachten wir den restlichen Tag in atemberaubender Kulisse.

Bis es anfing zu regnen und gewittern, was allerdings glücklicherweise nur von kurzer Dauer war. Trotzdem brachen wir kurz vor Sonnenuntergang zum Rückweg auf.

Tag 4 in Thailand sollte etwas abenteuerlich für uns werden. Nachdem nämlich einige Wochen seit unserem letzten Ausflug mit dem Roller auf Nusa Penida vergangen waren, wagten wir uns wieder daran und liehen uns einen Roller für den Tag. Unsere erste Station für den Tag war der Aussichtspunkt Promthep Cape. Doch bereits auf dem weg dorthin gerieten wir in eine Polizeikontrolle. Leider hatten wir einen Roller gemietet, der zu viel Leistung für unseren Führerschein hatte. Denn einen Motorradführerschein haben wir beide nicht ? wir mussten daher 500 Baht (ca. 13,50€) Strafe zahlen und durften weiterfahren. Witzig daran ist: die Strafe gilt für den ganzen Tag, man darf also weiterfahren und kann kein 2. Mal deswegen zur Kasse gebeten werden. Ich glaube das wäre in Deutschland anders!

Als wir dann am Promthep Cape ankamen, waren einige Touristen dort unterwegs. Doch nur oben am Aussichtspunkt, man kann auch ganz nah unten weiterwandern, was wir auch gemacht haben. Dort waren kaum Touristen und wir hätten echt die Ruhe die schöne Aussicht und das Meeresrauschen zu genießen.

Den restlichen Tag stand Strand für uns auf dem Programm – erst der Ya Nui Beach, der uns einfach zu voll war, und dann der Ao Sane Beach, der uns deutlich besser gefallen hat. Hier blieben wir den restlichen Tag bis zum Sonnenuntergang. Zurück nach Patong fuhren wir dann bei Dunkelheit, da die Straßenverhältnisse in Thailand deutlich besser als in Indonesien oder speziell auf Bali oder Nusa Penida war das kein Problem.

Am nächsten Morgen reisten wir bereits weiter nach Koh Phangan – was sich als gar keine gute Entscheidung herausgestellt hat. Schon auf der Fahrt dorthin fing es immer wieder an zu regnen, auch der Transfer selber hat uns ganz schön geschafft, denn wir waren von 8 Uhr morgens bis 19 Uhr abends unterwegs (für 300km). Und kamen dann an bei Regen. Dieser Regen würde uns dort zum Verhängnis. Wir bekamen nämlich die Ausläufer eines Taifuns ab und hatten tagelang nur Regen. Regen und Sturm. Und zwar so stark, dass wir die Bungalow-Anlage gar nicht erst verlassen konnten.

Eigentlich schade, denn die Insel und auch unsere Bungalow-Anlage waren bei gutem Wetter bestimmt richtig schön gewesen!

So aber, und da das Wetter für die kommende Woche noch unverändert bleiben sollte, reisten wir nicht wie geplant nach 3 Nächten weiter nach Koh Tao, sondern bereits einen Tag früher nach Bangkok in den Norden Thailands. Und das am späten Nachmittag an Tag 7 in Thailand – nach wie vor bei strömendem Regen.

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