Tage 5 bis 8 in Malaysia

Ohne Verspätungen kamen wir nach einer sehr kalten Fahrt in Tanah Rata in den Cameron Highlands an und bezogen erstmal unser Zimmer für die nächsten Nächte. Dass die Busfahrt so problemlos und vorallem ohne Verzögerungen vonstatten gegangen war überraschte uns richtig! Denn bisher hatten wir auf jeder Busfahrt in Asien Verspätung! Die pünktliche Ankunft war jedoch gut so, denn leider ging es Sebi nach der Busfahrt nicht besonders gut, vermutlich durch die Klimaanlage, sodass wir den restlichen Abend entspannt angehen lassen wollten, damit er für die nächsten Tage wieder fit sein würde. Da es bereits Abend war, als wir ankamen und nachdem wir eingecheckt hatten, zogen wir direkt los und gingen Abendessen, bevor wir am Abend einen Plan für den nächsten Tag aufstellten – wir sind da ja immer mehr als spontan ?.

Plan war es generell eine Teeplantage zu besuchen und nach viel Zeit in diversen Städten Indonesiens, Singapurs und Malaysias endlich mal wieder in der Natur zu sein und das zu genießen. Da die Cameron Highlands allerdings ganzjährig die regenreichste Region Malaysias ist, hofften wir hierfür zusätzlich auf gutes Wetter oder zumindest auf keinen Regen. Als wir ankamen regnete es zumindest schon mal nicht, auch wenn es wolkenverhangen und ungemütlich war. Das ganze Ende der kurvenreichen Fahrt von Kuala-Lumpur nach Tanah Rata hätte es bereits geregnet.

Am nächsten Morgen hatten wir dann immernoch Hoffnung auf gutes oder zumindest beständiges Wetter. Morgens war es zwar bewölkt, an einigen wenigen Stellen konnte man jedoch blauen Himmel hinter den Wolken ausmachen. Vielleicht sollten wir also Glück haben und noch ein bisschen Sonne abbekommen. Leider nein, leider gar nicht. Wir machten uns am Vormittag nach dem Frühstück auf zum Busbahnhof, wo wir ein Taxi zur Sungai Palas BOH Tea Plantation nahmen. Grab gibt es in den Cameron Highlands leider nicht, dafür haben die Taxen Festpreis und Preisliste hängen am Busbahnhof aus, sodass wir zu einem akzeptablen Preis zur Teeplantage kamen. Der Taxifahrer bot ins so gar an 45 Minuten auf uns zu warten während wir uns die Plantage anschauen und uns dann mit zurück zu nehmem, was wir jedoch dankend ablehnten.

Denn unser Plan war es durch die Teeplantage, über mehrere Aussichtspunkte sowie Mount Brinchang nach Brinchang Stadt zu laufen und von dort aus mit Bus oder Taxi zurück nach Tanah Rata zu fahren. Die Strecke wäre etwa 10km lang gewesen mit etwa 500 Höhenmetern Auf- und wieder Abstieg, sodass wir gesamt 3,5 Stunden Wanderung einplanten. Dafür hätten wir jedoch eine tolle Wanderung mit schönen Aussichten auf Teeplantage und Umgebung bekommen. Doch kaum waren wir angekommen kam wieder alles anders als geplant. Denn dort gab es direkt ein Cafe mit Tee und Kuchen (auch mit sehr speziellen Kuchensorten wie Tee-Cheesecake etc.). Also genehmigten wir uns Tee und Eistee zu Kuchen und dieser tollen Aussicht auf die Teeplantage:

Leider wurde das Wetter nicht besser, ganz im Gegenteil, es war vollständig zugezogen, wenn es auch nicht regnete. Also brachen wir auf und marschierten los, am Rande der Teeplantagen und direkt fing es auch zu nieseln an. Aber Nieselregen hält uns ja nicht mehr auf, wie sagt man so schön: ‚wir sind ja nicht aus Zucker‘.

Als der Regen jedoch stärker wurde beschlossen wir einen früheren und direkteren Abzweig nach Brinchang zu nehmen, wodurch wir uns 2,5km Strecke und vorallem 350 Höhenmeter Auf- und Abstieg sparen wollten. Plötzlich begann es wie aus Eimern zu schütten und wir stellten uns bei erster Gelegenheit schützend im Trockenen unter.

Ab hier war das Glück wieder auf unserer Seite, wenn auch das Wetter erstmal nicht besser wurde. Aber: eine liebe weltreisende 3-köpfige Familie, die aufgrund des schlechten Wetters an derselben Stelle in ihrem Mietwagen abgewartet hatte wie wir, entschied sich zurück zu fahren und bot uns an uns mitzunehmen. Zumindest einen Teil der Strecke – was wir natürluch dankbar annahmen, denn das Wetter hätte sich in den 15 Minuten die wir dort untergestellt waren nicht im geringsten verbesserg. Bos zum Fuß des Berges fuhren wir mit der Familie mit und tauschten uns aus. Dort verabschiedeten wir uns – immernoch dankbar – und bestritten den Rest des Weges von nur noch knapp 4km zu Fuß – der Regen hatte mittlerweile komplett aufgehört! Nach einer guten weiteren Stunde waren wir in Brinchang angekommen und nahmen ein Taxi zurück zu unserer Unterkunft.

Wir waren nicht besonders lange unterwegs, zumindest definitiv nicht so lange wie wir eigentlich geplant hatten, aber der Regen und die Nässe in Kombination mit dem langen Laufen hatten Sebi, der ja ohnehin angeschlagen war, ganz schön geschafft, sodass dieser, zurück in der Unterkunft, froh um ein Päuschen samt Mittagsschlaf war. Danach gingen wir nur Essen und früh schlafen. Denn am nächsten Tag stand schon wieder die Weiterreise an – und das in aller Frühe!

Am nächsten Morgen ging es nach einem schnellen Porridge-Frühstück zum Busbahnhof und ab in den Bus nach Georgetown/Penang. Georgetown sollte, dicht gefolgt von Kuala-Lumpur, unser Malaysia Highlight werden. Um das gesund genießen zu können sorgte Sebi dieses mal vor und setzte sich in langer Kleidung, geschlossenen Schuhen und extra-Fleecejacke in den Bus und schlief die gesamte Fahrt über durch. In Georgetown angekommen ging es ihm jedoch noch nicht besser, sodass wir nach dem Einchecken im Hotel, was zum Glück problemlos vorzeitig möglich war, noch 3 Stunden auf dem Zimmer verbrachten und Sebi weiterhin schlief.

Leider ging es ihm auch nach 3 weiteren Stunden schlafen nicht besser. Außerdem hatten wir das Gefühl, dass er Fieber hat, weshalb wir nachmittags noch zum Arzt gingen. Das war glücklicherweise sehr unkompliziert, der Arzt sprach Englisch und gab uns direkt Medikamente, Vitamine und Antibiotika mit.

Für das alles ☝? haben wir außerdem inklusive Arztbesuch nur 8€ gezahlt!

Den restlichen Tag stand schonen auf dem Programm – das war wichtiger als schon mal die Stadt zu erkunden. Das Hotel verließen wir nur noch um am Abend essen zu gehen.

Auch den nächsten Tag ließen wir entspannt angehen und schliefen aus und frühstückten in Ruhe. Dank der Medikamente (Antibiotika wollte Sebi vorerst noch weglassen und hat sich auf die restlichen Sachen beschränkt) ging es Sebi am nächsten Tag schon deutlich besser. Vorallem das Fieber war rapide gesunken, wenn er sich noch sehr schlapp war und viel hustete. Trotzdem ging es ihm gut genug um die Stadt zu erkunden! Also machen wir uns auf und schauten uns die tolle und abwechslungsreiche Streetart in Georgetown an. Wen auch nicht immer alles wirklich Kunst für uns war, wie bei diesen Exemplaren:

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at Georgetown schon ganz tolle Streetart zu bieten, von den bekannteren Motiven:

Bis zu unbekannteren, neueren Motiven:

Wir waren schlichtweg begeistert! Und wir haben wirklich einige Stunden mit entspanntem schlendern durch die Stadt verbracht, haben jeden Winkel der Stadt nach Kunst oder dem was man so unter Kunst versteht abgesucht, unterbrochen durch einige Pausen zum Verweilen und fotografieren, sowie einem Kaffee/Tee und Postkarten schreiben in einem kleinen Cafe.

Georgetown hat uns wirklich begeistert! Nicht nur die Streetart, wofür Georgetown eben bekannt ist, sondern die gesamte Stadt war super schön! Etwas alternativ, mit vielen Cafes und trotzdem nicht überlaufener als Melakka oder Kuala-Lumpur! Wir haben uns hier wirklich wohlgefühlt und wären gerne eine Nacht länger geblieben. Georgetown sollte unserer Meinung nach auf dem Plan für jeden Malaysiareisenden stehen. Und wer nur einen kurzen Abstecher nach Malaysia macht, sollte statt Kuala-Lumpur (wie es viele machen) lieber Georgetown einen Besuch abstatten! Doch nach einem ruhigen Abend bei gutem (wenn auch unheimlich scharfem) Essen und einer kurzen Nacht ging es am nächsten Morgen in aller Frühe um 5 Uhr schon weiter ins nächste Land unserer Reise. Doch dazu mehr im nächsten Bericht!

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