Tage 1 bis 4 in Malaysia

Wie bereits angekündigt hat das mit dem Transfer nach Malaysia alles nicht so gut geklappt – zeitlich. Denn alles andere war super! Wir hatten VIP-Busse mit nur 24 extragroßen Sitzen mit Massagefunktion etc. Der erste Eindruck war schon mal gut. Auch sind wir pünktlich um 17 Uhr in Singapur abgefahren. Bis zur Grenze war es nicht weit und auch dort ging alles sehr unkompliziert vonstatten! So schnell hatten wir selten 2 neue Stempel für unsere Reisepässe bekommen! Leider hatten wir dann jedoch trotzdem 2 Stunden Aufenthalt an der Grenze, weil wir noch auf Nachzügler gewartet haben, und sind schließlich unvollzählig weitergefahren.

Durch diesen langen Aufenthalt an der Grenze, und sonstige typisch asiatische Verspätungen, kamen wir erst um 22:45 Uhr, statt geplant um 21:00 Uhr in Melakka an. Eigentlich kein Problem, um die Uhrzeit hat man ja keinen Stress, auf Reisen schon gar nicht. Dieses mal hatten wir jedoch ein Hostel gebucht, bei dem der check-in nur bis 22 Uhr möglich ist. Bis wir mit Grab und Sucherei am Hostel waren, hatten wir bereits 23:15 Uhr, die Türen waren verschlossen und wir konnten nicht mehr einchecken.

Glücklicherweise hielt ein Malaysier an und fragte, ob wir noch eine Unterkunft für die Nacht suchen. Und Zack, nach einer kurzen Verhandlung über den Preis hatten wir doch wieder ein Dach über dem Kopf.

Unser erster richtiger Tag in Malaysia begann daher ausgeschlafen und mit unserem check-out. Denn wir zogen erstmal um in unsere eigentliche Unterkunft (die erste Nacht mussten wir zum Glück nicht bezahlen!). Danach gab es für uns ein typisch malaysisches Frühstück: Nasi Lemak Ayam.

Nasi Lemak Ayam ist das Nationalgericht Malaysias und wird hier ganz traditionell zum Frühstück gegessen. Für uns ist das ganz schön gewöhnungsbedürftig – das wäre für uns eher ein Abendessen! Aber das sollte uns in Asien noch mehrfach so gehen ?

Nach dem Frühstück machten wir uns auf und erkundeten die Stadt. Melakka ist besonders für Chinatown bekannt und wird auch von vielen Tagestouristen von Kuala-Lumpur aus besucht. Und zog es allerdings erstmal ans Wasser. Denn Melakka verfügt außerdem über einen Fluss, an einer schönen Flusspromenade mit kleinen, bunten Häuschen und Graffiti.

Doch unser Highlight im Melakka fanden wir, als wir nichts ahnend an dem Fluss entlangspazierten und plötzlich etwas im Wasser von uns weg schwamm, das wir im ersten Moment für ein Krokodil gehalten haben. Mal davon abgesehen, dass in dem Fluss eine riesige Wasserpython leben soll, definitiv leben darin große Echsen:

Teilweise sind sie sogar ein Stück neben uns hergeschwommen.

Danach gingen wir nach Chinatown. Chinatown kann uns leider selten wirklich begeistern, so auch hier. Aber da die Stadt insbesondere für Chinatown bekannt ist und besucht wird hatten wir uns wirklich mehr erwartet. Letztlich ist es kein klassisches Chinatown, denn auch hier sieht man den holländischen Einschlag, den man in ganz Melakka sieht.

Apropos holländischer Einschlag – wir haben hier direkt neben einer Kirche eine Mühle entdeckt:

Als sich der Tag dem Ende entgegen neigte stiegen wir noch hoch zu einem Aussichtspunkt über der Stadt und hofften auf einen schönen Sonnenuntergang. Irgendwie ist das mittlerweile ein bisschen Tradition geworden in jedem Land zu Beginn einen Sonnenuntergang anschauen zu gehen. Und in jedem Land sind sie unterschiedlich!

Dieses mal hatten wir leider Pech, es war sehr zugezogen und daher sah man nicht viel vom Sonnenuntergang! Trotzdem saßen wir da oben ein ganzes Weilchen und genossen die Aussicht. Passend dazu gab es die typischen Gebetsklänge im Hintergrund.

Nach dem Abstieg kehren wir zurück zur Stadt und aßen zu Abend. Singapur hätte uns mit seinen Hawker Centern begeistert, daher waren wir hocherfreut, dass es auch in Malaysia welche gibt. Abendessen am ersten Abend in Malaysia gab es daher im Hawker Center.

Am nächsten Morgen brachen wir für unseren Geschmack wieder viel zu früh auf. Um 7:30 Uhr saßen wir bereits im Grab zum Bahnhof, um 8:30 Uhr saßen wir im Bus nach Kuala-Lumpur. Die Fahrt war kurz und unkompliziert, gegen 11 Uhr waren wir bereits am Bahnhof und kurze Zeit später am Hotel um unsere Sachen unterzustellen. Erstmal brauchten wir dann einen kleinen Snack um uns zu stärken, danach erkundeten wir Chinatown – schon wieder – aber dieses mal wohnten wir mittendrin. Und dieses Chinatown war endlich mal so, wie wir es uns vorgestellt hatten: voll, laut, eng. Überall Verkaufsstände für Krimskrams und dieser Dunst nach fertigem Essen.

Von Chinatown aus gingen wir zu Fuß zum Central Market und schauten uns nach langen, weiten Hosen für mich um. Denn in Kuala-Lumpur stand der erste Tempelbesuch für uns an und dafür wollten wir entsprechend gekleidet sein. Am Central Market würden wir leider nicht fündig, aber wir konnten endlich das Paket nach Deutschland aufgeben, das ich seit Singapur in meinem Handgepäck mit mir herumschleppte. Unsere nächste Station war das Sultan Abdul Samad Building, das uns richtig umgehauen hat!

Das Sultan Abdul Samad Building liegt am Rande des zentral gelegenen Viertels im Kolonialstil und das ganze Viertel war schon superschön!

Leider ist das Sultan Abdul Samad Building nicht für die Öffentlichkeit zugänglich – dabei hätten wir uns das echt gerne von innen angeschaut!

Nachdem wir die unmittelbare Umgebung unserer Unterkunft erkundet hatten machten wir nochmal einen Abstecher zum Hotel um einzuchecken bevor wir uns in die Innenstadt begaben. Hier wollten wir uns noch bei Tageslicht die charakteristische Skyline Kuala-Lumpurs anschauen, insbesondere die Petronas Twin Towers.

Hiernach gingen wir zum Abendessen in die Fressmeile ‚Jalan Alor‘, die quasi als Touristenattraktion ausgegeben wird und auch genau das ist: für Touristen. Gefallen hat es uns dort zum Abendessen nicht, aber nach 200 Metern kamen wir an einem Streetfood-Stand vorbei, an dem sich nur Einheimische aufhielten. Das ist immer ein gutes Zeichen! Also gab es dort streetfood als Abendessen für uns.

Der nächste Tag begann entspannt. Von frühem Aufstehen haben wir uns mittlerweile, sofern nicht nötig, verabschiedet und das schon eigentlich in Neuseeland. Entspannt und ausgeschlafen brachen wir nach dem Frühstück auf zu einem der Kuala-Lumpur Hotspots: den Batu Caves und damit zu unserem ersten Tempelbesuch überhaupt! Mit den Batu Caves haben wir uns als Debüt auch noch einen ganz besonderen Tempel ausgesucht, zwar kennt jeder nur die bunten Treppen am Eingang, der eigentliche Tempel liegt aber in einer Höhle. Und das ist schon ziemlich speziell. Mit der Bahn kamen wir ganz unkompliziert dort hin und fanden auch direkt den von Treppen gesäumten Eingang.

Wir machten uns direkt an den Aufstieg. Bereits auf den Treppen begegneten uns einige Affen, die sich gerne mit uns ablichten ließen und auch sonst keinerlei Angst vor Menschen zu haben scheinen.

Oben besichtigten wir Tempel und Höhle und wir müssen ja sagen, auch wenn der Tempel weniger schön ist als andere, die Location in der Höhle ist unschlagbar!

Dann traten wir den Rückweg in die Stadt an, bzw. zum nächsten Tempel. Glücklicherweise erwies sich eine unserer Umstiegsstationen als Einkaufszentrum, sodass wir uns mit ein paar Klamotten eingedeckt haben. Vorallem mit Wallawalla-Hosen die Tempelgeeignet (mind. Knielang) sind. Damit war ich endlich gerüstet für den nächsten Tempel. Zuerst ging es für uns jedoch nach Little India, durch das wir durchschlenderten und das passenderweise auf dem Weg zum Tempel Thean Hou lag. Der Aufstieg zum Tempel war wieder nicht ohne, vorallem da der Tag unheimlich schwül war! Der Ausblick oben und die ganze Optik der Tempelanlage entschädigte uns jedoch direkt dafür, der Tempel war nämlich richtig schön!

Er war nicht nur einfach schön, sondern lud auch an jeder Ecke zum Fotos machen ein, sodass wir länger als gedacht und beabsichtigt hier blieben.

Vom Tempel aus ließen wir uns dann per Grab abholen und in die Ecke bringen, in der wir den Abend verbrachten: es ging Richtung Innenstadt. Erst gingen wir Abendessen, dann zur Helilounge, einer bar im 52. Stockwerk mit Zugang zu einer Helikopterlandeplatz auf dem Dach, die quasi als Dachterrasse genutzt wurde. Eintritt war keiner zu zahlen, es gab auch keinen Mindestverzehr aber um auf die Dachterrasse zu dürfen musste man zumindest ein Getränk bestellen. Kein Problem! Mit einem Cocktail pro Person ging es für uns also hoch auf die Landeplatz, wo wir den milden Abend, leckere Cocktails und die Aussicht auf die Skyline Kuala-Lumpurs genossen.

Anschließend waren wir noch mal an den Petronas Tower:

Der nächste Tag war auch bereits unser Abreisetag aus Kuala-Lumpur. Doch bevor wir uns mittags auf den Weg in die Cameron Highlands machten, wollten wir nochmal zum Sultan Abdul Samad Building. Auch wenn man das nicht betreten durfte hatten wir die Hoffnung aus dem nebenan gelegenen Textilmuseum einen besseren Blick darauf zu bekommen. Die Hoffnung war leider vergebens, doch das stellten wir erst fest, nachdem wir das Textilmuseum bereits alibimäßig besichtigt hatten. Danach ging es dann zurück ins Hotel, auschecken und ab zum Busbahnhof in den Bus zu den Cameron Highlands ☺.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.