Tage 1 bis 4 in Indonesien

Unser Flug aus Cairns landete spät Abends mit Verspätung gegen 0 Uhr Ortszeit am Flughafen in Denpasar, Bali. UND seit Südamerika gab es für uns erstmals wieder einen Stempel für unseren Reisepass ?

Aufgrund der späten Uhrzeit hatten wir uns dazu entschieden die ersten Nächte in unmittelbarer flughafennähe zu bleiben. Daher entschieden wir uns für das sehr touristische Kuta als unsere erste Station. Nachts vom Flughafen aus dorthin zu kommen stellte sich dann allerdings als gar nicht mal so einfach heraus. Da wir mit der letzten Maschine des Tages gelandet waren und nur noch ein einziger Taxifahrer am Flughafen war, machte der natürlich die Preise. Letztlich zahlten wir für die 5km zur Unterkunft für Indonesien einen völlig überzogenen Preis von 150.000IDR (ca. 8,64€), deutlich mehr als wir mit Grab (so etwas wie Uber 😉 ) gezahlt hätten, aber der Taxifahrer meinte Grab sei sowieso illegal (dem ist aber nicht so). Für die Taxifahrt haben wir mehr gezahlt als pro Nacht für unsere Unterkunft in Kuta zahlen mussten. Am liebsten wäre uns ja gewesen den Flughafentransfer unserer Unterkunft nutzen zu können, denn darauf hatten wir bei Buchung extra geachtet. Leider erfuhren wir nach dem 2. mal anschreiben, dass der Transfer um die Uhrzeit nicht mehr möglich ist. Auch Grab bekamen wir erst eine gute Woche später auf einem Handy installiert, da man dafür eine Handynummer für den Erhalt eines Sicherheitscodes benötigt und kurz vorher unsere Handyverträge ausgelaufen waren und wir beide über keine Handynummer mehr verfügten.

Nun gut, nach verspäteter Landung, Einreise, Gepäckabholung und Transfer kamen wir schließlich gegen 1:30 Uhr in unserem homestay, checkten ein und waren froh schlafen zu können. Denn durch die Zeitverschiebung von 2 Stunden zu Australien war es für uns schon 3:30 Uhr Nachts und entsprechend müde waren wir.

Da es so spät geworden war schliefen wir quasi an unserem ersten richtigen Tag auf Bali erstmal aus und standen gerade so rechtzeitig für das inkludierte Frühstück auf. Im Anschluss ging es für uns einfach nur zum Strand, wo wir noch ein bisschen weiterschliefen, dass tolle Wetter, Strand und Wasser genossen. Der Tag war eigentlich sehr unspektakulär, denn wir lagen wirklich den ganzen Tag am Strand, in der Sonne und lasen oder schliefen, nur unterbrochen von einer Kaffeepause. Was wir jedoch direkt festgestellt haben, ist dass Bali voll von Touristen ist. Haufenweise Australier, Chinesen, Deutsche und Russen.

Erst abends wurde es wieder spannend, wir blieben zwar am Strand aber da dieser westausrichtung hatte und Bali für tolle Sonnenuntergänge bekannt ist, versuchten wir direkt am ersten Abend unser Glück. Rechtzeitig vor Sonnenuntergang saßen wir mit der Kamera im Anschlag bereit. Leider enttäuschte uns der Sonnenuntergang, denn besonders farbenfroh war er nicht.

Also gingen wir in einem Supermarkt um die Ecke und deckten uns mit Wasser und Obst für den kommenden Tag ein. Als wir wieder herauskamen zeigte sich, dass wir vorschnell geurteilt hatten, denn eine habe Stunde verspätet zeigte sich uns dieser atemberaubende Sonnenuntergang:

Verzaubert von diesem Sonnenuntergang gingen wir noch Abendessen, spazierten durch die Nacht zurück zu unserer Unterkunft und gingen früh schlafen.

Am nächsten Morgen um 11 Uhr ging es für uns schon zu unserer nächsten Station auf Bali: nach Ubud. Die Fahrt startete nicht pünktlich und war dann ziemlich abenteuerlich durch enge Straßen mit viel Verkehr und noch mehr Gehupe. Als wir schließlich ankamen hatten wir statt der geplanten 12 Uhr also bereits 13 Uhr und mussten dann noch zu unserem homestay laufen.

Direkt stellten wir fest, dass Ubud noch fast genauso touristisch und überlaufen ist wie Kuta und Umgebung. Aber es waren deutlich angenehmere Touristen, da Ubud für einen alternativen Lebensstil, Cafes und Bars sowie Joga steht. Daher war die Weiterreise nach Ubud für uns definitiv schon mal ein Schritt in die richtige Richtung!

Trotz der verspäteten Anreise war es für einen Reisetag noch sehr früh, sodass wir beschlossen noch einen Waldspaziergang zu machen. Hier in Ubud sogar in einem speziellen Wald: dem Sacred Monkey Forest. In diesem Wald lebt zwar nur eine Affenart, die Javaneraffen, doch davon so viele, dass man sie nicht übersehen oder überhören kann. Aufgrund eines Tipps im Internet nahmen wir noch Bananen für die Affen zum füttern mit, was (wie sich später herausstellte) eigentlich nicht erlaubt ist. Gut, dass wir das erst bei Verlassen des Waldes erfahren haben, die meisten Wärter haben sich daran aber offensichtlich nicht gestört.

Mit den Bananen waren wir jedenfalls ein Highlight für die Affen. Jedes mal wenn man eine Banane gezeigt hat, kamen die Affen angerannt, was zu ein paar witzigen Fotos geführt hat, wie dieses Foto zeigt:

Witzige Fotos einfach, weil ich nicht immer damit gerechnet hab, dass sie so schnell auf mich zu rennen, und dann aber auch so schnell wieder weg sind…Aber es sind auch schöne Fotos von Mensch und Affen entstanden:

Der restliche Tag verging wie im Flug, sodass wir im Anschluss nur noch Abendessen gingen und dann die Abendstunden auf der Terrasse unseres Zimmers genossen.

Der nächste Tag begann etwas früher, denn wir hatten uns einen Roller gemietet und wollten zu den Tegalalang Reisterrassen fahren. Gesagt, getan. Doch die Fahrt war wieder nicht so, wie sie in Deutschland gewesen wäre: 1. Haben wir für 12km fast eine ganze Stunde gebracht, 2. Wird hier ohne Rücksicht auf Verluste gefahren und das ohne Geschwindigkeitsbegrenzung (das erste Geschwindigkeitsschild sollten wir erst knapp 2 Wochen später in Jakarta sehen) und 3. Waren wir einfach noch nie selber Roller gefahren, alleine deshalb war es für uns schon abenteuerlich! Aber nach knapp einer Stunde kamen wir trotzdem am Stück an der Reisterrasse an und durchwanderten diese dann 2 Stunden lang.

Irgendwie erinnerte mich der Besuch der Tegalalang Reisterrassen an unseren Besuch der Salzterrassen Maras bei Cusco, Peru. Einfach vom Aufbau und der Bewässerung her.

Nach unserem Spaziergang durch die Reisterrasse genehmigten wir uns noch einen Smoothie mit Blick auf das satte Grün, bevor es für uns zurück Richtung Ubud ging.

Denn dort sollten wir noch einen Walk mit Aussicht machen. Dieser war leider enttäuschend, hätten wir das gewusst hätten wir eher einen der Wasserfälle rund um Ubud besucht. Doch dieser Walk wurde auch als geführte Tour zu Fuß oder mit dem Fahrrad angeboten, daher hatten wir uns davon durchaus einiges versprochen. Am Ende kam immerhin noch ein typisches Reisfeld, das uns viel ursprünglicher und klassischer als die Reisterrasse vom Vormittag vorkam.

Danach traten wir bereits den Heimweg an, wir hatten echt nicht viel geschafft trotz Roller aber die Fahrtdauer mit Roller darf man trotz geringen Entfernungen echt nicht unterschätzen! Wir gingen also essen, tanken, einkaufen für den nächsten Tag und dann schon zurück zur Unterkunft wo wir den Roller zurückgaben und einen entspannten Abend genossen.

Am nächsten Morgen stand für uns wieder ein Ortswechsel an. Daher packten und frühstückten wir, bevor wir 20 Minuten zu früh (!!) abgeholt wurden. Durch die frohe Abholung kamen wir entsprechend pünktlich in Padangbai an, wo wir nach dem check-in erstmal versuchten die nächsten Tage zu organisieren. Denn hier waren wir am besten Tauchspot, den Indonesien zu bieten hat, also sollte Sebi’s Tauchschein erstmals zum Einsatz kommen. Nachdem wir erfolglos etwa 10 Tauchschulen abgeklappert haben, die uns alle nur sagen konnten, dass sie für den nächsten Tag bereits voll seien aber noch nicht wüssten wie es an den anderen Tagen aussähe, planten wir also um. Denn der besondere Tauchspot mit riesigen Manta Rochen mit bis zu 7m Durchmesser ist eigentlich nicht bei Bali, sondern bei der danebengelegenen Insel Nusa Penida, die wir ohnehin auch besuchen wollten. Also buchen wir uns für den nächsten Morgen eine Überfährt mit dem Speedboat (da die Fähre zu der Zeit kaputt war und nicht fuhr) nach Nusa Penida.

Nachdem ein grober Plan für die nächsten Tage stand, begaben wir uns noch zum white sand beach bei Padangbai, wo wir die Abendsonne und den schönen, ruhigen und endlich deutlich weniger touristischen Strand genossen.

Danach gingen wir Abendessen und begaben uns wieder an die Planung, suchten Tauchschulen auf Nusa Penida raus, buchten eine Unterkunft nahe dem Hafen den unser Speedboat anfahren sollte und freuten uns auf unsere nächste, kleine und hoffentlich weniger touristische Insel.

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