Tage 14 bis 19 in Australien

An Tag 14 in Australien hieß es schon wieder Koffer packen, bzw. wir haben gar nicht erst ausgepackt. Doch nicht um Brisbane schon wieder hinter uns zu lassen, sondern um die Unterkunft zu wechseln. Denn wir hatten das Glück 3 Nächte bei Couchsurfern, einem deutsch-australischen Pärchen, unterzukommen, wo wir also am Abend hinfahren sollten. Doch erst stand noch Programm für uns an.

Unseren ersten richtigen Tag in Brisbane verbrachten wir nicht in Brisbane selber, sondern fuhren mit dem Mietwagen ca. 2 Stunden Richtung Süden nach Byron Bay. Von unserem Mietwagen waren wir direkt begeistert, denn es war der modernste und neueste Wagen, den wir bisher als Mietwagen auf unseren Reisen bekommen hatten! Gerade mal 25km gelaufen und er verfügte über Tempomat, Navi (ohne es teuer dazubuchen zu müssen) etc. Unser Ziel für den Tag war also Byron Bay, welches sehr touristisch für einen so kleinen Ort ist, aber einiges zu bieten hat, was wir uns gerne anschauen wollten – Aussichtspunkte, Wale, Küste, Leuchtturm. Und alles in fast fußläufiger Entfernung zum Ort. Besser sogar, es ist alles über einen Wanderweg von etwa 3 Stunden miteinander verbunden.

Wir stellten unser Auto am Stadtrand ab und machten uns zu Fuß auf den Weg. Der Wanderweg war gut ausgebaut und ausgeschildert und daher für uns sehr angenehm, wenn er auch viel bergauf ging. Direkt zu Beginn des Wanderweges kamen wir an mehreren Aussichtspunkten, wie dem Fishermans Lookout vorbei.

Hier machten wir direkt ein kleines Päuschen und genossen die Sonne. Danach führte der Wanderweg weiter bis zum Leuchtturm am Cape Byron. Nicht nur der Leuchtturm an sich war schon ein kleines Highlight, sondern auch der Ausblick auf die Küste und das Meer von unten wie von oben auf dem Leuchtturm.

Wer einen guten Blick hatte, konnte sogar Wale und Delphine vor der Küste sehen.

Doch unser eigentliches Highlight folgte noch, denn ein Stück den Wanderweg weiter bekamen wir einen atemberaubenden Blick auf Strand und Wellen Byron Bays:

Bei diesem Anblick konnten wir es uns nicht nehmen lassen einen kurzen Abstecher zum Strand zu machen. Kaum angekommen braute sich leider ein Unwetter zusammen, sodass wir bald aufbrachen und sogar den letzten Rest des Weges zum Auto sehr schnell gehen mussten bzw. wollten. Von hier aus machten wir uns dann auf den Weg zu unserer neuen Unterkunft.

In unserer neuen Unterkunft angekommen merkten wir direkt, dass wir mit unseren Gastgebern genau auf einer Wellenlänge waren. Wir vergaßen beinahe das Abendessen und quatschen bis spät in die Nacht. Unser Gastgeber hat 2 Jahre in Australien verbracht und machte sich nur eine Woche später auf den Weg für 6 Monate nach Südamerika. Da lag es natürluch nahe sich über seine Erfahrungen in Australien und unsere in Südamerika auszutauschen.

Der nächste Tag war bereits unser letzter Tag mit Mietwagen. Also wollten wir ihn nutzen! Nach einer recht kurzen Nacht (bedingt durch die späte Stunde zu der wir schlafen gingen) und einem entspannten Frühstück brachen wir daher in Richtung Gold Cost auf. Doch Gold Cost selber sowie Surfers Paradise waren gar nicht unser Ziel (insbesondere von Surfers Paradise wurde uns bereits im Vorfeld abgeraten und auch im Laufe unserer Zeit in Australien haben wir nur enttäuschendes davon gehört), sondern die Coombabah Lakes Conservation Area. Wie wahrscheinlich die meisten anderen hatten wir vorher nie etwas davon gehört, doch hier leben viele Kängurus und Koalas frei, sodass wir hofften jeweils einen zu Gesicht zu bekommen.

Kaum hatten wir nach einer guten Stunde Fahrt das Ziel erreicht sichteten wir direkt zu Beginn des Wanderweges bereits die ersten Kängurus:

Später sogar Mamas mit Baby im Beutelchen:

Und das Beste daran war, dass sie sich nicht von uns beirren ließen, sondern einfach taten was sie wollten. Sie aßen, flitzten durch die Gegend oder lagen in der Sonne. Daran merkt man einfach, dass die Tiere in Australien keine Angst vor Menschen haben, weil sie sie nicht haben müssen! Sie können dort für sich leben, ohne dass die Menschen sie ärgern oder ihnen zu nahe kommen. Und das ganz ohne Warnschilder oder Verhaltensregeln.

Die Koalas waren dagegen schon schwieriger zu finden und ehrlichgesagt waren wir ziemlich enttäuscht weil wir erst keine finden konnten. Das ist aber auch gar nicht mal so einfach, da sie meist regungslos in Baumkronen von Eukalyptuabäumen sitzen. Aber Eukalyptusbäume gab es dort überall und meist so dicht beieinanderstehend, dass man die Baumkronen nicht gut einsehen und absuchen konnte. Doch dann hatten wir eine Glückssträhne, nachdem wir endlich einen Koala entdeckt hatten. Er war wach (gar nicht so wahrscheinlich, so viel wie die schlafen), aß und (wir möchten es uns zumindest einbilden) posierte für die Kamera!

Direkt zwei Bäume weiter fanden wir den nächsten, doch er drehte uns den Rücken zu, sodass fotografieren schwierig war. Ein Stück weiter entdeckten wir sogar noch einen dritten Koala, wir gehen zumindest davon aus, dass es einer war. Ein ziemlich wuchtiges, monströses Exemplar, das leider direkt vor der Sonne im Baum saß. Leider gibt’s auch von diesem keine Fotos.

Nach der Wanderung legten wir ziemlich zufrieden einen kurzen Zwischenstopp in einem Cafe ein, tranken Kaffee und aßen Törtchen.

Leider hieß es dann schon wieder für uns den Rückweg nach Brisbane anzutreten, da wir das Auto abgeben mussten. Ab jetzt hieß es also wieder Bus- und Bahnfahren für uns ? auch schon zurück zu unserer Unterkunft…

Am Abend quatschten wir wieder viel mit unseren Gastgebern und wollten in Erfahrung bringen, was wir in dem letzten verbleibenden Tag in Brisbane machen und anschauen sollten. Es stellte sich heraus, dass Brisbane zwar zum Leben und Arbeiten toll sein soll, für uns als Touristen jedoch nicht viel hergibt. Daher beschlossen wir, den nächsten Tag zu nutzen um unsere restliche Zeit in Australien zu planen um danach mit der Planung für Asien beginnen zu können.

Am nächsten Tag war für uns also Planung angesagt, sodass wir die Wohnung nahezu gar nicht verließen, außer um einkaufen zu gehen. Muss auch mal sein, beschlossen wir, wenn man so lange und in so vielen verschiedenen Ländern unterwegs ist!

Tag 17 begann dann wieder ganz entspannt. Denn unser Bus zu unserer nächsten Station in Australien, Hervey Bay, fuhr erst mittags um 12 Uhr. Wir schliefen also aus frühstückten ausgedehnt und packten unsere Sachen, bevor wir uns zu Fuß auf den Weg zum Busbahnhof machten.

Dir 5-stündige Busfahrt verlief entspannt, wenn wir auch froh waren keine Nachtfahrt hinter uns bringen zu müssen. Denn wie sich bei unserer Planung am Vortag herausstellte sollten in unserer letzten Woche in Australien noch 2 Nachtfahrten auf uns zukommen. Durch die Busfahrt verloren wir allerdings fast einen ganzen Tag, sodass wir, im Hostel angekommen, nur noch einkaufen gingen und kochten.

Generell stellte sich Hervey Bay für uns als enttäuschend heraus. Zum einen weil wir schlechtes Wetter hatten, es war viel bewölkt, ab und zu durchsetzt mit Regenschauern. Zum anderen weil wir eigentlich vorhatten eine Tour nach Fraser Island zu machen, was sich jedoch nicht umsetzen ließ. Denn leider waren wir zu einem Nationalfeiertag da (Geburtstag der Queen), an dem keine Touren starteten. Wir waren etwas enttäuscht, wobei (wir wollen ja mal das positive an der Sache sehen) da das Wetter nicht mitspielte hätten wir uns am Ende vermutlich geärgert so viel Geld ausgegeben zu haben, wenn wir eine Tour angetreten hätten die dann verregnet geworden wäre.

So verbrachten wir unsere Zeit soweit möglich am Strand und bei einem tollen Sonnenuntergang an einem gut 1 km langen Steg in Hervey Bay:

bevor wir am Abend von Tag 19 zu unserer Nachtfahrt nach Airlie Beach aufbrachen, wo unser absolutes Australien-Highlight auf uns wartete!

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