Tage 7 bis 13 in Australien

Nach einer äußerst kurzen Nacht begann unser 7. Tag in Australien bereits um 4:20 Uhr am frühen Morgen. Denn es war nicht nur ein Reisetag, wir hatten sogar eine ziemliche Strecke zurückzulegen! Am Morgen hieß es erstmal richten, die letzten Sachen (Frühstück etc.) einpacken und nach nur 25 Minuten los zum Bus Richtung Innenstadt, von wo aus wir weiter zum Flughafen fuhren. Denn für die Strecke die uns bevorstand wollten und konnten wir dieses mal keinen Bus nehmen ? die Weiterreise führte uns nämlich ca. 2.000km Luftlinie ins Landesinnere, ins Outback.

Am Flughafen waren wir um 5:45 Uhr schnell angekommen und damit eine volle Stunde vor Abflug nach Adelaide. Der Flug war unspektakulär, Inlandsflug halt ? in Adelaide hatten wir dann fast 6 Stunden Aufenthalt, weswegen wir beschlossen den Flughafen zu verlassen und im umliegenden Gewerbegebiet den IKEA aufzusuchen. Dort genehmigten wir uns erstmal einen Kaffee (oder auch 2) sowie eine Zimtschnecke und arbeiteten an unserem Blog. Was aber auch in Australien nicht fehlen darf, wenn man schon mal bei IKEA ist, ist ein Gang durch die Markthalle! Und so kam es, dass wir uns sogar was gekauft haben (kann man ja immer mal brauchen):

Weitere Ausflüge haben wir nicht unternommen und waren daher pünktlich zum Weiterflug zurück am Flughafen. Auch der Weiterflug lief problemlos ab und wir kamen kurz vor 16 Uhr in Alice Springs an. Also haben wir unser Gepäck (vollständig) abgeholt, den Transfer in die Stadt organisiert und waren gegen 17 Uhr an unserer Unterkunft. Nachdem wir unser Zimmer bezogen hatten sind wir von dort allerdings direkt noch in die Stadt aufgebrochen, denn wir wollten unsere Outback-Tour buchen und einkaufen gehen.

Leichter gesagt als getan. Alice Springs ist so ein „Dorf“, sodass um 17 Uhr bereits alle Touristeninformationen und Agenturen geschlossen haben. Also hatten wir keine Chance mehr eine Tour zu buchen. Unser Glück im Unglück war allerdings, dass für die kommenden Tage erstmal kein gutes Wetter im Outback angekündigt war, wir also ohnehin erst 3 Tage später aufbrechen wollten.

Also gingen wir nur einkaufen, kochten und versuchten schon mal online nach Touren zu schauen.

Am nächsten Tag starteten wir in unsere 2. Woche in Australien. Leider immernoch krank. An Tag 8 haben wir daher nahezu gar nichts zustande gebracht und das Hostel nicht verlassen. Ich habe quasi den ganzen Tag geschlafen um wieder fit zu werden. Erst abends haben wir uns wieder daran gemacht, eine Tour fürs Outback zu buchen.

Leider bekamen wir bereits am nächsten Morgen eine Email der Agentur, dass die gebuchte Tour nicht bestätigt werden kann. Also fingen wir morgens an Tag 9 erneut an das Internet nach bezahlbaren und so kurzfristig noch verfügbaren Outback-Touren zu durchforsten. Denn unsere Tour musste zwingend bereits am kommenden Morgen losgehen, damit wir sie vor unserem Weiterflug noch unterbringen konnten. Und – ein Glück – wir haben noch eine Tour gefunden!

Ihr werdet euch jetzt vielleicht fragen, warum wir uns nicht schon viel früher darum gekümmert haben. Und eigentlich habt ihr damit recht. Aber ganz ehrlich, gerade in Südamerika zahlt man im Internet das doppelte von dem Preis, den man vor Ort bezahlt. Daher sind wir mittlerweile generell Fans davon, vor Ort zu buchen. So kann man sich auch die Agenturen selbst anschauen und die Angebote miteinander vergleichen. In Bolivien z.B. waren wir in 4 verschiedenen Agenturen und haben uns das ganze „Paket“ angeschaut bevor wir uns entschieden und die Tour durch die Salzwüste in Uyuni gebucht haben.

Alles gut gegangen, also konnten wir den restlichen Tag gut gelaunt und entspannt angehen lassen. Erstmal gingen wir in den botanischen Garten, wo wir ein wenig spazieren gingen und unser erstes Wallaby sichteten:

Außerdem bestiegen wir einen sehr kleinen Berg für einen schönen Ausblick:

Im Anschluss liefen wir zur Telegrafen-Station Alice Springs, die als touristisches Highlight bekannt sein soll. Weshalb verstehen wir nicht so ganz, für uns war’s nicht so spektakulär ? noch dazu haben wir uns geärgert unser Grillfleisch nicht mitgenommen zu haben, denn hier gab es öffentliche Grillplätze mit Gasgrils. (Generell sind solche öffentlichen Grillplätze eine tolle Sache in ganz Australien. Denn sie sind sauber, kostenfrei, an schönen Ecken gelegen und man hat direkt WCs um die Ecke.)

Für uns hieß es dann abends im Hostel grillen, immerhin, da hatten wir auch einen Grill stehen ?

Außerdem packten wir unsere Sachen, bereiteten schon unser Frühstück für den kommenden Tag vor und gingen ganz ganz früh schlafen, denn der Wecker am nächsten Tag klingelte wieder viel zu früh: um 4:25 Uhr.

Pünktlich um 4:45 Uhr saßen wir bereits im Bus unserer Tour. Doch erstmal hieß es für uns weiterschlafen, denn unsere erste richtige Station war Ayers Rock Stadt/Dorf und damit etwa 400km entfernt. Hier aßen wir zu Mittag und sammelten den Rest unserer Gruppe ein. Hier ist außerdem dieser Schnappschuss entstanden:

Nachmittags gingen wir in ein Aborigine-Museum zu Ayers Rock (Von den Aborigines selbst gestaltet). Hier konnten wir uns ein wenig mit deren Leben im Einklang mit der Natur vertraut machen, bevor wir dann endlich erst zu einem Aussichtspunkt:

und dann zu Ayers Rock selber fuhren. Hier machten wir einen Walk von einigen Kilometern, der durch die trockene Mittagshitze erstaunlich anstrengend war. Doch die Anstrengung hat sich gelohnt! Man kam so nah an Ayers Rock, kpnnte die Höhlen mit Höhenmalereien betreten und alles anfassen. In diesen Höhlen wurden bei den Aborigines die Kinder unterrichtet und die heute noch zu sehenden Malereien waren Bestandteile des Unterrichts.

Das war es, was uns an anderen Stellen dieser Erde so gefehlt hat! Denn mit so viel Kontakt bekommt man ein richtig gutes Feeling für das was Natur und Geschichte da erschaffen haben. Nicht damit zu vergleichen, vor Absperrbädern mehrere Meter entfernt stehen bleiben zu müssen! Außerdem konnte man so aus der Nähe sehen, was das Besteigen des Ayers Rocks (was ja noch erlaubt ist und daher auch zu Hauf gemacht wird, obwohl die ansässigen Aborigines darum bitten dies nicht zu tuen, da der Ayers Rock für die Aborigines heilig ist) mit dem Berg macht: der Berg verliert seine typische rote Farbe uns die Struktur löst sich auf. Daher ist es unserer Meinung nach gut, dass das nur noch bis Oktober 2019 möglich und danach nicht mehr erlaubt ist.

Danach fuhren wir zu unserem Campingplatz für die Nacht von wo aus wir zu einem Aussichtspunkt für den Sonnenuntergang gingen. Hier konnten wir erstmals auch die Olgas, unser Ziel für den kommenden Tag, in ihrer Gänze sehen, denn direkt hinter ihnen ging die Sonne unter:

Ein toller Ausgang für Tag 1 unserer Tour und Tag 10 in Australien!

Doch ganz vorbei war der Tag noch nicht. Zurück am Campingplatz gab es für uns Abendessen und einen geselligen Abend am Lagerfeuer in einer netten, jungen und überwiegend deutschen Runde. Abends dann hieß es für uns schlafen unter dem Sternenhimmel am Lagerfeuer im typisch australischen Swag:

Leider hatten wir fast Vollmond, sodass kein spektakulärer Sternenhimmel zu sehen war ? Die Nacht verbrachten wir sehr angenehm in useren Swags, auch wenn ich (Elena) etwas fror, und das obwohl wir unsere eigenen Schlafsäcke zusätzlich zum wärmen verwendeten.

Am nächsten Morgen wurden wir wieder unangemehm früh um 5 Uhr geweckt. Doch das war nötig, denn nach Frühstück, packen, Aufbruch und einer 30 minütigen Fahrt schauten wir um 6:30 Uhr den Sonnenaufgang hinter Ayers Rock:

Nach diesem gelungenen Start in den Tag ging die Tour direkt weiter zu den Olgas, benannt nach einer deutschen Prinzessin die niemals dort war, unserem Highlight der Outback-Tour! Hier machten wir eine Wanderung, die man zwingend morgends machen sollte, denn nachmittags wird es hier einfach zu heiß. Im australischen Sommer kann man diese Wanderung meist gar nicht machen, da die Gefahr einer Dehydrierung auf der Strecke zu groß ist. Wir waren jedenfalls froh im Frühling hier zu sein und die Wanderung mitmachen zu können. Denn es war einfach beeindruckend!

Vorallem, wenn man bedenkt, dass Ayers Rock und die Olgas mal ein einziger Haufen Sand und Steine waren. Aus dem Sand wurde später durch viel Druck Ayers Rock, aus den Steinen wurden die Olgas. Beide groß und rot und beeindruckend und so so unterschiedlich!

Der restliche Tag war leider recht unspektakulär, denn wir verbrachten ihn nach dem Mittagessen zum Großteil im Busschen um unseren Campingplatz für die kommende Nacht anzufahren. Dieser lag jedoch schon in Richtung unserer letzten Station der Outback-Tour: Kings Canyon. Dieser stand für Tag 3 unserer Tour, Tag 12 in Australien an.

Am Campingplatz angekommen erwartete uns ein Outback-Abendessen vom Feuer: Känguru-Bolognese mit Spaghetti, Knoblauch-Baguette und einem süßen Nachtisch-Brot mit Cookies (leider habe ich schon wieder vergessen wie das hieß…) alles am Feuer zubereitet. Also schlemmten wir und schliefen hinterher vollgefressen wie wir waren richtig richtig gut.

Der nächste Tag begann etwas später, wenn auch immer noch sehr früh, um 5:30 Uhr. Leider zu spät, denn der Plan war nach Frühstück etc. so aufzubrechen, dass wir am Kings Canyon den Sonnenaufgang schauen könnten. Bis wir den Canyon allerdings hochgewandert waren (wohlgemerkt nur 300 Höhenmeter) war die Sonne leider schon aufgegangen.

Dennoch durchwanderten wir den Canyon einige Stunden und machten an einer Oase Pause für Kekse und Äpfel.

Alles in allem der Spot, der uns an den 3 Tagen am wenigsten begeistert hat. Vermutlich sind aber Canyons einfach nicht unseres, der Colca Canyon in Peru, der mit seinen 1.200m Höhe der höchste weltweit ist, konnte uns auch schon nicht begeistern. Dennoch war auch der letzte Tag unserer Outback-Tour wirklich toll!

Nach einem Mittagessen, das mich endlich von meiner Erkältung geheilt hat (es gab Sandwiches und ich habe mir ohne es zu wissen den ultimativen Wasabi-Senf in Mengen auf meines gemacht, sodass meine Nase hinterher frei von allem war – alles weggeätzt ?) traten wir die Rückreise nach Alice Springs an. Unterwegs machten wir allerdings noch an einer Kamelfarm halt, wo es neben Kamelen auch Emus, Kängurus und Wallabys gab.

Dass Kamele hier in Australien lebten wussten wir vorher außerdem beide gar nicht! Aber tatsächlich sind es sogar viel zu viele von ihnen im Outback (wir haben auch einige in freier Wildbahn gesehen), sodass es eine regelrechte Kamelplage gibt und sie in freier Laufbahn getötet werden müssen. Auf einer Farm zu leben ist für sie also gar nicht sooo schlecht. Man möchte es sich zumindest einreden ?

Von hier aus ging es dann endgültig zurück nach Alice Springs, wo wir gegen 17:30 Uhr ankamen. Für uns hieß es nur noch einkaufen, abendessen und schlafen gehen, denn die 3 Tage hatten uns ganz schön geschafft!

Der nächste Tag war dann wieder ein Reisetag, denn unsere Zeit im Outback war schon wieder vorbei und für uns ging es weiter nach Brisbane. Wir schliefen also aus, frühstückten, checkten aus und begaben uns Richtung Flughafen. Natürlich waren wir für einen Inlandsflug viel zu früh am Flughafen, vorallem da dieser sehr klein war (der zweitkleinste auf unserer bisherigen Reise direkt nach Baltra auf den Galapagos-Inseln). Der Flug lief problemlos, wenn auch mit etwas Verspätung, sodass wir am frühen Nachmittag in Brisbane ankamen wo wir endlich wieder mit Mietwagen unterwegs sein würden. Dies nahmen wir in Empfang und begaben uns zu unserer nächsten Unterkunft, bevor wir bei einem Abendessen mit Steak und Burger den Tag und unser Abenteuer ausklingen ließen.

Das nächste Abenteuer stand ja bereits in den Startlöchern!

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