Tage 5 bis 8 in Indonesien

An Tag 5 schliefen wir aus, frühstückten ausgiebig und packten unsere Sachen. Dieses mal war das Packen wieder etwas aufwändiger, denn unser ganzes Gepäck wollten wir nicht mitnehmen, sodass wir in unsere Daypacks genug für die kommenden Tage einpackten und das Hauptgepäck in unserer Unterkunft einlagerten. Das Speedboat nach Nusa Penida startete am Hafen von Padangbai um 11 Uhr, sodass wir einen wirklich entspannten Morgen vor uns hatten. Kaum waren wir dann am Hafen angekommen ging es für uns auch schon aufs Boot und angenehme 40 Minuten nach Nusa Penida.

Bereits kurz nach Abfahrt stellte sich heraus, dass uns auf Nusa Penida der falsche Hafen für die Ankunft genannt wurde und unser Homestay daher gut 8km vom Hafen entfernt lag. Wieder mussten wir uns darüber ärgern Grab nicht nutzen zu können. Also hieß es nach Ankunft für uns erstmal einen Rollerverleih suchen und uns einen Roller für die nächsten Tage zu mieten. Das hätte sowieso angestanden, da wir mit dem Roller die Insel erkunden wollten, wir hatten nur gehofft dies in direkter Nähe zum Homestay machen zu können. Egal, so haben wir schnell umgeplant und das war die für uns bequemste und günstigste Lösung. Gesagt war jedoch einfacher als getan, bis wir einen Roller zu akzeptablen Konditionen gefunden hatten waren wir 2km gelaufen und hatten bereits 12:30 Uhr.

Danach fuhren wir erstmal zu unserem Homestay für die nächsten Tage. Zum Glück hatten wir nur kleines Gepäck bei uns, denn zu zweit auf einem Roller inkl. 2 großen Backpacks und 2 Daypacks, das wäre ein Abenteuer geworden! ? Im Homestay angekommen checkten wir ein und machten uns direkt zu Fuß auf den Weg zu diversen Tauchschulen um doch noch zu Tauchgängen und Schnorcheln zu kommen. Auf Nusa Penida sollte dies im Gegensatz zu Padangbai tatsächlich gar kein Problem werden: nachdem wir die erste Tauchschule gar nicht erst betreten haben, da alles nicht so professionell aussah, haben wir uns in der 2. direkt wohlgefühlt und für den kommenden Tag Tauchen und Schnorcheln gebucht. Und das auch noch zu deutlich besseren Preisen als in Padangbai angeboten! (Verständlich jedoch, denn der Tauchspot Mantabay/Mantapoint liegt eben auch bei Nusa Penida, wodurch man sich viel Strecke mit dem Boot spart.)

Nachdem alles organisatorische erledigt war und wir den Roller vollgetankt hatten (auch das war gar nicht so einfach, weil die einzige Tankstelle im Ort einfach mal für 20 Minuten Mittagspause gemacht hat) machten wir uns um 14 Uhr auf den Weg zu unserem absoluten Highlight auf Nusa Penida: Kelingking Beach. Für die Anfahrt von 15km haben wir mit dem Roller über unbefestigte Wege und Straßen mit überwiegend Schlaglöchern knapp 1 Stunde gebraucht. Doch alleine der Anblick bei Ankunft auf Bucht und Felsen entlohnt für alles:

Bei diesem Ausblick war uns direkt klar, dass der Abstieg zum Strand sich definitiv lohnen würde, auch wenn es anstrengend werden würde! Nach einigen Fotos aus verschiedenen Perspektiven machten wir uns also auf den den nach unten.

Kurioserweise war es oben am Aussichtspunkt voll von Touristen, die sich jedoch alle gar nicht erst auf den Weg runter zum Strand gemacht haben, oder auf halber Strecke umgekehrt sind. Hat man sich also erstmal an den anstrengenden Abstieg gemacht, hatte man weitestegehend seine Ruhe. Und er wurde anstrengend, der Abstieg! Insbesondere ohne festes Schuhwerk für mich, denn Sebi hatte fürs Rollerfahren feste Schuhe an. Denn der Weg zum Strand erinnerte mal wieder mehr an Klettern als an Wandern was in Kombination mit dem sandigen/staubigen Untergrund gar nicht mal so ungefährlich war. Nach schweißtreibenden 30 Minuten Abstieg kamen wir unten an und was sich schon von oben angedeutet hatte wurde hier unten wahr: es wartete ein richtiger Traumstrand auf uns, der nicht nur unglaublich schön, sondern auch fast menschenleer war.

Nach diesem Abstieg haben wir uns auf eine ordentliche Abkühlung im Meer gefreut, doch schwimmen ist nicht erlaubt und daran sollte man sich unbedingt halten! Am Vortag erst war ein Mann zu tief ins Wasser (ohne zu schwimmen), von einer Welle erfasst, zu Boden geworfen und ins Meer gezogen worden und dabei ertrunken. Also beschränkten wir uns darauf bis zu den Knöcheln ins Wasser zu gehen, denn wenn eine Welle kam hatte man trotzdem genug Wasser um sich zu erfrischen. Und es tat so gut! Das Wasser war wirklich schön kalt, wenn auch voll Sand, durch die hohen Wellen wurde nämlich ganz schön viel aufgewirbelt.

Wie sich herausstellen sollte würde nicht nur Sand aufgewirbelt, während wir am Strand lagen wurde später sogar noch eine Schiffsschraube angespült. Tatsächlich hat die sogar einen Mann am Bein getroffen, aber – Glück im Unglück – dem Mann ist nichts passiert. In dem Moment wurde uns mal wieder bewusst: so schön unsere Welt ist, so gefährlich ist sie manchmal auch. Daher ist es wichtig sich hier und da an Regeln zu halten.

Auch während wir am Strand waren gab es den einen oder anderen, der sich zu weit ins Wasser vorgewagt hat und auf dem falschen Fuß von einer Welle erwischt wurde. Hier ein Beweisvideo, auf dem man außerdem sieht wie wahnsinnig schön blau das Wasser und wie hoch die Wellen waren:

Wir genossen unsere Stunden am Strand sehr. So schön ruhig, erstmals seit wir auf Bali waren mal fast ohne Touristen, und wir hatten sogar ein Schattenplätzchen ergattert. Dieser Strand war der für uns bisher schönste unserer Reise, wegen dem tollen blauen Wasser und der Ruhe da unten. Außerdem konnte man tolle Bilder und Videos mit diesen tollen Wellen machen!

Dann begann – für uns viel zu früh – wieder der Rückweg zu unserem Roller und damit der Aufstieg. Aber wir wollten diesen steilen und gefährlichen Aufstieg sowie die holprige Strecke zurück zum Homestay wirklich ungerne bei Dunkelheit fahren müssen. Also hieß es für uns bei letzter Helligkeit noch den Aufstieg in Angriff nehmen und uns auf den Heimweg machen. Der Aufstieg ging erstaunlicherweise viel schneller und weniger anstrengen als der Abstieg, was vermutlich an der Temperatur lag, denn im Vergleich zum Nachmittag war es schon ein paar Grad abgekühlt. Glück für uns, denn nach nur 15 minuten waren wir wieder auf unserem Roller und machten uns an die Rückfahrt.

Auf halber Strecke begann die Sonne unter zu gehen und bis wir nach wieder einer knappen Stunde zurück an der Unterkunft waren war es komplett dunkel. Nachdem wir uns vom Sand befreit hatten gingen wir Abendessen und ließen den Abend entspannt ausklingen.

Denn der nächste Tag begann wieder früh, um 8 Uhr saßen wir bereits im Tauchresort und frühstückten, um 8:45 Uhr sollte ich für meine Schnorcheltour bereit sein, Sebi hatte bis zum Beginn seiner Tauchtour um 10:30 Uhr etwas mehr Zeit. Wir frühstückten dort lecker, ausgiebig und endlich mal herzhaft und vertrieben uns ein bisschen unsere Zeit. Denn meine Schnorcheltour verspätete sich aufgrund der Ebbe. Fand ich erstmal gar nicht so schlecht, ich bin ja generell ein Mensch der den Tag gerne entspannt angeht, also lieber später als früher.

Schborcheln:

In diesem Fall allerdings hat sie Verspätung ein bisschen die Schnorcheltour ruiniert. Denn kurz bevor wir mit einer vollen Stunde Verspätung aufgebrochen sind, hat sich noch eine 5-köpfige Gruppe Russen spontan zu uns gesellt und dann auch an der Tour teilgenommen. Bis dahin waren wir eine durchmischte Gruppe von 6 Personen der unterschiedlichsten Nationalitäten. Ich mag ja Russen echt gerne, habe einige ganz liebe russische Freunde und Kollegen aber diese 5 haben sich leiser daneben benommen. Sie haben sich dauernd auf die Handtücher, Schuhe etc. von uns anderen gesetzt und haben am ende sogar lebende Korallen aus dem Meer mitgenommen. (Das schlimmste daran war aber, dass die Korallen nachdem sie sie ‚gepflückt‘ hatten gestorben sind und daraufhin einen durchsichtigen Schleim abgesondert haben. Deswegen haben die 5 die korallen dann woeder – tot – ins Meer geworfen weil sie das ekelig fanden.)

Aber gut, zu 11. ging dann die Schnorcheltour nach kurzem Fußmarsch zum Boot los. Leider stand sie auch tiertechnisch unter keinem guten Stern, etwa 1,5 Stunden haben wir bei Mantabay nach Manta Rochen gesucht (wie bereits im letzten Blogbeitrag erwähnt mit einem Durchmesser von bis zu 7m und daher auch vom Boot aus nicht zu übersehen!) aber keine gefunden. Dafür haben wir eine Gruppe Delfine gesehen, zumindest vom Boot aus.

Nachdem wir schlussendlich aufgegeben haben nach Manta Rochen zu suchen durften wir einfach so bei Mantabay ins Wasser. Für die meisten hatte sich das allerdings nach einem kurzen Blick ins Wasser erledigt, denn da waren überall Quallen. Und zwar wirklich überall und wahnsinnig viele! Trotz einer Sichtweite von nur etwa 3 Metern hat man auf einen Blick mindestens 20 Quallen gesehen. Ich dachte ja erstmal das macht nichts, die meisten Quallenarten sind ja harmlos, aber auf Nachfrage zeigte uns unser Guide nach einem Blick ins Wasser seinen Unterarm, an dem er von ebendiesen Quallen erwischt worden war. (Von wegen das ist nur wie ein mückenstich, bei ihm sah das Ergebnis am Arm fast aus wie offene Fleischwunden ?)

Gut, für die meisten von uns war damit der erste (und eigentlich spektakulärste) von den 3 Schnorchelspots gestorben. Weiter ging es zur Christal Bay und was dort auf uns wartete hat für die Warterei und die ärgerlichen anderen Teilnehmer hinweggetröstet. Denn die Unterqasserwelt an der Christal Bay ist gigantisch! So viele Farben und unterschiedliche Fische in jeder nur möglichen Farbe bis hin zu Neon sowie gestreift und gepunktet habe ich noch nie gesehen! Für mich tatsächlich noch ein bisschen beeindruckender als das Schnorcheln am Great Barrier Reef. Denn dort haben wir nur 2 oder 3 Fischarten gesehen, wohingegen hier bestimmt 100 unterwegs waren! ?

Auch der letzte Schnorchelspot könnte mithalten! Hier waren die korallen weniger das Augenmerk, dafür wieder die verschiesensten Fische. Hier vorallem auch verschiedene ganz kleine in großen Scharen.

Zum krönenden Abschluss gab es dann noch am Tauchresort sogar Mittagessen, das ich mir am Morgen bereits aussuchen konnte. Und es war richtig lecker!

Kurz: der Schnorcheltag war toll! Wenn man die Russen ausblendet und hätten wir Mantas gesehen wäre es perfekt gewesen! Und seien wir ehrlich, wo kann man einen halben Tag an 3 verschiedenen Spots schnorcheln gehen und bekommt Getränke und ein Mittagessen für gerade mal gut 17€?!

Tauchen:

Das Tauchen begann etwas später als das Schnorcheln sodass ich die Zeit mit Kaffee trinken und Clash of Clans? überbrückte.

Als es dann mit dem Ankleiden losging kam die Aufregung, denn es war das erste Mal Tauchen seit dem Bestehen des Tauchscheines am Tag der Abreise. Die Tauchgruppe war überschaubar denn mit mir waren wir gerade mal zu fünft (neben mir 2 Slowakinnen, eine Deutsche und ein Russe).

Unsere erste Anlaufstelle von insgesamt zwei Anlaufstellen war Manta Bay. Beim ersten mal Stoppen waren so viele Quallen im Wasser, dass unser Tauchguide die Anweisung herausgab ein Stück weiter zu fahren. Gesagt getan und wir konnten tatsächlich ins Wasser. Ich hatte zu Beginn meine Schwierigkeiten runter zu tauchen, dies legte sich schnell sodass ich entspannt tauchen konnte. Als Partner wurde mir der Russe zu gewiesen, der allerdings deutlich erfahrener war als ich. Ich wäre gerne mit dem Guide tauchen gegangen, aber da wir eine ganz unerfahrene dabei hatten, war der Guide als Partner schon vergeben. Unter Wasser hofften wir auf riesige Mantas, doch leider bekamen wir keine zu Gesicht, dafür ganz viele schöne bunte Korallen und Seesterne .

Nach 35 Minuten war der erste Tauchgang beendet und ich war stolz auf mich, da fast alles ohne Probleme verlief und ich bis dato meine höchste Tiefe von 16,8 Meter gemeistert habe.

Zum zweiten Tauchspot am Chrystal Bay fuhren wir zirka 20 Minuten. Dort ging es mit den gleichen Partner direkt wieder ins Wasser. Diesmal hatte ich mit wesentlich mehr Problemen zu kämpfen da es sich bei dem zweiten Tauchgang um ein Strömungstauchgang handelte. Die Strömung war so stark, das man sich kaum bewegen musste, allerdings hatten wir teilweise auch echt Mühe unten zu bleiben, da die Strömung einen immer an die Oberfläche bringen wollte. Leider ist das entstandene Bildmaterial kaum zu verwerten, da ich am Bord des Schiffes das Unterwassercase der GoPro geöffnet hatte, sodass Wasser eingedrungen ist und die Bilder alle unscharf geworden sind, allerdings möchte ich euch trotzdem die Schildkröte zeigen zeigen, die wir in ca 20 Metern Tiefe gesichtet haben:

Nach einer halben Stunde und einer erreichten Tauchtiefe von fast 23 Metern erfasste mich eine Strömung die mich schnell nach oben brachte. Ich schaffte es gerade noch so einen Sicherheitsstopp von 3 Minuten zu machen bevor an der Oberfläche war. Da ich meinem Tauchpartner kein Zeichen mehr geben konnte, war dieser natürlich sauer auf mich, da er mich unten nicht mehr gefunden hat. Aber glücklicherweise hatte unser Guide gesehen, dass ich nach oben abgetrieben bin. Als alle wieder an Bord waren ging es wieder zurück zur Basis.

Im Fazit fand ich den ersten Tauchgang zu Eingewöhnung ganz gut, aber ohne die Mantas war der Spot sehr langweilig. Die Deutsche war übrigens schon das zweite Mal innerhalb einer Woche dort tauchen, da sie beim ersten mal auch schon keine Mantas gesehen hatte, sie war natürlich am Ende sehr enttäuscht. Der zweite Spot war deutlich interessanter, weil es viel mehr Tiere zu sehen gab. Nur das mit der Strömung ist für Anfänger vielleicht nicht ganz so geeignet. Am Ende hat aber alles geklappt und ich war mega happy. Nun freue ich mich auf die nächsten Tauchgänge!

Nachdem wir nach den Touren wieder vereint waren, holten wir erstmal den Roller an unserem Homestay ab und machten uns auf den Weg zu 2 weiteren Punkten, die wir noch besichtigen wollten. Da wir bereits 15 Uhr hatten waren wir froh, das die beiden quasi direkt nebeneinander lagen. Es ging für uns etwa 17 km und damit eine volle Stunde zum broken beach. Der Weg war wieder genauso kathastrophal wie am Vortag nur dieses mal verfuhren wir uns auch noch. Bzw. eigentlich haben wir uns nicht verfahren, sondern Maps.Me hat uns Trampelpfade als Straßen verkauft und wir landeten dann an einer völlig falschen Ecke:

Zu allem Überfluss hat es uns dann auf dem Weg zurück zur Straße auch noch beide vom Roller gehauen. Aber bis auf einige blaue Flecken ist glücklicherweise nichts passiert. Broken beach war dann für ins auch gar nicht mal so spektakulär, dafür Angel Billabong. Sehr selbst:

Broken Beach oben / Angel Billabong unten

Durch die bereits späte Uhrzeit war hier wieder recht wenig los, auch wenn es trotzdem schwer war mal Fotos zu bekommen je denen kein anderer mit drauf ist. Nach einer Runde planschen und vielen Fotos machten wir uns dann schon wieder auf den Rückweg zum Homestay, wo der lange und anstrengende Tag für uns dann auch gelaufen war.

An Tag 7 stand für uns ein ganz schön länger Reisetag an. Morgends müssten wir erstmal packen, wir checkten aus, fuhren zum Hafen und gaben dort den Roller ab, dann hieß es für uns nach dem Frühstück ab aufs Speedboat Richtung Padangbai. Wieder lief die Überfährt sehr unkompliziert. Angekommen organisierten wir uns unsere Weiterfahrt nach Sanur, also zurück ins sehr touristische Bali. Das ging unkompliziert und schnell, schon 15 Minuten später sollte es für uns losgehen. Also schnell zu unserem damaligen homestay und unsere Sachen abholen. Kaum angekommen fiel uns auf, dass ich die Kamera auf dem Speedboat hätte liegen lassen. Also rannte ich in aller Eile zurück zum Hafen in der Hoffnung dass das Boot noch da ist. War es auch noch, allerdings keine Kamera mehr. Aber ich würde schon mit den Worten „kamera, kamera?“ empfangen, die wurde zwischenzeitlich wohl schon ins Office gebracht, wo ich sie dann auch ohne Probleme wiederbekommen habe.

Jetzt hieß es noch mehr beeilen, weil den Transfer nach Sanur sollten wir ja trotzdem bekommen. Und wie sich herausstellte bekamen wir zu einem Busshuttle-Preis einen Privattransfer. Nach gut einer Stunde kamen wir an, Buchten kurzfristig unsere Unterkunft (zum Glück hatten wir uns vorher schon eine rausgesucht) und begaben uns von dort aus nach einem Kaffee direkt zum Strand. Denn es war gerade einmal 14 Uhr und wir konnten noch einige schöne Stunden am Strand verbringen.

Abends stand für uns wieder Planung an, denn nach dem verkorksten Transfer nach Nusa Penida (wir haben trotz verhandeln und ’super-freundschafts-Rabatt‘ das doppelte vom Normalpreis gezahlt und haben dann noch den falschen Hafen für die Ankunft genannt bekommen) hatten wir nämlich beschlossen Bali zu verlassen. Also planten wir die Weiterreise auf Indonesiens Hauptinsel Java für den kommenden Tag. Abends suchten wir also unsere Möglichkeiten zusammen mit bis und Fähre überzusetzen und dann in Richtung Vulkan Bromo zu kommen.

Am morgen von Tag 8 planten wie spontan um, da fliegen kaum teurer ist, dafür viel bequemer und wir Sparten dadurch einen ganzen Tag. Also Buchten wir für den Abend einen Flug nach Surabaya auf Java von wo aus wie dann am kommenden Tag Richtung Ceromo Lawang und damit in Richtung Bromo weiterreisen wollten. Dann packten wir schnell, denn es war schon wiedr Zeit auszuchecken. Den restlichen Tag verbrachten wir wieder am Strand, denn wir wussten, dass wir auf Java nicht viel Zeit für Strand und Meer haben würden.

Am Abend brachen wir dann auf Richtung Flughafen und auf zu neuen Abenteuern auf Java.

Tage 1 bis 4 in Indonesien

Unser Flug aus Cairns landete spät Abends mit Verspätung gegen 0 Uhr Ortszeit am Flughafen in Denpasar, Bali. UND seit Südamerika gab es für uns erstmals wieder einen Stempel für unseren Reisepass ?

Aufgrund der späten Uhrzeit hatten wir uns dazu entschieden die ersten Nächte in unmittelbarer flughafennähe zu bleiben. Daher entschieden wir uns für das sehr touristische Kuta als unsere erste Station. Nachts vom Flughafen aus dorthin zu kommen stellte sich dann allerdings als gar nicht mal so einfach heraus. Da wir mit der letzten Maschine des Tages gelandet waren und nur noch ein einziger Taxifahrer am Flughafen war, machte der natürlich die Preise. Letztlich zahlten wir für die 5km zur Unterkunft für Indonesien einen völlig überzogenen Preis von 150.000IDR (ca. 8,64€), deutlich mehr als wir mit Grab (so etwas wie Uber 😉 ) gezahlt hätten, aber der Taxifahrer meinte Grab sei sowieso illegal (dem ist aber nicht so). Für die Taxifahrt haben wir mehr gezahlt als pro Nacht für unsere Unterkunft in Kuta zahlen mussten. Am liebsten wäre uns ja gewesen den Flughafentransfer unserer Unterkunft nutzen zu können, denn darauf hatten wir bei Buchung extra geachtet. Leider erfuhren wir nach dem 2. mal anschreiben, dass der Transfer um die Uhrzeit nicht mehr möglich ist. Auch Grab bekamen wir erst eine gute Woche später auf einem Handy installiert, da man dafür eine Handynummer für den Erhalt eines Sicherheitscodes benötigt und kurz vorher unsere Handyverträge ausgelaufen waren und wir beide über keine Handynummer mehr verfügten.

Nun gut, nach verspäteter Landung, Einreise, Gepäckabholung und Transfer kamen wir schließlich gegen 1:30 Uhr in unserem homestay, checkten ein und waren froh schlafen zu können. Denn durch die Zeitverschiebung von 2 Stunden zu Australien war es für uns schon 3:30 Uhr Nachts und entsprechend müde waren wir.

Da es so spät geworden war schliefen wir quasi an unserem ersten richtigen Tag auf Bali erstmal aus und standen gerade so rechtzeitig für das inkludierte Frühstück auf. Im Anschluss ging es für uns einfach nur zum Strand, wo wir noch ein bisschen weiterschliefen, dass tolle Wetter, Strand und Wasser genossen. Der Tag war eigentlich sehr unspektakulär, denn wir lagen wirklich den ganzen Tag am Strand, in der Sonne und lasen oder schliefen, nur unterbrochen von einer Kaffeepause. Was wir jedoch direkt festgestellt haben, ist dass Bali voll von Touristen ist. Haufenweise Australier, Chinesen, Deutsche und Russen.

Erst abends wurde es wieder spannend, wir blieben zwar am Strand aber da dieser westausrichtung hatte und Bali für tolle Sonnenuntergänge bekannt ist, versuchten wir direkt am ersten Abend unser Glück. Rechtzeitig vor Sonnenuntergang saßen wir mit der Kamera im Anschlag bereit. Leider enttäuschte uns der Sonnenuntergang, denn besonders farbenfroh war er nicht.

Also gingen wir in einem Supermarkt um die Ecke und deckten uns mit Wasser und Obst für den kommenden Tag ein. Als wir wieder herauskamen zeigte sich, dass wir vorschnell geurteilt hatten, denn eine habe Stunde verspätet zeigte sich uns dieser atemberaubende Sonnenuntergang:

Verzaubert von diesem Sonnenuntergang gingen wir noch Abendessen, spazierten durch die Nacht zurück zu unserer Unterkunft und gingen früh schlafen.

Am nächsten Morgen um 11 Uhr ging es für uns schon zu unserer nächsten Station auf Bali: nach Ubud. Die Fahrt startete nicht pünktlich und war dann ziemlich abenteuerlich durch enge Straßen mit viel Verkehr und noch mehr Gehupe. Als wir schließlich ankamen hatten wir statt der geplanten 12 Uhr also bereits 13 Uhr und mussten dann noch zu unserem homestay laufen.

Direkt stellten wir fest, dass Ubud noch fast genauso touristisch und überlaufen ist wie Kuta und Umgebung. Aber es waren deutlich angenehmere Touristen, da Ubud für einen alternativen Lebensstil, Cafes und Bars sowie Joga steht. Daher war die Weiterreise nach Ubud für uns definitiv schon mal ein Schritt in die richtige Richtung!

Trotz der verspäteten Anreise war es für einen Reisetag noch sehr früh, sodass wir beschlossen noch einen Waldspaziergang zu machen. Hier in Ubud sogar in einem speziellen Wald: dem Sacred Monkey Forest. In diesem Wald lebt zwar nur eine Affenart, die Javaneraffen, doch davon so viele, dass man sie nicht übersehen oder überhören kann. Aufgrund eines Tipps im Internet nahmen wir noch Bananen für die Affen zum füttern mit, was (wie sich später herausstellte) eigentlich nicht erlaubt ist. Gut, dass wir das erst bei Verlassen des Waldes erfahren haben, die meisten Wärter haben sich daran aber offensichtlich nicht gestört.

Mit den Bananen waren wir jedenfalls ein Highlight für die Affen. Jedes mal wenn man eine Banane gezeigt hat, kamen die Affen angerannt, was zu ein paar witzigen Fotos geführt hat, wie dieses Foto zeigt:

Witzige Fotos einfach, weil ich nicht immer damit gerechnet hab, dass sie so schnell auf mich zu rennen, und dann aber auch so schnell wieder weg sind…Aber es sind auch schöne Fotos von Mensch und Affen entstanden:

Der restliche Tag verging wie im Flug, sodass wir im Anschluss nur noch Abendessen gingen und dann die Abendstunden auf der Terrasse unseres Zimmers genossen.

Der nächste Tag begann etwas früher, denn wir hatten uns einen Roller gemietet und wollten zu den Tegalalang Reisterrassen fahren. Gesagt, getan. Doch die Fahrt war wieder nicht so, wie sie in Deutschland gewesen wäre: 1. Haben wir für 12km fast eine ganze Stunde gebracht, 2. Wird hier ohne Rücksicht auf Verluste gefahren und das ohne Geschwindigkeitsbegrenzung (das erste Geschwindigkeitsschild sollten wir erst knapp 2 Wochen später in Jakarta sehen) und 3. Waren wir einfach noch nie selber Roller gefahren, alleine deshalb war es für uns schon abenteuerlich! Aber nach knapp einer Stunde kamen wir trotzdem am Stück an der Reisterrasse an und durchwanderten diese dann 2 Stunden lang.

Irgendwie erinnerte mich der Besuch der Tegalalang Reisterrassen an unseren Besuch der Salzterrassen Maras bei Cusco, Peru. Einfach vom Aufbau und der Bewässerung her.

Nach unserem Spaziergang durch die Reisterrasse genehmigten wir uns noch einen Smoothie mit Blick auf das satte Grün, bevor es für uns zurück Richtung Ubud ging.

Denn dort sollten wir noch einen Walk mit Aussicht machen. Dieser war leider enttäuschend, hätten wir das gewusst hätten wir eher einen der Wasserfälle rund um Ubud besucht. Doch dieser Walk wurde auch als geführte Tour zu Fuß oder mit dem Fahrrad angeboten, daher hatten wir uns davon durchaus einiges versprochen. Am Ende kam immerhin noch ein typisches Reisfeld, das uns viel ursprünglicher und klassischer als die Reisterrasse vom Vormittag vorkam.

Danach traten wir bereits den Heimweg an, wir hatten echt nicht viel geschafft trotz Roller aber die Fahrtdauer mit Roller darf man trotz geringen Entfernungen echt nicht unterschätzen! Wir gingen also essen, tanken, einkaufen für den nächsten Tag und dann schon zurück zur Unterkunft wo wir den Roller zurückgaben und einen entspannten Abend genossen.

Am nächsten Morgen stand für uns wieder ein Ortswechsel an. Daher packten und frühstückten wir, bevor wir 20 Minuten zu früh (!!) abgeholt wurden. Durch die frohe Abholung kamen wir entsprechend pünktlich in Padangbai an, wo wir nach dem check-in erstmal versuchten die nächsten Tage zu organisieren. Denn hier waren wir am besten Tauchspot, den Indonesien zu bieten hat, also sollte Sebi’s Tauchschein erstmals zum Einsatz kommen. Nachdem wir erfolglos etwa 10 Tauchschulen abgeklappert haben, die uns alle nur sagen konnten, dass sie für den nächsten Tag bereits voll seien aber noch nicht wüssten wie es an den anderen Tagen aussähe, planten wir also um. Denn der besondere Tauchspot mit riesigen Manta Rochen mit bis zu 7m Durchmesser ist eigentlich nicht bei Bali, sondern bei der danebengelegenen Insel Nusa Penida, die wir ohnehin auch besuchen wollten. Also buchen wir uns für den nächsten Morgen eine Überfährt mit dem Speedboat (da die Fähre zu der Zeit kaputt war und nicht fuhr) nach Nusa Penida.

Nachdem ein grober Plan für die nächsten Tage stand, begaben wir uns noch zum white sand beach bei Padangbai, wo wir die Abendsonne und den schönen, ruhigen und endlich deutlich weniger touristischen Strand genossen.

Danach gingen wir Abendessen und begaben uns wieder an die Planung, suchten Tauchschulen auf Nusa Penida raus, buchten eine Unterkunft nahe dem Hafen den unser Speedboat anfahren sollte und freuten uns auf unsere nächste, kleine und hoffentlich weniger touristische Insel.

Tage 20 bis 25 in Australien

Nach unserer letzten Nachtfahrt nach Sydney, der kurzen und unbequemen Nacht und der anschließenden langen Erkältung hatten wir uns so gar nicht auf diese Nachtfahrt von Hervey Bay nach Airlie Beach gefreut. Gut, wer freut sich schon darauf sich in einen Nachtbus zu setzen?! Aber wir hatten da ja jetzt echt unterschiedliche Erfahrungen gemacht. In Südamerika überwiegend sehr gute, in Australien dafür sehr schlechte. Wir waren also gespannt auf die Nacht und wie wir würden schlafen können.

Wir hielten tatsächlich relativ häufig an verschiedenen Stationen um Leute einzusammeln, wir vermissen echt Direktbusse aus Südamerika, und für Pausen. Verhältnismäßig haben wir dafür dann aber recht gut geschlafen!

Als wir gegen 7:30 Uhr am Morgen in Airlie Beach ankamen machten wir uns erstmal auf zum Hostel und hofften, dass wir schon am Morgen einchecken können. Zumindest wollten wir aber unser Gepäck loswerden und dann direkt zum Strand und vielleicht noch ein Stündchen weiterschlafen. Trotz vorheriger Ankündigung unserer Ankunftszeit konnten wir jedoch noch nicht im Hostel einchecken, immerhin aber unser Gepäck unterstellen.

Nach einigem hin und her auf der Suche nach Strand, da Airlie Beach eigentlich über einen ganz kleinen und einen großen Strand verfügt, der allerdings gesperrt war, haben wir uns an die sogenannte Lagune gelegt, ein öffentliches und kostenfreies Freibad. Wir langen also schon vor 9 Uhr am Wasser, in der Sonne, machten ein kleies Frühstücks-Picknick und bis auf unsere Müdigkeit hätte es uns kaum besser gehen können. Aber das ließ sich ja ändern, also Augen zu und noch ein Stündchen Schlaf in der Sonne nachholen ?

Leider hielt das Wetter an diesem Tag nicht so gut, es zog bald zu (was uns nicht weiter störte, in der Sonne war es schon ziemlich warm) und fing dann leider immer wieder an zu nieseln. Es nieselte immer wieder kurz und windete, dann kam wieder die Sonne raus. Eigentlich ließ es sich auch so ganz gut an der Lagune aushalten, zumindest solange wir müde waren. Als sich dann das mit der Müdigkeit erledigt hatte und es immernoch zu früh war um einzuchecken beschlossen wir, dass es für uns Zeit für einen Kaffee wurde. Also suchten wir uns ein kleines nettes Cafe und genehmigten uns einen Kaffee.

Danach verging der Tag wie im Flug, wir checkten in unser Hostel ein, freuten uns über WLAN (wenn auch nur in den allgemeinen Bereichen und nicht auf dem Zimmer) und gingen für die nächsten Tage einkaufen. Achja apropos WLAN…bei einem Blick in unsere Mails stellten wir fest, dass unsere Whitsundays-Segeltour nicht erst an Tag 22 losging, sondern bereits an Tag 21, also morgen! Okay, das war nicht geplant. Vorallem war das Hostel anders gebucht…Na gut, was überstürzte Aufbrüche etc. angeht waren wir ja schon geübt. (Ich wollte gerade leidgeplagt schreiben aber das klingt so negativ, eigentlich sind diese stressigen Situationen immer ziemlich witzig und wir gehen mittlerweile mit viel Humor damit um!).

Nachdem wir mit dem Hostel klären konnten, die 2. Nacht unserer Buchung um einige Tage zu verschieben waren wir nicht mehr nur amüsiert, sondern auch wieder sehr entspannt. Also kochten wir, aßen, packten für unsere Segeltour und gingen früh schlafen, denn der nächste Tag begann für uns sehr früh.

Der Wecker klingelte um 6:40 Uhr (okay, doch nicht ganz so früh aber für uns an diesem Tag zu früh ?), wir richteten uns, gaben direkt um kurz nach 7 unser Gepäck zur Aufbewahrung im Hostel ab, checkten aus, frühstückten und brachen um 7:30 Uhr auf zum Hafen. Denn dort sollten wir uns um 8 Uhr für den Segeltörn treffen. Nach knapp 20 Minuten kamen wir am Hafen an und freuten uns, noch genug Zeit zu haben um uns einen Chai Latte to go zu kaufen, bevor es aufs Boot ging.

Nachdem wir unsere Crew und die anderen Teilnehmer kennengelernt hatten freuten wir uns noch mehr auf die nächsten 2 Tage. Denn: wir hatten eine ultrasympathische Crew mit Humor! Außerdem waren wir (man mag es kaum glauben) die einzigen Deutschen auf dem Boot! Nach unserer Tour im Outback hatten wir mit mindestens 50% Deutschen gerechnet. Und die ganze Truppe war total toll durchmischt mit Leuten von überall, von Brasilien über Australien und Asien bis hin zu (natürlich) vielen Europäern. Und das ganze überwiegend zwischen 18 und 35 Jahren. (Nicht wie so oft in Australien überwiegend junge Deutsche zwischen 18 und 20 Jahren…) Wir hatten also quasi den Jackpot erwischt – für uns zumindest.

Und so segelten wir los, nicht Richtung Sonnenaufgang, sondern Richtung Whitsunday Island. Leider spielte das Wetter erst nicht mit, es regnete immer wieder und windete stark. Auch die Sonne wollte sich erst mal nicht zeigen.

Nach einem Zwischenstopp zum Mittagessen ging es für uns zur Whitsunday Island, einem Highlight dieser Tour und auch unserer 3,5 Wochen in Australien! Denn diese Insel ist unfassbar schön mit ihrem weißen Sand und dem wahnsinnig blauen Wasser.

Besonders einzigartig ist, dass die Insel je nach Tag und Gezeit (von Ebbe bis Flut) immer anders aussieht, da diese Sandstruktur durch das Wasser jeden Tag anders aussieht und je nach Wasserstand farblich unterschiedlich ist.

Was uns auch begeistert hat war, dass wir von diesem Aussichtspunkt da oben im Wasser sogar Rochen und haue sehen konnten! Auch wenn man sie auf unseren Bildern durch die Entfernung nicht gut sehen konnte, haben wir trotzdem versucht das auf Fotos für uns festzuhalten. Denn wo begegnet man schon mal eben Rochen und Haien in Strandnähe?!

Das Wetter hätte sich außerdem deutlich gebessert, sodass wir im Anschluss für ein Stündchen an den Strand gingen, der uns auch mit weißen Sand und diesem klaren blauen Wasser begeistert hat. Leider dürfte man nur mit Neopren-Anzug schwimmen gehen aber die hatten wir zum Glück dabei. Im Wasser selber haben wir dann keine Rochen oder Haie gesehen – leider – aber in einem kleinen Kanal direkt am Strand, den eine ganze Schar Rochen durchschwimmen hat:

Copyright: Lee Li

☝? Das Bild ist außerdem nicht unser eigenes, sondern von einem anderen Teilnehmer mit einer Drohne aufgenommen mit dem wir dort waren.

Nach einiger Zeit am Strand und einigen Fotos, auch mit diesem tollen Baum:

ging es für uns schon wieder zurück aufs Boot. Denn es war schon Zeit für Abendessen, geselliges Beisammensitzen, Sonnenuntergang und später dann sogar Milchstraße schauen. Die Milchstraße hatten wir ja in Neuseeland schon gesehen, so deutlich, wie wir sie seither nicht mehr gesehen haben. Aber bei Whitsunday Island auf dem Segelboot haben wir die Milchstraße von einem Horizont bis zum anderen gesehen. Das muss man sich mal vorstellen (wir konnten es uns vorher nicht vorstellen!) So weit das Auge reicht, nur Milchstraße. Das war der Hammer! Umso mehr haben wir uns gefreut endlich die Einstellungen für die Kamera rauszuhaben, mit denen man die Milchstraße auf Fotos einfangen kann. Leider war das jedoch dieses mal nicht möglich, da wir uns ja auf einem Boot befanden und es die ganze Zeit gewackelt hat ? aber: die Erinnerung zählt, und diesen Anblick werden wir sicher nie mehr vergessen!

Nach einem tollen Tag und diesem magischen Abend gingen wir schlafen und freuten uns auf den nächsten Tag.

Dieser begann für uns erstmals auf einer geführten Tour nicht mit einem Weckruf in aller Frühe, sondern mit ausschlafen! Okay, ausschlafen soweit das eben möglich war, denn ab 6 Uhr waren die Motoren des Segelbootes wieder an und wir steuerten schon auf unseren ersten Schnorchelspot zu. Um 6:20 Uhr gaben wir dann auf zu versuchen weiterzuschlafen und begaben uns an Deck wo uns bereits das Frühstück erwartete: Kaffee und Obst, was gibt es besseres an einem solchen Morgen?!

Gegen 8 Uhr waren wir an unserem ersten Schnorchelspot angekommen und es ging für uns ins kalte Wasser. Aber das war uns egal, denn auf Schnorcheln am Great Barrier Reef hatten wir uns schon vor Reiseantritt im Mai gefreut! Und wir sollten nicht enttäuscht werden – die Farben, die Korallen, die Fische und dieses klare Wasser waren einfach toll!

Leider konnten wir alle keine Schildkröten sehen, obwohl dieser Spot wohl für Schildkröten im Wasser bekannt sein soll… Tatsächlich hat dafür eine der Teilnehmerinnen unserer Tour hier sogar einen gar nicht mal so kleinen Hai gesehen! Da bin ich ehrlichgesagt froh, dass ich ihn nicht zu Gesicht bekommen habe.

Wir konnten uns an alldem gar nicht sattsehen und bekamen daher nicht mit, wie plötzlich 2 Stunden vergangen waren.

Copyright: Matador Whitsundays

☝? Hier noch ein Fremdfoto, ebenfalls mit Drohne aufgenommen vom Koch aus unserer Crew, wie wir alle am planschen und schnorcheln sind. Wer genau hinschaut kann Sebi sogar darauf erkennen, er verschränkt beim schnorcheln nämlich immer die arme hinter dem Rücken ?

Also ging es für uns nach 2 stunden im Wasser zurück aufs Boot und ab zum nächsten Schnorchelspot. Hier erwarteten uns einfach eine Milliarde Fische inklusive riesen-Fisch (dafür das Video bis zum Ende schauen!):

Hier gaben die Korallen zwar nicht so viel her aber die Fische waren echt der Hammer!

Nach der 2. Runde schnorcheln ging es für uns zum Mittagessen zurück aufs Boot und danach schon wieder in Richtung Airlie Beach. Wobei wir auf dem Rückweg noch das Glück hatten, einer riesigen Wasserschildkröte neben dem Segelboot zu begegnen. Und die war echt riesig!

Die restliche Rückfahrt über lagen wir in der Sonne, genossen das angenehme Schaukeln des Bootes (Ich bin ja seekrank aber hätte die beiden Tage über gar keine Probleme. Ja okay, ich habe am ersten Tag 2 Tabletten genommen aber sowohl über Nacht, als auch den gesamten 2. Tag habe ich nichts mehr genommen und es ging mir super!) und ließen es uns bei einer weiteren Runde Obst gut gehen.

Um ca. 17 Uhr waren wir zurück in Airlie Beach am Hafen und machten uns auf den Weg zu unserer Unterkunft, duschten, aßen und freuten uns nach 2 Tagen wieder über WLAN. Abends trafen wir uns nochmal mit dem Großteil unserer Gruppe in einer Bar und verbrachten einen weiteren tollen Abend gemeinsam.

An Tag 23 und unserem letzten in Airlie Beach hieß es für uns dann erstmal ausschlafen, mal wieder packen und auschecken, Gepäck abgeben und früstücken, bevor wir einen weiteren Tag am Strand verbrachten. Dieses mal auch wirklich am Strand, nicht an der Lagune…

Der Tag war tatsächlich sehr unspektakulär, Strandtag halt, bis wir abends nochmal zu einem kurzen Walk von 4km zu einem Aussichtspunkt aufbrachen. Hier wollten wir den Sonnenuntergang schauen, haben aber leider nicht bedacht, dass wir dann den gesamten Weg bei Dunkelheit wieder runterwandern müssen. Trotzdem sind wir zur abendfüllenden den beschwerlichen Weg nach oben zum honeyeater lookout und haben diese tolle Aussicht auf Airlie Beach, Hafen und Inseln genossen. Sind dann aber wieder aufgebrochen, bevor es ganz dunkel war um noch im Hostel vorbeizugehen, abendzuessen, unser Gepäck abzuholen und uns auf den Weg zum Nachtbus (unserem vorerst letzten Nachtbus) nach Cairns zu machen.

Die Fahrt verlief unspektakulär und wir haben ganz gut geschlafen, so gut es eben geht bei nur 8 Stunden Fahrt und Ankunft um 5 Uhr am Morgen. Eigentlich bietet sich die Strecke gar nicht mal so gut an als Nachtfahrt, zumindest nicht bei Abfahrt um 21 Uhr. Gut, wir haben’s trotzdem so gemacht um uns einen Tag und eine Übernachtung zu sparen und damit wir wenigstens noch 2 Tage in Cairns haben.

Direkt nach Ankunft wurden wir am Busbahnhof von unseren Hosts für die kommenden 2 Tage eingesammelt. Grandioserweise wohnten wir wieder bei Freunden von Freunden, was wirklich toll war. Denn wir würden so gastfreundlich empfangen und das ganze Wochenende über eingebunden! Alleine schon die Tatsache, dass sie extra mitten in der Nacht aufgestanden sind um uns um die Uhrzeit einzusammeln! Wirklich toll! Nach nur 10 Minuten Fahrt waren wir schon an unserem zuhause für unsere Zeit in Cairns angekommen und konnten uns nochmal für 2 Stündchen aufs Ohr hauen, bevor wir mit dem Bus für eine Wanderung zum botanischen Garten gefahren sind. Die war leider etwas enttäuschend, da anstrengend durch den Aufstieg, besonders bei den schwül-heißen Wetter, und dann auch noch ohne so richtig schöne Aussicht am Ende. Denn der Ausblick ging in Richtung Flughafen. Und mit botanischen Gärten können wir uns ja generell nicht so anfreunden ?

Hier gab es dazu noch die Besonderheit, dass im Fluss wohl Krokodile frei leben. So ganz ohne Absperrung, dafür mit Warnung vom Fluss weg zu bleiben. Gar nicht mal so einfach wenn der weg direkt daran vorbei führt. Zum Glück also haben wir keine Krokodile gesehen, auch wenn ich gerne mal Salzwasserkrokodile gesehen hätte. (Wenn auch nicht so ohne Abgrenzung etc.!!)

Am Abend gab es Barbecue mit Lamm und im Anschluss haben wir uns ein bisschen mit unserer Weiterreise und Planung beschäftigt. Zudem sind uns 2 Dinge aufgefallen:

1. Haben wir in Australien deutlich weniger Geld ausgegeben als wir geplant hatten (kann auch daran gelegen haben, dass wir nur 3,5 statt geplanten 4 Wochen da waren und wir es nicht nach Fraser Island geschafft haben).

2. Sind Kameras und Zubehör viel günstiger in Australien als in Deutschland und man bekommt die darauf gezahlten Steuern bei Ausreise wieder zurück.

Daher haben wir beschlossen uns was Gutes zu tun und an unserem letzten Tag in Australien ein neues Objektiv zu kaufen. Ein spezielles Ultra-Weitwinkelobjektiv! ? Also fuhren wir mit unseren Hosts, die uns zum Inländerrabatt verhalfen und für uns nachverhandelten in einen Kameraladen in Cairns, wo wir ein richtiges Schnäppchen machten!

Passend hierzu hat sich Sebi mal aufgrund diverser Nachfragen auf unsere gesamte Kameraausrüstung gestürzt und einen Beitrag dazu fertig gemacht, den ihr hier findet.

Im Anschluss an unsere Eroberung sind wir noch zu Cairns‘ Hafen gefahren und danach zum Baden an einen tollen und gar nicht touristischen Wasserfall:

Abends würden wir wieder bekocht (was für eine Gastfreundschaft!!) bevor wir zum Flughafen zu unserer nächsten Station unserer Reise gebracht wurden. Denn von Australien aus ging es abends an Tag 25 noch weiter nach Bali.

Tage 14 bis 19 in Australien

An Tag 14 in Australien hieß es schon wieder Koffer packen, bzw. wir haben gar nicht erst ausgepackt. Doch nicht um Brisbane schon wieder hinter uns zu lassen, sondern um die Unterkunft zu wechseln. Denn wir hatten das Glück 3 Nächte bei Couchsurfern, einem deutsch-australischen Pärchen, unterzukommen, wo wir also am Abend hinfahren sollten. Doch erst stand noch Programm für uns an.

Unseren ersten richtigen Tag in Brisbane verbrachten wir nicht in Brisbane selber, sondern fuhren mit dem Mietwagen ca. 2 Stunden Richtung Süden nach Byron Bay. Von unserem Mietwagen waren wir direkt begeistert, denn es war der modernste und neueste Wagen, den wir bisher als Mietwagen auf unseren Reisen bekommen hatten! Gerade mal 25km gelaufen und er verfügte über Tempomat, Navi (ohne es teuer dazubuchen zu müssen) etc. Unser Ziel für den Tag war also Byron Bay, welches sehr touristisch für einen so kleinen Ort ist, aber einiges zu bieten hat, was wir uns gerne anschauen wollten – Aussichtspunkte, Wale, Küste, Leuchtturm. Und alles in fast fußläufiger Entfernung zum Ort. Besser sogar, es ist alles über einen Wanderweg von etwa 3 Stunden miteinander verbunden.

Wir stellten unser Auto am Stadtrand ab und machten uns zu Fuß auf den Weg. Der Wanderweg war gut ausgebaut und ausgeschildert und daher für uns sehr angenehm, wenn er auch viel bergauf ging. Direkt zu Beginn des Wanderweges kamen wir an mehreren Aussichtspunkten, wie dem Fishermans Lookout vorbei.

Hier machten wir direkt ein kleines Päuschen und genossen die Sonne. Danach führte der Wanderweg weiter bis zum Leuchtturm am Cape Byron. Nicht nur der Leuchtturm an sich war schon ein kleines Highlight, sondern auch der Ausblick auf die Küste und das Meer von unten wie von oben auf dem Leuchtturm.

Wer einen guten Blick hatte, konnte sogar Wale und Delphine vor der Küste sehen.

Doch unser eigentliches Highlight folgte noch, denn ein Stück den Wanderweg weiter bekamen wir einen atemberaubenden Blick auf Strand und Wellen Byron Bays:

Bei diesem Anblick konnten wir es uns nicht nehmen lassen einen kurzen Abstecher zum Strand zu machen. Kaum angekommen braute sich leider ein Unwetter zusammen, sodass wir bald aufbrachen und sogar den letzten Rest des Weges zum Auto sehr schnell gehen mussten bzw. wollten. Von hier aus machten wir uns dann auf den Weg zu unserer neuen Unterkunft.

In unserer neuen Unterkunft angekommen merkten wir direkt, dass wir mit unseren Gastgebern genau auf einer Wellenlänge waren. Wir vergaßen beinahe das Abendessen und quatschen bis spät in die Nacht. Unser Gastgeber hat 2 Jahre in Australien verbracht und machte sich nur eine Woche später auf den Weg für 6 Monate nach Südamerika. Da lag es natürluch nahe sich über seine Erfahrungen in Australien und unsere in Südamerika auszutauschen.

Der nächste Tag war bereits unser letzter Tag mit Mietwagen. Also wollten wir ihn nutzen! Nach einer recht kurzen Nacht (bedingt durch die späte Stunde zu der wir schlafen gingen) und einem entspannten Frühstück brachen wir daher in Richtung Gold Cost auf. Doch Gold Cost selber sowie Surfers Paradise waren gar nicht unser Ziel (insbesondere von Surfers Paradise wurde uns bereits im Vorfeld abgeraten und auch im Laufe unserer Zeit in Australien haben wir nur enttäuschendes davon gehört), sondern die Coombabah Lakes Conservation Area. Wie wahrscheinlich die meisten anderen hatten wir vorher nie etwas davon gehört, doch hier leben viele Kängurus und Koalas frei, sodass wir hofften jeweils einen zu Gesicht zu bekommen.

Kaum hatten wir nach einer guten Stunde Fahrt das Ziel erreicht sichteten wir direkt zu Beginn des Wanderweges bereits die ersten Kängurus:

Später sogar Mamas mit Baby im Beutelchen:

Und das Beste daran war, dass sie sich nicht von uns beirren ließen, sondern einfach taten was sie wollten. Sie aßen, flitzten durch die Gegend oder lagen in der Sonne. Daran merkt man einfach, dass die Tiere in Australien keine Angst vor Menschen haben, weil sie sie nicht haben müssen! Sie können dort für sich leben, ohne dass die Menschen sie ärgern oder ihnen zu nahe kommen. Und das ganz ohne Warnschilder oder Verhaltensregeln.

Die Koalas waren dagegen schon schwieriger zu finden und ehrlichgesagt waren wir ziemlich enttäuscht weil wir erst keine finden konnten. Das ist aber auch gar nicht mal so einfach, da sie meist regungslos in Baumkronen von Eukalyptuabäumen sitzen. Aber Eukalyptusbäume gab es dort überall und meist so dicht beieinanderstehend, dass man die Baumkronen nicht gut einsehen und absuchen konnte. Doch dann hatten wir eine Glückssträhne, nachdem wir endlich einen Koala entdeckt hatten. Er war wach (gar nicht so wahrscheinlich, so viel wie die schlafen), aß und (wir möchten es uns zumindest einbilden) posierte für die Kamera!

Direkt zwei Bäume weiter fanden wir den nächsten, doch er drehte uns den Rücken zu, sodass fotografieren schwierig war. Ein Stück weiter entdeckten wir sogar noch einen dritten Koala, wir gehen zumindest davon aus, dass es einer war. Ein ziemlich wuchtiges, monströses Exemplar, das leider direkt vor der Sonne im Baum saß. Leider gibt’s auch von diesem keine Fotos.

Nach der Wanderung legten wir ziemlich zufrieden einen kurzen Zwischenstopp in einem Cafe ein, tranken Kaffee und aßen Törtchen.

Leider hieß es dann schon wieder für uns den Rückweg nach Brisbane anzutreten, da wir das Auto abgeben mussten. Ab jetzt hieß es also wieder Bus- und Bahnfahren für uns ? auch schon zurück zu unserer Unterkunft…

Am Abend quatschten wir wieder viel mit unseren Gastgebern und wollten in Erfahrung bringen, was wir in dem letzten verbleibenden Tag in Brisbane machen und anschauen sollten. Es stellte sich heraus, dass Brisbane zwar zum Leben und Arbeiten toll sein soll, für uns als Touristen jedoch nicht viel hergibt. Daher beschlossen wir, den nächsten Tag zu nutzen um unsere restliche Zeit in Australien zu planen um danach mit der Planung für Asien beginnen zu können.

Am nächsten Tag war für uns also Planung angesagt, sodass wir die Wohnung nahezu gar nicht verließen, außer um einkaufen zu gehen. Muss auch mal sein, beschlossen wir, wenn man so lange und in so vielen verschiedenen Ländern unterwegs ist!

Tag 17 begann dann wieder ganz entspannt. Denn unser Bus zu unserer nächsten Station in Australien, Hervey Bay, fuhr erst mittags um 12 Uhr. Wir schliefen also aus frühstückten ausgedehnt und packten unsere Sachen, bevor wir uns zu Fuß auf den Weg zum Busbahnhof machten.

Dir 5-stündige Busfahrt verlief entspannt, wenn wir auch froh waren keine Nachtfahrt hinter uns bringen zu müssen. Denn wie sich bei unserer Planung am Vortag herausstellte sollten in unserer letzten Woche in Australien noch 2 Nachtfahrten auf uns zukommen. Durch die Busfahrt verloren wir allerdings fast einen ganzen Tag, sodass wir, im Hostel angekommen, nur noch einkaufen gingen und kochten.

Generell stellte sich Hervey Bay für uns als enttäuschend heraus. Zum einen weil wir schlechtes Wetter hatten, es war viel bewölkt, ab und zu durchsetzt mit Regenschauern. Zum anderen weil wir eigentlich vorhatten eine Tour nach Fraser Island zu machen, was sich jedoch nicht umsetzen ließ. Denn leider waren wir zu einem Nationalfeiertag da (Geburtstag der Queen), an dem keine Touren starteten. Wir waren etwas enttäuscht, wobei (wir wollen ja mal das positive an der Sache sehen) da das Wetter nicht mitspielte hätten wir uns am Ende vermutlich geärgert so viel Geld ausgegeben zu haben, wenn wir eine Tour angetreten hätten die dann verregnet geworden wäre.

So verbrachten wir unsere Zeit soweit möglich am Strand und bei einem tollen Sonnenuntergang an einem gut 1 km langen Steg in Hervey Bay:

bevor wir am Abend von Tag 19 zu unserer Nachtfahrt nach Airlie Beach aufbrachen, wo unser absolutes Australien-Highlight auf uns wartete!

Tage 7 bis 13 in Australien

Nach einer äußerst kurzen Nacht begann unser 7. Tag in Australien bereits um 4:20 Uhr am frühen Morgen. Denn es war nicht nur ein Reisetag, wir hatten sogar eine ziemliche Strecke zurückzulegen! Am Morgen hieß es erstmal richten, die letzten Sachen (Frühstück etc.) einpacken und nach nur 25 Minuten los zum Bus Richtung Innenstadt, von wo aus wir weiter zum Flughafen fuhren. Denn für die Strecke die uns bevorstand wollten und konnten wir dieses mal keinen Bus nehmen ? die Weiterreise führte uns nämlich ca. 2.000km Luftlinie ins Landesinnere, ins Outback.

Am Flughafen waren wir um 5:45 Uhr schnell angekommen und damit eine volle Stunde vor Abflug nach Adelaide. Der Flug war unspektakulär, Inlandsflug halt ? in Adelaide hatten wir dann fast 6 Stunden Aufenthalt, weswegen wir beschlossen den Flughafen zu verlassen und im umliegenden Gewerbegebiet den IKEA aufzusuchen. Dort genehmigten wir uns erstmal einen Kaffee (oder auch 2) sowie eine Zimtschnecke und arbeiteten an unserem Blog. Was aber auch in Australien nicht fehlen darf, wenn man schon mal bei IKEA ist, ist ein Gang durch die Markthalle! Und so kam es, dass wir uns sogar was gekauft haben (kann man ja immer mal brauchen):

Weitere Ausflüge haben wir nicht unternommen und waren daher pünktlich zum Weiterflug zurück am Flughafen. Auch der Weiterflug lief problemlos ab und wir kamen kurz vor 16 Uhr in Alice Springs an. Also haben wir unser Gepäck (vollständig) abgeholt, den Transfer in die Stadt organisiert und waren gegen 17 Uhr an unserer Unterkunft. Nachdem wir unser Zimmer bezogen hatten sind wir von dort allerdings direkt noch in die Stadt aufgebrochen, denn wir wollten unsere Outback-Tour buchen und einkaufen gehen.

Leichter gesagt als getan. Alice Springs ist so ein „Dorf“, sodass um 17 Uhr bereits alle Touristeninformationen und Agenturen geschlossen haben. Also hatten wir keine Chance mehr eine Tour zu buchen. Unser Glück im Unglück war allerdings, dass für die kommenden Tage erstmal kein gutes Wetter im Outback angekündigt war, wir also ohnehin erst 3 Tage später aufbrechen wollten.

Also gingen wir nur einkaufen, kochten und versuchten schon mal online nach Touren zu schauen.

Am nächsten Tag starteten wir in unsere 2. Woche in Australien. Leider immernoch krank. An Tag 8 haben wir daher nahezu gar nichts zustande gebracht und das Hostel nicht verlassen. Ich habe quasi den ganzen Tag geschlafen um wieder fit zu werden. Erst abends haben wir uns wieder daran gemacht, eine Tour fürs Outback zu buchen.

Leider bekamen wir bereits am nächsten Morgen eine Email der Agentur, dass die gebuchte Tour nicht bestätigt werden kann. Also fingen wir morgens an Tag 9 erneut an das Internet nach bezahlbaren und so kurzfristig noch verfügbaren Outback-Touren zu durchforsten. Denn unsere Tour musste zwingend bereits am kommenden Morgen losgehen, damit wir sie vor unserem Weiterflug noch unterbringen konnten. Und – ein Glück – wir haben noch eine Tour gefunden!

Ihr werdet euch jetzt vielleicht fragen, warum wir uns nicht schon viel früher darum gekümmert haben. Und eigentlich habt ihr damit recht. Aber ganz ehrlich, gerade in Südamerika zahlt man im Internet das doppelte von dem Preis, den man vor Ort bezahlt. Daher sind wir mittlerweile generell Fans davon, vor Ort zu buchen. So kann man sich auch die Agenturen selbst anschauen und die Angebote miteinander vergleichen. In Bolivien z.B. waren wir in 4 verschiedenen Agenturen und haben uns das ganze „Paket“ angeschaut bevor wir uns entschieden und die Tour durch die Salzwüste in Uyuni gebucht haben.

Alles gut gegangen, also konnten wir den restlichen Tag gut gelaunt und entspannt angehen lassen. Erstmal gingen wir in den botanischen Garten, wo wir ein wenig spazieren gingen und unser erstes Wallaby sichteten:

Außerdem bestiegen wir einen sehr kleinen Berg für einen schönen Ausblick:

Im Anschluss liefen wir zur Telegrafen-Station Alice Springs, die als touristisches Highlight bekannt sein soll. Weshalb verstehen wir nicht so ganz, für uns war’s nicht so spektakulär ? noch dazu haben wir uns geärgert unser Grillfleisch nicht mitgenommen zu haben, denn hier gab es öffentliche Grillplätze mit Gasgrils. (Generell sind solche öffentlichen Grillplätze eine tolle Sache in ganz Australien. Denn sie sind sauber, kostenfrei, an schönen Ecken gelegen und man hat direkt WCs um die Ecke.)

Für uns hieß es dann abends im Hostel grillen, immerhin, da hatten wir auch einen Grill stehen ?

Außerdem packten wir unsere Sachen, bereiteten schon unser Frühstück für den kommenden Tag vor und gingen ganz ganz früh schlafen, denn der Wecker am nächsten Tag klingelte wieder viel zu früh: um 4:25 Uhr.

Pünktlich um 4:45 Uhr saßen wir bereits im Bus unserer Tour. Doch erstmal hieß es für uns weiterschlafen, denn unsere erste richtige Station war Ayers Rock Stadt/Dorf und damit etwa 400km entfernt. Hier aßen wir zu Mittag und sammelten den Rest unserer Gruppe ein. Hier ist außerdem dieser Schnappschuss entstanden:

Nachmittags gingen wir in ein Aborigine-Museum zu Ayers Rock (Von den Aborigines selbst gestaltet). Hier konnten wir uns ein wenig mit deren Leben im Einklang mit der Natur vertraut machen, bevor wir dann endlich erst zu einem Aussichtspunkt:

und dann zu Ayers Rock selber fuhren. Hier machten wir einen Walk von einigen Kilometern, der durch die trockene Mittagshitze erstaunlich anstrengend war. Doch die Anstrengung hat sich gelohnt! Man kam so nah an Ayers Rock, kpnnte die Höhlen mit Höhenmalereien betreten und alles anfassen. In diesen Höhlen wurden bei den Aborigines die Kinder unterrichtet und die heute noch zu sehenden Malereien waren Bestandteile des Unterrichts.

Das war es, was uns an anderen Stellen dieser Erde so gefehlt hat! Denn mit so viel Kontakt bekommt man ein richtig gutes Feeling für das was Natur und Geschichte da erschaffen haben. Nicht damit zu vergleichen, vor Absperrbädern mehrere Meter entfernt stehen bleiben zu müssen! Außerdem konnte man so aus der Nähe sehen, was das Besteigen des Ayers Rocks (was ja noch erlaubt ist und daher auch zu Hauf gemacht wird, obwohl die ansässigen Aborigines darum bitten dies nicht zu tuen, da der Ayers Rock für die Aborigines heilig ist) mit dem Berg macht: der Berg verliert seine typische rote Farbe uns die Struktur löst sich auf. Daher ist es unserer Meinung nach gut, dass das nur noch bis Oktober 2019 möglich und danach nicht mehr erlaubt ist.

Danach fuhren wir zu unserem Campingplatz für die Nacht von wo aus wir zu einem Aussichtspunkt für den Sonnenuntergang gingen. Hier konnten wir erstmals auch die Olgas, unser Ziel für den kommenden Tag, in ihrer Gänze sehen, denn direkt hinter ihnen ging die Sonne unter:

Ein toller Ausgang für Tag 1 unserer Tour und Tag 10 in Australien!

Doch ganz vorbei war der Tag noch nicht. Zurück am Campingplatz gab es für uns Abendessen und einen geselligen Abend am Lagerfeuer in einer netten, jungen und überwiegend deutschen Runde. Abends dann hieß es für uns schlafen unter dem Sternenhimmel am Lagerfeuer im typisch australischen Swag:

Leider hatten wir fast Vollmond, sodass kein spektakulärer Sternenhimmel zu sehen war ? Die Nacht verbrachten wir sehr angenehm in useren Swags, auch wenn ich (Elena) etwas fror, und das obwohl wir unsere eigenen Schlafsäcke zusätzlich zum wärmen verwendeten.

Am nächsten Morgen wurden wir wieder unangemehm früh um 5 Uhr geweckt. Doch das war nötig, denn nach Frühstück, packen, Aufbruch und einer 30 minütigen Fahrt schauten wir um 6:30 Uhr den Sonnenaufgang hinter Ayers Rock:

Nach diesem gelungenen Start in den Tag ging die Tour direkt weiter zu den Olgas, benannt nach einer deutschen Prinzessin die niemals dort war, unserem Highlight der Outback-Tour! Hier machten wir eine Wanderung, die man zwingend morgends machen sollte, denn nachmittags wird es hier einfach zu heiß. Im australischen Sommer kann man diese Wanderung meist gar nicht machen, da die Gefahr einer Dehydrierung auf der Strecke zu groß ist. Wir waren jedenfalls froh im Frühling hier zu sein und die Wanderung mitmachen zu können. Denn es war einfach beeindruckend!

Vorallem, wenn man bedenkt, dass Ayers Rock und die Olgas mal ein einziger Haufen Sand und Steine waren. Aus dem Sand wurde später durch viel Druck Ayers Rock, aus den Steinen wurden die Olgas. Beide groß und rot und beeindruckend und so so unterschiedlich!

Der restliche Tag war leider recht unspektakulär, denn wir verbrachten ihn nach dem Mittagessen zum Großteil im Busschen um unseren Campingplatz für die kommende Nacht anzufahren. Dieser lag jedoch schon in Richtung unserer letzten Station der Outback-Tour: Kings Canyon. Dieser stand für Tag 3 unserer Tour, Tag 12 in Australien an.

Am Campingplatz angekommen erwartete uns ein Outback-Abendessen vom Feuer: Känguru-Bolognese mit Spaghetti, Knoblauch-Baguette und einem süßen Nachtisch-Brot mit Cookies (leider habe ich schon wieder vergessen wie das hieß…) alles am Feuer zubereitet. Also schlemmten wir und schliefen hinterher vollgefressen wie wir waren richtig richtig gut.

Der nächste Tag begann etwas später, wenn auch immer noch sehr früh, um 5:30 Uhr. Leider zu spät, denn der Plan war nach Frühstück etc. so aufzubrechen, dass wir am Kings Canyon den Sonnenaufgang schauen könnten. Bis wir den Canyon allerdings hochgewandert waren (wohlgemerkt nur 300 Höhenmeter) war die Sonne leider schon aufgegangen.

Dennoch durchwanderten wir den Canyon einige Stunden und machten an einer Oase Pause für Kekse und Äpfel.

Alles in allem der Spot, der uns an den 3 Tagen am wenigsten begeistert hat. Vermutlich sind aber Canyons einfach nicht unseres, der Colca Canyon in Peru, der mit seinen 1.200m Höhe der höchste weltweit ist, konnte uns auch schon nicht begeistern. Dennoch war auch der letzte Tag unserer Outback-Tour wirklich toll!

Nach einem Mittagessen, das mich endlich von meiner Erkältung geheilt hat (es gab Sandwiches und ich habe mir ohne es zu wissen den ultimativen Wasabi-Senf in Mengen auf meines gemacht, sodass meine Nase hinterher frei von allem war – alles weggeätzt ?) traten wir die Rückreise nach Alice Springs an. Unterwegs machten wir allerdings noch an einer Kamelfarm halt, wo es neben Kamelen auch Emus, Kängurus und Wallabys gab.

Dass Kamele hier in Australien lebten wussten wir vorher außerdem beide gar nicht! Aber tatsächlich sind es sogar viel zu viele von ihnen im Outback (wir haben auch einige in freier Wildbahn gesehen), sodass es eine regelrechte Kamelplage gibt und sie in freier Laufbahn getötet werden müssen. Auf einer Farm zu leben ist für sie also gar nicht sooo schlecht. Man möchte es sich zumindest einreden ?

Von hier aus ging es dann endgültig zurück nach Alice Springs, wo wir gegen 17:30 Uhr ankamen. Für uns hieß es nur noch einkaufen, abendessen und schlafen gehen, denn die 3 Tage hatten uns ganz schön geschafft!

Der nächste Tag war dann wieder ein Reisetag, denn unsere Zeit im Outback war schon wieder vorbei und für uns ging es weiter nach Brisbane. Wir schliefen also aus, frühstückten, checkten aus und begaben uns Richtung Flughafen. Natürlich waren wir für einen Inlandsflug viel zu früh am Flughafen, vorallem da dieser sehr klein war (der zweitkleinste auf unserer bisherigen Reise direkt nach Baltra auf den Galapagos-Inseln). Der Flug lief problemlos, wenn auch mit etwas Verspätung, sodass wir am frühen Nachmittag in Brisbane ankamen wo wir endlich wieder mit Mietwagen unterwegs sein würden. Dies nahmen wir in Empfang und begaben uns zu unserer nächsten Unterkunft, bevor wir bei einem Abendessen mit Steak und Burger den Tag und unser Abenteuer ausklingen ließen.

Das nächste Abenteuer stand ja bereits in den Startlöchern!

Tage 1 bis 6 in Australien

In Melbourne angekommen hatten wir bereits nach 22 Uhr, sodass wir uns wirklich freuten, dass alles sehr unkompliziert ablief. Wir holten unsere Backpacks ab (es war auch alles angekommen), reisten ein, was wesentlich einfacher war als in Neuseeland, und fuhren mit Uber in die Stadt zu unserem Hostel. Zum ersten mal durften wir feststellen wie teuer Australien ist, denn alleine die 15 minütige fahet mit Uber vom Flughafen zum Hostel kostete und 70AU$ (ca. 43€).

Wir machten uns dort nur noch bettfertig und gingen schlafen, zu Abend hatten wir zum Glück noch in Neuseeland gegessen.

An unserem ersten richtigen Tag in Australien haben wir Melbourne erkundet. Wirklich toll an Melbourne ist für uns als Reisende, dass im Central Business District (CBD) der ÖPNV komplett kostenfrei ist. Unser Hostel lag jedoch etwas außerhalb des CBD in St. Kilda am Strand, sodass wir uns trotzdem viel zu Fuß bewegt haben. Denn um den regulären ÖPNV zu nutzen muss man sich aufladbare Karten zulegen, die jedoch pro Person schon 6AU$ (ca. 3,70€) kosten. Das haben wir für die 2 Tage in Melbourne dann nicht eingesehen zu bezahlen.

Auf unserem Fußweg zum CBD lag bereits ein Stadtpark inkl. botabischem Garten. Dort verbrachten wir einige Zeit und genossen die Sonne. Denn wettertechnisch hatten wir in Melbourne richtig Glück! An beiden Tagen dort hatten wir 20 Grad und Sonnenschein (nach Neuseeland war das einfach Luxus für uns! Vorallem, da Melbourne normalerweise sehr windig und nicht so sonnig ist). Außerdem schlenderten wir durch den sportlichen Teil Melbournes, denn Melbourne ist Sportstadt und unter anderem Austragungsort der Australian Open.

Nachmittags machten wir eine free-walking Tour die uns an einige Fleckchen der Stadt führte, die wir sonst nicht entdeckt hätten. Zum Beispiel ist selbst im CBD, dem Geschäftsbezirk der Stadt, an einigen Stellen Graffiti legal. Sodass es immer wieder in der Stadt solche Gässchen gibt.

Außerdem liefen wir alles sehenswerte an, was für uns nicht besonders viel ist. Denn obwohl Melbourne sich selbst als beste Stadt Australiens sieht und gerne Hauptstadt geworden wäre (und es auch über 20 Jahre lang war) hat Melbourne nicht so wirklich viel zu bieten.

Nach einem kurzen Abstecher zu Aldi (ja in Australien gibt es den deutschen Discounter Aldi) machten wir uns nach der Tour auf den Rückweg zum Hostel.

Der nächste Tag war auch zeitgleich unser letzter Tag in Melbourne. Also hieß es wieder packen und auschecken. Da es jedoch erst abends mit dem Nachtbus weiter nach Sydney ging, haben wir unser Gepäck mit in die Stadt genommen und dort bis zum Abend eingelagert (über bag’n’b quasi airbnb für Gepäck).

Danach ging es für uns zum Queen Victoria Market, einem der größten Märkte der südlichen Hemisphäre. Der Markt hat uns leider gar nicht begeistert, denn viele Stände waren nicht aufgebaut. Das lag aber vielleicht einfach daran, dass wir freitags Vormittags da waren, möglicherweise sieht der Markt sonntags anders aus.

Außerdem liefen wir nochmals einige Punkte der free-walking Tour des Vortages an, an denen wir ungestört Fotos machen wollten. Statt dem Gässchen mit dem Graffiti aus der Tour entschieden wir uns allerdings für ein größeres, bekannteres:

Außerdem gingen wir superlecker (und superteuer) asiatisch essen (alleine wegen des Essens können wir unsere Zeit in Asien gar nicht mehr abwarten! ?) bevor wir unser Gepäck abholten und zum Busbahnhof fuhren um im Nachtbus unser Lager für die nächsten 12 Stunden zu beziehen.

Direkt beim einstiegen in den Bus mussten wir feststellen, dass die Nachtbusse in Australien absolut nicht mit denen in Südamerika mithalten können. Es handelt sich um ganz reguläre Reisebusse, wie sie auch in Deutschland fahren, die auch für längere Fahrten wohl in Ordnung sind aber zum schlafen absolut nicht geeignet sind. Denn im Gegensatz zu den Bussitzen in Südamerika, die man auf 160-170 Grad neigen kann, sind in Australien vielleicht gerade einmal 120 Grad möglich. Auch gibt es weder Kissen oder Decken noch Verpflegung, noch nicht einmal etwas zu trinken. Aber gut, essens- und trinkenstechnisch waren wir ohnehin vorberietet und wozu haben wir unsere tollen Schlafsäcke, um die wir einmal mehr froh waren! Also machten wir es uns gemütlich, nutzten das vorhandene WLAN (immerhin das gab es nämlich ?) lasen und schliefen ziemlich schlecht. Nicht nur, dass es super unbequem zum schlafen war und der Bus mehrfach hielt um Pause zu machen, leider kamen wir auch um kurz nach 6 Uhr am nächsten Morgen und damit fast eine Stunde zu früh in Sydney an. Zu allem Überfluss hatte bei mir die Klimaanlage im Bus zugeschlagen und ich war verschnupft.

Aufgrund unserer Müdigkeit und der frühen Uhrzeit beschlossen wir erstmal einen Kaffee trinken zu gehen. Aus dem Kaffee wurde ein ausgedehntes Frühstück.
Die Zeit nutzten wir um die nächsten Tage in Sydney ein wenig zu planen und vorallem herauszufinden, wie wir zu unserer Unterkunft kommen. Tatsächlich war es, trotz Großstadt und obwohl wir Züge und Trams so gar nicht mehr gewöhnt sind, gar nicht mal so schwer zur Unterkunft zu kommen. Dort angekommen machten wir uns erstmal mit unseren Gastgebern bekannt, wir wohnten nämlich die 4 Nächte über bei Freunden von Freunden, bevor wir gegen Mittag wieder mit der Fähre nach Sydney in die Innenstadt aufbrachen.

Der restliche Tag in Sydney war leider nicht wirklich glorreich für uns, was zum Teil an unserer Müdigkeit durch die kurze Nacht aber vorallem daran lag, dass ich doch ganz schön angeschlagen von der Nacht mit der Klimaanlage war und mich so gar nicht gut fühlte. Daher kamen wir vom Hafen über das Opernhaus nicht weit, quasi nur bis zum nächsten Park, wo wir uns für ein Weilchen in die Sonne legten um die Augen zu schließen. Danach schlenderten wir noch etwas durch die Stadt, aber da ich doch ganz schön angeschlagen war, bewegten wir uns nur rund um das Hafenviertel, bevor wir früh zu unserer Unterkunft zurückkehrten.

Am kommenden Tag (ausgeschlafen und erholt) haben wir da schon mehr von Sydney gesehen. Nach einem entspannten Morgen mit ausgiebigem Frühstück machten wir uns auf zu einer free-walking Tour in Sydney. Bei dieser Tour hatten wir einen äußerst sympathischen Guide, der die Tour mit viel Humor gestaltete. Wir liefen einige der historisch und touristisch wichtigen Spots Sydneys an:

Bevor wir leider an einem Gässchen, das es uns besonders angetan hatte und wo wir mehr Zeit zum fotografieren brauchten, die Gruppe verloren. Wenigstens ist dabei ein schönes Foto herausgekommen ?:

Im Anschluss machten wir einen Großeinkauf, da wir am Abend die liebe Familie, bei der wir untergekommen waren, mit europäischem Essen bekochten: Hühnerfrikassee!

Unser 3. Tag in Sydney begann etwas früher, wenn auch immernoch sehr entspannt. Denn an diesem Tag hatten wir etwas mehr Strecke vor uns. Etwa 150km westlich (landeinwärts) von Sydney liegen die Blue Mountains auf einem Riesen Areal, das wir zumindest ein kleines bisschen erwandern wollten. Auf die Blue Mountains hatte ich (Elena) mich besonders gefreut, da ich schon so schöne Bilder davon gesehen hatte. Die Blue Mountains waren auch sehr schön aber etwas enttäuscht waren wir beide dann dennoch. Mal von dem Menschenansturm (allen voran Asiaten, die sich mit allen Mitteln in die erste Reihe vorkämpfen um Fotos zu machen, und ihre Position dann nicht mehr abgeben wollen, sodass man auf jedem Bild Asiaten mit drauf hat (und das bei den spektakulären three sisters)) auf die ersten Aussichtspunkte abgesehen, waren wir schnell ungestört, sobald wir unsere Wanderung begonnen hatten. Denn über die ersten ein oder zwei Aussichtspunkte kommen die meisten Touristen mit gebuchten Touren nicht hinaus, weshalb wir wieder einmal froh waren auf eigene Faust dorthin losgezogen zu sein. Doch leider bot sich uns überall derselbe, zwar schöne aber wenig abwechslungsreiche, Anblick auf die Blue Mountain:

Zu guter Letzt haben wir am Ende unserer Wanderung leider auch noch den Zug zurück Richtung Sydney um 3 Minuten verpasst. Da der Zug nur stündlich fährt, hieß es für uns warten. Leider nicht nur eine Stunde, sondern (wie sollte es auch anders sein) 75 Minuten, denn der nächste Zug hatte natürlich Verspätung.

Doch davon wollten wir uns die Laune nicht verderben lassen, denn für unseren letzten Tag in Sydney war mit 25° endlich richtig gutes Wetter angekündigt, weswegen wir zumindest für ein Stündchen an den Strand wollten. Zuerst fuhren wir jedoch wieder in die Stadt und klapperten noch ein paar Stationen ab. Zum Beispiel wollten wir nochmal ins Queen Charlotte Building, ein Einkaufszentrum, wo wir mithilfe eines Filters eine Langzeitaufnahmen ohne Menschen machen wollten:

Außerdem fuhren wir nochmal bei gutem Wetter an Sydneys Wahrzeichen: das Opernhaus, wo wir mit viel Glück und Zufall ein gemeinsames Foto mit einer Möwe bekommen haben:

Und schlussendlich ging es für uns an den Strand, quasi zum Sonnenuntergang. Soweit man eben etwas vom Sonnenuntergang an der Ostküste hat ? es ist aber ein sehr schönes Outtake-Foto herausgekommen, nachdem unsere Kamera aufgrund des Windes mit samt Stativ in den Sand gefallen ist. Hier der vorher-nachher-Vergleich unseres Outtake-Fotos:

Unmittelbar nach dem Sonnenuntergang ging es für uns zurück zur Unterkunft, denn es hieß für uns Sachen packen, Frühstück vorbereiten, duschen und früh schlafen gehen. Denn der nächste Tag war Abtrisetag und begann für uns schon um 4:20 Uhr. Wir brachen in unser erstes richtiges Abenteuer in Australien auf und waren schon richtig gespannt! ?