Tage 2 bis 8 in Neuseeland

Da wir in Neuseeland in den 4 Wochen möglichst viel sehen wollten und das vorallem auch von Nord- und Südinsel hatten wir einen straffen Zeitplan. Daher ging es für uns an Tag 2 nach einem ausgiebigen Frühstück bereits morgens von Auckland nach Paihia bei bay of islands in die Northlands. Die Fahrt erinnerte uns schon an Deutschland. Viele Wiesen und Weiden, Schafe und Kühe. Immer wieder regnete es (auch wie in Deutschland).

In Paihia angekommen bezogen wir erstmal unser Studio im Hostel und erkundeten direkt die Umgebung, liefen innerhalb von nur gut 2 Stunden einen Aussichtspunkt (Paihia lookout) und die haruru falls an:

Außerdem buchten wir für Tag 4 einen Trip mit dem Katamaran durch bay of islands bis zum hole in the rock wo wir auch mit etwas Glück Delphine sehen sollten.

Doch an Tag 3 ging es für uns erstmal noch weiter in den Norden nach Cape Reinga, einem der nördlichsten Punkte Neuseelands. Wieder regnete es auf der Fahrt teilweise stark und unser Mut schwand. Auch als wir angekommen waren hingen noch dicke Wolken am Himmel, auch wenn es aufgehört hatte zu regnen. Wir waren direkt begeistert, dass es dort, so weit ab von der Zivilisation sogar Trinkwasser gab, womit man seine Flaschen auffüllen konnte. (Haben wir natürlich gemacht!)

Hier gingen wir einen kurzen Wandeweg hin zu Aussichtspunkt und Leuchtturm:

Erstmals wurde uns hier bewusst, wie weit wir eigentlich von Zuhause weg waren. Denn hier stand ein Pfeiler mit Richtungsweisern, auf denen zum Beispiel auch London mit einer Entfernung von 18.029 km angegeben war.

Danach ging es für uns zu einer nahe gelegenen Sanddüne, denn bereits auf dem Hinweg nach Cape Reinga hatten wir gesehen, dass man sich hier Boards leihen konnte um die Sanddüne runterzurutschen. Mittlerweile war es deutlich aufgeklart, würde schön warm und die Sonne kam heraus. Da das Wetter mittlerweile gut mitspielte wollten wir uns das Sandboarden nicht entgehen lassen.

Neben dem eigentlichen Sandboarden war die Sanddüne eine tolle Kulisse für Fotos jeglicher Art.

Und was soll ich sagen, eigentlich war es nicht geplant aber die 2 Stunden auf der Sanddüne würden zu unserem Highlight des Tages!

Nach dem Sandboarden machten wir uns fast schon wieder auf den Rückweg nach Paihia, machten jedoch einen Zwischenstopp am ninety mile beach um den Sonnenuntergang anzuschauen.

Leider hat die Temperatur am Tag nicht ausgereicht um baden zu gehen, aber davon waren wir ausgegangen. Wer aber im Sommer hier ist, kann bestimmt toll schwimmen gehen, denn bei 90km (es sind tatsächlich ’nur‘ 90km, nicht 90 Meilen) findet man immer auch ein ruhiges Eckchen!

Nachdem die Sonne untergegangen war und es echt kalt wurde, machten wir uns auf den Rückweg nach Paihia.

Witzige Geschichte außerdem: vielleicht lag es daran, dass wir mittlerweile echt hungrig und müde waren und darum schnell zurück zur Unterkunft wollten, jedenfalls wurden wir auf den 2-stündigen Rückfahrt direkt 2 mal von der Polizei angehalten: ein mal weil wir wohl 10km/h zu schnell unterwegs waren (Kann aber nur 10km/h laut Tacho gewesen sein!) und ein mal (kein Scherz!) weil wir die Mittellinie überquert hatten. Beim 2. Mal musste Sebi sogar pusten weil der nette Polizist dachte er wäre betrunken ?

Wir kamen trotzdem heile an und hoffen bis heute, dass das nur Verwarnungen waren und nicht am Ende noch Strafzettel auf uns zukommen ?

Für Tag 3 hatten wir ja schon im Vorfeld eine Bootstour gebucht. Hierfür mussten wir recht früh raus, packten, checkten nach dem Frühstück aus und waren bereits vor 9 Uhr bei bestem Wetter auf dem Boot.

Bereits ab der ersten Minute machten wir Fotos von der tollen Natur, den kleinen Inselchen (vielen kleinen Inselchen) und den Tieren, die wir zu sehen bekamen:

Möwen, Fische, Seelöwen.

Tatsächlich könnten wir scharenweise Fische sehen, die Möwen, die sie jagten und wie die Fische vor ihnen flohen.

Dann kamen wir zum hole in the rock, dem Highlight, und die Wetterbedingungen waren perfekt, sodass wir mit dem Katamaran auch durch das Loch fahren konnten.

Auf dem Rückweg, leider erst kurz vor Rückkehr im Hafen, sahen wir sogar Delphine.

Hierauf hatten wir sehr gehofft und für Sebi sogar dazugebucht, dass er mit Delphinen schwimmen durfte. Da leider die Zeit fehlte und wir bereits in Hafennähe waren, konnten wir nicht anhalten und schon gar nicht mit ihnen schwimmen…

Das Gute an der Sache war, weshalb wir uns gerade für den Touranbieter great sights entschieden haben:
1. Wir bekamen die die 30NZ$ für das Delphinschwimmen natürlich zurück
2. Außerdem bekamen wir zwei lebenslang gültige Freikarten um dieselbe Tour nochmal machen zu können, da wir von den Delphinen quasi nichts hatten! (Lebenslang heißt hier tatsächlich lebenslang. Neulich, so hat uns die Kapitänin erzählt, hat ein Ehepaar nach 19 Jahren seine Freikarten eingelöst)
3. Die Tour endete für uns nicht nach regulären 3 Stunden in Paihia. (Ohnehin ging die Tour schon länger als geplant)

Wir durften nämlich ohne Aufpreis weiterfahren bis Russell und am selben Tag auch noch von dort mit dem Boot zurück nach Paihia. Wir fuhren also weiter nach Russell und liefen noch einen wahnsinnig schönen Aussichtspunkt an (Tapeka Point Lookout). Schon der Wanderweg war wunderschön und ein echtes Highlight.

Aber dort angekommen hatten wir einen noch wahnsinnigeren Blick über die gesamte Bucht!

Obwohl Russell eigentlich nicht geplant war, sind wir richtig froh einen Abstecher von nur wenigen Stunden dorthin gemacht zu haben! Alleine für den kurzen Wanderweg und den Ausblick hatte sich das mehr als gelohnt.

Dann ging es zurück nach Paihia, ab ins Auto und los zu unserer nächsten Station. 4 Autostunden später und ohne polizeiliche Zwischenfälle kamen wir in unserer nächsten Zwischenstation in Hamilton an, wo wir in einer Airbnb für die kommende Nacht blieben.

Von Hamilton aus besuchten wir an Tag 5 eine Glühwürmchen-Höhle.

Das war leider etwas enttäuschend, die Glühwürmchen-Höhle aber auch der ganze Tag, denn wir hatten schlechtes Wetter. Erstmals seit wir in Neuseeland angekommen waren. Also verbrachten wir viel Zeit im Auto. Erst von Hamilton zur Höhle und im Anschluss weiter nach Rotorua, wo wir die nächsten beiden Tage verbracht haben.

Leider wurden die nächsten beiden Tage wettertechnisch nicht besser. Es war durchgehend bewölkt und regnete immer wieder. Dennoch besuchten wir an Tag 6 nach einem äußerst entspannten Morgen einen mud-pool, was echt cool war weil man wieder irgendwie zum Kind wird und auf das blubbern wartet, einfach fürs perfekte Bild,

und Wai-o-tapu, das geothermische Wunderland, welches uns aufgrund des Wetters nicht wirklich überzeugen konnte.

An Tag 7 besuchten wir das vulkanische Waimangu, das ebenfalls mit einigen geothermalen Aktivitäten punktet, uns allerdings ebenfalls nicht wirklich überzeugen konnte, nicht zuletzt weil ein großer Teil der Anlage zur Zeit unseres Besuches gesperrt und daher nicht für uns zugänglich war.

Eigentlich wollten wir uns nach Rotorua am Tongario Alpin Crossing versuchen. Diese 20km-Tageswanderung wurde viele Jahre lang in folge zur Besten weltweit gekürt. Leider sollte das Wetter auch in den kommenden Tagen nicht besser werden, weshalb wir uns dazu entschieden direkt weiter auf die Südinsel überzusetzen und unser Glück mit dem Alpin Crossing auf dem Rückweg nochmal zu versuchen. Kleine Planänderung – zum Glück war das so spontan möglich! Daher ging es für uns an Tag 7 noch weiter bis kurz vor Wellington, wo wir an Tag 8 eine Fähre nach Picton auf die Südinsel nahmen.

Und, soviel kann ich euch sagen, auf der Südinsel spielte das Wetter schon eher mit! Uns standen grandiose Tage bevor!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.