Tag 1 in Neuseeland

Nachdem wir aus Mexiko abgereist waren erwartete uns ein voller Reisetag: 3 Flüge (Cancún-Havana, Havana-Panama, Panama-Santiago de Chile) von 2 verschiedenen Airlines, da wir Hin- und Rückflug nach Cancún nachträglich gebucht hatten. Da wir aber Geld sparen (bzw. nicht zum Fenster rauswerfen) wollten, hatten wir nicht vor nochmal in Kuba einzureisen um unser Gepäck abzuholen und aufzugeben und uns für 20$ pro Person eine Touristenkarte zu kaufen, dafür, dass wir 3 Stunden Zeit am Flughafen hatten. Also mussten wir unser Gepäck in Cancún schon so aufgeben, dass es nach Santiago de Chile kommt, und das trotz 2 verschiedenen Airlines.

Leider hatten wir echt keine Ahnung wie das funktioniert, wenn 2 verschiedene Airlines involviert sind. Daher haben wir bereits bei Ankunft in Cancún und damit 1 Woche vor der Weiterreise Copa-Airlines (für die Flüge ab Havana) angeschrieben und nachgefragt. Leider haben wir bis zum Abflug keine Rückmeldung bekommen (die Rückmeldung kam am 22.8., obwohl wir angegeben hatten, dass es um Flüge am 13.8. geht ??‍♀️) musste also so gehen.

Am Flughafen in Cancún haben wir dann unser Gepäck aufgegeben, die Weiterflüge bis nach Santiago de Chile waren kein Problem, unser Gepäck wurde entsprechend gekennzeichnet und wir bekamen bereits die Boardingpässe für alle Flüge. Wir waren ziemlich erleichtert denn wir hatten uns echt Sorgen gemacht was das Gepäck angeht! Vorallem, weil wir nur knapp 24 Stunden nach der Landung von Santiago de Chile aus nach Neuseeland weiterfliegen sollten.

In Kuba hatten wir dann schon die ersten Probleme. Nicht mit dem Gepäck, sondern mit dem Verweilen in der Transitzone. Bisher haben wir es so erlebt, dass man aus dem Flugzeug aussteigt und in der Transitzone ist. An manchen Flughäfen mussten wir zusätzlich durch eine Sicherheitskontrolle. Am Flughafen in Havanna müssen die viele Mitarbeiter auch irgendwie beschäftig werden, weshalb man es dort wohl ganz kompliziert macht. In der Theorie wäre es auch in Havanna möglich durch eine Kontrolle in den Transitbereich zu gelangen. Allerdings verwiesen uns die Herrschaften an das Immigrationsbüro. Wir haben versucht mit allen Mitteln zu erklären, dass wir gar nicht immigrieren wollen, würden aber mit den Worten ‚das ist hier in Kuba eben so‘ abgewiesen. Letztendlich standen wir dann doch am Immigrationsbüro. Dort ließ man uns erstmal eine ganze Weile warten, bis sich jemand uns annahm. Nachdem wir einige Fragen beantwortet hatten, fragte sie nach unseren Pässen. Diese händigten wir aus, weil wir dachten sie wolle noch was nachschauen. Aber stattdessen machte sie auf den Absatz kehrt und verschwand ohne irgendwas zu sagen. Uns blieb nichts anderes übrig als wieder mehr als eine halbe Stunde zu warten. Irgendwann tauchte die Dame wieder mit unseren Pässen auf und mit neu ausgedruckten Tickets. Wir vermuten, dass sie uns nochmal eingecheckt hat, aber einfach mit den Pässen zu verschwinden fanden wir nicht witzig. Mit ihr ging es dann zurück zum Zugang des Transitbereiches, den wir dann mit ihrer ausdrücklichen Genehmigung nach einer Kontrolle betreten durften.

Doch zurück zum Gepäck, denn trotz unseren Bemühungen in Mexiko gab es selbstverständlich Probleme mit unseren Rucksäcken. Denn nach 3 Flügen nachts um 0:30 Uhr in Santiago de Chile angekommen warteten wir natürlich vergeblich auf unsere Backpacks. Auf beide Rucksäcke, wie sollte es auch anders sein. Man teilte uns mit, das unsere Rucksäcke irgendwie in Havana zurückgeblieben waren (was uns bei der teilweise angetroffenen kubanischen Arbeitsmoral nicht gewundert hat). Und damit trat das ein wovor wir so große Angst hatten. Doch es sollte bereits eine Lösung geben: mit dem nächsten Flugzeug um 5 Uhr morgens sollte unser Gepäck in Santiago de Chile ankommen. ‚Gut, solange sie vor unserem Weiterflug (möglichst vor 22 Uhr) um 1 Uhr nachts da sind ist uns alles recht‘, dachten wir und machten uns auf den Weg zu unserer letzten Unterkunft in Südamerika.

Für unsere letzte Nacht auf diesem Kontinent hatten wir uns nach langem mal wieder ein Hostel genommen. Das alleine wegen unserer späten Ankunft und weil wir direkt einen Flughafentransfer dabeihaben wollten. Den Flughafentransfer hatten wir extra per E-Mail mit dem Hostel im Vorfeld vereinbart. Nachdem mit unserem Gepäck endlich alles geklärt war und wir mit leeren Händen gehen mussten stellte sich heraus, dass anders als vereinbart kein Transfer auf uns wartete. Wir hatten mittlerweile 2 Uhr nachts und wir waren echt müde vom vielen Fliegen.

Es stellte sich jedoch glücklicherweise heraus, dass noch Nachtbusse in die Innenstadt fuhren und das zu einem Bruchteil des Preises, den wir für den Flughafentransfer hätten zahlen müssen (23,35€ vs. 4,67€ für beide zusammen). Glück im Unglück würde ich sagen. Also 20 Minuten mit dem Bus und die letzten 3km zu Fuß. Hatten ja kein Gepäck, war also kein Problem zu laufen, auch wenn wir schon mitten in der Nacht hatten.

Als wir dann endlich im Hostel waren und eingecheckt hatten, durften wir erstmal noch unser Bett beziehen, das hatten wir noch nie, dass wir das selbst machen mussten. Noch dazu beim bisher zweitteuersten Zimmer auf der Reise. Und darüber hinaus nach 3 Uhr morgens weil uns keiner am Flughafen abgeholt hatte. Dann hieß es endlich schlafen!

Morgens erwartete uns die nächste Überraschung: um 7 Uhr morgens bekamen wir eine E-Mail der Airline, dass unser Gepäck nicht in dem 5-Uhr-Flugzeug war, sondern erst mit der nächsten Maschine um 21 Uhr ankommen würde. Klasse. Okay, letzte Chance aber aller guten Dinge sind ja wohl 3! Wenn’s beim 3. Anlauf auch nicht klappen würde, müssten wir wohl oder übel ohne nach Auckland weiterfliegen.

Also versuchten wir unseren Tag so entspannt wie möglich ‚hinter uns zu bringen‘ und machten eine free-walking Tour durch Santiago de Chile, gingen essen und begaben uns sehr früh mit dem Bus zum Flughafen. Noch hatten wir die Hoffnung nicht aufgegeben mit Gepäck nach Neuseeland fliegen zu können.

Uns tatsächlich, dieses mal waren beide Backpacks dabei und wir waren überglücklich!

Doch bereits bei der Gepäckaufgabe ergab sich das nächste Problem: als Deutsche reisen wir in Neuseeland zwar visafrei ein und müssen nur die Ausreise nachweisen (den Flug nach Australien hatten wir daher im Vorfeld schon gebucht) aber die Airline bestand darauf, dass wir auch das Visum für Australien vorlegen müssen. Und das obwohl noch mehr als 4 wochen vergehen würden, bis die Weiterreise nach Australien ansteht. Denn Australien ist für Deutsche nicht visafrei.

Also mussten wir dann noch eben am Flughafen unser Visum für Australien beantragen. Gut, dass wir wegen unserem Gepäck ohnehin viel zu früh am Flughafen waren.

Nachdem wir Visa bekommen, Gepäck aufgegeben, die Sicherheitskontrolle hinter uns gelassen und das Flugzeug bestiegen hatten konnten wir uns endlich ohne Einschränkungen auf Neuseeland freuen.

Der Flug war leider nicht wirklich angenehm. Wir hatten beide kleine Kinder hinter uns (was ja meist kein Problem ist, zumindest sobald die Kinder schlafen), die die halbe Nacht gegen unsere Sitze getreten oder nach ihren Eltern gerufen haben. Daher war auch nach 6 Stunden schlafen schon Schluss. (Gar nicht mal so wenig eigentlich, als wir später jedoch nachrechneten haben wir festgestellt, dass wir damit zur Ortszeit in Neuseeland um 0 Uhr aufgestanden waren. Das erklärte dann auch, warum wir in Auckland schon ab mittags müde waren ?)

In Neuseeland eingereist, Einreisestempel abgeholt…halt mal, Stempel haben wir keinen bekommen. Hat uns etwas enttäuscht! Naja vom Flughafen aus ging es für uns jedenfalls zu unserer Unterkunft in Auckland, wo wir am frühsten Morgen schon gegen 6 Uhr unser Gepäck unterstellen durften, und von dort aus in die Innenstadt.

Uns wurde empfohlen, wenig Zeit in Auckland zu verbringen, weshalb wir nur eine Nacht hier bleiben wollten. Das hat sich auch als komplett richtig herausgestellt, denn Auckland ist ganz schön, sehr grün mit vielen Parks, aber hat recht wenig zu bieten. Hier einige Eindrücke, die wir in den wenigen Stunden in Auckland eingefangen haben:

Abends gingen wir unseren Mietwagen für die nächsten 4 Wochen abholen. Eigentlich war unser Plan einen Camper für unsere Zeit in Neuseeland zu mieten, in dem wir dann auch kochen, schlafen etc. Da hier jedoch Winter ist haben wir uns dagegen entschieden. Nachdem wir den Mietwagen hatten gingen wir eben einige grundlegende Dinge wie Öl, Nudeln, Reis etc. aber auch für unser Abendessen und das Frühstück am kommenden Tag einkaufen, führen in unsere Unterkunft, kochten und aßen zu Abend bevor wir mehr als müde ins Bett fielen.

Was wir direkt in unserer ersten Unterkunft in Neuseeland feststellen durften, war: in Neuseeland sind die Unterkünfte zwar doppelt so teuer wie in Südamerika, dafür auch mindestens doppelt so komfortabel! Selbst die über Airbnb vermieteten Zimmer sind hier total stilvoll eingerichtet, haben (fast alle) zusätzliche Heizdecken und es gibt heißes Wasser!

Wir fühlen uns jedenfalls auf Anhieb direkt wohl in Neuseeland und sind gespannt auf die nächsten 4 Wochen!

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