Tage 1 bis 3 in Bolivien

Erstmal: ja wir leben noch! An manchen Stellen war es knapp aber wir haben die letzten 3 Wochen überstanden ? zuletzt war nicht ganz sicher, ob wir das alles überleben würden, aber so ist das nun mal, wenn man am Strand bei flauschigen 35° zu viel Zeit hat nachzudenken, während man im eigenen Saft schmort?

Aber zurück zur Sache: Bolivien??!

Tag 1 in Bolivien begann für uns äußerst entspannt, denn wir konnten ausschlafen! Nach den vielen Treks und Hikes tat das richtig gut! Unser Boot von Copacabana aus erst auf die Isla de la Luna und dann auf die Isla del Sol startete um 8:30 Uhr. So hatten wir Zeit vorher noch in Ruhe zu frühstücken, denn das Frühstück war im Zimmerpreis inbegriffen.

Das Boot fuhr uns im Schneckentempo zur Isla de la Luna (mehr als 2 Stunden für diese geringe Entfernung, zu Fuß wären wir wahrscheinlich schneller gewesen, wenn es eine Verbindung gäbe), wo wir einen Tempel und ein paar Aussichtspunkte besichtigen.

Auf der Isla de la Luna hatten wir nur eine Stunde Aufenthalt, doch da die Insel nicht mehr als den Tempel zu bieten hat, reichte die Zeit gut aus. Von der Isla de la Luna aus ging es für uns zur Isla del Sol. Tagestouristen hatten hier dann ca. 2,5 Stunden Aufenthalt, bevor es mit dem Boot zurück nach Copacabana ging. Wir jedoch wollten eine Nacht auf der Insel bleiben, sie uns nachmittags ungestört anschauen, und erst am nächsten Morgen zurückfahren nach Copacabana.

So hielten wir es auch. Bis 15 Uhr (um diese Zeit fuhren die ganzen Boote die Tagestouristen zurück nach Copacabana) suchten wir uns eine Unterkunft für die Nacht Und aßen zu Mittag. Eigentlich hatten wir bereits am Vortag eine Unterkunft gebucht, als wir sie jedoch aufsuchen wollten, fiel uns auf dass sie, obwohl wir explizit nach Unterkünften auf der Isla del Sol gesucht hatten, auf der Isla de la Luna war. Glücklicherweise konnten wir sie noch kostenfrei stornieren.

Gegen 15:30 Uhr machten wir uns auf den Weg über die Insel und wanderten zu einigen Aussichtspunkten:

Nach 2,5 Stunden hatten wir die gesamte kleine Insel erkundet. (Der Norden der Insel ist aufgrund von Konflikten nicht für Touristen zugänglich gewesen, sodass wir nur einen Teil der Insel erkunden konnten.)

Wir suchten uns also ein Lokal zum Abendessen, aßen zu Abend (Pizza nach fast 7 Wochen einheimischem Essen), duschen heiß und gingen früh schlafen.

An Tag 2 sind wir früh aufgestanden, denn ab 8 Uhr fuhren die Boote nach Copacabana, und genau das um 8 wollten wir nehmen. Also ging ich bereits um 7:20 Uhr zum Ticketschalter und ergatterte uns 2 Tickets zurück ans Festland. Das Boot legte bereits vor 8 Uhr ab und war nach einer Stunde in Copacabana, ging offensichtlich doch schneller als am Vortag…

Unser Plan war es, uns zunächst Bustickets für den Mittag nach La Paz zu organisieren, denn online waren keine mehr erhältlich, wir hatten allerdings bereits Bustickets für den Abend von La Paz aus nach Uyuni gebucht. Die Bustickets direkt in Copacabana zu kaufen war kein Problem. Auch konnten wir dort unsere Backpacks unterstellen, also holten wir diese bereits im Hostel ab. Im Anschluss gingen wir entspannt und ausgiebig frühstückten. So ausgiebig, dass wir dort auch das Finalspiel Frankreich gegen Kroatien anschauten und uns damit die Zeit bis zur Abfahrt des Busses nach La Paz vertrieben.

Den restlichen Tag verbrachten wir fast ausschließlich in Bussen. Nach La Paz fuhren wir 3 Stunden, sodass wir um ca. 17:30 Uhr ankamen. Auf der Strecke zeigte sich uns die Schönheit der bolivianischen Landschaft.

Für unseren Nachtbus nach Uyuni sollten wir um 19:30 Uhr am Bahnhof sein, sodass uns für ein Abendessen (leckere Burger 😉 )noch 2 Stunden blieben.

Der Nachtbus fuhr schließlich mit einer vollen Stunde Verspätung ab, doch das sollte auf der Fahrt nicht das einzige Ärgernis werden: erst sammelten wir bis 1 Uhr nachts noch weitere Passagiere ein, obwohl wir extra einen Direktbus gebucht hatten, dann fing ein Passagier vor uns um 2:30 Uhr an Fluch der Karibik zu schauen. Nicht nur, dass er uns damit direkt ins Gesicht leuchtete, er schaute den Film auch auf voller Lautstärke – ohne Kopfhörer. Als wir daher um 5:20 Uhr (und damit trotz verspäteter Abfahrt um 1 Stunde, 40 Minuten zu früh) in Uyuni ankamen, waren wir alles andere als erholt und ausgeschlafen.

Zum Einchecken in Hostels war es auch viel zu früh, sodass wir nur unser Gepäck im Hostel ablieferten und uns in ein Cafe begaben, das ab 4 Uhr morgens geöffnet hat. Hier frühstücken wir uns vertrieben uns die Zeit bis die Touragenturen offen hatten um für den nächsten Tag eine Tour in die Salzwüste zu buchen.

Die Agenturen boten uns ziemlich gleiche Preise an, vorallem aber betrug die Differenz zwischen englischen und spanischen Touren 450 Bolivianos (ca. 56€) pro Person. Daher entschieden wir uns bei der Agentur, bei der wir uns am wohlsten fühlten, eine spanischsprachige Tour zu buchen, die bereits am kommenden Tag starten sollte.

Da wir nach wie vor Zeit hatten, bevor wir in unser Hostel einchecken konnten, kauften und schrieben wir bereits Postkarten (versenden ging allerdings noch nicht, Uyuni hat nämlich keine Post mehr, sodass man keine Briefmarken kaufen kann. Hierfür würden wir nach La Paz verwiesen, sind ja nur 10 Stunden mit dem Bus dort hin ??‍♀️) und machten einige kleine Einkäufe und Erledigung.

Im Hostel angekommen wuschen wir unsere Wäsche (das war seit Puno überfällig) und machten einen Mittagsschlaf. Abends gingen wir landestypisch Lama essen, duschten und packten unsere Sachen für unsere 3-Tages-Tour in die Salzwüste und gingen voll Vorfreude auf die Tour schlafen.

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