Tage 13 bis 18 in Peru

An Tag 13 kamen wir morgens früh um 6:30 Uhr in Arequipa an. Die Busfahrt war gewohnt angenehm und wir haben einige Stunden geschlafen. Dennoch waren wir ziemlich müde, nicht zuletzt weil wir den Salkantay Trek noch in all unseren Knochen spürten. Wir machten uns daher umgehend mit dem Taxi auf den Weg zu unserer Airbnb. Dabei mussten wir direkt feststellen, dass Taxi fahren in Arequipa deutlich teuerer ist als in Cusco. Wir hatten zwar eine Unterkunft etwas außerhalb (dafür sehr ruhig gelegen) aber entschieden uns, immer zu Fuß in die Innenstadt zu gehen. Obwohl Arequipa mit 800.000 Einwohnern eine recht große Stadt ist, hatten wir einen Fußweg von gerade einmal 20 Minuten in die Innenstadt.

Unsere Airbnb zu finden war mal wieder ein kleines Abenteuer, denn sie befand sich in einem geschützten und überwachten Stadtteil Arequipas, der weder richtige Straßenbezeichnungen, noch reguläre Hausnummern hat. Da wir morgens im Fernbus leider auch kein WLAN mehr hatten konnten wir leider auch keine Navigation mehr starten, denn unsere Gastgeberin hatte uns vorher extra neben einer Wegbeschreibung einen googlemaps-Link geschickt. So machten wir uns also mit der dürftigen Wegbeschreibung auf den Weg. Nach etwa einer Stunde suchen (und nur durch die Hilfe von freundlichen Peruanern) kamen wir endlich am richtigen Haus an und konnten bereits am frühen Morgen unser Zimmer beziehen. Aufgrund der frühen Uhrzeit und unserer Müdigkeit beschlossen wir uns erstmal nochmal hinzulegen.

Gegen Mittag machten wir uns dann auf in die Innenstadt und genehmigten uns ein ausgiebiges Frühstück:

Dieses haben wir an der Plaza de Armas mit bestem Blick auf die Kathedrale eingenommen und gerade mal 14Soles, also ca. 3,50€, pro Person bezahlt. Einmal mehr liebten wir Peru für seine Preise.

Den restlichen Tag verbrachten wir in der Sonne in der Innenstadt, gingen später für die kommenden Tage einkaufen, bereiteten unser Abendessen vor und gingen früh schlafen.

Den nächsten Tag ließen wir ebenfalls entspannt angehen, wuschen Wäsche, frühstückten und machten uns am späten Vormittag auf den Weg in die Innenstadt. Zunächst schauten wir uns das Kloster Santa Catalina an. Die Stadt in der Stadt mitten im Zentrum Arequipas. Für 40Soles (gut 10€) pro Person kann man hier das gesamte Kloster aus dem 16. Jahrhundert begehen und besichtigen.

Im Anschluss begaben wir uns in ein Cafe, tranken eine heiße Schokolade und aßen einen Brownie – denn Peru ist auch für seinen Kakaoanbau bekannt.

Für 15 Uhr hatten wir uns zu einer free-walking-Tour angemeldet, die direkt in der Innenstadt begann. Der Guide Johann betreibt direkt in der Innenstadt ein kleines verstecktes Schokoladencafe und lud alle Teilnehmer erstmal zu einem Schokotee ein. Danach begann die 3-stündige Tour durch Downtown Arequipa. Johann zeigte uns viele abgelegene Örtchen in Arequipa, die wir als einfache Touristen wohl nie entdeckt hätten.

Zum Ende der Tour konnten die Teilnehmer noch 3 Gutscheine für eine heiße Schokolade und einen Browniebite in seinem Cafe gewinnen. Einen davon konnte ich mit der richtigen Beantwortung einer Frage ergattern. Das erste mal in meinem Leben, dass ich etwas gewonnen habe ???

Wer wollte würde dann zum Abschluss noch auf einen Pisco-Sour-Shot in eine Bar eingeladen, auch das ließen wir uns nicht entgehen! Da der gewonnene Gutschein nur an diesem Tag gültig war, holte ich mir natürlich noch meinen Preis ab und wir gingen erneut eine heiße Schokolade und einen Browniebite essen. Für den nächsten Tag nahmen wir uns auch direkt 2 Brownies mit ?

Es war bereits dunkel geworden, doch wir mussten noch etwas erledigen: denn von Arequipa aus wollten wir einen 2-tägigen Trek zum Colca Canyon starten. Diesen buchten wir also abends für den übernächsten Tag. Nach getaner Arbeit begaben wir uns zurück zu unserer Unterkunft, machten Abendessen, hängten unsere Wäsche ab und gingen schlafen.

Im Laufe des Tagen hatten wir beschlossen noch einen Tag länger in Arequipa zu bleiben, weshalb wir den Trek auch erst für den übernächsten Tag gebucht haben. An unserem letzten richtigen Tag in Arequipa begaben wir uns daher nochmal in die Innenstadt und genossen die Ruhe, die alten Bauten in der Innenstadt und aßen in einer typischen Picanteria zu Abend. Für das Abendessen, das mehr als reichlich war und uns pappsatt machte, zahlten wir gerade einmal gesamt 29Soles (ca. 7,50€) für uns beide.

Früh waren wir bereits zurück an der Unterkunft um für den kommenden Tag alles vorzubereiten, denn für unseren Trek zum Colca Canyon mussten wir bereits um 2 Uhr morgens auf stehen um um 2:45 an der Plaza de Armas auf die Abholung durch den Bus zu warten.

Bereits am Vorabend hatten wir uns ein Uber zur Plaza de Armas organisiert, das uns um 2:25 abholte. Wir waren mit unserem gesamten Gepäck unterwegs, denn für uns endete der Trek in Puno am Titicacasee und wir kehrten nicht mehr nach Arequipa zurück.

Unser Uber lieferte uns also um 2:35 Uhr an der Plaza de Armas ab und von da an hieß es waren. Um 3:15 Uhr kam endlich unser Bus und sammelte uns ein. Auf der Fahrt zum klassisch peruanischen Frühstück schliefen wir, genau wie auf der Fahrt zum Cruz del Condor, wo wir Kondore beobachten konnten.

Von dort aus fuhren wir noch eine Stunde, bis unser Trek begann. Zunächst wanderten wir den gesamten Canyon 2,5 Stunden runter, dann wieder ein Stück rauf zu einem Restaurant, in dem wir unser Mittagessen bekamen. Es gab nach der obligatorischen Suppe Alpaka zu essen ?

Im Anschluss hieß es nochmal 3 Stunden wandern, mal hoch mal runter, bis wir in der Oase angekommen waren, wo wir in Bungalow unsere Nacht verbringen würden.

Nach dem Abendessen gingen wir schleunigst ins Bett, wir waren sehr müde und der kommende Tag sollte wieder um 4 Uhr in der frühe beginnen. Bereits beim Abendessen erfuhren wir, dass wir in etwa 2,5 Stunden 1.200 Höhenmeter aufsteigen würden. Ich habe unseren Guide für verrückt erklärt. Denn der Aufstieg verteilte sich auf lediglich 4,5km, womit der Weg durchschnittlich eine Steigung von ca. 27% hatte. Und seien wir ehrlich, wenn man für den Abstieg 2,5 Stunden braucht, kann der Aufstieg nicht genauso schnell gehen.

So starteten wir also kurz nach halb 5 Uhr morgens mit dem Aufstieg. Auf dem Weg nach oben konnten wir bereits den Sonnenaufgang beobachten.

Der gesamte Aufstieg zog sich und schien kaum enden zu wollen, doch um kurz nach halb 8 und damit nach relativ genau 3 Stunden des Aufstieges kamen wir erschöpft und hungrig oben an, denn wir hatten noch kein Frühstück bekommen.

Bis die letzten aus unserer Gruppe ankamen hatten wir bereits nach 8 Uhr, machten ein Gruppenfoto:

Und begaben uns zum Frühstück. Zusätzlich zum klassisch peruanischen Frühstück bekamen wir Kaffee Und Rührei. Rührei – ein richtiges Highlight für uns.

Nach dem Frühstück ging es für uns bereits wieder in den Bus und wir fuhren zu heißen Quellen. Heiße Quellen kannten wir bereits vom Salkantay Trek sodass wir dieses mal (wie ein groser Teil der Gruppe) darauf verzichteten und im Bus blieben und lasen. In Chivay angekommen trennte sich unsere Gruppe. Denn hier nahmen wir das Mittagessen ein und stiegen dann in einen Bus nach Puno, in dem wir die nächsten 6 Stunden verbrachten. Mit dem Bus fuhren wir einige Aussichtspunkte an, wie beispielsweise eine Lagune mit Flamingos.

In Puno kamen wir um 18:30 Uhr an, bezogen unser Hostel für die eine Nacht und kauften uns eine Kleinigkeit zu Essen bevor wir schlafen gingen. Bereits im Bus hatten wir uns Tickets für den nächsten Mittag nach Copacabana in Bolivien organisiert. Eigentlich hatten wir vor, den Titicacasee von Peru aus zu besuchen, uns wurde jedoch die bolivianische Seite empfohlen, da diese schöner sein soll. Als die Mitarbeiterin der Busgesellschaft uns die Bustickets nach Copacabana ins Hostel brachte, brachte sie außerdem unsere Kamera mit, die hatten wir im Bus liegen gelassen ? ein Glück sind die Menschen hier so nett!

Am nächsten Morgen schliefen wir aus, duschen, frühstückten in aller Ruhe und erkundeten erstmal Puno. Denn unser Bus nach Copacabana fuhr erst um 2 Uhr nachmittags ab. So erkundeten wir den Hafen und die Innenstadt, bevor wir uns auf den Weg nach Bolivien machten.

Der Grenzübergang war sehr unproblematisch und nach 20 Minuten Aufenthalt an der Grenze ging es für uns bereits die letzte halbe Stunde weiter nach Copacabana. Durch die Zeitverschiebung kamen wir in Bolivien um kurz nach 18 Uhr Ortszeit an.

Damit hatten wir Peru hinter uns gelassen und mit Bolivien beginnt ein neues Kapitel für uns.

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