Tage 5 und 6 in Peru

Tag 5 begann für uns äußerst früh, so früh dass es uns weh tat. Der Wecker klingelte um 4 Uhr in der Frühe, denn schon um 4:30 Uhr sollten wir zu unserer Tour zum Rainbow-Mountain abgeholt werden. Also hieß es für uns schnell wach werden, anziehen, Sachen schnappen und in der Kälte der Nacht (nachts hatten wir in cusco nur etwa 0 Grad) auf den Bus warten. Der Bus kam um 4:45 Uhr – wir waren die vorletzten die eingesammelt wurden und mussten uns in die letzte Reihe setzen. Dies sollte noch fatal für uns werden.

Zuletzt sammelte der Bus 3 Mädels ein, die sich zu uns in die letzte Reihe gesellten. Und so fuhren wir und hofften, noch etwas schlafen zu können. Doch leider waren die 3 Mädels bei uns so gar nicht müde und quasselten und kicherten die gesamte Fahrt über. Irgendwann waren wir müde genug es auszublenden doch die Anfahrt war so holperig, dass wir (in der letzten Reihe) bei jedem Schlagloch aus unseren sitzen geschleudert wurden. Keine angenehme Anfahrt morgens um 5 Uhr…Die holprige Fahrt hat mein Handy (bzw. meine fitnessapp) außerdem auch registriert, an diesem Tag kam ich auf sage und schreibe 54.000 Schritte, von denen ich immerhin etwa 20.000 tatsächlich gelaufen war. Der Rest war einfach nur geholper des Busses.

Nach etwa 2,5 Stunden machten wir einen kurzen Halt um zu frühstücken. Denn auch bei dieser Tour waren im Preis von 75 Soles (ca. 19€) Frühstück und Mittagessen inklusive. Das Frühstück war enttäuschend, es gab harte Brötchen (oder etwas, was Brötchen sein sollten) mit Butter und Erdbeermarmelade. Dazu verschiedene Sorten Tee. Tee – dabei sind wir gar nicht krank…?

Um etwa 8:15 Uhr fuhren wir weiter Richtung Rainbow-Mountain. Kurz vor der Ankunft beschlossen wir gegen Höhenprobleme Cocablätter zu kauen. Unser Host hatte uns am Vorabend noch welche mitgegeben und uns erklärt wie man sie zu kauen hat. Das Spektakel, dass sich beim kauen in Sebis Gesicht abspielte war das frühe Aufstehen schon wert – die Cocablätter schmeckten ihm nicht. Aber zugegebenermaßen schmecken sie auch nicht, sie sind bitter und das penetrant.

Um etwa 9:30 Uhr kamen wir endlich an und machten uns an den Aufstieg. Los ging es bei knapp 4.600m – zugegebenermaßen schon eine ordentliche Höhe – hoch auf gut 5.100m. Also kamen mehr als 500 Höhenmeter auf 5km Aufstieg. Das wurde also anstrengend. Die gesamte Strecke über kann man auch hochreiten, bzw. sich von einem Pferd hochtragen lassen. Kostenpunkt für eine einfache Strecke 60 Soles (ca. 15€) pro Person oder für Hin- und Rückweg 90 Soles (ca. 23€) pro Person. Das Geld wollten wir uns natürlich sparen. Anstrengend war es auch, dafür wurde man bereits auf der Strecke mit solchen Ausblicken belohnt:

Für den Aufstieg brauchten wir gute 2 Stunden, ein Glück machte uns die Höhe beim Aufstieg nicht zu schaffen aber schließlich haben wir ja schon genug Erfahrung mit der Höhe – dachten wir. Oben angekommen wartete der Regenbogenberg auf uns.

Nach nur ca. 30 Minuten mussten wir uns um kurz nach 12 Uhr bereits auf den Rückweg machen – enttäuschend, wenn man an die Strapazen denkt, die man auf sich genommen hat – aber auf 5.100m wehte so starker Wind, dass es für uns ohnehin nicht angenehm gewesen wäre länger zu bleiben.

Und so machten wir uns an den Abstieg. Wir dachten ja, der Aufstieg sei der anstrengende Part (rein körperlich war er das auch!!) aber auf dem Abstieg schlug bei Sebi die Höhenkrankheit wieder zu. Der Abstieg war daher eine Qual vor allem für Sebi. Durch viele Pausen kamen wir erst um 13:45 Uhr am Bus an. Passte zeitlich ganz gut, denn um 14 Uhr wollten wir zum Mittagessen aufbrechen. Also hatten wir noch Zeit für eine kleine Pause.

Um 14 Uhr saßen wir wieder im Bus, doch der fuhr noch nicht los, denn es fehlten noch etliche Teilnehmer. Wieder ein Grund deswegen wir solche geführten Touren nicht gerne mögen. Bis die Gruppe vollständig war vergingen noch 45 Minuten, sodass wir uns erst um 14:45 Uhr auf den Weg Richtung Mittagessen machten.

Das Mittagessen war in Ordnung, besser als das Frühstück, aber vorallem hatten wir die Gelegenheit uns mit einigen Teilnehmern/Mitreisenden wie beispielsweise einem Mädchen von den Philippinen auszutauschen.

Der Rest des Tages ging für die gesamte Rückfahrt drauf, wir waren erst um 19:30 Uhr zurück in Cusco. Da wir erst gegen 16 Uhr zu Mittag gegessen haben fiel das Abendessen für uns aus und wir gingen nur für das Frühstück am kommenden Tag einkaufen bevor wir mehr als erschöpft schlafen gingen.

Tag 6 begann für uns wesentlich entspannter. Denn die Tour begann an diesem Tag erst um 8:20 Uhr, wir konnten also bis 7 Uhr ausschlafen! ?

Von Cusco aus ging es für uns erstmal wieder nach Chinchero, wo wir bereits an Tag 4 waren. Trotzdem hat sich der Ausflug für uns gelohnt, denn auf der Wiese lagen 2 Alpakas und was noch besser war: ein Indianerkind kam und wollte mit einem der Alpakas spielen:

Von dort aus fuhren wir nach etwa 1,5 Stunden Aufenthalt Richtung Moray, 3 Amphitheatern aus der Inkazeit. Hier wurden damals in erster Linie Lebensmittel wie Quinoa, Mais oder Kartoffeln angebaut aber nach der Ernte auch Zeremonien abgehalten.

Von Moray aus fuhren wir nach Maras um uns die Salzbecken anzuschauen. Die sind wirklich beeindruckend!

Das Wasser, das hier zur Salzgewinnung verwendet wird, ist aus einer vulkanischen Quelle und wird mit natürlichen Kanälen in die Becken geleitet. Ist ein Becken voll, wird der Zulauf mit Steinen blockiert.

Da es auf dieser Tour weder Frühstück noch Mittagessen gab und unser Frühstück schon ein Weilchen her war, genehmigten wir uns hier ein Eis, bevor es mit dem Bus zurück nach Cusco ging.

Bei dieser Tour handelte es sich um eine Halbtagestour und wir waren um ca. 15 Uhr schon wieder zurück in Cusco. Doch das war auch gut so, denn wir hatten hatten vor das peruanische Nationalgericht essen zu gehen: Meerschweinchen.

Da wir nicht sicher waren, ob Meerschweinchen uns schmecken würde, haben wir ein mal Meerschweinchen und ein mal Alpaka bestellt.

Unser Favorit war eindeutig das Alpakas, so leid es mir für diese niedlichen Tiere tut!

Für den Salkantay Trek ab Tag 7 hatten wir um 19 Uhr noch ein Meeting zur Vorbereitung (Ablauf, was wir mitnehmen sollten etc.) und im Anschluss einige Erledigungen zu machen. So verging unser Abend schneller als wir gucken konnten und wir lagen früh im Bett, denn der Salkantay Trek begann an Tag 7 ebenfalls sehr früh.

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