Tage 1 bis 3 in Ecuador

Um Geld zu sparen (ja, typisch Backpacker) haben wir keinen Direktflug von Costa Rica nach Ecuador genommen, sondern sind nach Lima in Peru und erst im Anschluss nach Quito in Ecuador geflogen. Da wir erst um 2:30 Uhr nachts gelandet sind, haben wir uns für die erste Nacht für ein Hostel in Flughafennähe entschieden, das zudem auch nachts einen Transfer vom Flughafen anbietet. An Tag 1 in Quito stand daher nach einer extrem kurzen Nacht ein Hostelwechsel an, denn die zweite Nacht haben wir direkt im historischen Zentrum von Quito verbracht.

Nach dem Check-in sind wir zum Teleférico und damit hoch auf fast 4.000m. Da keine Busse zum Teleférico furhen, mussten wir ein Taxi nehmen, die sind hier jedoch erstaunlich günstig. Leider hatten wir kein Glück mit dem Wetter, es war sehr bewölkt, sodass wir dem schönen Ausblick auf die diversen Vulkane nicht genießen konnten.

Im Anschluss sind wir in die historische Altstadt, bzw. hatten es zumindest vor, bis wir von Starkregen überrascht wurden. Also zurück ins Hostel und umziehen, denn wir waren direkt komplett durchnässt. Doch so plötzlich wie der Regen kam, war er auch wieder weg und sogar die Wolken verzogen sich, sodass wir zur Abenddämmerung doch noch in die Altstadt gegangen sind.

Noch bevor wir die Gelegenheit hatten das erste Foto zu machen, wurden wir bereits von einer obdachlosen Oma angegriffen, die mit ihrem Blindenstock wild um sich schlug und schrie. Trotz der enormen Polizeipräsenz in Quito hat sich keiner zuständig gefühlt, als sie erneut ausholte und auf uns einschlagen wollte. Wir entkamen ihr, schließlich war sie ja alt und blind, ohne Schaden davonzutragen.

Danach könnten wir dann doch noch einige Fotos der Altstadt machen.

Am Rande muss ich allerdings noch erwähnen, dass ich an solchen Tagen, wenn es darum geht Sehenswürdigkeiten zu fotografieren, immer leide. Insbesondere wenn es um Nachtfotografie geht. Wenn Sebi versucht auszutesten wie viele Sekunden Belichtungszeit passen, um das bestmögliche Foto zu bekommen. Wenn es dann nicht mal eine Bank zum setzen gibt muss ich mir andere Beschäftigungsmöglichkeiten suchen. An dem Abend in Quito war es die folgende (hier nur 1 Foto von den gefühlt 100, die ich gemacht habe):

An Tag 2 sind wir von Quito aus zum Quilotoa gefahren. Denn die Lagune von Quilotoa wurde uns bereits im Vorfeld von einer Freundin, aber auch in unserer letzten Unterkunft in Costa Rica von unserem Host wärmstens empfohlen. Am Quilotoa auf 3.700 Metern ÜNN angekommen haben wir zunächst unsere Unterkunft für die kommenden Nächte bezogen und, da wir früher dort angekommen waren als erwartet, den kleinen beschaulichen Ort erkundet. Auch könnten wir bereits einen ersten Blick auf die Lagune werfen und haben unser bisheriges Lieblingsbild geschossen:

An Tag 3 sind wir zur Lagune runtergewandert. Die 1,7km waren in 30 Minuten schnell hinter uns gebracht – mit einigen Unterbrechungen um Fotos zu machen.

Unten angekommen haben wir uns erstmal gesetzt und die wahnsinnig schöne Umgebung und diese unglaubliche Ruhe in uns aufgesogen. Wir hatten 10:30 Uhr und da die ersten Touristenbusse am quilotoa um ca. 11 Uhr ankommen, war es wirklich noch komplett ruhig.

An der Lagune selbst kann man Kajak fahren, was wir auch prompt für eine Stunde gemacht haben.

Der Weg zurück nach oben war weitaus beschwerlicher als der Abstieg und glich streckenweise eher Bergsteigen als wandern, denn die 1,7km hatten es mit gut 500 Höhenmetern ganz schön in sich. Für den Aufstieg haben wir daher 65 Minuten gebraucht und das in der prallen Mittagshitze.

Oben angekommen haben wir uns eine kalte (leider tatsächlich eiskalte) Dusche, Schokokekse und Mittagsschlaf gegönnt. Und zwar in genau dieser Reihenfolge.

An Tag 4 stand der nächste Ortswechsel an. Es ging 1.000 Meter nach unten nach Riobamba. Von hier aus werden wir den Chimborazo besuchen. Wir sind schon gespannt und freuen uns!

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