Tage 5 und 6 in Costa Rica

Wie bereits angekündigt haben wir die letzten 3 Nächte in einer ganz speziellen und besonderen Unterkunft bei Einheimischen verbracht.

Über Airbnb haben wir uns bei La Fortuna ein sogenanntes Tiny House gemietet. Doch im Vergleich zu den Tiny Houses, die man aus Amerika kennt und die gerade total in sind, war unseres dezent kleiner. Eigentlich bestand es nur auf einem Schlafraum, etwa 2m x 2m, mit Dach darauf und Terrasse davor.

Der Schlafraum hatte eine Türe, ein Bett und ein Fenster. Kein Regal oder Tischchen – wo auch? Neben das Bett passten gerade so unsere Rucksäcke. Wir hatten keinerlei Steckdosen oder WLAN.

Zu unserer Unterkunft gehörte außerdem ein großer überdachter Außenbereich mit Outdoor-Küche (Ink. Gasherd und Feuerstelle) und -Badezimmer. Der gesamte Außenbereich wirkte etwas provisorisch, war aber genau das, was wir uns für unser Abenteuer vorgestellt hatten.

Die Aussicht von unserem Häuschen aus war einmalig: schon morgens konnten wir von unserer Terrasse aus die Rinder grasen sehen. Denn die Unterkunft befindet sich auf einer ökologischen Farm, die von einer eingesessenen Costa Ricanischen Familie betrieben wird. Hier werden die Kühe noch von Hand gemolken, die Milch selbst weiterverarbeitet, die Eier sind eigen und Kaffe und Kakao werden hier angebaut und verarbeitet.

Logisch, dass wir hier auch mit typischem Frühstück versorgt wurden, Reis mit Bohnen, – im Zimmerpreis inbegriffen. Im Outdoor-Esszimmer hatten wir rechtlich Steckdosen und dürftiges WLAN. Ein Strich WLAN-empfang war hier schon das höchste der Gefühle.

Das Highlight jedoch waren unsere Gastgeber selbst: die gesamte Familie war so aufgeschlossen, herzlich und gastfreundlich zu uns. Und obwohl – oder gerade weil – sie ausschließlich spanisch sprachen und die Verständigung mit Händen und Füßen erfolgen musste, hatten wir uns bereits nach dem ersten Tag lieb gewonnen.


An Tag 6 haben wir mit dem Sohn unserer Gastgeber eine Tour durch die Umgebung gemacht.

Erster Halt war der Nationalpark Arenal. Der Nationalpark hat 2 Eingänge an verschiedenen Stellen und mit unterschiedlichen Aussichten, die beiden mit dem regulären Ticket für 15$ pro Person besucht werden können. Der erste Eingang bietet auf einem Wanderweg von ca. 4,5 km einen tollen Ausblick auf den Volcano Arenal. Leider hatten wir ausschließlich Wolken und Regen, sodass der Ausblick nicht so spektakulär war.

Der zweite Eingang führt zu einem kürzeren Wanderweg von nur etwa 2,5 km, bietet dafür den für uns spektakuläreren Ausblick auf die Laguna del Arenal.

Im Anschluss fuhren wir zu den aguas calientes. Einem Fluss der warmes Wasser führt, in dem man baden kann. Das war für uns Fluch und Segen zugleich: zuerst freuten wir uns nach 5 stunden aus den nassen Jacken, aus dem anhaltenden Nieselregen und ins warme Wasser zu kommen.

Als wir jedoch aufgebrochen sind um einkaufen und dann zurück zur Unterkunft zu kommen, fing es wie aus Eimern an zu gießen, sodass wir uns nicht nur nicht mehr trocken bekamen, sondern auch unsere gesamte Ausrüstung, unsere Kleidung und leider auch unsere Schuhe klitschnass wurden.

Trotzdem würden wir jederzeit wieder (auch bei Regen) die aguas calientes besuchen.

(Mehr Fotos findet ihr in Galerie.


An Tag 7 stand wieder ein Ortswechsel an, es ginh zur Pazifikküste Costa Ricas. Und wir sind schon gespannt was uns dort erwartet!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.