Tage 3 und 4 in Costa Rica

Um kurz nach 5 Uhr morgens sind wir an unserem 3. Tag in Costa Rica aufgestanden um mit dem Kanu eine Tour durch den Tortuguero National Park zu machen. Das frühe Aufstehen war eine Qual und nach der gewittrigen Nacht gar nicht unser Fall. Außerdem, um 5 Uhr aufstehen – so hatte ich mir die Reise wirklich nicht vorgestellt. Doch es sollte sich lohnen!

Um 6 Uhr waren wir bereits im National Park in unseren Kanus und es ging los. Das Gepaddel war zu dieser frühen Zeit unheimlich anstrengend, zumal es schon dunstig und schwül wurde.

Zunächst bekamen wir nur Vögel zu Gesicht, verschiedene zwar, aber doch nicht die Tiere die wir uns erhofft hatten.

Doch dann begann unsere Glückssträhne: erst sahen wir den ersten Spinnenaffen in einer Baumkrone, erst einen ausgewachsenen Kaiman im Wasser, später sogar eine Schar Babykaimane, dann ein Faultier, das sogar wach und am klettern war, und zu guter letzt nochmal 2 Spinnenaffen, die sich über den Fluss hangelten.

(Mehr Fotos gibts’s in der Galerie.)

Die Zeit verflog so schnell wie die anfängliche Enttäuschung darüber, nur Vögel zu Gesicht zu bekommen. So war es schon 9 Uhr und die Tour endete.

Pro Person haben wir 20$ gezahlt (zu unserem Glück hatten die Touren in Tortuguero überall Einheitspreise) und das war die Tour allemal wert! Alleine die Geräuschkulisse morgens bei leichtem Nebel im Regenwald…

Daraufhin gingen wir erstmal frühstücken und dann zur Erholung an den Strand, denn abends stand eine Nachtwanderung an, vor der wir uns erstmal ein wenig ausruhen und entspannen wollten.

Um 18 Uhr trafen wir zum ’night walk‘ am Ausgangspunkt ein und wurden direkt zurückgeschickt, weil unsere Kleidung für die Tour nicht angemessen war. Also hieß es für uns umziehen – eine lange Hose anziehen und eine Regenjacke einpacken – und zurück zum Startpunkt. Der Guide fragte uns zunächst, ob wir vor irgendwelchen Tieren Angst hätten.

>>OH JAAA! Vor Krokodilen zum Beispiel!<<

Krokodilen seien kein Problem, eher große Spinnen und giftige Schlangen, die würden wir nämlich zu sehen bekommen. Oh je, damit hatten wir gar nicht gerechnet! Spinnen und Schlangen sind nämlich so gar nicht das was ich gerne sehen wollten ?

Aber gut, er versicherte uns, dass in dem vielen Jahren, im denen er diese Touren mache, noch nie etwas schlimmes passiert sei. Fügte aber direkt hinzu, dass man ja nie wisse bei gefährlichen Tieren. Danke, das machte mir Mut…

So stapften wir los und um es kurz zu machen, es ist nichts schlimmes passiert aber wir hatten wohl auch ‚Pech‘ was die Tiere anging. Wir haben ein Gürteltier, monströse Frösche und harmlose, kleine Spinnen und Schlangen gesehen.

Rückblickend würden wir einen ’night walk‘, für den wir ebenfalls 20$ pro Person gezahlt haben, nicht nochmal machen. Es war leider schon komplett dunkel und zum Schutz der Tiere darf nicht mit Blitz fotografiert werden, daher gibt es leider nicht einmal Fotos.

An Tag 4 stand ein Ortswechsel für uns an. Wir waren von morgens um 9:00 Uhr bis abends 20:30 Uhr unterwegs und das bei einer Strecke von gerade einmal 175km.

Wir waren ziemlich platt als wir angekommen sind, daher erstmal nur soviel: unsere Unterkunft ist ganz speziell und für uns grandios! Fotos und Berichte folgen in den kommenden Tagen.

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