Tage 10 bis 15 in Ecuador – die Galapagos-Inseln

Wie bereits erwähnt führten unsere Flüge auf die Galapagos-Inseln zu einem mittelgroßen Drama. Die Flüge hatten wir knapp 2 Wochen vor Abflug von Costa Rica aus für ca. 540€ gesamt gebucht. Für Flüge von 110 Minuten ist dieser Preis schon verhältnismäßig hoch. Nun teilte uns jedoch die Airline Tame mit, dass wir einen Rückflug gebucht haben, der Ecuadorianern vorbehalten ist und verlangte von uns, die Differenz zwischen unserem Preis und dem aktuellen Touristenpreis zu zahlen. Wie dieses Vorgehen trotz Angabe unserer Nationalität und der Reisepassnummer bei Buchung des Fluges von Touristen akzeptiert werden muss ist uns schleierhaft. Aber bei dieser Airline handelt es sich (dies nur am Rande bemerkt) um eine staatliche Airline, also mussten wir das wohl akzeptieren.

An Tag 9 gingen wir also, in Guayaquil angekommen, zu einem Schalter von Tame Airline, um über die von uns zu zahlende Differenz informiert zu werden. Nach etwa 20 Minuten rechnen teilte man uns mit, dass für unseren eigentlichen Flug etwa 250$ am Abflugtag nachzuzahlen wären. Für einen Rückflug am selben Tag 2 Stunden später jedoch nur 118$. Bei der Wahl zwischen Pest und Cholera wählten wir natürlich die 118$. Was sich die gute Dame am Schalter wohl nicht getraut hat uns zu sagen ist, dass es sich hierbei um Differenzen pro Person handelt. Diese Überraschung wurde uns am kommenden Tag beim Check-in ins Flugzeug eröffnet. Wir haben daher auf den ohnehin teuren Flug von 540€ nochmal ca. 200€ draufgezahlt.

Tage 10 und 11: Santa Cruz
Der Flug lief dann unproblematisch, vom Flughafen zur Unterkunft kamen wir ebenfalls ohne weitere Vorkommnisse. Da der Tag bereits zur Hälfte vergangen war, entscheiden wir uns für einen Besuch der Charles Darwin Aufzuchtstation für Schildkröten.

Da diese auch über 2 Strände verfügt, wollten wir zumindest einen davon besuchen um uns von der Abreise zu erholen. Leider fing es an zu Regen, noch bevor wir in der Aufzuchtstation angekommen waren, sodass wir den Strandbesuch ausfallen ließen.

Am kommenden Tag traten wir einen einstündigen Fußmarsch nach Tortuga Bay an. Der Strand ist nicht nur schön anzusehen, sondern hier nisten auch Schildkröten (daher der Name), er verfügt über einen kleinen Mangrovenwald und haufenweise der Drachen, die man nur auf den Galapagos-Inseln finden kann.

Leider darf man aufgrund der starken Strömungen in Tortuga Bay nicht schwimmen. Doch einen Strand weiter kann man hervorragend schwimmen, schnorcheln oder – wie wir – Kajak fahren. Bei gutem Wetter und mit etwas Glück kann man hier unter anderem Wasserschildkröten, Haie und Rochen sehen. Wir hatten kein gutes Wetter dafür ein bisschen Glück und konnten eine rießige Wasserschildkröte und für einen kurzen Moment sogar einen kleinen Hai sehen.

Leider ergab sich keine Gelegenheit für ein Foto, die Gelegenheiten kamen dafür an anderer Stelle.

Tag 12: Isabella
An Tag 12 begaben wir uns bereits um 6 Uhr morgens auf den Weg von Santa Cruz aus auf die Nachbarinsel Isabella. Das katastrophale Boot nach Isabella startete mit Verspätung um 7:30 Uhr am Morgen und fuhr bei starken Seegang 2,5 Stunden. Mir ging es wirklich nicht gut durch das ganze Geschaukel und ich war einfach nur froh noch nicht gefrühstückt zu haben.

Auf Isabella angekommen bezogen wir zunächst unsere Unterkunft und zogen dann los und liehen uns Fahrräder aus. Erstmals waren wir froh drüber, dass es bewölkt war, denn uns stand eine anstrengende Fahrt bevor. Von der Hauptstadt aus fuhren wir 8km zu einer Mauer der Tränen.

Auf dem Weg dort hin kamen wir an einer Lagune mit immerhin einem Flamingo vorbei.

Wir sahen tolle Strände und mussten mit dem Fahrrad durch Sanddünen fahren.

Und sahen erstmals Riesenschildkröten in ihrer natürlichen Umgebung.

Auf dem Rückweg machten wir am Strand Pause, bevor wir um 18:30 Uhr die Fahrräder wieder zurückgeben mussten.

Tage 13 und 14: San Cristobal
An Tag 13 waren wir bereits im 5:30 Uhr morgens am Hafen von Isabella, denn das Boot zurück nach Santa Cruz, von wo aus wir nach San Cristobal fuhren, legte bereits um 6 Uhr ab. Dieses mal hatte ich vorgesorgt und gegen meine Reiseübelkeit Tabletten genommen die hervorragend wirkten, denn ich habe nahezu die gesamte Bootsfahrt über geschlafen. In Santa Cruz nutzen wir die Zeit zwischen der Ankunft aus Isabella um ca. 9 Uhr und der Weiterreise nach San Cristobal um 13:30 Uhr für ein Frühstück und einen kurzen Strandbesuch. Auf San Cristobal hatten wir bereits 17 Uhr als wir die Airbnb für die kommen Nächte bezogen hatten. Daher gingen wir nur etwas spazieren und aßen zu Abend.

An Tag 14 stand unser Highlighttag an, auch wenn das Wetter noch nicht allzu gut aussah. Da um 12 Uhr Ortszeit Deutschland gegen Schweden spielte wollten wie den Vormittag bereits nutzen und machten daher eine Wanderung zu einem Aussichtspunkt

und zu Tijeretas, einer Tauch- und Schnorchelbucht. Passenderweise brach die Wolkendecke auf und wir bekamen strahlenden Sonnenschein. Außerdem wurden wir bei unserer Ankunft direkt von einem süßen Seelöwen empfangen.

Sebi machte sich direkt auf ins kalte Wasser und war dann aber gar nicht mehr rauszubekommen. Kein Wunder bei dem was sich hier unter Wasser bot. Denn hier kamen die Seelöwen ins Wasser um mit einem zu spielen.

Und es tummelten sich mehrere Wasserschildkröten denen man bein schwimmen oder essen zusehen konnte.

Mit reichlich Vorlaufzeit brachen wir dann in eine Bar auf, um Fußball zu schauen. Und bei DEM Spiel gegen Schweden sind wir froh nicht eine Minuten verpasst zu haben.

Im Anschluss ging es zurück nach Tijeretas, ich wollte auch noch ins Wasser. Auf dem Rückweg gingen wir noch an einem Strand vorbei, der voll war mit Seelöwen.

Ich denke ihr versteht, warum dieser Tag unser Highlighttag war!

An Tag 15 stand für uns der Rückflug nach Guayaquil an, sodass der Tag schön früh mit einer letzten Bootsfahrt begann. Mit dem Boot nach Santa Cruz, mit Taxi, Wassertaxi und Bus zum Flughafen und dann zurück aufs Festland. Etwa um 17 Uhr waren wir zurück in Guayaquil in unserer Unterkunft. Den restlichen Tag nutzten wir um Vorbereitungen für die anstehende Busfahrt zu treffen: einkaufen zu gehen und die Tickets auszudrucken.

Denn uns stand eine 28 ständige Busfahrt nach Lima bevor, davor wollten wir uns wappnen!

Mehr Fotos findet ihr in unserer Galerie. Dieses mal lohnt es sich noch mehr reinzuschauen, denn die Fotos von Costa Rica und Ecuador sind mittlerweile vollzählig!

Tage 7 bis 10 in Ecuador

Tag 7 begann wie gewohnt bewölkt aber immerhin haben wir wunderbar und störungsfrei geschlafen. Es stand zur Wahl Cuenca zu erkunden oder in den nahegelegenen Nationalpark Cajas zu gehen. Da das Wetter nur mäßig aussah, entschlossen wir uns in die Stadt zu gehen und für den nächsten Tag auf besseres Wetter zu hoffen. Also erkundeten wir die Altstadt und tauchten im Museum Pumapungo erstmals in die Geschichte der Inka ein.

Im Anschluss mussten wir (ja wir mussten) shoppen gehen. Denn ich als Frau habe mal wieder vermeintlich auf das wichtigste geachtet, nämlich darauf, dass Sebi seinen Kram für die Reise ordentlich packt, und habe daher den Inhalt meines Rucksacks vernachlässigt. So hatte ich nun für kalte Tage 4 lange, dicke und platzintensive Wollpullover dabei, aber nur eine lange Hose. Also ging es für uns zwangsläufig (und wir hätten selbstverständlich keinen Spaß dabei ?‍♀️) shoppen. Da in Cuenca in den Bussen ein Chipkarensystem herrscht und man nicht bar bezahlen kann, mussten wir die gesamte Strecke von 45 Minuten hin und zurück zu Fuß gehen. Daher war der Tag nach dieser Shoppingtour auch schon vorbei.

Wir hatten uns erneut auf eine ruhige und erholsame Nacht gefreut und wurden leider enttäuscht. Laute Störgeräusche insbesondere vom Verkehrslärm (in Kombination mit nur einfach verglasten Fenster) waren wir bereits gewöhnt, in dieser Nacht erwartete uns in unserem Hotel jedoch eine Schlägerei direkt vor unserem Zimmer in die, der Lautstärke nach zu urteilen, mindestens 10 Personen verwickelt sein müssten, inkl. Polizeieinsatz.

Tag 8 an sich begann daher etwas später und wettertechnisch leider nicht besser als der Vortag. Dennoch wollten wir in dem Nationalpark, wir hatten nämlich gehört, dass man Unmengen an Alpakas und Lamas sehen soll. Doch zuerst stand für uns das Spiel Deutschland gegen Mexiko an. Da das Spiel in Ecuador Ortszeit um 10 Uhr morgens lief war es eine Kunst eine Bar zu finden, die für uns schon auf dem Weg Richtung Nationalpark liegt, um diese Uhrzeit offen hat und das Spiel überträgt. Wir haben eine gefunden (auch wenn wir die ersten 10 Minuten des Spiels verpasst haben) und das Spiel mit Mexikanern, Chilenen und Ecuadorianern gesehen.

Nach der enttäuschenden Niederlage ging es für uns bei nach wie vor schlechtem Wetter in den Nationalpark.

Anders als erwartet müssten wir uns im Nationalpark in keine Besucherliste eintragen und keinen Eintritt bezahlen ??? dafür begann es direkt bei betreten des Nationalparks zu regnen.

Leider haben wir, vermutlich wegen des Wetters, keinerlei Lamas oder Alpakas gesehen, dafür tolle Ausblicke:

Den Wanderweg von 5,5 Stunden (für gut 3km) haben wir nicht vollständig geschafft, haben uns vor der Schließung des Parks dafür noch mit einer heißen Schokolade gestärkt, bevor es für uns hieß den Rückweg zur Unterkunft anzutreten.

An Tag 9 stand die weiterreisen nach Guayaquil an, denn von dort aus ging es an Tag 10 auf die Galapagos-Inseln. Kurz bevor wir für 4 Stunden in den Bus von Cuenca nach Guayaquil gestiegen sind, kam eine ungute E-Mail von der Airline unseres Fluges auf die Galapagos-Inseln.

Man teilte uns (immerhin 24 Stunden vor Abflug) mit, dass wir einen Flug gebucht hätten, der ausschließlich für Inländer zugänglich sei. Daher waren wir den letzten Tag vor Abreise auf die Galapagos-Inseln damit beschäftigt zu retten was zu retten war.

Wie das Drama um die Galapagos-Inseln ausgegangen ist erfährt ihr allerdings im nächsten Blog!

Tage 5 und 6 in Ecuador

Wie bereits erwähnt sind wir an Tag 4 vom Quilotoa aus nach Riobamba gefahren – unserem Ausgangspunkt um auf dem Chimborazo zu wandern. Diese Wanderung stand an Tag 5 an.

Der Wecker klingelte um 6:30 Uhr, Frühstück und Proviant für unterwegs hatten wir am Abend schon vorbereitet. Ein Blick aus dem Fenster dämpfte unsere Vorfreude etwas, denn es war sehr bewölkt. Oder neblig? Wir wünschten uns wenigstens, dass es nur neblig war und der Nebel ganz schnell vergehen würde. Oder zumindest, falls es doch Wolken sind, die Wolken recht tief hängen, denn zum Chimborazo hatten wir bis ganz nach oben noch ca. 2.300 Höhenmeter vor uns.

So brachen wir in voller Montur und ausgerüstet mit Mütze, Schal und Handschuhen um 7:15 Uhr zum Bus auf. Der Bus kam pünktlich um 7:30 Uhr und wir hätten ihn beinahe verpasst – Glück gehabt. Nun hatten wir eine Stunde Fahrt vor uns und hofften, dass das Wetter aufklaren würde.

Auf halber Strecke kreuzte eine Kuhherde die Straße und – wie sollte es anders sein – unser Busfahrer hat eine der Kühe angefahren. Nach mächtig hin und her mit dem Kuhbauern – die Kuh hat den Unfall außerdem überlebt, wenn auch nur hinkenderweise – sind wir nach 20 Minuten weitergefahren.

Kurzfristig lichtete sich der Himmel und man konnte sogar die Sonne sehen, doch das war nur von kurzer Dauer. Um 9 Uhr kamen wir am Eingang des Nationalparks des Chimborazo an, bei dichten Wolken. Ob es nun am schlechten Wetter lag oder daran, dass Donnerstag war, der Eintritt in den Nationalpark war unerwarteterweise kostenfrei.

Noch wollten wir die Hoffnung auf eine gute Aussicht auf den Vulkan nicht aufgeben und wanderten fröhlich los.

Die 8km bis zur „Nummer 1“ haben wir in 2,5 Stunden zurückgelegt und waren damit endlich auf 4.800m – aber leider nach wie vor nicht über den Wolken – angekommen.

Hier machten wir erstmal Pause und tranken einen Coca-Tee, denn auf halber Strecke hatten sich bei uns beiden Kopfschmerzen eingestellt. Passenderweise lief gerade das WM-Eröffnungsspiel Russland gegen Saudi-Arabien – welches wir uns natürlich nicht entgehen ließen.

Nach der kurzen Pause wollten wir den Aufstieg zur „Nummer 2“ angehen – gebessert hatte sich die Sicht nach wie vor nicht – als es anfing zu graupeln. Da absehbar war, dass man auch von oben auf 5.000m keinen nennenswerten Ausblick haben würde, sind wir auf halber Strecke umgekehrt und wollten uns direkt an den Abstieg machen.

Ein Highlight haben wir allerdings noch gesehen – Vikunjas:

Unsere Kopfschmerzen waren mittlerweile so stark, dass wir nur noch nach Hause wollten. Freundlicherweise hat uns für 5$ ein Einheimischer zum Eingang runter gefahren und für weitere 5$ wurden wir zurück nach Riobamba gebracht. Um 14 Uhr lagen wir dann im Bett und hofften, dass die Kopfschmerzen nach einem gepflegten Mittagsschlaf nachlassen würden. Leider war dies bei mir nicht der Fall. Obwohl es Sebi besser ging könnten wir daher den restlichenTag nichts mehr machen.

An Tag 6 fuhren wir von Riobamba aus nach Alausi. Dort wollten wir mit einer alten Eisenbahn eine wunderschöne Bergstrecke mit tollen Aussichten abfahren. Schon beim ersten Blick aus dem Fenster am Morgen zeigten sich erneut tief hängende Wolken. Doch Alausi ist 90km entfernt von Riobamba, so hielten wir an der Hoffnung fest, dass das Wetter sich bessern würde. Von Riobamba aus nahmen wir den Bus um 8 Uhr und kamen nach ziemlich genau 2 Stunden gegen 10 Uhr in Alausi an. Nach einem kurzen Fußweg, der ‚Einlagerung‘ unserer großen Rucksäcke (wir waren mit unserem gesamten Hab und Gut unterwegs) sowie dem Kauf der Tickets fuhr die Eisenbahn um kurz vor 11 Uhr auch schon ein.

Das Wetter hat sich außerdem enorm verbessert, wir hatten Sonnenschein, wenn auch keinen wolkenfreien Himmel.

Auf der Fahrt kamen wir, teils vorwärts und teils rückwärts, an tollen Bergstrecken vorbei und hatten tolle Ausblicke auf Berge und Fluss. Die gesamte Fahrt über hat eine Dame der Eisenbahngesellschaft (Gabriela) ununterbrochen erzählt und uns auf verschiedene Besonderheiten der Strecke hingewiesen. Ausnahmsweise auf spanisch UND englisch, jedoch in einer Lautstärke, die es einem unmöglich machte die wunderschöne Natur zu genießen. Nach 45 Minuten erreichten wir einen Aussichtspunkt auf die Nase des Teufels (nariz del diablo), wo wir einen kurzen Aufenthalt hatten.

Von dort aus ging es weiter nach Simbambe, wo wir 1 Stunde Aufenthalt hatten. Der Sinn hieran hat sich mir jedoch nicht erschlossen. In Simbambe konnten wir Fotos auf einem Pferd oder Lama machen, in traditioneller Tracht, einige Ecuadorianer haben getanzt außerdem gab es ein Cafe mit Kalt- und Heißgetränken sowie Mittagessen. Vermutlich ging es nur darum noch mehr Geld zu verdienen.

Der Rückweg war leider die selbe Strecke wie der Hinweg, wir bekamen daher keine neue, tolle Natur zu sehen. Immerhin hatte Gabriela nichts neues zu erzählen, sodass wir auf dem Rückweg auch einfach mal genießen konnten.

Alles in allem, die Natur war toll! Doch für die Strecke von 45 Minuten (12km) 33$ pro Person zu verlangen ist ziemlich überteuert.

Zurück am Ausgangspunkt waren wir um 13:30 Uhr – pünktlich! Super, denn wir wollten noch weiter bis nach Cuenca. Am Busbahnhof erfuhren wir, dass der letzte Bus nach Cuenca für diesen Tag bereits um 10:30 Uhr abgefahren sei. 10:30 Uhr am Morgen wohlgemerkt. Aber an der Panamericana käme noch alle 30 Minuten ein Bus nach Cuenca. 4 Blocks zu laufen, versicherte man uns.

In voller Montur stiefelten wir also die 4 Blocks bergauf bis wir Einheimische an einer Bushaltestelle trafen.

>>ja, oben an der Panamericana fahren noch Busse nach Cuenca aber ab und zu fahren sie auch hier vorbei<<

Und prompt kam ein Bus – nicht Richtung Cuenca – der uns kostenfrei mit an die Panamericana fuhr. Und hier warteten wir auf den Bus, der alle 30 Minuten kommen sollte. Nach weniger als 5 Minuten kam tatsächlich einer und fuhr einfach an uns vorbei, um etwa 300m später zu halten. Da standen wir wohl nicht an der richtigen Stelle, dachten wir, sammelten unsere Sachen zusammen und rannten Richtung Bus – bergauf.

Beim Bus angekommen stellte sich heraus, dass dieser jetzt erstmal eine Pause mache aber ohnehin keine Plätze mehr für uns hätte. Der nächste würde aber nicht in 30 Minuten, sondern erst in einer Stunde kommen – und auch der sei komplett voll (der Busfahrer hat dies telefonisch auch freundlicherweise nochmal verifiziert).

Wir bekamen daher das Angebot stehend mitkommen zu können. Gesagt, getan. Bis wir endlich Sitzplätze hatten verging eine Stunde, da wir allerdings gesamt fast 4 Stunden Fahrt vor uns hatten, hatten wir quasi noch Glück.

Um ca. 19 Uhr sind wir in unserer Unterkunft im Herzen von Cuenca angekommen. Was wir hier die kommenden Tage machen, werden wir euch demnächst berichten.

Tage 1 bis 3 in Ecuador

Um Geld zu sparen (ja, typisch Backpacker) haben wir keinen Direktflug von Costa Rica nach Ecuador genommen, sondern sind nach Lima in Peru und erst im Anschluss nach Quito in Ecuador geflogen. Da wir erst um 2:30 Uhr nachts gelandet sind, haben wir uns für die erste Nacht für ein Hostel in Flughafennähe entschieden, das zudem auch nachts einen Transfer vom Flughafen anbietet. An Tag 1 in Quito stand daher nach einer extrem kurzen Nacht ein Hostelwechsel an, denn die zweite Nacht haben wir direkt im historischen Zentrum von Quito verbracht.

Nach dem Check-in sind wir zum Teleférico und damit hoch auf fast 4.000m. Da keine Busse zum Teleférico furhen, mussten wir ein Taxi nehmen, die sind hier jedoch erstaunlich günstig. Leider hatten wir kein Glück mit dem Wetter, es war sehr bewölkt, sodass wir dem schönen Ausblick auf die diversen Vulkane nicht genießen konnten.

Im Anschluss sind wir in die historische Altstadt, bzw. hatten es zumindest vor, bis wir von Starkregen überrascht wurden. Also zurück ins Hostel und umziehen, denn wir waren direkt komplett durchnässt. Doch so plötzlich wie der Regen kam, war er auch wieder weg und sogar die Wolken verzogen sich, sodass wir zur Abenddämmerung doch noch in die Altstadt gegangen sind.

Noch bevor wir die Gelegenheit hatten das erste Foto zu machen, wurden wir bereits von einer obdachlosen Oma angegriffen, die mit ihrem Blindenstock wild um sich schlug und schrie. Trotz der enormen Polizeipräsenz in Quito hat sich keiner zuständig gefühlt, als sie erneut ausholte und auf uns einschlagen wollte. Wir entkamen ihr, schließlich war sie ja alt und blind, ohne Schaden davonzutragen.

Danach könnten wir dann doch noch einige Fotos der Altstadt machen.

Am Rande muss ich allerdings noch erwähnen, dass ich an solchen Tagen, wenn es darum geht Sehenswürdigkeiten zu fotografieren, immer leide. Insbesondere wenn es um Nachtfotografie geht. Wenn Sebi versucht auszutesten wie viele Sekunden Belichtungszeit passen, um das bestmögliche Foto zu bekommen. Wenn es dann nicht mal eine Bank zum setzen gibt muss ich mir andere Beschäftigungsmöglichkeiten suchen. An dem Abend in Quito war es die folgende (hier nur 1 Foto von den gefühlt 100, die ich gemacht habe):

An Tag 2 sind wir von Quito aus zum Quilotoa gefahren. Denn die Lagune von Quilotoa wurde uns bereits im Vorfeld von einer Freundin, aber auch in unserer letzten Unterkunft in Costa Rica von unserem Host wärmstens empfohlen. Am Quilotoa auf 3.700 Metern ÜNN angekommen haben wir zunächst unsere Unterkunft für die kommenden Nächte bezogen und, da wir früher dort angekommen waren als erwartet, den kleinen beschaulichen Ort erkundet. Auch könnten wir bereits einen ersten Blick auf die Lagune werfen und haben unser bisheriges Lieblingsbild geschossen:

An Tag 3 sind wir zur Lagune runtergewandert. Die 1,7km waren in 30 Minuten schnell hinter uns gebracht – mit einigen Unterbrechungen um Fotos zu machen.

Unten angekommen haben wir uns erstmal gesetzt und die wahnsinnig schöne Umgebung und diese unglaubliche Ruhe in uns aufgesogen. Wir hatten 10:30 Uhr und da die ersten Touristenbusse am quilotoa um ca. 11 Uhr ankommen, war es wirklich noch komplett ruhig.

An der Lagune selbst kann man Kajak fahren, was wir auch prompt für eine Stunde gemacht haben.

Der Weg zurück nach oben war weitaus beschwerlicher als der Abstieg und glich streckenweise eher Bergsteigen als wandern, denn die 1,7km hatten es mit gut 500 Höhenmetern ganz schön in sich. Für den Aufstieg haben wir daher 65 Minuten gebraucht und das in der prallen Mittagshitze.

Oben angekommen haben wir uns eine kalte (leider tatsächlich eiskalte) Dusche, Schokokekse und Mittagsschlaf gegönnt. Und zwar in genau dieser Reihenfolge.

An Tag 4 stand der nächste Ortswechsel an. Es ging 1.000 Meter nach unten nach Riobamba. Von hier aus werden wir den Chimborazo besuchen. Wir sind schon gespannt und freuen uns!

Tage 11 bis 13 in Costa Rica

An Tag 10 sind wir von Drake Bay nach Quepos gefahren, zu unserer letzten Station für Costa Rica. Dort angekommen haben wir unser Zimmer in einem super schönen Guest-House bezogen, das wir über Airbnb gebucht hatten, und sind noch für einige Stunden an den Strand gegangen.


Tag 11 war leider sehr verregnet, schon morgens um 6 Uhr sind wir von starkem Regen aufgewacht, der leider den gesamten Tag angehalten hat. Aber, seien wir ehrlich, den Regen waren wir ja mittlerweile schon gewohnt. Wir haben daher für die ersten Stationen in Ecuador Unterkünfte gebucht und ein wenig Planung gemacht. Später waren wir noch beim Frisör, weil Sebi’s Haare waren ihm seit Tag 1 ein Dorn im Auge. Im wahrsten Sinn des Wortes.


An Tag 12 haben wir den Nationalpark Manuel Antonio besucht. Dieser Besuch sollte sich als das Highlight der Costa Rica Reise herausstellen. Während wir bisher bereits begeistert waren auf einer geführten Tour ein oder zwei ‚große‘ Tiere zu sehen, haben wir hier ohne Guide die ganze Bandbreite an ‚großen‘ Tieren zu Gesicht und vor die Linse bekommen.

Wir haben Faultiere gesehen, ausgewachsene und Babys.

Wir haben Kapuzineraffen gesehen, kein bisschen menschenscheu, haben mich mit Rinde beworfen und anderen Besuchern ihr Essen aus der Tasche geklaut – selbst schuld eigentlich, wer nimmt auch Bananen mit und ärgert sich dann, dass die Affen auch mal probieren wollen?!

Außerdem hat sich ein (ebenfalls kein bisschen menschenscheuer) Waschbär am Strand herumgetrieben.

Und faszinierende bunte Krabben, die offensichtlich im Wald leben, sind uns vor die Kamera gekrabbelt.

Auch die eine oder andere Beutelratte haben wir gesehen, die wollten allerdings nicht von uns fotografiert werden, sondern haben die Flucht ergriffen.

Einige Glückliche konnten sogar Brüllaffen sehen. Wir selbst haben sie immer wieder gehört, haben sie aber leider nicht gesehen.

Der Tag war einfach grandios und abwechslungsreich. Denn der Nationalpark punktet nicht nur mit wahnsinnig vielen Tieren, sondern auch mit tollen Wanderwegen inkl. Aussichtspunkten und 2 Stränden, die ausschließlich über den Nationalpark erreichbar sind.


An Tag 13 hieß es für uns schon wieder Abschied nehmen von Costa Rica. Auf dem Weg zum Flughafen haben wir allerdings noch einen kleinen Abstecher zur Krokodilbrücke nach Tarcoles gemacht. Hier kann man von einer öffentlichen Brücke riesige und vor allem unheimlich viele Krokodile in ihrer natürlichen Umgebung beobachten.

Uns trennten hier keine Zäune oder Absperrungen, sondern lediglich einige Meter von den Krokodilen. Wer unseren Blog verfolgt hat weiß, dass ich tierische Angst vor Krokodilen habe. Aber aus dieser Entfernung und da sie sich nahezu gar nicht bewegt haben, war es tatsächlich im Ordnung für mich ?

Leider wurde in den 6 Tagen mit Mietwagen versucht in das Auto einzubrechen. Wir hatten daher etwas Ärger mit der Autovermietung. Am Flughafen. Zum Glück waren wir zusatzversichert und bekommen das Geld hoffentlich wieder erstattet. Ist trotzdem erstmal ärgerlich, besonders da wir selbst nichts aktiv falsch gemacht haben.


Mittlerweile sind wir in Ecuador angekommen und freuen uns schon darauf euch bald von unserer Zeit hier zu berichten!

Tage 8 und 9 in Costa Rica

An Tag 7 sind wir wieder in die Hauptstadt San José und haben unseren Mietwagen abgeholt. Wir haben in Vorfeld sehr mit uns gerungen, ob wir tatsächlich ein Auto mit Allradantrieb brauchen – typisch Backpacker, Budget und so – und haben uns letztlich nur dafür entschieden weil wir ein gutes Angebot gefunden haben. Rückblickend sind wir sehr froh darüber! Schon auf dem Weg nach Drake an Tag 8 hatten wir die letzten 27km ausschließlich Schotterpiste und ab und zu ein paar Flüsse zu durchqueren.

Ohne Allradantrieb wäre das undenkbar gewesen!

Etwa 40km vor der Ankunft haben wir eine kurze Pause gemacht um die grandiose Aussicht zu fotografierten. Das Highlight zeigte sich als wir schon aus dem Auto ausgestiegen und dabei waren das Meer zu fotografieren, denn mit Gebrüll entfernte sich plötzlich einen ganzes Rudel Affen aus einem Baum. Immerhin einen haben wir noch vor die Linse bekommen.

In Drake angekommen stellte sich heraus, dass wir mit unserer Unterkunft großes Glück hatten! Zum ersten mal waren wir in einem Hostel mit Gemeinschaftsbädern und -küche, aber wir waren die einzigen Gäste und hatten daher alles für uns alleine.

Den restlichen Tag 8 haben wir an der Bahia Drake relativ unspektakulär am Strand verbracht.

Eines muss ich euch noch erzählen: wir gingen in Drake einkaufen für die nächsten Tage. Beim einkaufen haben wir einen typischen Tourifehler begangen: wir haben om Supermarkt Lebensmittel gekauft, auf denen kein Preis stand. Für uns hier nichts besonderes, denn auf Wasser steht hier schließlich nie ein Preis. Und so kauften wir eine 400g-Packung Gouda für umgerechnet 9,00 € und eine Packung Wurst (6 Scheiben) für umgerechnet 4,50 €. ?


Für Tag 9 haben uns die Betreiber des Hostels einen 2-stündigen Spaziergang zur playa San Josécita empfohlen. Der Weg führt über weite Strecken an der Küste und später sogar am Nationalpark entlang. Meist kann man auf dieser Strecke Tiere sehen. Unser Plan war also 2 Stunden zum Strand laufen und Tiere schauen, 3 Stunden am Strand bleiben und dann 2 Stunden zurückspazieren – so wären wir immernoch vor dem täglichen Regen ab 17:30 Uhr zurückgewesen – ein bisschen bequem ist man ja. ?

Kaum waren wir den ersten von 9 Kilometern gelaufen fing es mal wieder an zu regnen als würde die Welt untergehen. Gut, dass wir Regenjacken dabei hatten!

Aufgrund des Regens verging bei mir schnell die Lust am Wandern. Zudem war die strecke durch den regen sehr unbequem: schmale Wege, teils sehr steil und durc  den regen aufgeweicht und matschig. Wir wanderten 3,5 Stunden durch sehr schwieriges Gelände inkl. Hängebrücken und Flüssen, die wir zu Fuß überqueren mussten. Ab und an machten wir Pausen am Wasser.

Da wir jedoch nach 3,5 Stunden noch immer nicht an dem Strand angekommen waren und wir laut Google Maps sogar noch 40 Minuten (von anfänglichen 2:07 Stunden) vor uns hatten, drehten wir schließlich um. Wie wir später erfuhren lag es außerdem am Regen, dass wir kaum Tiere sehen konnten. Einen grandiosen Schnappschuss haben wir allerdings:

Um 17:15 Uhr, und damit kurz vor dem täglichen Regen, waren wir schließlich zurück am Hostel.


An Tag 10 stand der vorerst letzte Ortswechsel an, denn am Samstag verlassen wir bereits Costa Rica. Was wir aber an unserer letzten Station in Manuel Antonio erlebt haben war einfach überwältigend!

(Mehr Fotos gibt’s in der Galerie)

Tage 5 und 6 in Costa Rica

Wie bereits angekündigt haben wir die letzten 3 Nächte in einer ganz speziellen und besonderen Unterkunft bei Einheimischen verbracht.

Über Airbnb haben wir uns bei La Fortuna ein sogenanntes Tiny House gemietet. Doch im Vergleich zu den Tiny Houses, die man aus Amerika kennt und die gerade total in sind, war unseres dezent kleiner. Eigentlich bestand es nur auf einem Schlafraum, etwa 2m x 2m, mit Dach darauf und Terrasse davor.

Der Schlafraum hatte eine Türe, ein Bett und ein Fenster. Kein Regal oder Tischchen – wo auch? Neben das Bett passten gerade so unsere Rucksäcke. Wir hatten keinerlei Steckdosen oder WLAN.

Zu unserer Unterkunft gehörte außerdem ein großer überdachter Außenbereich mit Outdoor-Küche (Ink. Gasherd und Feuerstelle) und -Badezimmer. Der gesamte Außenbereich wirkte etwas provisorisch, war aber genau das, was wir uns für unser Abenteuer vorgestellt hatten.

Die Aussicht von unserem Häuschen aus war einmalig: schon morgens konnten wir von unserer Terrasse aus die Rinder grasen sehen. Denn die Unterkunft befindet sich auf einer ökologischen Farm, die von einer eingesessenen Costa Ricanischen Familie betrieben wird. Hier werden die Kühe noch von Hand gemolken, die Milch selbst weiterverarbeitet, die Eier sind eigen und Kaffe und Kakao werden hier angebaut und verarbeitet.

Logisch, dass wir hier auch mit typischem Frühstück versorgt wurden, Reis mit Bohnen, – im Zimmerpreis inbegriffen. Im Outdoor-Esszimmer hatten wir rechtlich Steckdosen und dürftiges WLAN. Ein Strich WLAN-empfang war hier schon das höchste der Gefühle.

Das Highlight jedoch waren unsere Gastgeber selbst: die gesamte Familie war so aufgeschlossen, herzlich und gastfreundlich zu uns. Und obwohl – oder gerade weil – sie ausschließlich spanisch sprachen und die Verständigung mit Händen und Füßen erfolgen musste, hatten wir uns bereits nach dem ersten Tag lieb gewonnen.


An Tag 6 haben wir mit dem Sohn unserer Gastgeber eine Tour durch die Umgebung gemacht.

Erster Halt war der Nationalpark Arenal. Der Nationalpark hat 2 Eingänge an verschiedenen Stellen und mit unterschiedlichen Aussichten, die beiden mit dem regulären Ticket für 15$ pro Person besucht werden können. Der erste Eingang bietet auf einem Wanderweg von ca. 4,5 km einen tollen Ausblick auf den Volcano Arenal. Leider hatten wir ausschließlich Wolken und Regen, sodass der Ausblick nicht so spektakulär war.

Der zweite Eingang führt zu einem kürzeren Wanderweg von nur etwa 2,5 km, bietet dafür den für uns spektakuläreren Ausblick auf die Laguna del Arenal.

Im Anschluss fuhren wir zu den aguas calientes. Einem Fluss der warmes Wasser führt, in dem man baden kann. Das war für uns Fluch und Segen zugleich: zuerst freuten wir uns nach 5 stunden aus den nassen Jacken, aus dem anhaltenden Nieselregen und ins warme Wasser zu kommen.

Als wir jedoch aufgebrochen sind um einkaufen und dann zurück zur Unterkunft zu kommen, fing es wie aus Eimern an zu gießen, sodass wir uns nicht nur nicht mehr trocken bekamen, sondern auch unsere gesamte Ausrüstung, unsere Kleidung und leider auch unsere Schuhe klitschnass wurden.

Trotzdem würden wir jederzeit wieder (auch bei Regen) die aguas calientes besuchen.

(Mehr Fotos findet ihr in Galerie.


An Tag 7 stand wieder ein Ortswechsel an, es ginh zur Pazifikküste Costa Ricas. Und wir sind schon gespannt was uns dort erwartet!

Tage 3 und 4 in Costa Rica

Um kurz nach 5 Uhr morgens sind wir an unserem 3. Tag in Costa Rica aufgestanden um mit dem Kanu eine Tour durch den Tortuguero National Park zu machen. Das frühe Aufstehen war eine Qual und nach der gewittrigen Nacht gar nicht unser Fall. Außerdem, um 5 Uhr aufstehen – so hatte ich mir die Reise wirklich nicht vorgestellt. Doch es sollte sich lohnen!

Um 6 Uhr waren wir bereits im National Park in unseren Kanus und es ging los. Das Gepaddel war zu dieser frühen Zeit unheimlich anstrengend, zumal es schon dunstig und schwül wurde.

Zunächst bekamen wir nur Vögel zu Gesicht, verschiedene zwar, aber doch nicht die Tiere die wir uns erhofft hatten.

Doch dann begann unsere Glückssträhne: erst sahen wir den ersten Spinnenaffen in einer Baumkrone, erst einen ausgewachsenen Kaiman im Wasser, später sogar eine Schar Babykaimane, dann ein Faultier, das sogar wach und am klettern war, und zu guter letzt nochmal 2 Spinnenaffen, die sich über den Fluss hangelten.

(Mehr Fotos gibts’s in der Galerie.)

Die Zeit verflog so schnell wie die anfängliche Enttäuschung darüber, nur Vögel zu Gesicht zu bekommen. So war es schon 9 Uhr und die Tour endete.

Pro Person haben wir 20$ gezahlt (zu unserem Glück hatten die Touren in Tortuguero überall Einheitspreise) und das war die Tour allemal wert! Alleine die Geräuschkulisse morgens bei leichtem Nebel im Regenwald…

Daraufhin gingen wir erstmal frühstücken und dann zur Erholung an den Strand, denn abends stand eine Nachtwanderung an, vor der wir uns erstmal ein wenig ausruhen und entspannen wollten.

Um 18 Uhr trafen wir zum ’night walk‘ am Ausgangspunkt ein und wurden direkt zurückgeschickt, weil unsere Kleidung für die Tour nicht angemessen war. Also hieß es für uns umziehen – eine lange Hose anziehen und eine Regenjacke einpacken – und zurück zum Startpunkt. Der Guide fragte uns zunächst, ob wir vor irgendwelchen Tieren Angst hätten.

>>OH JAAA! Vor Krokodilen zum Beispiel!<<

Krokodilen seien kein Problem, eher große Spinnen und giftige Schlangen, die würden wir nämlich zu sehen bekommen. Oh je, damit hatten wir gar nicht gerechnet! Spinnen und Schlangen sind nämlich so gar nicht das was ich gerne sehen wollten ?

Aber gut, er versicherte uns, dass in dem vielen Jahren, im denen er diese Touren mache, noch nie etwas schlimmes passiert sei. Fügte aber direkt hinzu, dass man ja nie wisse bei gefährlichen Tieren. Danke, das machte mir Mut…

So stapften wir los und um es kurz zu machen, es ist nichts schlimmes passiert aber wir hatten wohl auch ‚Pech‘ was die Tiere anging. Wir haben ein Gürteltier, monströse Frösche und harmlose, kleine Spinnen und Schlangen gesehen.

Rückblickend würden wir einen ’night walk‘, für den wir ebenfalls 20$ pro Person gezahlt haben, nicht nochmal machen. Es war leider schon komplett dunkel und zum Schutz der Tiere darf nicht mit Blitz fotografiert werden, daher gibt es leider nicht einmal Fotos.

An Tag 4 stand ein Ortswechsel für uns an. Wir waren von morgens um 9:00 Uhr bis abends 20:30 Uhr unterwegs und das bei einer Strecke von gerade einmal 175km.

Wir waren ziemlich platt als wir angekommen sind, daher erstmal nur soviel: unsere Unterkunft ist ganz speziell und für uns grandios! Fotos und Berichte folgen in den kommenden Tagen.